Einzelkinder

Ich bin Einzelkind und habe vor kurzem ein interessantes Buch darüber gelesen. Es ist ja nicht so, dass Einzelkinder einfach nur verwöhnt sind, sie haben auch viele Nachteile. Sie sind zum Beispiel konfliktscheu und sehr sensibel. Das habe ich zum Beispiel heute gemerkt. Ich wollte meine Fächerkombination ändern, und als das nicht so lief, wie ich mir das vorgestellt hatte, bin ich beinah in Tränen ausgebrochen. Ich konnte überhaupt nicht klar denken. Was kann man dagegen tun?
Außerdem habe ich den Kontakt zu ner Bekannten abgevrochen, weilwir wegen ner persönlichen sache immer Konflikte hatten und ich damit nicht klarkam. mir ist jetzt klar, warum ich das getan habe, nun tut es mir leid. Wegen meiner neuen Fächerkombination werde ich sie jetzt wohl öfter sehen. Ich möchte mich mit ihr vertragen. Wie mach ich das?
Gruß, Minje.

Sandwich-Kind
Hallo Minje,

ich bin ein sogenanntes „Sandwich-Kind“ (mittlere von dreien) und genauso sensibel. Ich bin schon des öfteren in Tränen ausgebrochen, wo es überhaupt nicht nötig war.
Ist es möglich, daß du jetzt alles auf dein Einzelkind-Dasein schiebst, weil es so einfach ist? Oder weil du es gelesen hast?

Warum gehst du nicht einfach auf deine Freundin zu und sprichst sie an. Sag ihr doch, wie leid es dir tut und daß du gerne wieder mehr Kontakt zu ihr hättest! Was soll denn schon groß passieren?

Liebe Grüße
Ann

Hallo Minje
Viel Fragen auf einmal! Na, why not!

Ich bin Einzelkind

Das ist noch nichts schlimmes per se; aber in der Tat haben Einzelkinder ganz spezielle Probleme im Leben, in der Welt, in der Gesellschaft. Wenn man ohne Geschwister-Solidarität (und ohne Streit mit denselben und ohne „Bandenmitglieder“)nur mit den Eltern-Halbgöttern aufwächst, bildet sich das „Über-Ich“ anscheinend ganz anders aus. Ich habe überzufällig viele Zwangsneurotiker unter den Einzelkindern gesehen. Es ist auch eine ganz spezielle Form von Einsamkeit, die man da erfährt. Aber nun gut, das ist ein weites Feld…

möchte mich mit ihr vertragen. Wie mach ich das?

Statt Flüchten wäre freundliche Konfrontation ja nicht schlecht, oder? Sag ihr doch so sachlich und empathisch wie möglich, womit Du bei ihr Probleme hast.
Gruss, Branden

Hallo Ann

ich bin ein sogenanntes „Sandwich-Kind“

Das ist genau das ANDERE Problem-Kind. Die beiden, Sandwich-Kind und Einzelkind, häufen sozusagen die Probleme auf.
Aber man kann sich sein Konstellations-Schicksal nicht aussuchen, muss das Beste draus machen, oder?

Gruss, Branden

hi minje und branden!!!

bin auch einzelkind, wenn ichs so seh auch konfliktscheu (hab den großen drang mich mit allen zu vertragen), deshalb bin ich wohl umgangssprachlich auch de kuschelmaus…trotzdem entdeck ich hier einige ungereimtheiten:

den Eltern-Halbgöttern

hab meine eltern nie als götter oder halbgötter betrachtet, im gegenteil, ich bin emotional relativ unabhängig ihnen gegenüber. ich bin auch nich kontaktarm oder so.

„Über-Ich“

c’est quoi??? (für nicht-franzosen: was ist das???)

Zwangsneurotiker unter den Einzelkindern

c’est quoi?

eine ganz spezielle Form von Einsamkeit, die man da erfährt.

könntest du die einsamkeit mal definiern?

