Liebe Freunde,
Wir haben eine weibliche patientin gehobenen alters, welche in postoperativer anbindung an die anästhesie intensivmedizinisch überwacht wird. die Herzfrequenz (HF) betrug 52 bis 57 (leicht bradykard)im wachsein, fiel jedoch drastisch im leicht und REM schlaf ab! (25,22,unmessbar). Während des gesamten geschehens war sie an ein 3 gang EKG angeschlossen, was jedoch für die kardiologische diagnostik nicht representativ ist. Wir haben ein abnormal verlaufendes EKG welches 3 statt einer T-welle aufweist. Diese werden bis zum ende des ereignisses tendentiell immer stärker. Der rest (pqrs komlex) ist soweit (ohne abmessung)unauffällig. Die hüftpatientin hatte diese auffälligkeit c.a. 20 minuten. Bitte um Diagnose und erklärung
Hallo David,
eine „Diagnose“ zu stellen ohne das EKG zu sehen (und sei es nur mit 3 Ableitungen) ist bei deiner Beschreibung nicht möglich. Grundsätzlich kann es keine 3 T-Wellen geben, da die T-Welle Ausdruck der Erregungsrückbildung ist und diese nur 1x abläuft bevor es eine neue Erregung gibt.
Es könnte sein, das ist aber rein hypothetisch, dass die Pat. eine Episoden von grobem Vorhofflimmern hatte mit einer Bradykardie.
Wenn es dir möglich wäre einen EKG-Ausdruck dieser Episode zu kopieren und per Email zu schicken, dann könnte ich dir gern mehr dazu sagen.
Wenn du dieses in Anspruch nehmen möchtest, dann sende ich dir meine Email-Adresse unter der du das EKG als Anhang senden kannst.
Schönes Osterfest wünscht
Martina K. .
Vielen dank für die schnelle antwort.
Ich dachte auch, ich spinne. es waren 3 wellen. ich kann es mir nicht erklären. Wir hatten einen kardiologen gerufen, der dazu aber auch nichts zu sagen wusste.
Leider, Leider war es das EKG von einem Überwachungsmonitor im Wachzimmer der anästhesie.
Es gibt nur die möglichkeit ich dir eine skizze eingescannt zu schicken, da ich die geschehnisse dierekt für den kardiologen notiert hatte.
Ich habe nur ein problem. nach dem markannten QRS komplex folgt nach der erregung eine rückbildung (T) die Wellen, ich kenne keinen ursprung folgten aber in dierekter anbindung nach dem T komplex. nach dem erreichen der nullinie also einer kurzen zeit zwischen letzter welle und dem p hebung erfolgte das ganze geschehen wieder von neuem. vielleicht fällt dir ja eine neue möglichkeit ein
im dank , frohe ostern zurück
David Röder
Sorry, kann ich leider nicht erklären, wäre mit Bild wohl leichter. Aber die Frage ist ja wie immer, ob eine Symptomatik besteht. Obwohl ohne bradykardisierende Medikation diese Frequenzen für einen älteren Jahrgang auch tagsüber tatsächlich eher bradykard sind. Zum anderen ist man oft erstaunt, wie hoch die Toleranz in diesem Alter sein kann. Ob ein SA-Block besteht kann wahrscheinlich nur das LZ-EKG klären.
LG
Bitte entschuldige die späte Antwort.
EKGs kann ich nur sinnvoll beurteilen, wenn ich sie sehe, alles andere ist Spekulation. Ich würde die Frage irgendwo stellen, wo man EKGs hochladen kann. Oder das EKG Eurem örtlichen Kardiologen zeigen.
Gruß, Johannes