Einspruch gegen Englisch Note (Jgst.11)

Hallo liebe Community,
Habe derzeit einige Probleme in der Schule:
Stehe derzeit in Mathe und Englisch 5, kann aber nur eine 5 ausgleichen mit meiner Deutsch Note.
Nun habe ich aber den pers. Eindruck, dass ich von meinem Englisch Lehrer falsch bewertet wurde und insbesondere im Vergleich zu anderen Kursen und deren Bewertung.

Nun stellt sich mir die Frage, welche Chance habe ich mit einem Einspruch gegen die Zeugnis Note in diesem Fach.
Und wie habe ich so ein Schreiben anzufertigen?

Gehe derzeitig auf ein Gymnasium in NRW.

Danke im voraus
Christian H.

Hallo Christian,

Stehe derzeit in Mathe und Englisch 5,

bitte versteh mich nicht falsch, aber mit Mathe und Englisch 5 und einem nahenden Abitur würde ich mir überlegen, ob es nicht die schlauere Lösung wäre, das Jahr zu wiederholen. Aber sei’s drum - ich kenne Dich nicht, ich kenne die Rahmenbedingungen nicht, ich wollte’s nur nicht unerwähnt lassen, denn erfahrungsgemäss lassen sich Lücken von speziell der 11. während der Abizeit nur unter grossen Mühen stopfen…

Nun habe ich aber den pers. Eindruck, dass ich von meinem
Englisch Lehrer falsch bewertet wurde und insbesondere im
Vergleich zu anderen Kursen und deren Bewertung.

Hmm, wenn ich Dich richtig verstehe, vergleichst Du nicht mit Deinen Kurskollegen, sondern mit Kameraden in anderen Kursen? Sowas ist immer recht schwierig - schon der Vergleich mit Kurskollegen im eigenen Kurs ist oftmals nicht einfach. Wie siehst Du Dich denn im Vergleich zu den Kollegen in Deinem Kurs?

Nun stellt sich mir die Frage, welche Chance habe ich mit
einem Einspruch gegen die Zeugnis Note in diesem Fach.

Wie kam denn die 5 zu Stande? Alle Arbeiten 5,0 und mündlich ebenfalls? Oder alle Arbeiten auf 2,0 und mündlich eine überbewertete 6,0? Reden wir hier schon von einer Endnote im Zeugnis? Das heisst, steht die 5 schon irgendwo „offiziell“ oder dauert das Schuljahr noch ein paar Wochen und es droht lediglich die 5? Und was ist die Vorgeschichte dazu? Hast Du schonmal mit Deinem Englischlehrer gesprochen? Hat er Dir erklärt, wie er zu dieser Note gekommen ist?

Falls Du letztere beiden Fragen mit „Nein“ beantwortest, dann hol das nach. Denn so kannst Du in dem Schreiben sinngemäss schreiben „Nach einem Gespräch mit Herrn Englischlehrer wurde mir erklärt, dass … Dies ist jedoch vor dem Hintergrund zu betrachten, dass… Deshalb sehe ich die Note 5 für nicht gerechtfertigt an, und bitte um…“ Aber um Dir hier wirklich mit Formulierungen helfen zu können, müsstest Du viel mehr Details verraten. Gerne auch per Mail, wenn Du das nicht öffentlich tun möchtest :wink:

*wink*

Petzi

Hallo!

Eine Aussicht auf Erfolg hast Du mit dem Einspruch nur dann, wenn Du dem Lehrer einen Fehler nachweisen kannst. (Übliche Einschränkung: Das folgende weiß ich sicher nur über Baden-Württemberg. Ich denke jedoch, dass die Situation in anderen Bundesländern ähnlich ist).

Beantworte mal folgende Fragen für Dich:

  • Wurde die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von Klassenarbeiten geschrieben und hast Du an allen teilgenommen?
  • Wurde jede Klassenarbeit in einem angemessenen Zeitrahmen zurückgegeben und besprochen?
  • Ist erkennbar, dass die Noten der Klassenarbeiten nicht willkürlich zustande gekommen sind? (Punkteverteilung, Notenskala,…)
  • Gab es bei keiner der Klassenarbeiten fehlerhafte Bewertung? (Schlechte Note trotz hoher Punktzahl).
  • Wurde am Anfang des Schuljahres klar festgelegt, wie der Lehrer seine Noten macht, und hat er sich daran gehalten? (Falls es Änderungen in der Notengebung gab: Hat der Lehrer das angekündigt und begründet?)
  • Ist der Klasse klar, wie der Lehrer zu seinen mündlichen Noten kommt? (Gemeint ist nicht, ob die Schüler die Notengebung nachvollziehen können, sondern ob sie ins Prozedere eingeweiht wurden: Eindrucksnoten, Abfragen, Referate, …)
  • Falls Du mündlich deutlich schlechter bewertet wurdest als schriftlich: Hat Dich der Lehrer in geeigneter Form auf Deine ungenügenden mündlichen Leistungen aufmerksam gemacht?

