Hallo zusammen!
Mir ist aufgefallen, dass sich Mädchen oder Frauen schneller ekeln als Jungs oder Männer.
Gibt es darüber irgendeine Studie oder ähnliches und woran liegt das, dass sich Frauen schneller ekeln?
LG,
sebastian
Hallo,
mein subjektiver Eindruck ist nicht, dass sich Frauen mehr ekeln. Sie ekeln sich vielleicht über andere Sachen…
Blut, Erbrochenes, bspw. - da kenne ich deutlich mehr Männer als Frauen, die dabei einen unüberwindbaren Punk machen.
LG Petra
Moin, sebastian,
Mir ist aufgefallen, dass sich Mädchen oder Frauen schneller
ekeln als Jungs oder Männer.
tun sie nicht, sie quieken nur schneller.
Gibt es darüber irgendeine Studie oder ähnliches
Vermutlich nicht - oder hättest Du eine Geschäftsidee zu diesem Thema?
und woran liegt das, dass sich Frauen schneller ekeln?
An Deinem Vorurteil 
Gruß Ralf
Zwei Schritte auf einmal
Hallo!
Mir ist aufgefallen, dass sich Mädchen oder Frauen schneller
ekeln als Jungs oder Männer.
Mir nicht.
Gibt es darüber irgendeine Studie oder ähnliches und woran
liegt das, dass sich Frauen schneller ekeln?
Müsste davor nicxht erstmal die Frage stehen, ob es irgendeine Studie oder ähnliches gibt, die bestätigt, daß das so ist.
Gruß,
Max
Hallo,
Mir ist aufgefallen, dass sich Mädchen oder Frauen schneller
ekeln als Jungs oder Männer.
Frau Chapman stellt sie offensichtlich ebenso fest, die höhere Empfindlichkeit bei Frauen
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,681…
Ich würde mich des Eindrucks ebenfalls anschließen. Frauen und Männer unterscheiden sich in ihren Emotionen, sie empfinden und reagieren hier unterschiedlich. Frauen m.E. stärker.
Grüße
Tommy
Hallo Sebastian.
Ich möchte es einmal etwas locker beschreiben.
In meinen Augen gibt es zwei Arten von Ekel, der der nützlich und der der chic ist.
In letzterem sind Frauen, zum Glück nicht alle, unbedingt Meister. 
Im Übrigen ist Ekel zum großen Teil angelernt, man kann sich vieles wieder abgewöhnen.
Gruß, Nemo.
Hallo RSNemo,
Ich möchte es einmal etwas locker beschreiben.
In meinen Augen gibt es zwei Arten von Ekel, der der nützlich
und der der chic ist.In letzterem sind Frauen, zum Glück nicht alle, unbedingt
Meister.
so sehe ich das auch.
Wenn man sich als Mädchen oder Frau vor bestimmten Dingen (vor allem: Insekten, Spinnen, Würmer, Schlangen, Mäuse, Ratten) als Frau nicht ekelt, wird man nicht selten selbst angewidert angesehen und gilt gleich als ein Stück weniger weiblich.
Sage ich aus eigener Erfahrung, da ich Insekten interessant finde,
mir nix dabei denke Mausefallen zu leeren, mir in der Zoohandlung gerne die Insekten- und Reptilienabteilung anschaue (für eigene Haustiere reicht der Platz leider nicht) und ich Spinnen in der Wohnung lasse bzw. wenn ihr Netz zu stark stört, ich sie in einen Plastikbecher gebe, noch ein bisschen interessiert betrachte und dann raussetze.
Kam nicht immer gut an 
Im Übrigen ist Ekel zum großen Teil angelernt, man kann sich
vieles wieder abgewöhnen.
Genau 
Viele Grüße,
Nina
Hi,
ich schließe mich hier Nina an.
