Ich habe einen elektronisches Thermostatventil an meiner Heizung. Nun steht es z.B. auf 22°C und die Raumtemperatur ist nur 20°C. Offensichtlich ist die im Bedienteil angezeigte Temperatur um ca. 2-3° zu niedrig gegenüber der im Raum erreichten. So muß ich für die 22°C das Thermostatventil auf 24° stellen.
Ist das Dingens nun defekt oder macht ihm die Abwärme des Heizkörpers Probleme?
Ich habe schon mehrfach den Justiermodus durchlaufen lassen, aber das Verhalten ändert sich nicht.
Du kannst ja mal die Temp. direkt neben dem Thermostaten messen. Dort wird sie wohl etwas höher sein als im Raum. Im Raum ist die Temperatur je nach Höhe auch unterschiedlich, so wird man mit einer kleinen Differenz leben müssen.
MfG
Habe ich schon gemacht: Thermometer auf Thermostat gelegt. Auch dort ergeben sich diese Differenzen.
Wenn man die Temperatur am Thermostaten einstellt, sollte sich zumindest in Raummitte diese ergeben. Aber das Dingens schaltet schon vorher ab. Er mißt ja in ca.60cm Höhe, da interessiert die Decke nicht.
Ist das Dingens nun defekt oder macht ihm die Abwärme des
Heizkörpers Probleme?
Ich denke nicht das es defekt ist.
Wie misst du denn die Temperatur?
Wenn du z.B. sowas http://www.elv-downloads.de/service/manuals_hw/58457…
verwendest, dann solltest du mal auf die vorletzte Seite schauen. Die
trauen sich noch nicht mal die Genauigkeit des Gerätes anzugeben
sondern schreiben nur, Zitat „Dieses Produkt ist nur für den
Heimgebrauch als Temperaturindikator gedacht und liefert keine
100%-ige Genauigkeit.“
Soll heißen, bei zwei für den Heimgebrauch gedachten Thermometer
sind 2 Grad Differenz locker im Genauigkeitsbereich der Geräte.
Vielen Dank für die Gedanken, aber jede Spekulation hinsichtlich ungeeigneter Messung hilft mir nicht. Die Temperatur stimmt einfach nicht. Nehmt es so hin. Ich bin schon schlau genug, um alle Fehler in der Messanordnung auszuschließen bzw. zu berücksichtigen.
Gemessen habe ich mit einem üblichen Alkoholthermometer und meinem ganz subjektiven Wärmeempfinden.
Ich habe übrigens nicht nur diesen Raum als Referenz.
Ich verstehe schon, daß man mit allem Möglichen (menschlichem) rechnen muß. Aber es geht um den Thermostat selbst.
Ist das Dingens nun defekt oder macht ihm die Abwärme des
Heizkörpers Probleme?
In unsrem Bad stimmt das Teil nicht, wenn man auf den HK ein Wäschestück legt. Da wird dann seitlich aus dem HK Warmluft direkt auf das Thermostat gelenkt und das Ding schaltet sofort runter.
Ich nehme an, daß das Gerät aus der Temperatur, die relativ nahe am HK herrscht auf die allgemeine Raumtemperatur „hochrechnet“. Und da kommt es natürlich auch darauf an, ob der HK groß genug für einen Raum ist.
Was bei uns auffallend war: nach Einbau einer Brennwertheizung (die ja teilweise mit sehr niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet), funktionieren alle Thermostaten (nicht nur die elektronischen, sondern auch die „normalen“) der Heizung meiner Ansicht nach nicht mehr richtig und drehen die Heizung schon bei recht niedriger Raumtemperatur ab (wahrscheinlich erklärt mir jetzt jemand, daß das nicht sein kann, aber es ist so). Wenn die Heizung (wie in dem besonders kalten Winter diesen Jahres) mit hoher Vorlauftemperatur arbeitet gehen sie „richtiger“…
Manchmal ist auch der Stift des Einstellventils im HK festgegangen. Da hilft nur Abschrauben des Adapters (zwischen Heizkörper und Ventilkopf), was bei Danfoss-Anschlüssen eine wahre Freude ist.
Allerdings werde ich wohl auch (jetzt wo es wieder wärmer wird) die „Warmtemperatur“ ein Grad höher drehen. Dann stimmt’s wieder!