@ minje: welche fächerkombi machst du denn jetz???
gruß
yvi,
die morgen auf klassenfahrt wech is *juhuuuuuuuuuu*

rangfolge der gören
huhu branden,

ist das jetzt mode oder warum hat jede erdenkliche geschwisterkonstellation neuerdings therapiebedarf?

der älteste plärrt: „immer ziehst du den kleinen vor“.
der kleine sagt: „der große darf viiiiel länger raus als ich!“
das einzelkind: „ich habe nicht drum gebeten, geboren zu werden!“

manchmal könnte man sie alle… *grrrr*

gruß
ann (die echte)

gibts da auch Ausnahmen??
Hallo Branden.
Da muss es Ausnahmen geben! Unser mittlerer Sohn ist der problemloseste von allen dreien. Stabeil ausgeglichen fleißig - ein bisschen pubertär mit 16, aber gut zu haben.
Und der lässt nichts anbrennen. Wenn ihm was stinkt, kriegen wir das sofort gesagt.

Gruß
T

Klar gibts da Ausnahmen
Hallo T
Das sind nur so häufig vorkommende typische Eienschaften, das heißt nicht, dass es nicht genügend Menschen gibt, die sich von ihrer Geschwister-Konstellation emanzipieren.
Es ist halt das alte Anlage-Umwelt-Ding: Manche Leute bringen ne starke psychische Konstitution mit, andere z.B. ne starke physische.
Gruss, Branden

Hallo Ann
Naja, im großen und ganzen findet man bei den Sandwich-Kindern schon öfter mal Probelme, weil die weder die „Macht“ des Ältesten, noch die „Vogelfreiheit“ des Jüngsten haben.
Gruss, Branden

„Über-Ich“

Nach der Topologie von Freud gibts ja das Ich, das Es und das Über-Ich. Letzteres stellt eine Art Gewissens-Instanz dar, die großenteils unbewußt ist und im Wesentlichen früh von den ersten Macht-Personen, alsio in der Regel den Eltern, und ihren Moral-Vorstellungen, geformt wird (stark verkürzt dargestellt).

Zwangsneurotiker unter den Einzelkindern

Würde hier den Platz sprengen, das darzustellen.

eine ganz spezielle Form von Einsamkeit, die man da erfährt.

Das kann man, denke ich, nur als Einzelkind fühlen.

Gruss, Branden

Hallo Minje

Ich bin auch als Einzelkind aufgewachsen, hatte aber nie das Gefühl, ich sei kontaktscheu (im Gegenteil!), sensibel oder konfliktscheu. Vielleicht auch, weil ich immer viele Freunde nach Hause nehmen durfte und ich auch bei meinen Freunden immer willkommen war! Meine Mutter hatte 10 Geschwister, und sie hat mich so erzogen, als ob ich kein Einzelkind wäre. Von wegen verwöhnt - ich war nicht das typische, verwöhnte Einzelkind! Klar hatte ich als Kind hin und wieder mal den Wunsch nach einer Schwester oder einem Bruder, aber ich war halt nun mal alleine und hab das beste draus gemacht! Wie gesagt, ich hatte das Glück, mit vielen Freunden aufzuwachsen, und durch die grosse Familie meiner Mutter war es mir nur ganz selten bewusst, dass ich ein Einzelkind bin.

Liebe Grüsse
Moni :smile:

Hallo
Erst mal …was ist eine Fächerkombination?

Zweitens finde ich das grade sehr aufschlussreich hier ,weil mein Freund ein Einzelkind ist und seeeeeehr harmoniebedürftig.Ich bin Sandwichkind…also immer dazwischen und dementsprechend auch problematisch…immer gewesen. Mein mittlerer Sohn…dasabsolute Problemkind,bis heute(20).

Gruss
Kosmokatze

Hallo Branden,

ich persönlich sehe jede Position im Geschwisterkreis mit ihren eigenen speziellen Problemen behaftet.

Das erste Kind ist das Versuchsobjekt. Oft wird mit viel zu großer Strenge erzogen, diese Kinder müssen sich mühsam Rechte erkämpfen.
Das zweite Kind hat dann schon mehr Freiheiten, da die Eltern eingesehen haben, dass zu viel Strenge nicht zielführend ist. Allerdings kommt dann das von Dir erwähnte Problem dazu, keine in irgendeiner Weise geartete Vorrangstellung zu genießen.
Das Jüngste wird dann verzogen und verhätschelt und braucht sehr viel länger, selbstständig zu werden, weil an dieses Kind keine Anforderungen gestellt werden (es ist ja noch so furchtbar klein).

