Eiswasser-experiment

Ich bin auf einen Versuchgestoßen, den ich sehr interessant finde.
Hat jemand genauere Informationen darüber oder gibt es ähnliche Versuche mit mehr Informationen zu den Hintergründen?

Vielen Dank :smile:
sine

Für das Experiment wurden 22 Männer eingeladen, die einen Persönlichkeitsfragebogen ausfüllen mussten, eine Fassung des Freiburger Persönlichkeitsinventars. Aber das war erst einmal nur Tarnung. Nach der Bearbeitung des Fragebogens wurden die Männer einzeln in einen Raum gebeten. Dort hat ihnen eine Frau gesagt, sie sollten die Hand in eiskaltes Wasser stecken. Die Versuchsleiterin hat dann gestoppt, wie lange sie es aushielten. Der Trick: Bei elf Männern hatte sich die Frau hübsch gemacht und verhielt sich sehr nett. Sie trug Make-up, enge Jeans und offene Haare, außerdem hielt sie wenig räumlichen Abstand zu den Männern. Bei den anderen elf war sie mit einem Laborkittel bekleidet, es gab kein Make-up mehr, und die Haare hatte sie streng nach hinten zusammengebunden. Außerdem las sie nur noch Instruktionen vor.

SPIEGEL ONLINE: Und wie sahen die Ergebnisse aus?

Das war faszinierend. Männer, die es mit der hübschen Frau zu tun hatten, ließen ihre Hand im Schnitt mehr als doppelt so lange im Wasser. Ihr Mittelwert betrug 80 Sekunden. Wir mussten sogar eine Höchstgrenze von zweieinhalb Minuten einführen, damit keiner Schaden nimmt. Und selbst dann wollten einige die Hand gar nicht mehr rausnehmen - obwohl sie langsam blau wurde. Bei den Männern mit der weniger netten Versuchsleiterin dauerte es im Schnitt nur 30 Sekunden, bis alles vorbei war.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,34…

… oder gibt es
ähnliche Versuche mit mehr Informationen zu den Hintergründen?

Hallo Sine,

die Sporthochschule in Köln hat etwas ähnliches gemacht. Dabei ging es um Motivation. Männer mussten verschiedene Fitness- und Kraftübungen durchführen. Die Ergebnisse waren ähnlich: Die Gruppe mit der attraktiven Anleiterin hat wesentlich mehr Leistung gebracht.

Auskünfte hier:

Prof. Dr. Henning Allmer
Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs
Tel.: 0221 - 4982 5490
E-mail: [email protected]

Gruss,
Klaus

Hi Sine,

der Effekt ist alt.

Variante:
Männer wurden an Kraftmaschinen gesetzt und sollten pumpen.
Man konnte anhand der Lactatwerte sehen, daß sie wirklich KO waren.
Nun kamen leicht beschürzte Mädels in den Raum und fingen an zu trainieren und oh Wunder, auch die fertigen Männer hatten noch ein paar Hübe drin.

Gandalf

Das war faszinierend.

faszinierend? was ist denn anderes zu erwarten? viel interessanter wäre ein umgekehrtes experiment mit frauen und einem netten mann.

gruß
dataf0x

so interessant es auch ist …
Hi Sine,

Hat jemand genauere Informationen darüber oder gibt es
ähnliche Versuche mit mehr Informationen zu den Hintergründen?

Ja, gibt es, aber genauere Angaben dazu (außer den schon gemachten) werden sicher andere hier schneller zur Hand haben.

Witzig finde ich die (hier vom Versuchsleiter allerdings nur angedeutete) angebliche Eindeutigkeit, wie das zu interpretieren sei. Für die Deutung von Meßresultaten wird offenbar nur das Denkmuster verwertet, das dem eigenen Vorstellungsvermögen des Deuters (bzgl. Menschkenntnis) bereits zur Verfügung steht (hier „Imponiergehabe“).

Das Meßresultat ist eindeutig, aber WAS hat man gemessen?

Ist es dadurch eindeutig, unter welchen Bedingungen Männer mehr auszuhalten bereit sind? Oder, im Kontrast dazu, bei den von Klaus erwähnten Experimenten zu leisten imstande sind?

War zwischen Frau und Probanden Blickkontakt möglich?
Fand Blickkontakt statt?
Wenn ja, welche Mimiken waren beiderseits zu beobachten?
Wie waren diese Mimiken zu deuten?
War Gespräch erlaubt?
Fand Gespräch statt?
Wenn ja, was wurde gesprochen?

usw.

Und dann wäre natürlich der direkte Vergleich mit Experienten der umgekehrten Geschlechterverteilung bedeutsam, wie dataf0x schon sagte.

Gruß

Metapher

Wir sind nur so, weils sich bewährt hat! owT
Gruß
burkh

… auch das hat sich bewährt. owT
Gruß
Burkh