Was bei uns auffallend war: nach Einbau einer Brennwertheizung
(die ja teilweise mit sehr niedrigen Vorlauftemperaturen
arbeitet), funktionieren alle Thermostaten (nicht nur die
elektronischen, sondern auch die „normalen“) der Heizung
meiner Ansicht nach nicht mehr richtig und drehen die Heizung
schon bei recht niedriger Raumtemperatur ab (wahrscheinlich
erklärt mir jetzt jemand, daß das nicht sein kann, aber es ist
so). Wenn die Heizung (wie in dem besonders kalten Winter
diesen Jahres) mit hoher Vorlauftemperatur arbeitet gehen sie
„richtiger“…
die mechanischen Thermostatventile mit Bimetallverstellung arbeiten als sogenannte P-Regler. Das bedeutet, dass sie das Ventil proportional zur Differenz zwischen Solltemperatur (Reglerstellung) und Isttemperatur (Temperatur am Bimetall) öffnen. Es gibt deshalb prinzipiell eine Differenz zwischen Soll und Ist, die sogenannte Regeldifferenz. Die Größe der Regeldifferenz ist von der Verstärkung des Regelkreises abhängig. Und die ergibt sich unter anderem aus der Vorlauftemperatur - je höher diese ist, desto größer ist die Auswirkung des geöffneten Ventils auf die Zimmertemperatur. Entgegengesetzt wirkt die Abkühlung des Raumes durch Wände, Fenster und Türen - und das wiederum hängt vor allem von Außen- und Innentemperatur ab. Dazu kommt natürlich die Größe des Heizkörpers, die Pumpenleistung usw.
Das führt leider dazu, dass man mit diesen Thermostatventilen keine konstante Temperatur unabhängig von Außentemperatur und Vorlauftemperatur erreichen kann. Deshalb ist auf den Dingern auch keine Temperatur, sondern nur eine relative Einstellung zu finden (normalerweise Striche von 1…5) - die Angabe würde ja nur zufällig stimmen. Man kann durch geeignete Einstellung der Vorlauftemperatur zumindest in einem Raum erreichen, dass z.B. bei Stellung genau 21° erreicht werden. Aber eben nur in dem einen Raum und nur bei passender Vorlauftemperatur.
Nun hast Du durch die Brennwerttherme aber eine ganz andere, nämlich viel niedrigere Vorlauftemperatur als ursprünglich bei Auslegung des Heizungssystems gedacht - und damit musst Du die Thermostatventile höher einstellen als früher, um die gleiche Raumtemperatur zu erreichen.
Wie es sich mit Deinen elektronischen Thermostatventilen verhält, weiß ich allerdings nicht. Es kommt darauf an, ob es sich dabei ebenfalls um P-Regler handelt (dann sollten sie sich wie die mechanischen Thermostatventile verhalten) oder ob es sich um PI-Regler handelt. Bei letzterem sollte die eingestellte Temperatur eigentlich genau erreicht werden - aber natürlich nur am Ort des Ventils. Der Unterschied zur Zimmermitte ist wiederum abhängig von der Heizungstemperatur, der Entfernung, den Luftströmungen, der Außentemperatur, der Dämmung,…
Und das scheint auch das Problem vom Fragesteller zu sein.
Gruß
loderunner
Ich habe einen elektronisches Thermostatventil an meiner
Heizung. Nun steht es z.B. auf 22°C und die Raumtemperatur ist
nur 20°C.
Normal.
Elektronische Bauteile haben nun mal eine relativ hohe Toleranz. Nachträgliche Feineinstellung bzw. Bearbeitung solcher Messwerte ist i.A. billiger als hochwertigere Bauteile mit geringeren Toleranzen.
Jetzt weiss ich natürlich nicht, wie es in deinem speziellen Thermostaten aussieht, aber in dem Bedienmodul meiner Heizung, das gleichzeitig der Thermostat für den Referenzraum ist, gibt es im Menü extra eine Einstellmöglichkeit, um diese Toleranzen auszugleichen. Sind bei mir übrigens auch zwei Grad.
Schau mal ins Handbuch der Thermostaten, ob die auch was vergleichbares haben.
Vielleicht ist nicht ganz deutlich geworden: Es handelt sich um ein Heizkörperventil, wie es sie in letzter Zeit im Supermarkt vertrieben werden.
Ich habe noch weitere (Rondostat von Honeywell) , die zeigen dieses Verhalten nicht. Nur dieser andere hat diesen starken Versatz. Ich denke ich reklamiere ihn einfach und gut ist.
Moin,
Lies mal Seite 4 - Temperaturanpassung http://www.eurotronic.org/fileadmin/user_upload/spar…
Temperaturanpassung an örtliche Gegebenheiten / Temperatur-Setup
Oft weicht eine gefühlte Temperatur erheblich von der eingestellten Thermostat-Temperatur ab, zum Beispiel durch räumlichen Abstand zum Heizkörper. Aus diesem Grund sollten Sie ein individuell auf Ihre Raumsituation angepasstes Temperatur-Setup durchführen