Richtigstellungen; Insgesamt 3 Stück
Tag Leute.
Also, einiges lief in diesem Thread eigentlich ein klein wenig verkehrt, muß ich, nachdem ich einige Postings vier mal, einige 1 mal las, feststellen-Deshalb erlaube ich mir 3 Korrekturen:
1.: Wenn die Ladung zwischen Gerät und Erde WÄRE (was nicht der Fall ist), würde für das Entladen vielleicht auch ein Wasserrohr aus Kunststoff herhalten können, da darin ja wenigstens noch Spuren von (leitendem) Wasser sind. Gut, lassen wir es. Es trifft ja schließlich ohnehin nicht zu, daß GEGEN ERDE diese Ladung da ist, sondern sie besteht natürlich zwischen den beiden Anschlüssen des Gerätes.
2.: Im ungefähren Durchschnitt beträgt die Spannung an einem Entstörkondensator, wenn er von der Netzspannung getrennt wird, 135V (je nach dem, wie die Phase gerade in dem Augenblick liegt, wenn die Trennung in Erscheinung tritt). Man möge mich da bitte nicht auf 5V genau festnageln. Der Umstand, daß der Ursprungsposter von einem nur leichten Kribbeln schreibt, deutet deshalb in meinen Augen sehr sehr sehr stark darauf hin, daß in dem betreffenden Gerät SEHR WOHL ein Widerstand eingebaut ist, der den Enstörkondensator entlädt. Vielleicht dauert die Entladung nur etwas lange, weil entweder der Kondensator oder der Widerstand ungewohnt groß dimensioniert ist. Zum Beispiel wäre das der Fall bei einem Widerstandswert von 2,4M - Ohm, 2,2M - Ohm oder 1M - Ohm - oder bei Kondensatorkapazitäten sehr weit über 470nF.
3.: Ein Entstörkondensator, sie haben bei elektronischen Geräten typ. zircka 220nF bis 330nF, hält die Spannung sehr lange. 700 Sekunden aller-aller-mindestens. Würde er sich binnen Sekunden entladen, obwohl da kein Widerstand parallel ist, wäre er weniger als Schrott. Es ist ja kein Elko, der immer einen nicht ganz unwesentlichen Leckstrom hat. Demzufolge scheidet dieses Argument aus. Ein nicht völlig winziger Strom ist natürlich trotzdem da, wenn bei einer Printschaltung die Leitungen an einer Stelle dicht beieinander liegen, und in dem Fall spielt dann auch eine Rolle, auf wie langer Strecke diese in dieser Art parallel laufen.
Soweit die Einwände. RICHTIG waren aber auf jeden Fall der Vorschlag mit der Besteckschublade, bei Tellern aus Blech geht auch die Geschirrschublade, und die Einlassung, daß es Geräte gibt, von denen man nach dem Trennen vom Netz VOLL eine gewischt bekommt. Ich habe ehrlich gesagt keine konkrete Ahnung, ob das so erlaubt ist. GEBEN tut es solche Geräte aber. Sogar bei einer guten Boschschlagbohrmaschine beobachtete ich das. Aber VDE-Vorschriften sind nicht so GANZ mein Gebiet.
Mit freundlichen Grüßen;
Michael Z