EKG Fehlerdiagnostik

Liebe Freunde,

Wir haben eine weibliche patientin gehobenen alters, welche in postoperativer anbindung an die anästhesie intensivmedizinisch überwacht wird. die Herzfrequenz (HF) betrug 52 bis 57 (leicht bradykard)im wachsein, fiel jedoch drastisch im leicht und REM schlaf ab! (25,22,unmessbar). Während des gesamten geschehens war sie an ein 3 gang EKG angeschlossen, was jedoch für die kardiologische diagnostik nicht representativ ist. Wir haben ein abnormal verlaufendes EKG welches 3 statt einer T-welle aufweist. Diese werden bis zum ende des ereignisses tendentiell immer stärker. Der rest (pqrs komlex) ist soweit (ohne abmessung)unauffällig. Die hüftpatientin hatte diese auffälligkeit c.a. 20 minuten. Bitte um Diagnose und erklärung

Hi,
das ist jetzt aber nicht dein Ernst???
Wie soll hier bitte irgendjemand eine kardiologische Differentialdiagnose stellen?
Selbst wenn die Frage nur aus Interesse gestellt wird und die Patientin inzwischen vernünftig überwacht, diagnostiziert und therapiert wird - wie soll man zu dem Befund irgendwas sagen ohne das EKG, Laborwerte, Vorgeschichte und Narkoseprotokoll zu kennen.

Susanne

Tach,

Bitte um Diagnose und erklärung

nene, Deine Übungsaufgaben mußt Du schon selber machen.
Und wenn Du fertiger Arzt bist und zu solchen Sachen in Foren nachfragen mußt, dann gnade Deinen Patienten Gott!

Gandalf

Hi!

Eine Diagnose dürfte hier kaum zu stellen sein. Wir können ja das EKG noch nicht mal ansehen.
Bei diesem Fall wäre wohl die Erstellung eines auswertbaren EKG’s erforderlich - sei es ein 12-Kanal-EKG oder ein Langzeit-EKG. Dazu natürlich die Medikamentenanamnese - sind bradykardisierende Medikamente darunter?

Es wäre anschließend hilfreich, das EKG einem Fachkundigen zur Beurteilung vorzulegen. Eine „dreifache“ T-Welle gibt es nicht. Es wäre im geschilderten Fall am ehesten denkbar, daß die „Dreifachen Zacken“ Vorhofaktionen darstellen. Und zusammen mit der Bradykardie ergäbe sich hier der Verdacht auf einen (intermittierenden) AV-Block II oder gar III Grades.
Im Übrigen rechtfertigt allein schon der Verdacht auf einen höhergradigen AV-Block die weitere intensivmedizinische Überwachung.

Aber wie gesagt, erst einmal sollte ein auswertbares EKG vorliegen sowie jemand, der es „lesen“ kann :wink:

Gruß,
Sharon

Das problem ist, das das ekg im wachzimmer angeschlossen war und die phasen nicht eingefangen werden konnten. Der kardiologe konnte dazu auch nicht viel sagen. Ich selber interessiere mich dafür, und habe stellenweise ein wenig mehr wissen, was mir hier jedoch nicht viel nützt. da aber eine kurze zeit vergangen ist bis der nächste herzschlag folgte und das selbe wieder in dierektem kontakt mit der T hebung auftrat weis ich keinen rat. wenn keine leitung mehr läuft kann ja nichts gemessen werden, das ist mir klar aber nach den besagten 2 wellen war einn kurzer zeitzwischenraum zum nächsten herzschlag.

haste recht aber ich bin, den patienten dank kein arzt (= wobei der kardiologe da auch keine richtung nennen konnte. naja gibt voch vieel zu lernen

lg

Hallo.
Sicher das es T-Wellen waren?? Vielleicht waren es P-Wellen und somit Vorhofflimmern bzw -flattern. Aber die anderen haben schon recht, ohne Aufzeichnung ist es schon schlecht.
lg die anne

wenn ich das so höre weis ich es nicht und ich werde daran erinnert das ich nunmal nicht alles weis, obwohl es schon schön war =P. naja das EKG verlief normal. Zwischen der normalen T-welle war jedoch keine strecke sondern es ging dierekt in die seltsamen zwei wellen über. ich habe jetzt gelesen, das es ursachen für eine stark vergrößerte t welle gibt, wurde aber bei meinem problem nicht fündig. Ich bedanke mich hier für die mühen aller, kann aber kein EKG liefern. ich täts gerne. naja allen hier frohe ostern und entspannte hoffentlich arbeitsfreie feiertage

lg

Hi,

Du hast ja selbst geschrieben, dass das 3 Kanal Dings nicht repräsentativ ist. Alles, was man da machen kann, ist: ein Richtiges schreiben -> mit EKG Wagen. So, was ich während meiner Praktika auf ner ITS erlebt hab, gehts eigentlich mehr oder weniger nur um das Erkennen von nem QRS Komplex und das in zeitlicher Relation zueinander. Damit erkennt man wenigstens mal a) das Herz schlägt b) Herzfrequenz (das Oxy kann das eig. auch…) c) Unregelmäßigkeiten wie vll. grobe Arrhythmien; Zur Beurteilung von den genauen Wellengestalten braucht man mehr Kanäle…

Immer dann, wenn also bei nem Patient der Überwachungsmoni was grob eigenartiges zeigt, kontrolliert man direkt am Patient, ob dieser sich grad ne Elektrode abzwirbelt. Sofern aber alles messtechnische an seinem ordnungsgemäßen Platz ist, würde man mit nem 12- Kanal EKG nachgucken.

Hi,

das könnte eine bradykarde absolute arrhythmie sein.
Das könnten intermittierende Extrasystolen mit pausen sein. Das könnte ein bigeminus, trigeminus o.ä sein.
Das könnte ein hähergradiger av-block sein.

Was mich an dieser sache erchreckt ist, dass du erzählst, dass ihr pausen von mehreren sekunden beobachtet habt und erstmal hier postet. Keiner ist auf die idee gekommen mal ein 12-kanal-ekg zu schreiben…
Langzeit-ekg scheint es ja in dem laden, wo du arbeitest nicht zu geben, obwohl DAS ja wohl die klassische indikation dafür ist.
Der „kardiologe“ hat auch keinen plan…

Selbst der abgeschiedenste landarzt wäre auf die idee gekommen, hier mal mehr zu unternehmen als ins nächst-beste forum zu tippen; also sag mir bitte nicht, dass bei euch da postoperative patienten „überwacht“ werden…

Lg Alex