Gesellschaftlich wird erwartet, daß wir alle auf die Stühle springen,wenn die Maus kommt, damit wir dann heldenhaft gerettet werden können…
Das stammt aus dem vorletzten Jahrhundert, wo sich eine Dame von Stand (!) eben so zu benehmen hatte, die kleinen Hausmädels oder Bäuerinnen konnten sich das nie leisten…
Die RICHTIG ekligen Dinge machen seit Jahrhunderten Frauen:
Besoffenen Männern und kleinen Kindern den Kopf über der Kloschüssel halten, Kranke pflegen (incl. Bettpfannen entleeren und Wunden säubern), als Hebammen Kinder zur Welt bringen, die Kinder wickeln, Klo putzen,
beim Schlachten die Därme auswaschen…
Die Totenwäsche wurde und wird in vielen Kulturen ausschliesslich von Frauen gemacht
Da hat sich noch nie ein Mann durch besonderen Mut hervorgetan…
Grüße
miamei
Hallo miamei,
Das stammt aus dem vorletzten Jahrhundert, wo sich eine Dame
von Stand (!) eben so zu benehmen hatte, die kleinen
Hausmädels oder Bäuerinnen konnten sich das nie leisten…
meine Zustimmung 
Sich so benehmend, konnte man sich eben als jemand präsentieren, der sich ein solches Verhalten leisten kann.
Vieles, was bei Frauen als angemessen galt und gilt, hat diesen Hintergrund: Zeigen, dass man andere für sich arbeiten lässt (auch wenn dies nicht mehr so bewusst ist).
Die RICHTIG ekligen Dinge machen seit Jahrhunderten Frauen:
Besoffenen Männern und kleinen Kindern den Kopf über der
Kloschüssel halten, Kranke pflegen (incl. Bettpfannen
entleeren und Wunden säubern), als Hebammen Kinder zur Welt
bringen, die Kinder wickeln, Klo putzen,
beim Schlachten die Därme auswaschen…
… Genau.
Genauso verhält es sich meiner Meinung auch mit „Frauen können nicht körperlich arbeiten“.
Klar, ihre Kraft ist im Durchschnitt geringer, aber schwer körperlich arbeiten mussten früher Frauen ganz genauso; oft wird ihre Arbeit - gemessen an der zur Verfügung stehenden Kraft - deutlich schwerer als die eines Mannes gewesen sein. Besonders, wenn ich hier an Bäuerinnen, Mütter oder Hausangestellte denke, die typischerweise einen Haushalt mit vielen Kindern zu versorgen hatten… ohne Küchenmaschine, ohne Waschmaschine, alles per Hand, schwer heben etc.
Und in bestimmten körperlich anstrengenden Berufen findet man immer noch viele Frauen (was aber scheinbar nicht „zählt“); da finde ich es immer wieder paradox, wenn Leute sagen „Schreinerin oder Zerspanungsmechanikerin, das ist doch viiiiel zu anstrengend. Werde doch Krankenschwester oder Altenpflegerin“.
Viele Grüße,
Nina
Hallo miamei,
Gesellschaftlich wird erwartet, daß wir alle auf die Stühle
springen,wenn die Maus kommt, damit wir dann heldenhaft
gerettet werden können…
da muss ich etwas lachen, denn die Situation hatte ich tatsächlich mal:
Im Büro (außer mir waren übrigens nur Männer da) ist eine Maus aufgetaucht. Etliche hat es arg irritiert, dass ich nicht schreiend geflüchtet bin, sondern mitgeholfen habe, die Maus in eine Ecke zu drängen und mit 'nem Mülleimer zu fangen; das Tierchen sollte möglichst schnell raus, damit sie uns nicht noch Kabel anknabbert.
Manche sagten hinterher „Respekt“, und ich dachte mir: „Wofür denn eigentlich? Was hätte mir denn so eine Maus schon tun sollen - mich fressen?!“
Viele Grüße,
Nina
Vielen Dank für die vielen Antworten
Ich biete dagegen…
Hi,
Die RICHTIG ekligen Dinge machen seit Jahrhunderten Frauen:
Besoffenen Männern und kleinen Kindern den Kopf über der
Kloschüssel halten, Kranke pflegen (incl. Bettpfannen
entleeren und Wunden säubern), als Hebammen Kinder zur Welt
bringen, die Kinder wickeln, Klo putzen,
beim Schlachten die Därme auswaschen…
Die RICHTIG ekligen Dinge machen seit Jahrhunderten Männer:
Folterknechte, Henker, Inquisitoren, Krieger, Soldaten, Diktatoren, Kinderschänder, …
Die Totenwäsche wurde und wird in vielen Kulturen
ausschliesslich von Frauen gemacht. Da hat sich noch nie ein Mann durch besonderen Mut hervorgetan…
Die müssen schließlich die Frauen mit Arbeit versorgen.