Wenn Du alle diese Fragen mit „Ja.“ beantwortet hast: Spar Dir die Zeit für den Einspruch und betrachte die Wiederholung von Klasse 11 als zweite Chance.

Gruß, Michael

Hi!

denn erfahrungsgemäss lassen sich Lücken von speziell
der 11. während der Abizeit nur unter grossen Mühen stopfen…

Das deckt sich mit meinen Erfahrungen jetzt nicht wirklich. Hat ja schon seinen Grund, dass viele in der 11 ins Ausland gehen.
Meine 11 hätte ich sehr gut in einem Ferienkurs nacharbeiten können.
Gerade in Englisch kam da nicht viel neues. Am meisten müsste man vermutlich noch für Mathe nacharbeiten.
Das basiert natürlich jetzt nur auf meinen Erfahrungen und denen einiger Freunde. Ich wollte es nur nicht unerwähnt lassen, weil es so gar nicht zu deiner Aussage passt:wink:

Gruß!

Cornel

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Hi,

nun ich weiß nicht, wie es in der 11. Klasse in NRW ist, aber bei mir
(Hessen, Abi-Jahrgang 1996) war das eine Art Orientierungs-Klasse mit
Hinblick auch auf die LK-Belegungen in 12 und 13.

Wie Du selbst schreibst, war die 11. daher eher einfach und mit dem
Schwerpunkt, alle auf einen Wissens-Stand zu bringen. Wer also da
schon Schwierigkeiten hatte, hatte seine Lücken schon von Klasse 5-10
mitgebracht und die 12. und 13. meistens nicht mehr geschafft.

Gruß

Hallo!

Wie Du selbst schreibst, war die 11. daher eher einfach und
mit dem
Schwerpunkt, alle auf einen Wissens-Stand zu bringen. Wer also
da
schon Schwierigkeiten hatte, hatte seine Lücken schon von
Klasse 5-10
mitgebracht und die 12. und 13. meistens nicht mehr geschafft.

Ich habe mein Abi 2003 in NRW gemacht und kann das nur bestätigen. Gerade in Englisch war es Stillstand pur, wir hatten in der 12 Probleme, uns daran zu erinnern, was wir in der 11 gemacht haben. Die, die ein Jahr im Ausland waren, hatten keine Probleme, das aufzuholen. Die 11 hätte man sich so fast sparen können.

Gruß
Car

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Haaaaaaalt
Hallo zusammen,

au wei, wenn ich gewusst hätte, was ich damit anrichte, hätte ich diesen Satz einfach rausgelassen. Denn offensichtlich gibt es Menschen, bei denen das mit der 11. Klasse anders gelaufen ist als bei uns (BW, anno Tobak).
Bei uns gab es das geflügelte Wort, dass wer die 11. Klasse übersteht auch das Abi packt (was nicht heisst, dass das Abi so leicht war, sondern dass die 11. Klasse so schwer war *fg*).
Und all diejenigen, die in dem Schuljahr länger als 4 Wochen im Schüleraustausch waren haben (mussten?) wiederholt. Aber ich sehe ein, dass dies längst nicht überall der Fall ist. Wieder was gelernt, auch wenn’s eigentlich nicht die Frage vom Ursprungsposter war :wink:

*wink*

Petzi

Hallo!

Und all diejenigen, die in dem Schuljahr länger als 4 Wochen
im Schüleraustausch waren haben (mussten?) wiederholt.

Und ich dachte immer, man ginge deswegen in der 11 ins Ausland, weil man dann problemlos in der 12 weitermachen kann, da man nicht viel verpasst… Selbst die, die 1 Jahr weg waren, hatten keine Probleme. Die, die noch vor den Sommerferien wieder da waren, hatten zwar Probleme, fließend Deutsch zu sprechen, aber nach den Ferien sprachen sie wieder normal. Ich weiß, dass sie Stoff nachholen mussten, aber offensichtlich war es gut zu schaffen.

Aber
ich sehe ein, dass dies längst nicht überall der Fall ist.
Wieder was gelernt, auch wenn’s eigentlich nicht die Frage vom
Ursprungsposter war :wink:

Immerhin hilft es etwas bei der Beantwortung, denn der ursprüngliche Einwand hat schon seine Berechtigung: Die, die in der 11 Probleme hatten, hatten sie schon länger und hatten dann logischerweise auch im Abi Probleme, wenn sie es denn soweit geschafft haben. Wenn es also nicht nur ein einmaliges Problem ist, ist die Wiederholung der 11 also durchaus sinnvoll - um alte Lücken aufzuarbeiten.

Gruß
Car