habe folgendes Problem: (DigiCam Jenoptik C 1.3LCD)
Fotos (JPG-Format) die ich mit o. g. Camera gemacht habe, lassen sich auf dem PC sowohl in Ulead Photoimpakt 5 als auch in einer Powerpoint Präsentation wunderbar ansehen. Klare saubere Bilder! Nun habe ich diese auf CD gebrannt und zum Entwickeln, für das Fotoalbum, abgegeben.
Das, was ich dann zurückerhalten habe, hat mich glatt vom Hocker gehauen. Die Hälfte der Bilder war unscharf, und einzelne Bildteile waren digitalisiert (also Kästchen an Kästchen)
Der Verkäufer gab an, dass dieses kein Fehler bei der Entwicklung gewesen sei, vielmehr ein Fehler bei der Einstellung meiner Kamera.
Sorry, aber irgendwie kann ich dass nicht ganz nachvollziehen.
Warum sehe ich am PC eine einwandfreie Qualität, die mir auf dem Fotopapier nicht wiedergegeben wird?
Habe ich wirklich einen Einstellungsfehler gemacht, oder ist bei der Entwicklung etwas schiefgelaufen?
Der Verkäufer gab an, dass dieses kein Fehler bei der
Entwicklung gewesen sei, vielmehr ein Fehler bei der
Einstellung meiner Kamera.
Er hat zum Teil Recht. JPEG ist nicht gleich JPEG. Je nach Entwicklungs-Machine muss eine spezielle Art von JPEG verwendet werden (Progressive/standart Komprimierung, Huffman-Tabellengrösse,…)
Gute Entwickeler schlucken einfach alles was zu tun JPEG hat und bringen immer gute Resultate. Falls du also bei dem Laden bleiben willst musst du den Verkäufer nach den genauen Einstellungen fragen. (Da er dich nicht vorgewarnt hat, würd ich die Bilder nicht annehmen und nicht bezahlen). Bild-Editoren können i.d.R. alle Formate und Einstellungen spreichern.
Warum sehe ich am PC eine einwandfreie Qualität, die mir auf
dem Fotopapier nicht wiedergegeben wird?
Bist du eigentlich sicher dass die Dateien auf der CD den org.-Dateien entsprechen ?
zunächst einmal kommt es auf die Auflösung deiner Dateien und die auszubelichtene Größe an. Wenn du Bilder geringer Auflösung groß ausbelichten lässt, dann kommt es zum Auspixeln. Gleiches gilt für einen zu hohen Komprimierungsgrad bei JPG. Und damit verbunden ist ein zweites Problem, über das man sich bei jeder Bildbearbeitung klar werden muss:
Wenn die Kamera ein JPG liefert und ich dieses über mehrere Schritte weiterbearbeite und zwischendurch immer mal wieder neu speichere und lade, dann sorgt die Komprimierung dafür, dass die Daten bei jedem dieser Zyklen schlechter werden (ich lese eine komprimierte Datei, in der ja schon bestimmte Informationen fehlen, bearbeite die Daten, speichere erneut komprimiert, wobei weitere Informationen verloren gehen, lade wieder, …). Ohne spezielle Software reicht z.B. schon das Drehen des Bildes um 90° um Informationen zu verlieren. Daher sollte man sich angewöhnen die Bilder nach dem Entladen von der Kamera gleich unkomprimiert bzw. nur verlustfrei komprimiert zu speichern (TIF) und nur auf dieser Basis zu bearbeiten und dann auch zum Belichter zu geben bzw. maximal das fertig bearbeitete Bild wieder komprimiert zu speichern. Dann hat man mehr Freude an de Ergebnissen.
Am Bildschirm lässt sich die tatsächliche Qualität insbesondere für einen Laien übrigens kaum bis nicht erkennen.
Gruß vom Wiz
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