Elektr. Schlag ohne Leitungskontakt

Hallo,

immer wieder passiert es mir, dass ich den Stecker des Pürierstab aus der Dose ziehe, das liebe Haushaltsgerät in den Schrank stellen will und dabei einen elektrischen Schlag (übles kribbeln in den Fingerchen) bekomme, wenn ich den Stecker berühre. auch wenn ich schon 2m von der Steckdose weg bin und der Stecker auch schon 10s nicht mehr in der Dose war!
kann mir jemand erklären, warum das so ist?
und ob ich das Gerät bei der nächsten Stromattacke besser vorsorglich absichtlich fallen lassen sollte, um mir ein neues zuzulegen :->

Gruß

Entstörkondensator zu gut

Stecker berühre. auch wenn ich schon 2m von der Steckdose weg

In dem Gerät ist ein Entstörkondensator (oder auch mehrere) und der hat, wenn das Gerät im „passenden“ Moment abgeschaltet wird, bis über 300 Volt Ladung. Die sollte normalerweise durch Selbstentladung abgebaut werden, wenn der aber zu gut ist, dann behält er die noch einige Zeit. Die Energie, die dahinter steckt ist aber zu klein um einen ernsthaften Schaden, außer dem Schrecken, zu verursachen.

Na gut, der Hersteller hätte auch einen zusätzlichen Entladewiderstand vorsehen können, wollte aber die Cents selbstmurmelnd sparen.

Gruß

Stefan

Hi,

das gleiche habe ich bei einem Industrie-Staubsauger…
das zwiebelt ganz schön in den Fingern.

Einfacher Tipp:
Halte den Stecker nach entfernen aus der Steckdose kurz an das Spülbecken (sofern aus Stahl) oder an den Wasserhahn. Dann entlädst du den Kondensator über die Wasserleitung und es kribbelt nicht mehr.

Gruß Loop

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… oder sonstwie kurzschließen

Halte den Stecker nach entfernen aus der Steckdose kurz an das
Spülbecken (sofern aus Stahl) oder an den Wasserhahn. Dann
entlädst du den Kondensator über die Wasserleitung und es
kribbelt nicht mehr.

Es geht hier NICHT ums Entladen zur Erde, die Ladung ist sowieso erdfrei, es geht nur um einen kurzen Kurzschluss der beiden Stecker, dass der Kondensator entladen wird. Und zwar nicht schmerzhaft über die Finger. Also auch z.B. in die Geschirrschublade halten.

Gruß

Stefan

Hi Stefan

Also auch z.B. in die
Geschirrschublade halten.

mmh. Was hilft das? Bei ner Besteckschublade hätte ich nicht die Verständnisprobleme.
Ali N.

kein Tippfehler …
… sondern mein Denkfähler

mmh. Was hilft das? Bei ner Besteckschublade hätte ich nicht
die Verständnisprobleme.

Wird Zeit für die Mittagspause.

Gruß

Stefan

Wird Zeit für die Mittagspause.

oh, schon gleich 13:00…

Halte den Stecker nach entfernen aus der Steckdose kurz an das Spülbecken (sofern aus Stahl) oder an den Wasserhahn. Dann entlädst du den Kondensator über die Wasserleitung und es kribbelt nicht mehr.

Hallo zusammen,

zum Entladen kann man nach dem Ziehen des Netzsteckers kurz den Einschalter betätigen. Dann wird der Entstörkondensator über den Motor im Gerät sofort entladen.

Ich kenne die Fundstelle gerade nicht, aber irgendwo steht, dass die Ladespannung innerhalb kurzer Zeit (2 s?) auf ungefährliche Werte (

Danke o.w.t.
brauch ich mir ja keine sorgen machen… :smile:

Richtigstellungen; Insgesamt 3 Stück
Tag Leute.

Also, einiges lief in diesem Thread eigentlich ein klein wenig verkehrt, muß ich, nachdem ich einige Postings vier mal, einige 1 mal las, feststellen-Deshalb erlaube ich mir 3 Korrekturen:

1.: Wenn die Ladung zwischen Gerät und Erde WÄRE (was nicht der Fall ist), würde für das Entladen vielleicht auch ein Wasserrohr aus Kunststoff herhalten können, da darin ja wenigstens noch Spuren von (leitendem) Wasser sind. Gut, lassen wir es. Es trifft ja schließlich ohnehin nicht zu, daß GEGEN ERDE diese Ladung da ist, sondern sie besteht natürlich zwischen den beiden Anschlüssen des Gerätes.

2.: Im ungefähren Durchschnitt beträgt die Spannung an einem Entstörkondensator, wenn er von der Netzspannung getrennt wird, 135V (je nach dem, wie die Phase gerade in dem Augenblick liegt, wenn die Trennung in Erscheinung tritt). Man möge mich da bitte nicht auf 5V genau festnageln. Der Umstand, daß der Ursprungsposter von einem nur leichten Kribbeln schreibt, deutet deshalb in meinen Augen sehr sehr sehr stark darauf hin, daß in dem betreffenden Gerät SEHR WOHL ein Widerstand eingebaut ist, der den Enstörkondensator entlädt. Vielleicht dauert die Entladung nur etwas lange, weil entweder der Kondensator oder der Widerstand ungewohnt groß dimensioniert ist. Zum Beispiel wäre das der Fall bei einem Widerstandswert von 2,4M - Ohm, 2,2M - Ohm oder 1M - Ohm - oder bei Kondensatorkapazitäten sehr weit über 470nF.

3.: Ein Entstörkondensator, sie haben bei elektronischen Geräten typ. zircka 220nF bis 330nF, hält die Spannung sehr lange. 700 Sekunden aller-aller-mindestens. Würde er sich binnen Sekunden entladen, obwohl da kein Widerstand parallel ist, wäre er weniger als Schrott. Es ist ja kein Elko, der immer einen nicht ganz unwesentlichen Leckstrom hat. Demzufolge scheidet dieses Argument aus. Ein nicht völlig winziger Strom ist natürlich trotzdem da, wenn bei einer Printschaltung die Leitungen an einer Stelle dicht beieinander liegen, und in dem Fall spielt dann auch eine Rolle, auf wie langer Strecke diese in dieser Art parallel laufen.

Soweit die Einwände. RICHTIG waren aber auf jeden Fall der Vorschlag mit der Besteckschublade, bei Tellern aus Blech geht auch die Geschirrschublade, und die Einlassung, daß es Geräte gibt, von denen man nach dem Trennen vom Netz VOLL eine gewischt bekommt. Ich habe ehrlich gesagt keine konkrete Ahnung, ob das so erlaubt ist. GEBEN tut es solche Geräte aber. Sogar bei einer guten Boschschlagbohrmaschine beobachtete ich das. Aber VDE-Vorschriften sind nicht so GANZ mein Gebiet.

Mit freundlichen Grüßen;
Michael Z