Eisenstange im Gehirn

Immer wieder überrascht es mich, wo Menschen große Gegenstände im Gehirn, bis hin zu einer Eisenstange - ohne größere Folgen - überlebt haben.
Andere haben nur einen Schaden in einem kleinem spezifischen Bereich und sind schwerstbeschädigt.

Weiss man heutzutage schon genau, welche Bereiche in keinem Fall von einer Neuronenschädigung betroffen sein dürfen und welche Bereiche eher weniger wichtig sind. Leider sind viel Hirnkranheiten schleichend und vielleicht will ich das meiner Umgebung - ab einem bestimmten Punkt - nicht mehr zumuten … ähmmm naja eher kurz vor dem Punkt. Man hier komm ich auch nicht weiter - ohne Klartext - …

Mit verzweifelten Grüßen
Jens Rabis

Immer wieder überrascht es mich, wo Menschen große Gegenstände
im Gehirn, bis hin zu einer Eisenstange - ohne größere Folgen

  • überlebt haben.
    Andere haben nur einen Schaden in einem kleinem spezifischen
    Bereich und sind schwerstbeschädigt.

Weiss man heutzutage schon genau, welche Bereiche in keinem
Fall von einer Neuronenschädigung betroffen sein dürfen und
welche Bereiche eher weniger wichtig sind.

Ist das eine Frage?
Wenn ja, dann: Durchaus. Das Gehirn ist schon ganz gut erforscht und kartiert, an sich aber so komplex, dass man vieles auch noch nicht weiß.

Leider sind viel
Hirnkranheiten schleichend

eine Eisenstange im Gehirn ist doch aber eher ein Unfall und keine Krankheit?!!

und vielleicht will ich das meiner
Umgebung - ab einem bestimmten Punkt - nicht mehr zumuten …

Hast du denn 'ne Eisenstange im Gehirn oder eine schleichende Hirnerkrankung (jetzt mal abgesehen von deinen abstrusen Phantasien hier)?

ähmmm naja eher kurz vor dem Punkt. Man hier komm ich auch
nicht weiter - ohne Klartext - …

Ja, das sehe ich allerdings auch so.

Mit verzweifelten Grüßen

Verzweifle nicht, lass dir helfen! Dafür sind wir alle hier!

Gruß, ChrisTine

[MOD]: Ganzkörperzitat entfernt. Bitte beachtet die Netiquette,Satz 3 Pkt.7: http://www.wer-weiss-was.de/content/netiquette.shtml Danke!

Hallo Christine,

danke für die nette Aufforderung. Egal was du über mich hörst oder von mir liest, ist „von Gestern“ … vergiss es einfach.
Ich rede mal Halbklartext. Ich denke über eine ziemlich konkrete Patientenverfügung für mich nach, welche erst einmal den Hirnbereich betrifft. Alles was wir darüber nachdenken, kann auch umsonst sein, weil man Zukunft weder im Krankheitsverlauf noch persönlich (Lebensmut und -,wille ) voraussehen kann.
Was ich aber weiss, dass besonders Hirnkrankheiten schleichend sind, man gewöhnt sich dran und irgendwann haben nur noch die Ehepartner oder die Familie den „Sch…“ am Hals.
Manche können und wollen damit leben, andere nicht. Die meisten ignorieren es einfach und lassen es auf sich zukommen – das ist menschlich – ob es fair für die Angehörigen ist, müssen alle mit sich selber ausmachen. Denke bitte auch nicht an Deutschland und dessen diversen Rechtslagen.

Theoretisch könnte ich ganz easy in die PV schreiben: „Wenn ich den und den nicht mehr erkenne, soll das gemacht/unterlassen werden, was ich für diesem Fall vorgeschlagen habe!“
Wie sich das letztendlich neuronal zusammen gebraut hat, ist somit primär nicht wichtig.
So weit so gut.

