'Einstiegs'-Motorrad und Listenpreise

Hallo,

im Prinzip habe ich zwei Fragen:

Bin seit 8 oder 10 Jahren kein Motorrad mehr gefahren - aber gekribbelt hat es immer - und jetzt könnte ich es mir leisten (finanziell als auch fam. Situation).
Naked Bikes, Enduro’s, etc. interessieren mich nicht - im Prinzip habe ich mich auf die Kawasaki Ninja oder die Honda CBR „eingeschossen“.

Welche würdet Ihr als „Einstiegs-Motorrad“ empfehlen?

Meine Lieblinge:

Honda CBR 650 F
Honda CBR 650 RR
(900er?) Fireblade
(1000er?) Firestorm

Kawasaki
Ninja ZX-6R
ZX 9R
ZX 10R
ZX 12R

Nach Meinung beider Händler (Honda, Kawasaki) sollte man zum Einstieg zu den 600ern greifen - die „größeren“ reagieren einfach zu „giftig“, etwas schwerer zu händeln, etc…
Die CBR 650F soll leichter zu händeln sein als die Ninja ZX-6R - stimmt das?

Und nicht zuletzt:
Werden Motorräder nach Listenpreis verkauft? Oder ist da, ähnlich wie bei Autos, ein „Bar-Rabatt“ oder anderer Nachlaß von 5…15% einfach üblich?

Gruesse,
Ralf

Hallo Ralf,

ich würde dir empfehlen dich auf so viele wie möglich deiner Favoriten zu setzen und Probe zu fahren, da wo du dich gleich von Anfang an am wohlsten fühlst, da bist du genau richtig.

Zum anderen

Bin seit 8 oder 10 Jahren kein Motorrad mehr gefahren

halb so schlimm, das verlernt man nicht, taste dich mit deiner neuen Errungenschaft langsam wieder heran, hier bieten sich zum üben Parkplätze grosser Kaufhausketten an.

Naked Bikes, Enduro’s, etc. interessieren mich nicht
Prinzip habe ich mich auf die Kawasaki Ninja oder die Honda
CBR „eingeschossen“.

hmmm… siehe oben lass nicht nur dein Auge entscheiden.

Nach Meinung beider Händler (Honda, Kawasaki) sollte man zum
Einstieg zu den 600ern greifen - die „größeren“ reagieren
einfach zu „giftig“, etwas schwerer zu händeln, etc…

stimmt teilweise, liegt aber auch an einem selbst, wenn du deine Emotionen und deine Fahrweise im Griff hast sehe ich hier kein Problem.

Die CBR 650F soll leichter zu händeln sein als die Ninja ZX-6R

  • stimmt das?

kann ich dir leider nicht sagen

Und nicht zuletzt:
Werden Motorräder nach Listenpreis verkauft? Oder ist da,
ähnlich wie bei Autos, ein „Bar-Rabatt“ oder anderer Nachlaß
von 5…15% einfach üblich?

Von Händler zu Händler verschieden, handeln lässt sich aber meistens (evtl. kleine Umbauten Zubehörteile etc.)

Greez

Olaf

Hallo,

Auch ein Hallo,

Bin seit 8 oder 10 Jahren kein Motorrad mehr gefahren - aber

Prinzip habe ich mich auf die Kawasaki Ninja oder die Honda
CBR „eingeschossen“.

Welche würdet Ihr als „Einstiegs-Motorrad“ empfehlen?

Ich denke du bist schon damals sportliche Motorräder gefahren, sonst würden sie dich nicht wieder so anmachen…
Du verlernst sowas nicht. Das Gefühl ist immer noch da und der 7.Sinn auch. Du wirst begeistert über die modernen Fahrwerke und Bremsen sein.
Aber halt langsam wieder rantasten. So wie jeder es von uns nach einer kurzen Winterpause auch machen muss.

Meine Lieblinge:

Honda CBR 650 F
Honda CBR 650 RR

Meinst du die CBR600 F / RR?
Sehr sportlich. Gernialer Motor der ‚wie der Teufel geht‘. Drehorgeln durch Hubraumdefizit. Aber wenn mans kann bleibt man an jeder große am Hinterrad.