Ich selbst bin in einer kinderreichen Familie aufgewachsen und habe die Ungerechtigkeiten miterlebt. Als ich dann selbst Kinder bekam, merkte ich, wie schwierig es ist, all diesen Denk- und Verhaltensfallen auszuweichen.
Unser zweites Kind ist das „süßeste“ Baby von allen gewesen und hat die meiste Aufmerksamkeit von uns Eltern bekommen. Es war auch im Kleinkindalter nicht so störrisch und launisch wie seine (insgesamt fünf) Geschwister, sodass ihm die Zuneigung die ganze Zeit erhalten geblieben ist.
Heute ist diese Tochter fast 19 und wesentlich reifer als ihre 22jährige Schwester.
Kannst Du aus entwicklungspsychologischer Sicht einen Zusammenhang zwischen ausreichend Liebe und Selbstwertgefühl bestätigen?
Und: Kannst Du einen Tipp geben, wie man ein lästiges, ständig quengelndes, sich nicht angepasst verhaltendes Kind unverdrossen lieben kann?

Hanna
P.S. Unsere Älteste hat letztes Jahr im dritten Anlauf die 12. Klasse und das Abi geschafft, außerdem hat sie seit dem Sommer endlich einen Freund, was ihr viel Bestätigung verschafft hat. Trotzdem sieht man ihr an, dass sie noch nicht ganz zu ihrem Selbst gefunden hat:
http://members.liwest.at/zauner/img/silberhochzeit/0…
Von links nach rechts unsere Töchter: 16 Jahre, fast 19 Jahre, 22 Jahre

Hi Minje!

Mein erster Eindruck beim Lesen Deines Problems: wo ist da der Zusammenhang mit dem Titel?
Und die anderen Beiträge haben meine Meinung noch mal bestätitgt.

Es ist ja nicht so, dass Einzelkinder einfach
nur verwöhnt sind,

Könnte mir vorstellen, dass manches Einzelkind sogar gegenteiliges erfährt, nämlich dass all die Wunschvorstellungen, die Eltern manchmal so an ihre Nachkömmlinge richten, sich dann auf dieses eine Kind konzentrieren und die Anforderungen besonders hoch geschraubt werden => Leistungsdruck statt Verhätschelung.

Sie sind
zum Beispiel konfliktscheu und sehr sensibel.

Kann bei Geschwisterkindern ebenso vorkommen und die Einzelkinder, die ich kenne sind weder konfliktscheu noch sensibel. Liegt wohl auch immer daran, wie weit sich jemand von Klein auf hat durchboxen müssen. Gerade Einzelkinder kommen ja nicht in den „Genuß“ bereits einen Spielkameraden zu Hause zu haben und sind somit stärker als geschwisterkinder gefordert, sich mit fremden Kindern auseinanderzusetzen.

Ich wollte meine Fächerkombination
ändern, und als das nicht so lief, wie ich mir das vorgestellt
hatte, bin ich beinah in Tränen ausgebrochen. Ich konnte
überhaupt nicht klar denken. Was kann man dagegen tun?

Ein Problem was imho gar nichts mit Deinem Einzelkindstatus zu tun hat.
Es gibt eben Menschen, die etwas näher am Wasser gebaut haben, wenn dann noch die Gesamtsituation entsprechend ist… bei Dir kommt ja beispielsweise mindestens noch ein zusätzlicher Konflikt hinzu - der Streit mit Deiner Bekannten. Wenn zu viel zusammen kommt, geht es doch den meisten so, dass manchmal nur noch der berühmte Tropfen fehlt, um das Fass zum Überlaufen zu bringen.

Außerdem habe ich den Kontakt zu ner Bekannten abgevrochen,
weilwir wegen ner persönlichen sache immer Konflikte hatten
und ich damit nicht klarkam. mir ist jetzt klar, warum ich das
getan habe, nun tut es mir leid. Wegen meiner neuen
Fächerkombination werde ich sie jetzt wohl öfter sehen. Ich
möchte mich mit ihr vertragen. Wie mach ich das?

Du schreibst, es täte Dir nun Leid… also gibst Du Dir jetzt die Schuld an Euren Konflikten? Wenn dem so ist, ist es natürlich nicht leicht, das jetzt ihr gegenüber zuzugeben. Andererseits ist doch gerade diese Einsicht schon eine sehr gute Voraussetzung, den ersten Schritt auf sie zuzumachen. Schlag ihr doch vor, sich mal auf einen Kaffee mit Dir zusammenzusetzen, Dir läge daran, diesen Streit aus der Welt zu schaffen. Das wird sie dann wohl kaum ausschlagen.

