Hallo,
ich finde es einfach grandios, wie hier zunehmend aus ganz üblichen, lässlichen kleinen Fehlern, Problemen, Schwierigkeiten, … angeblich vorsätzlich begangene Straftaten konstruiert werden. Liegt das eigentlich daran dass der Laden hier zunehmend Werbung im Fernsehen für bildungsferne Schichten betreibt?
Also an deiner Stelle würde ich gleich die 110 anrufen. Wer schon so kriminell ist, dass seine Kontonummer nicht stimmt, der ist sicher auch bewaffnet, und dann sollte man den Gutesten besser gleich mit einem SEK aus der Bude holen.
Nur gut, dass die Kassenführerin meines kleinen Dorfvereins noch etwas realitätsnäher eingestellt ist, und letzte Woche angerufen hat, als der Einzug des Jahresbeitrags scheiterte. Da konnten wir aufklären, dass sich unser Konto nicht verändert hat, aber beim OCR vom handschriftlich ausgefüllten Lastschriftbeleg leider dieses Jahr ein Fehler passiert ist. Boah was bin ich doch für ein Schwerkrimineller.
Sorry für die deutlichen Worte, aber bevor man solch vollkommen unhaltbaren und durch nichts belegte massive Vorwürfe erhebt, sollte man einfach mal den gesunden Menschenverstand einschalten, und davon ausgehen, dass es 99 Möglichkeiten gibt, die nichts mit vorsätzlicher Strafbarkeit zu tun haben, und nur eine, die weitere Maßnahmen erfordert.
BTW: Ich arbeite gerade in einem Projekt, bei dem es viele Bankeinzüge gibt. Um Tippfehler - und vorsätzliche Falschangaben - zu erschweren wird hier eine Software eingesetzt, die jede Bankverbindungn nach gewissen Plausibilitäten testet und ggf. sofort zurückweist. Im Übrigen ist hier eine ganze Abteilung mit problematischen Kundeneingaben beschäftigt. Und da man sich seine Kunden warm halten will, wird da niemand gleich mit strafrechtlich relevanten Vorwürfen konfrontiert, sondern man ruft an, und fragt höflich nach. Wie gesagt, dabei ergibt sich in rund 99% der Fälle, dass es einfach nur ein Vertipper o.ä. war.
Ach ja: Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein!
Gruß vom Wiz