(900er?) Fireblade

Stimmt alles. Kaum schneller als die 600er, macht dafür ‚unten herum‘ mehr Spaß

(1000er?) Firestorm

Stimmt auch. V4 Motor. Man liebt ihn oder man hasst ihn. Dazwischen gibts nix. Ich finde den Klang nur grausam. Aber wie gesagt… Geschmackssache.

Kawasaki
Ninja ZX-6R

Strassenversion ist die 636er. Die 600er wurde nur wegen der Zulasssung in den 600er Cup gebaut. Siehe Honda.

ZX 9R

Das wäre die Kawa die mir gefällt.

ZX 10R

Extrem sportich und schwer zu beherrschen. Sie hat an die 180PS und eine sehr spitze Leistungskarakteristik. In einer Motorradzeitung stand, das sie selbst für Rennfahrer eine Herausforderung ist.

ZX 12R

Besser als die ZX10. Nicht so extrem sportlich. Aber wozu brauche ich 182PS und Vmax von 301km?
Wer es sich leisten kann. Empfehlung. Wer im Zweifel ist: das Ding frisst dich arm

Nach Meinung beider Händler (Honda, Kawasaki) sollte man zum
Einstieg zu den 600ern greifen - die „größeren“ reagieren
einfach zu „giftig“, etwas schwerer zu händeln, etc…

Hmm, eigentlich sind die kleineren giftiger da sie eine spitzere Leistungscarakteristik haben. Ich persönlich würde die 900er empfehlen. Etwas schwerer, aber einfacher zu fahren.

Die CBR 650F soll leichter zu händeln sein als die Ninja ZX-6R

  • stimmt das?

Da gibt es Feinheiten.
Ich bin vor 4 Jahren mal ne R1 gefahren und hab das Ding nicht um die Kurve bekommen.

Und nicht zuletzt:
Werden Motorräder nach Listenpreis verkauft? Oder ist da,

Nö. Handeln, handeln, handeln.
Und kurz vor der unterschrift wenn du schon den Kuli in der Hand hast:
‚Aber die 100er Inspektion ist im Preis dabei!!‘
Hat bisher immer geklappt. :smile:

ähnlich wie bei Autos, ein „Bar-Rabatt“ oder anderer Nachlaß
von 5…15% einfach üblich?

Das kommt ganz auf Modell an. Meine Freundin hat gerade eine FZ6 gekauft und kaum Rabatt bekommen. Aber 200€ waren immer noch drin… und die 1000er Inspektion :wink:)

Setz dich drauf, fahre sie probe und entscheide dann. Mit Hirn, Herz und A*… Hintern. Ein Motorrad aus dem Prospekt kaufen ist der schlimmste Fehler den man tun kann. Darum hat meine Freundin im letzten Jahr ihre Bandit verkauft. Sie konnte nicht mehr Motorrad fahren.
Jetzt klebt sie mir wieder am Hinterrad, auch wenn ich mal Gas gebe und es laufen lasse.

Grüsse
Jürgen

Speeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeed
Hallo Ralf,

im Prinzip habe ich zwei Fragen:

Bin seit 8 oder 10 Jahren kein Motorrad mehr gefahren - aber
gekribbelt hat es immer - und jetzt könnte ich es mir leisten
(finanziell als auch fam. Situation).
Welche würdet Ihr als „Einstiegs-Motorrad“ empfehlen?

Honda CBR 650 F
Honda CBR 650 RR
(900er?) Fireblade
(1000er?) Firestorm

Wenns richtig zur Sache geht soll auf der Straße, mit ohne Rücksicht auf (Führerschein)Verluste, dann würde ich zum neusten Hammer greifen: CBR 100 Fireblade oder 600 RR. Die Grenzen von beiden Fahrzeugen dürften normale Fahrer wohl nie erreichen. Von der 900 Fireblade lass die Finger. Das Shimmy in der Gabel kriegen die nie weg. Ähnlich wie die neue Pan European und der Goldwing werden die Techniker aus dem Land der aufgehenden Sonne die Fahrwerks-/Motorenprobleme nie in den Griff hinbekommen. Schein einfach Murks zu sein (laut Fachpresse).