Viel Erfolg wünscht
Marla

Hallo Hanna
Ich kann Dir, was die Probleme der Ältesten usw. betrifft, nur zustimmen. Das sehe ich ähnlich und das ist auch immer wieder von anderen bestätigt worden.

Kannst Du aus entwicklungspsychologischer Sicht einen
Zusammenhang zwischen ausreichend Liebe und Selbstwertgefühl
bestätigen?

Wie wir inzwischen wissen (durch jahrzehntelange Säuglingsforschung UND Psychoanalyse bestätigt), ist das erste halbe Jahr des Säuglings so eminent wichtig, was sein späteres Selbstwertgefühl betrifft. Was ganz früher von den weniger wissenden Altvorderen als das „dumme erste halbe Jahr“ bezeichnet wurde, ist die diesbezüglich wesentlich prägende Zeit. Wenn der „Glanz im Auge der Mutter“ , also die Freude und Begeisterung über das Kind, vom Kind nicht gesehen wird, haben wir die Grundvoraussetzung für die „narzisstisch gestörte Persönlichkeitsentwicklung“.

Und: Kannst Du einen Tipp geben, wie man ein lästiges, ständig
quengelndes, sich nicht angepasst verhaltendes Kind
unverdrossen lieben kann?

Wenn man keine Angst hat, seine (berechtigten)Aggressionen, seinen Ärger zu zeigen, kann man auch nur schwer seine Liebe zeigen. Ich persönlich bin bei der Erziehung meiner 4 Kinder eigentlich immer aus dem „Bauch“ vorgegangen, ohne mich irgendwie pädagogisch „zurückzuhalten“. Wenn ein Kind extrem nervt, dann „spegle“ ich ihm das, in dem ich ihm meinen Ärger darüber direkt zeige. Denselben Umgang pflege ich m.E. aber auch in meiner Praxis mit den Erwachsenen. Natürlich ein Stück weit „kontrolliert“, aber die eigene „Gegenübertragung“ ist ja auch ein wichtiges Instrument, welches man nicht einfach nur unterdrücken sollte.

Ich guck gleich mal in Deine web.
Gruss, Branden

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wissen… und gutheißen…
hallo hanna,

nicht, dass es mich was anginge, aber mir kam gerade der gedanke, ob deine kinder wohl wissen, dass du sie hier mit bild und kommentaren zu ihrer persönlichkeit und ihrem lebenslauf (und erkennbarem namen, so der deine nicht gefaked ist) veröffentlichst?

nur so
tabaiba

1 „Gefällt mir“

Schwierig, schwierig
Hallo tabaiba,

die Problematik des gläsernen Menschen ist eine wirklich große, und ich habe mir schon oft Gedanken gemacht, ohne zu einem wirklich befriedigenden Schluss zu kommen.
Eigentlich müsste ich Anfragen wegen meiner pubertierenden Kinder oder bezüglich eigener Gesundheitsprobleme auch anonymisieren, doch widerstrebt mir massiv, mich zu verstecken oder zu verstellen.

Hanna

hallo nochmal,

die Problematik des gläsernen Menschen ist eine wirklich
große, und ich habe mir schon oft Gedanken gemacht, ohne zu
einem wirklich befriedigenden Schluss zu kommen.

es ist ein unterschied, ob sich der mensch selbst „gläsern“ macht, oder ob das „von außen“ passiert, findest du nicht?

Eigentlich müsste ich Anfragen wegen meiner pubertierenden
Kinder

naja, es kommt auf die anfragen an … und auf die art der beantwortung. man kann ja antworten auch per mail geben, dann ist der leserkreis wesentlich eingeschränkter. man kann.

oder bezüglich eigener Gesundheitsprobleme auch
anonymisieren,

was du über dich erzählst, ist doch deine entscheidung. ich würde das nicht vergleichen.

doch widerstrebt mir massiv, mich zu verstecken

ja, dir. das kannst du ja für dich so halten, wie du willst. aber es ging mir ja nicht um dich.

oder zu verstellen.

das musst du ja nicht. ich verstelle mich hier auch nicht. ich hab es auch nicht vor. ob ich hier mit meinem echten namen und photo auftreten möchte oder nicht, konnte ich aber selbst entscheiden. ich habe mich dagegen entschieden, weil ich mal ziemlich scheußliche erfahrungen mit einem ganz seltsamen menschen gemacht habe. das war zwar nicht virtuell, sondern leider ganz real. seit damals jedoch bin ich ziemlich vorsichtig geworden und noch nicht mal mehr im telephonbuch zu finden.

