Eisen-Kohlenstoff-Diagramm

Liebe/-r Experte/-in,

Ich studiere seit dem WS 09/10 Kunststofftechnik und bereite mich gerade auf meine erste Werkstoffkundeklausur vor.

Leider bringt mir das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm sehr große Schwierigkeiten.

Ich dachte immer es wäre so, dass man bei dem jeweiligen C-Gehalt schaut, bei der Temperatur von der man ausgeht, und dann bei der Abkühlung dann nach unten geht. Einfach die Liquidus und die Soliduslinie durchfährt und dann in die nächsten Bereiche mit den anderen Zusammensetzungen (z.B. von der Schmelze über die Liquiduslinie und man hat dann Schmelze und Austenit).

Aber in meinem Vorlesungssript steht nun, dass sich bei der Abkühlung auch der C-Gehalt ändert. Habe ich zum Beispiel eine untereutektische Zusammensetzung, so bildet sich bei Erreichen der Liquiduslinie Gammar-MK. Und dessen C-Gehalt nimmt entlang der Liquiduslinie zu, bis es eine eutektische Zusammensetzung ist (Ich hoffe es war bis jetzt richtig).

Ich habe meine Probleme jetzt an der Stelle, an der es die Liquiduslinie entlang geht. Erst unterhalb dieser Linie ist doch Schmelze und Austenit, und nicht genau auf der Linie bzw. entlang der Linie, oder? Warum habe ich denn dann Gammar-MK? Oder ist es immer so, dass man beim Abkühlen entlang der Liquidus bzw Soliduslinie gehen muss? Aber woher weiß ich dann in welche Richtung und welche Gefügebestandteile ich habe?

Ich hoffe man kann mir bei dieser Blockade irgendwie helfen!

Schonmal Vielen Dank im Vorraus und einen guten Start in die Woche!

Vanessa

bin leider nur Experte für Holztechnik in diesem Bereich - Sorry

Hallo Vanessa,

ich schreibe meine Kommentare direkt in Deinen Text.

Liebe/-r Experte/-in,

Ich studiere seit dem WS 09/10 Kunststofftechnik und bereite
mich gerade auf meine erste Werkstoffkundeklausur vor.

Leider bringt mir das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm sehr große
Schwierigkeiten.

Ich dachte immer es wäre so, dass man bei dem jeweiligen
C-Gehalt schaut, bei der Temperatur von der man ausgeht, und
dann bei der Abkühlung dann nach unten geht. Einfach die
Liquidus und die Soliduslinie durchfährt und dann in die
nächsten Bereiche mit den anderen Zusammensetzungen (z.B. von
der Schmelze über die Liquiduslinie und man hat dann Schmelze
und Austenit).

Aber in meinem Vorlesungssript steht nun, dass sich bei der
Abkühlung auch der C-Gehalt ändert. Habe ich zum Beispiel eine
untereutektische Zusammensetzung, so bildet sich bei Erreichen
der Liquiduslinie Gammar-MK.

Es muss Gamma-MK heißen (nach dem griechischen Buchstaben gamma).

Und dessen C-Gehalt nimmt entlang
der Liquiduslinie zu, bis es eine eutektische Zusammensetzung
ist (Ich hoffe es war bis jetzt richtig).

Nee, der Kohlenstoffgehalt des Gamma-MK nimmt entlang der Linie E-I im Phasendiagramm zu.

Ich habe meine Probleme jetzt an der Stelle, an der es die
Liquiduslinie entlang geht. Erst unterhalb dieser Linie ist
doch Schmelze und Austenit, und nicht genau auf der Linie bzw.
entlang der Linie, oder? Warum habe ich denn dann Gammar-MK?
Oder ist es immer so, dass man beim Abkühlen entlang der
Liquidus bzw Soliduslinie gehen muss? Aber woher weiß ich dann
in welche Richtung und welche Gefügebestandteile ich habe?

Nein. Du durchfährst die Liqiduslinie senkrecht nach unten, weil die Gesamt-Zusammensetzung Deiner Legierung konstant bleibt. Dabei kristallisiert Gamma-MK mit einer Zusammensetzung aus, die der Linie E-I bei der jeweiligen Temperatur entspricht. Das Hebelgesetz (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Hebelgesetz_%28Phasendi…) gibt Dir dann für jede Temperatur die Anteile von festem Gamma-MK und Restschmelze an. Wenn Du dann die Solidus-Liie erreichst, hast Du nur noch eutektische Restschmelze, die als letztes erstarrt.

Ich hoffe man kann mir bei dieser Blockade irgendwie helfen!

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen. Ich konnte leider nicht sofort antworten, weil ich unterwegs war.

Schöne Grüße
Rolf

Schonmal Vielen Dank im Vorraus und einen guten Start in die
Woche!

Vanessa

Sorry Vanessa,

Ich habe leider überhaupt keine Ahnung, Tut mir leid, drücke aber die Daumen, dass jemand anderes helfen kann.

Grüße aus Berlin,
Wolfram