Nun brauche ich das aber ein paar Tage vorher! D.h. kurz bevor der Zustand eintritt, also müssen Neurologen genau wissen, welche besonders empfindlichen Regionen nicht angegriffen werden dürfen. Können die das jetzt schon oder schauen die nur auf Symptome d.h. wenn „das Kind in den
Brunnen gefallen ist“!?
Ich denke da laienhaft an Hippocampus und Mandelkern. Von den „Dingern“ haben wir aber 2 braucht man beide? Was ist noch absolut wichtig für meinen
a) Charakter
b) mein Erkennen von geliebten Menschen und
c) dass ich noch auf Sie reagiere?

Kann man so etwas mobil beobachten und mir vorhersagen, dass in ein paar Tagen, der Punkt erreicht wird, dass a) b) und c) neuronal nicht mehr möglich ist?
Naja so eine Art: „neurologische Schlechtwetter-Vorhersage“, würde ich sagen.

Mit besten Grüßen
Jens Rabis

Hi Jens -

nein - neurologische Schlechtwettervorhersagen gibt es nicht.

Eine Patientenverfügung sieht auch nicht so aus wie du dir das vorstellst. Wenn du jedes einzelne Krankheitsbild „abhandeln“ möchtest bist wahrscheinlich tot bevor die Patientenverfügung fertig ist (:smile:).

Hier kannst du dir Vorlagen für Patientenverfügung und (die vielleicht noch wichtigere) Vorsorgevollmacht ansehen.

http://www.justiz.bayern.de/buergerservice/fachinfos…
http://www.justiz.bayern.de/buergerservice/fachinfos…
http://www.caritas.de/21161.html

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Hallo Jens!

Danke erstmal, dass du noch so ausführlich antwortest. Leider versteh ich vieles noch immer nicht, aber egal.

Was spricht denn eigentlich gegen eine der üblichen allgemeinen Patientenverfügungen?

Und warum meinst du, diese Patientenverfügung kurz vorher erlassen zu müssen? Das kann man doch auch machen, wenn man noch mindestens 20 Jahre am Leben bleiben will - solange man gesund ist, ist sie ja noch nicht wirksam.

Ansonsten möchte ich dir eines sagen: Du kannst dich nicht gegen jede Eventualität in deinem Leben absichern. Mach jetzt eine Patientenverfügung und dann lass auch mal los. Das Leben ist wie es ist, und da brauchst du dir doch dein Gehirn nicht vorsorglich abscannen zu lassen, nur um zu wissen, in welchem Hirnareal bei dir mal die Demenz einsetzt???

mach disch logga!

Und ein schönes Leben noch!!!

Grüßle, ChrisTine

Lese- und Hörtipp
Oliver Sacks - Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselt.

In der preisgünstigen Doppelausgabe mit „Der Tag als mein Bein fortging“

http://www.amazon.de/fortging-seine-verwechselte-ror…

Ansonsten natürlich der „Braincast“: http://www.brainlogs.de/blogs/blog/braincast

Gruß

Stefan

Hallo CrisTine,

ich bin relativ logga. Meine Verzweiflung hat einen anderen Grund, nämlich dass fast immmer ich die Fragen stellen muß, die andere nicht mal denken. Und kann auch nicht alles bis ins Detail selbst studieren, um nicht auf andere angewiesen zu sein, das kostet zu viel Zeit.
O.k. anders formuliert:
Ich habe festgestellt bzw. spekuliere, dass die wirklich entscheidenden Hirnareale - im Verhältnis zum Gesamtgehirn - relativ klein sind.
Wenn ich mich nun „runter reduziere“ als gedachter(!) schwer Hirn-Kranker, auf das Bedürfnis andere wenigstens noch wieder erkennen zu wollen, auf Sie reagieren zu können und selbst noch in meinem Charakter erkannt zu werden … was für Hirnbereiche müssen dafür noch funktionieren? Auf das Langzeitgedächtnis könnte ich verzichten … ähmmm schitt, zum Personen Wiedererkennen brauche ich das, aber blöderweise nimmt dass wahrscheinlich das größte Hirnvolumen ein. Ich brauche aber genau das Gegenteil, das kleinstmögliche Gehirn von mir.

Mit besten Grüßen
Jens Rabis

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