- Frage: Eisen im Blut.. ist damit wirklich das „EISEN“ gemeint, woraus man Autos und Werkzeug herstellt?
- Frage: Wenn es so ist, nehme ich dann auch Eisen zu mir, wenn ich zB. Eisen bearbeite und dann Eisenstaub einatme, oder mit meinen Händen an den Mund fasse und es schlucke (Metallfeinstaub)? Danke für jede Antwort.. L G Sascha
Es ist das chemische Element Eisen (Fe) gemeint, dass ein maßgeblicher Bestandteil der roten Blutkörperchen ist und damit notwendig für den Transport von Sauerstoff im Blut. Das heisst, ja es handelt sich um das gleiche Eisen, wie in Autos und Werkzeugen.
Das Schlucken von Metallfeinstaub dürfte nicht geeignet sein, deinen Körper mit Eisen zu versorgen, weil er wahrscheinlich nicht in der Lage ist metallisches Eisen aufzunehmen.
Die berühmte Heilpraktikerin Eva Aschenbrenner (Gott habe sie selig) hat Äpfel mit Nägeln bestückt und gewartet bis die Säure aus dem Apfel das Eisen angelöst hat und diesen Apfel dann zur Nahrungsaufnahme empfohlen…um damit die Aufnahme von FE zu fördern.
„ . REIMANN, FRITSCH und KOHN betonen, daß bei ihren Patienten metallisches Eisen trotz mangelnder Magensäure zu einem „oft bedeutenden“ Anstieg des Bluteisenspiegels führte.“
Aus:
Dabei ist aber zu beachten, dass es sich um eine spezielle Behandlung handelte, bei den den Patienten täglich mehrere Gramm Fe zu geführt wurden. Davon mal ganz abgesehen, muss das Eisen eingenommen und nicht eingeatmet werden
in der Lunge wird es mit Sicherheit nicht resorbiert.
Servus,
das ist ein berühmter Hausfrauentrick von Tante Erna. Hilft aber eher wenig bei Eisenmangel.
Das Problem liegt an einer nicht besonders geglückten Konstruktion des menschlichen Darmapparates: Eisen in der Nahrung bedeutet noch lange nicht Eisen im Blut, weil die Resorption nicht gescheit funktioniert.
Metallisches Eisen zu essen, nutzt genau nix. Wie genau Eisen vorliegen muss, damit es überhaupt vom Darm in die Blutbahn gelangt, weiß ich nicht - gefühlsmäßig würde ich auf „irgendwas mit Chelaten oder so“ tippen, aber das kann auch gänzlich falsch sein.
Wie auch immer: Eisen, das viel leichter resorbiert wird als selbst in den handelsüblichen Eisenpräparaten aus der Apotheke, findet sich in Rübenkraut. Wurde bei meinereinem nachgemessen, als ich mal eine Zeit lang Plasma spendete - der Tipp kam von einer rumänischen Ärztin, die im letzten Abschnitt der Ära Ceauşescu, als es überhaupt nichts mehr gab, im Berufsalltag ständig ‚aus nischt was machen‘ musste. Ich war ziemlich baff, wie ein Löffel Rübenkraut im Morgenmüsli meinen Eisenwerten ruckzuck zu neuem Glanz verhalf.
