für die Weihnachtsdekoration nutze ich jedes Jahr einige Lichtschlangen,. also so Plasteschläuche mit dünnen Drähten und Lämpchen drin. Sie laufen mit 220 V.
Bei einer sind dieses Jahr ein paar Stellen ausgefallen, da aber mehr als die Hälfte noch brennt, könnte ich sie ja noch nutzen.
Nun sagt eine Freundin, sie hätte mal gehört, dass man defekte nicht mehr nutzen sollte, da die anfangen könnten, zu brennen.
Da die Schläuche auf der Plastehülle aber auch angezeichnete Stellen haben, wo man sie durchschneiden könnte, halte ich das für Quatsch. Denn meiner Meinung nach sind doch da unterschiedliche Stromkreise drin, und wenn bei einem der Draht unterbrochen ist, brennt das Stück eben nicht mehr.
Allerdings möchte ich natürlich nur die Lichter im Schlauch brennen haben und nicht die ganze Deko.
also erstmal gilt Grundsätzlich:
Elektrogeräte mit offensichtlichen Beschädigung / Funktionsstörungen sind ausser Betrieb zu nehmen und instandzusetzen / entsorgen. (Also alle Windows-PC’s sofort abschalten )
Das steht auch so in fast jeder Betriebsanleitung.
In diesem Fall könnte man die Lichterkette weiterbetreiben wenn einfach nur eine Glühbirne durchgebrannt ist oder man sie tatsächlich „reparieren“ kann in dem man den defekten Teil einfach abschneidet.
Ansonsten könnte es tatsächlich an einer evtl. vorhanden Bruchstelle zur Hitzentwicklung und mögl. zum Brand kommen.
Das passiert genau dann wenn die Trennung eben doch nicht richtig getrennt ist und ein „Kriechstrom“ fliesst.
Ich würde im Zweifel also vorsichtshalber eher zur Entsorgung raten, zumal ich mir nicht vorstellen kann das man eine netzbetriebene Lichterkette einfach abschneiden kann.
Wie ist denn dann die Isolation an der Schnittstelle gewährleistet, eine einfache Kappe ist da ja sicher nicht hinreichend.
Viele Grüsse,
Thomas.
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Ich würde im Zweifel also vorsichtshalber eher zur Entsorgung
raten, zumal ich mir nicht vorstellen kann das man eine
netzbetriebene Lichterkette einfach abschneiden kann.
Doch, kann man.
Das hat schon rein praktische Gründe.
Glühwendel für 230V benötigen schon einmal eine bestimmte Grösse um den entsprechenden Widerstand zu haben, da soll ja nicht jede einzelne 40 Watt haben. Den Wendeldurchmesser kann man aber nicht beliebig klein wählen, da er ja auch noch mechanisch beansprucht wird. Also ist das Paralellschalten schon einmal nicht möglich.
Folglich muss man mehrere Niederspannungs-Glühbirnen in Serie schalten. Bei 24V-Birnchen wären das 10 Stück …
Hinzu kommt noch, dass die, heute haptsächlich eingesetzten, vergossenen Schläuche endlos hergestellt werden, also erst danach auf Länge geschnitten werden. Dabei wird zuerst die Verdrahtung mit den Lämpchen hergestellt und danach mit Kunststoff umspritzt.