Hallo Sommy,
sorry, aber das, was du da beschreibst, klingt für mich doch recht verkrampft…
Ich zeige ihm z. B. auch (wenn
er so entsetzt drauf zeigt) das der Penis ihm z. B. nix tut
und er ihn anfassen kann. (Hört sich jetzt total bescheuert
an)
Das hört sich nicht bescheuert an, sorry nochmal - das IST irgendwie bescheuert… (besser ausgedrückt: verkrampft)
Ich muss aber seine Finger nehmen und hinführen, aber so
richtig traut er sich das nicht. Will heißen es ist ihm nicht
geheuer.
Das wäre es mir wohl auch nicht. Nun ist es schwer, sich bei der Beschreibung vorzustellen, wie das wirklich abgeht. Aber es klingt so, als ob das sehr gezwungen abläuft. Und das ist eben nicht förderlich.
Wir baden nicht zusammen, seinen Papa sieht er nur mal ganz
selten nackt, beim umziehen oder so, das wir jetzt bewusst
gesagt haben: Guck mal so sieht Mama aus und so der Papa"
nein, dass haben wir nicht.
Um Himmels willen nicht einen studischen Exkurs daraus machen. Papa soll sein nackertes Hinter- und Vorderteil mal in die Wanne (oder Dusche) bewegen und Spass mit dem Nachwuchs dort haben. Und sollte es im Rahmen des Spasses mal dazu kommen, dass Sohnemann dem Papa an den Penis kommt, dann ist das völlig in Ordnung! Das heißt jetzt NICHT, das (krampfhaft) zu provozieren, der natürlich Umgang ist das Ziel. Und Umgang heißt: es ist kein Drama, da mal was anzufassen, Papa macht sich auch sauber, das macht Sohn dann recht bald automatisch auch.
Und Mama macht das bei Gelegenheit auch mal mit der gemeinsamen Dusche oder dem Bad. Und beide werden im Rahmen dieser hoffentlich feucht fröhlichen Planscherei auch mal Momente haben, wo es an die eigenen Weichteile geht. Und dann sagt man völlig selbstverständlich, dass das weh tut oder dass intensives händisches Erkunden nicht so der Hit ist. Aber das kann man auch sagen, ohne dass man einen elektro-gesicherten Zaun drumherum baut.
Bitte missversteh das jetzt nicht. Aber überlegt mal beide als Eltern, ob ihr nicht mit eurer Einstellung irgendwie den Krampf rein bringt. Das soll natürlich nicht heißen, dass auf Biegen und Brechen die Schamgrenze zerrumpelt wird. Nur: um die eigene Schamgrenze kennenzulernen, ist auch wichtig, dass man mal in Kontakt mit der Grenze kommt. Sei es, beim Gegenüber, sei es, bei einem selbst.
Dazu gehört dann auch, dass man mal mit seinem Nachwuchs gemeinsam ins Bad marschiert. Wenn der Topf angenommen wird ist gut, wenn mit Sitzhilfe ist auch gut, wenn ohne ist auch gut. Das merkt man.
LG Petra
, d.h. es gab nach ein, zwei Tagen Übergangsphase nie irgendwelche Unfälle.