Grüße
Tommy
Hallo,
Folterknechte, Henker, Inquisitoren, Krieger, Soldaten,
Diktatoren, Kinderschänder, …
alles Tätigkeiten, die unmittelbar mit Gewalt verbunden sind. Was gleich zu einer Folgefrage führt: Ist Gewalt eklig*? Eklig als Form der starken inneren Abneigung und des Widerwillens, zu körperlichen Abwehrreaktionen führend?
Das trifft beim überwiegenden Teil deiner Aufzählung nicht zu - (*)zumindest nicht aus dem Blickwinkel des Akteurs.
(Ist das jetzt nicht ein Paradethema für die Freudfraktion? B-))
LG Petra
Hallo,
Folterknechte, Henker, Inquisitoren, Krieger, Soldaten,
Diktatoren, Kinderschänder, …alles Tätigkeiten, die unmittelbar mit Gewalt verbunden sind.
Ja, wir vergleichen jetzt konkret die Täter, nicht die Opfer untereinander. Überwindung von Ekel. Da passt doch mein (zugegeben dort aus dem Bauchgefühl heraus) weiter unten geäußertes
„Frauen und Männer unterscheiden sich in ihren Emotionen, sie empfinden und reagieren hier unterschiedlich.“
Frauen empfinden und reagieren eher, Männer empfinden und agieren eher. Jede® in seiner ihm zugedachten Rolle.
Was gleich zu einer Folgefrage führt: Ist Gewalt eklig*?
Jein. Sowohl aus Sicht des Akteurs, des Betrachters und des Opfers. Völlig unterschiedlich. Einfaches Beispiel BDSM.
(Ist das jetzt nicht ein Paradethema für die Freudfraktion?
B-))
Oh Frau, ich bin Praktiker, nicht Theoretiker 
Grüße
Tommy
Hallo Tommy,
Die RICHTIG ekligen Dinge machen seit Jahrhunderten Männer:
Folterknechte, Henker, Inquisitoren, Krieger, Soldaten,
Diktatoren, Kinderschänder, …
das würde ich eher als „gewalttätig sein“, „kaltblütig sein“ bezeichnen, nicht als „eklige Dinge tun“. Wennauch man natürlich sagen kann: ein solches Verhalten ist eklig (im Sinne von: abstoßend). Aber mit als eklig empfundenen Substanzen, Tieren, etc. kommt man damit sicherlich wenig bis nicht in Berührung.
Ich sehe das auch so wie Pomeranze.
Viele Grüße,
Nina
Ja, wir vergleichen jetzt konkret die Täter, nicht die Opfer
untereinander.
Ich bezog das nicht auf die Betrachtung der Opfer sondern auf die Beurteilung des Täters/ der Tat durch einen Dritten.
Frauen empfinden und reagieren eher, Männer empfinden und
agieren eher.
Ist das so? Zumindest unter dem Dachthema Ekel habe ich da einige Fragezeichen, die ich für diskussionswürdig halte.
Was gleich zu einer Folgefrage führt: Ist Gewalt eklig*?
Jein. Sowohl aus Sicht des Akteurs, des Betrachters und des
Opfers. Völlig unterschiedlich. Einfaches Beispiel BDSM.
Pfft… Das halte ich für ein unglückliches Beispiel. BDSM aus Opfer- und Tätersicht ist nicht eklig. Weil „Opfer“ und „Täter“ hier auch relativ zu sehen ist, genauso wie die Gewalt an sich. Der Betrachter mag das je nach eigenem Geschmack eklig finden.
Ist es nicht überhaupt so, dass nicht die Gewalt an sich eklig ist, sondern wenn überhaupt die Folge davon? Das bitte jetzt nicht als Haarspalterei verstehen. Ich sehe da aber schon einen Unterschied bzw. zwei verschiedene Ebenen. Das kann allerdings auch wieder nur eine sprachliche Auslegung sein.
(Ist das jetzt nicht ein Paradethema für die Freudfraktion?
B-))Oh Frau, ich bin Praktiker, nicht Theoretiker
Pffffffffffffft… Ich frag jetzt nicht, wobei 
LG Petra