Ninja ZX-6R
ZX 9R
ZX 10R
ZX 12R

Auch die Grünen sind nicht ohne Fehl und Tadel. Erst mit zwei zusätzlichen Verschraubungen von Motor und Rahmen scheint sich das Fahrverhalten zu beruhigen. Doch auch hier gilt: Das neuste ist das Beste. Laut Fachpresse dürfte die ZX 10 der Erbe der legendären 900 werden.

Für eine bessere Auswahl würde ich die letzte oder vorletzte Ausgabe von Motorrad lesen. Auch in den anderen Zeitschriften waren eine ganze Menge Tests der neuen Supersportler drin. (Zeitschriften können beim Verlag nachbestellt werden.)

Im übrigen gilt:
600er geht schneller ums Eck (wenn mans beherscht)
1000er zieht Dir die Arme und das Grinsen lang (wenn mans beherscht)

Und nicht zuletzt:
Werden Motorräder nach Listenpreis verkauft? Oder ist da,
ähnlich wie bei Autos, ein „Bar-Rabatt“ oder anderer Nachlaß
von 5…15% einfach üblich?

Wenn der Händler Dir 7,5 % Rabatt gibt, dann ist schenkt er Dir die Hälfte seiner Provision. Würdest Du zur Hälfte Deines Gehalt arbeiten?
Klar geht immer was, wenn man handelt. Die Frage ist nur, wie man es macht und was dabei rumkommt. Der Händler, der seine Mopeds verschenkt, der wird das nicht lange überleben.

Lieber zahle ich ein paar Euro mehr und bin in guten Händen. Dann weiß ich auch, dass sollte ich mal ein Problem haben, mein Händler bereit ist auch mal fünfe gerade sein lassen und mir das Ersatzteil oder den Gepäckträger am Freitag Mittag besorgt hat, wenn es mir Donnerstags Abend eingefallen ist, dass ich für die Wochenendtour noch was brauche.

Zum Schluß sei noch die Frage erlaubt, ob man mit 3 bis 4 Jahren Motorraderfahrung und 8-10 Jahren Pause nicht besser zu einem gebrauchten Sportler greift, die Kohle in Trainings- und Urlaubsfahrten investiert und in 2 bis 3 Jahren dann mit mehr Wissen um die Thematik den richtigen und für einen „maßgeschneiderten“ Hammer kauft.

Danke für Deine Aufmerksamkeit
Klaus

Zusammenfassende Antwort
Hallo,

danke erstmal für die Antworten.
Um ein paar aufgeworfene Sachen zu beantworten:

„Jockey“ mit 65…70 kg.
Von daher ist mir Handlichkeit u.ä. im Moment auch wichtiger als Top-Speed, gewisse Drehzahl-‚Löcher‘, Schaltorgien.

Gebrauchtes Motorrad lohnt sich in meinen Augen kaum. Erstens gibt es hier regional so gut wie keinen ‚Markt‘ für gebrauchte Motorräder (ganz im Gegensatz zu Autos…); ne 10 Jahre alte sollte es auch nicht sein. Ein bis drei Jahre alte (beim Händler) haben einfach zu wenig Wertverlust (auch im Gegensatz zu Autos), als daß ich hier groß über ein gebrauchtes Motorrad nachdenken würde.

Zwecks Preis:
Mein Motto ist „Leben und leben lassen“. Von daher feilsche ich dann auch nicht mehr um die letzten 200 Euro - das Wohlwollen des Händlers ist mir da wichtiger.
Hatte das Thema eher aufgeworfen, da man ja jetzt beim Auto-Neuwagen-Kauf schon gar nicht mehr mit dem Listenpreis konfrontiert wird (außer der Preisaushang am Vorführwagen) - die ersten 5…10% Rabatt kriegt man beim Auto ja schon ohne Nachfrage…

Gruesse,
Ralf