Schöne Grüße
MM
Das Eisen (ein Element) ist nicht als Metall sondern in einer chemischen Verbindung in den Roten Blutkörperchen enthalten. Wenn Du schwarze Grillkohle verbrennst, das ist reiner Kohlenstoff (auch ein Element), dann verbindet sich der Sauerstoff der Luft mit dem Kohlenstoff zu gasförmigem Kohlendioxid, eine Verbindung, die weder in den Eigenschaften noch im Aussehen Ähnlichkeit mit der Kohle hat. Wenn Du metallisches Eisen verschluckst, wird es im Magen durch die Magensäure (Salzsäure) aufgelöst. Es entsteht ein Eisensalz (Eisenchlorid). Dieses wird im Darm tatsächlich zu einem gewissen Anteil aufgenommen und steht dem Stoffwechsel zur Verfügung. Therapeutisch werden bei Eisenmangel aber andere Eisensalze (die Eisensalze von organischen Säuren) verwendet oder aber diese nicht als Tabletten verabreicht sondern gleich ins Blut gespritzt, um es für den Stoffwechsel verfügbar zu machen. Zu viel Angebot an Eisenverbindungen (Metallfeinstaub) ist meines Wissens nicht schädlich, weil der Organismus nur so viel aufnimmt, wie er benötigt.
Udo Becker
Meinst du damit Zuckerrübensirup?
Nein, ich meine Rübenkraut. So, wie es da steht.
Andere Bezeichnungen dafür, die ich nicht benutzt habe, sind Sehm und Zuckerrübensirup. Ich meine aber Rübenkraut.
Schöne Grüße
MM
Hallo MM,
in meiner Jugend am Rande des Westerwaldes nannte man den Sirup „Bimbes“. Das Wort hat Helmut Kohl später für Geld verwendet.
Der Apfeltrick wae vor Jahrzehnten mal als Tipp in der „Brigitte“.
Gruß, Hans-Jürgen Schneider
Hallo,
es gibt oefters Eisenmangel bei Menschen.
Viele suchen dann nach mehr Aufnahme von Eisen, ist ja auch gut.
Niemand sucht Ideen, das Ausscheiden von Eisen zu verringern.
Das Thema geht in Foren und der Medizin nahezu unter, habe ich den Eindruck.
Wenn weniger Eisen ausgeschieden wird, muss weniger aufgenommen werden.
Gruss Helmut
Hallo d2000dk,
Die Antwort darauf von Zerschmetterling:
" … weil er wahrscheinlich nicht in der Lage ist metallisches Eisen aufzunehmen" ist falsch
.
Im Magen wird das metallische Eisen unter dem Einfluß der Salzsäure zu Eisen (II) chlorid gelöst. In dieser zweiwertigen Form wird es auch resorbiert. Und zwar mit Hilfe eines in der Darmschleimhaut enthaltenen Eiweißkörpers: Apoferritin-Ferritin.
Servus,
ob es „niemand“ ist, lässt sich wohl nicht ernsthaft sagen.
Dass das Thema nicht grad im weltweiten Fokus der Forschung steht, ist relativ einfach dadurch zu erklären, dass im normal funktionierenden System die Regulierung über die Aufnahme von Eisen (Hepcidin - Ferroportin) stattfindet, nicht über die Ausscheidung. Das Transportsystem ist einigermaßen wackelig konstruiert und anfällig, und an dieser Stelle greifen Bemühungen an, es ein wenig zu unterstützen.
Schöne Grüße
MM
Ja, wirklich gar niemand ist auch falsch, strenggenommen. Doch die Frage
Wie kann ich bei Eisenmangel die Ausscheidung von Eisen vermindern
stellt praktisch niemand, ist kein Thema. Das faellt doch auf.
Dabei findet Eisenausscheidung bei Blutverlust statt, bei Regelblutung, bei Blutspende.
Auch hat der Gesunde viel Eisen im Koerper, nur einen kleinen Teil davon im Blut zirkulierend. Eisenmangel wird bei zu wenig Eisen im Blut angenommen. Zusaetzliche Untersuchung kann die Eisenspeicher erfassen.
Die Regelung, wieviel Eisen aus Speichern ins Blut kommt, kann mangelhaft sein.
Oder die Menge Eisen wegen leerem Speicher kann ein Problem sein.
.
So einfach „wenig Eisen zirkuliert im Blut - Eisenmangel - mehr Eisen essen“ ist oefters zu kurz gesprungen, man sollte genauer hinsehen.
Gruss Helmut