Einschwingkurve und Digital Speicheroszilloskop

Hallo liebe Wissende,

ich hab da mal ein paar kleine Fragen. Ich hab Beruflich mit Regelungen zu tun und kenne mich daher etwas aus. Dort benutzen wir ein „normales“ Oszilloskop mit einem Vorsatz das wir das Einschwingverhalten beobachten können. Da wir immer mehr Regelungen betreuen, ein- und nachstellen müssen, haben wir an Modernisierung gedacht. Konkret an ein Digital Speicheroszilloskop. Das alte Ding ist doch sehr unhandlich. Das Problem ist, keiner von uns kennt sich mit diesen Dingern aus. Die Fragen:

Kann man mit denen ohne Vorsatz das Einschwingverhalten, Sprungantwort etc. aufnehmen?
Wie lang darf das höchstens Dauern? (Bei unserm jetzigen ist es so, dass wenn der Bildschirmausschnitt voll ist, er von vorne neu be-(über)schreibt.)
Und ist eine spezielle Funktion nötig, um die Kurven auf den PC übertragen (speichern, drucken) zu können? (Vom Anschluss abgesehen)

SL

Christof

nur mal eine idee: fragt mal bei den herstellern an. die schicken dann einen vertreter, der im idealfall eins oder mehrere geräte mitbringt und euch das mal vorstellt. ist doch besser, wenn man sowas mal direkt sehen kann und sich nicht auf die aussagen von unbekannten verlassen muss. da steckt man dann ja doch ne menge geld rein…

Hallo Christof,

wir verwenden an der Arbeit hauptsächlich Oszilloskope von der Firma LeCroy und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Als Standard-Oszilloskope verwenden wir die Wave-Surfer und die Wave-Runner-Modelle.

Du schreibst leider nicht, wie schnell die Einschwingvorgänge sind, aber die Modelle gehen von moderaten 200MHz Bandbreite bis zu 1GHz bei akzeptablen Preisen.
Im Roll-Mode kannst du die Geräte mit einer Zeitbasis von bis zu 10s auch für sehr langsame Signale einsetzen. Abspeichern in verschiedenste Formate der Signale (z.b. Matlab, Excel, CVS, div. Bildformate usw…) ist auch möglich. Netzwerkanschluss ist dabei und die Bedienung läuft über einen sehr großen Touchscreen. Die Preise liegen für die Wave-Sufer so bei 6000-7000€.

Gruß

Michael

Wir habn sowas mit einem Tektronik gemacht. Wichtig ist den Trigger auf Single oder auf Singel run zu stellen um nur einen Durchlauf zu machen. Dann geht das auch mit einem normalen Oszilloskop.
Diese Funktion hat sogar mein privater Hameg 204 im Bastelkeller zu Hause.

Hallo,

Kann man mit denen ohne Vorsatz das Einschwingverhalten,
Sprungantwort etc. aufnehmen?

Ja, natürlich. Für so was sind Speicheroszis auch hervorragend verwendbar
und kaum noch verzichtbar.
Allerdings muß man die Speichertiefe des Gerätes beachten.
Bei einfachen Geräten ist diese niedrig und es wird kaum mehr als
den aktuell angezeigten Bildschirm gespeichert.
Andere Geräte haben eine viel höhere Speichertiefe, so dass vom
triggerpunkt aus lange Zeiträume gespeichert werden können.
Viele Triggermöglichkeiten, mathematische Funktionen und moderne
Schnittstellen sind inzwischen 0815.

Einfache Geräte sind z.B. die TDS-Serie von Tectronixs
mit 2 oder 4 Kanälen und auch Farbdisplay. Daten bekommt man da am
einfachsten per USB-Stick runter gezogen.
http://www.tek.com/products/oscilloscopes/
http://www.tek.com/products/oscilloscopes/tds1000_td…

Besser, aber auch teurer sind die Geräte von Lecroy.
Da gibt es aber auch für Einsteiger die Waverunner-Serie.
Diese haben eine hohe Speichertiefe.
http://www.lecroy.com/Oscilloscope/OscilloscopeSerie…

Gruß Uwi

Wie lang darf das höchstens Dauern? (Bei unserm jetzigen ist
es so, dass wenn der Bildschirmausschnitt voll ist, er von
vorne neu be-(über)schreibt.)
Und ist eine spezielle Funktion nötig, um die Kurven auf den
PC übertragen (speichern, drucken) zu können? (Vom Anschluss
abgesehen)

SL

Christof

Hallo,

Diese Funktion hat sogar mein privater Hameg 204 im
Bastelkeller zu Hause.

Mit Pre-Triggerung? Das wäre schon ganz hübsch für einen Einschwingvorgang. Um nicht zu sagen grundlegende Anforderung.
Gruß
loderunner

Moin Moin,

danke für eure Antworten. Mir ging es nicht um genaue Einstellungen, sondern ob die Geräte das überhaut können. Unsere Regelstrecken sind zum teil extrem Träge jedenfalls für unsere Verhältnisse. Aber wenn man mit den Dingern nicht periodische Spannungsverläufe aufzeichnen kann sollte das kein Problem sein.

vielen Dank nochmal

Christof