aber das ist nur die eine seite.

grüße
tabaiba

Hallo Minje,

Ich bin Einzelkind und habe vor kurzem ein interessantes Buch
darüber gelesen. Es ist ja nicht so, dass Einzelkinder einfach
nur verwöhnt sind, sie haben auch viele Nachteile. Sie sind
zum Beispiel konfliktscheu und sehr sensibel.

zwar bin ich keine Fachfrau, aber ich habe im Bekanntenkreis Verhaltensweisen von Einzelkindern und Geschwisterkindern betreffend ganz andere Beobachtungen gemacht. Sensibilität ist meiner Ansicht nach eine Frage des Menschentyps nicht von Lebensumständen abhängig. Und wie gut jemand Auseinandersetzungen vertragen kann, hängt nach meinen Erfahrungen auch wieder vom Typ ab. Meine Tochter geht mit einem Mädchen in einer Klasse, die durch ihre hohe Intelligenz aufgefällt. Die Kehrseite an ihr ist, so berichtete mir die Mutter, ihre Ungeduld und der Hang zu Wutausbrüchen. Wenn etwas fehl schlägt, ist das Mädchen untröstlich, als ob der Verstand aussetzt. Und dieses Mädchen hat noch zwei Geschwister und Eltern, die Auseinandersetzung nicht scheuen.
Ich stehe solchen Kategorien (Verhaltenstypisierung von Einzelkinder und Kindern mit Geschwistern) kritisch gegenüber. Wer ist schon typisch? Es gibt schließlich noch viele andere Einflußmöglichkeiten auf einen Menschen, nicht zuletzt der Charakter.

Das habe ich zum
Beispiel heute gemerkt. Ich wollte meine Fächerkombination
ändern, und als das nicht so lief, wie ich mir das vorgestellt
hatte, bin ich beinah in Tränen ausgebrochen. Ich konnte
überhaupt nicht klar denken. Was kann man dagegen tun?

Es kann sein, dass du grundsätzlich Probleme hast mit Pannen umzugehen. Wenn du Geschwister gehabt hättest, hättest du die Möglichkeit gehabt den Umgang zu erlernen. Aber ich glaube, dass es einfach zu deinen Eigenheiten gehört leicht aus dem Gleis zu geraten, das wäre dir mit Geschwistern nicht anders ergangen. Ich glaube Enttäuschungen auszuhalten ist erlernbar. *hmschätzeichmal*

Außerdem habe ich den Kontakt zu ner Bekannten abgevrochen,
weilwir wegen ner persönlichen sache immer Konflikte hatten
und ich damit nicht klarkam. mir ist jetzt klar, warum ich das
getan habe, nun tut es mir leid. Wegen meiner neuen
Fächerkombination werde ich sie jetzt wohl öfter sehen. Ich
möchte mich mit ihr vertragen. Wie mach ich das?

Nimm deinen ganz Mut zusammen, lade sie zu einem Cappuccino ein und sage ihr, dass es dir leid tut. Du wärst gerne wieder mit ihr zusammen, weil zu Zweit es sich schöner lernt.
Aber stell´ dich darauf ein, dass du bei ihr auch abblitzen könntest, und sehe es als Chance eine Enttäuschung mal auf dich zurollen zu sehen - als Experiment sozusagen.
Verlieren kannst du nichts, es gibt sicher noch andere nette Leute in den Kursen. Neues Kennenlernen, neue Chance, manches besser machen.

viele Grüße
claren

Hallo Moni

Vielleicht auch, weil ich immer viele Freunde
nach Hause nehmen durfte und ich auch bei meinen Freunden
immer willkommen war!

Durfte ich in der Grundschule auch, im Gymnasium hieß es dann: „Nein, du darfst nicht zu …, du gehst doch jetzt aufs Gymnasium! Du musst jetzt für die Schule lernen!“

Meine Mutter hatte 10 Geschwister,

meine auch

ich hatte das Glück, mit vielen Freunden aufzuwachsen,
und durch die grosse Familie meiner Mutter war es mir nur ganz
selten bewusst, dass ich ein Einzelkind bin.

Die große Familie nützt aber nicht wirklich, wenn alle soooooooo weit weg wohnen und man nicht reisefreudige Eltern hat…

Liebe Grüsse
Minje