Elektriker haben geschludert !

Hallo zusammen,

in unserer Mietwohnung waren heute die Elektriker zu Gast.
Es sollte ein neuer Sicherungskasten mit FI-Schalter installiert werden.
An der ersten Verteilerdose nach dem Kasten sind jetzt Kokelspuren an der Wand - und der FI-Schalter löst bei Geräten (z.B. Fön) mit Eurostecker aus.
Hier wurden doch einige VDE-Bestimmungen nicht beachtet.
Hat jemand eine gute Idee wie man mit diesen Experten verfahren sollte?
Momentan bin ich richtig sauer - rein theoretisch hätte schon jemand von uns im Krankenhaus oder im Leichenschauhaus liegen können.
Vermutlich wurde die Anlage nur mit einem Phasenprüfer durchgeführt.

bis denne
Thomas

Hi,

hier einige Tips…

  1. Frag die Firma, was die da für Zeug gemacht haben, und aß Du das bitte in Ordnung haben willst (am Besten, Du bist ja kein Unmensch, den Gesellen oder Meister, der bei Dir war, dann erst den Chef).

  2. Hilft das nicht (gib denen beiden zusammen 1-2 Wochen), dann geh zur Handwerkskammer, die können Dir dann weiterhelfen. (Ich habe mal was von ner Schiedsstelle gehört)

  3. Weiterhin kannst Du Deinen Vermieter ermahnen…

  4. Mache ein Querverweis zu diesem Artikel (Nur sagen, wo und den Link) in den Brettern Immobilien, Recht, Hauswirtschaft&Handwerk…
    Und hoffe auf kompetente Ratgeber…

Alles Gute
mus.

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Hallo Thomas,
erstmal ruhig Blut.
Wofür sollte der Fi-schalter installiert werden? Vermutlich für das Badezimmer, denn dort ist er Vorschrift.
Dieses geht nur wenn eine seperate Zuleitung zum Badezimmer verlegt ist.
Falls die gesamte Wohnung mit einem Fi-schalter abgesichert ist, ist das nicht besonders clever, denn wenn ein Gerät einen Fehler hat, hat die gesammte Wohnung keinen Strom weil dieser Fi-schalter auslöst.
Ein Fi-Schalter kann keine Schmorbrände verhindern, denn diese entstehen durch Wackelkontakte.
Ein Fi-Schalter löst aus, wenn ein Fehlerstrom gegen Erde abfließt.
Dieses passiert bei Dir, wenn Du den Föhn einsteckst.
Der Elektriker hat vermutlich den Nullleiter und den Erdleiter hinter dem Fi-schalter nicht getrennt und somit muß der Fi-schalter auslösen.
Übrigens, tötliche Unfälle im Haushalt durch Strom sind äußerst selten, Brände duch Wackelkontakte kommen da schon öfter vor.
Gruß Kobold

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FI im Bad vorschrift, auch nachrüsten?

Wofür sollte der Fi-schalter installiert werden? Vermutlich
für das Badezimmer, denn dort ist er Vorschrift.

Ich wohne selber in einer Mietwohung, muß das Bad über einen FI abgesichert werden, also zwingend nachrüsten?
Würde mich interessieren, dann brauch ich nicht selber inverstieren…
Markus

Nur, wenn Umbau oder Neubau…
gruß

dennis

Habe ich mir auch so gedacht O.W.T.

gruß

dennis

Hallo Kobold!

Ich habe nur ein paar kleine Anmerkungen…

Falls die gesamte Wohnung mit einem Fi-schalter abgesichert
ist, ist das nicht besonders clever, denn wenn ein Gerät einen
Fehler hat, hat die gesammte Wohnung keinen Strom weil dieser
Fi-schalter auslöst.

Wenn ich mich richtig erinnere ist für den Wohnbereich ein FI-Schalter mit einem Auslösestrom von 0.5A und für Baderäume ein FI-Schalter mit einem Auslösestrom von 30mA vorgeschrieben. Aus Kostengründen wird auf zwei separate FI-Schalter verzichtet und die Zuleitung der Wohnung über einen geführt. Die Schutzvorrichtung reagiert natürlich sensibler, aber bei ordnungsgemäßer Installation heißt das nicht, daß ständig der Schalter rausfliegt. Wenn ein Gerät einen Fehler hat, kann man es vom Netz trennen. Ein Problem gibt es nur, wenn wenn die Installation selbst einen Fehler hat (eingeklemmter Draht o.ä.), dann muß halt ein Elektriker zur Isolationsmessung her.

Dieses passiert bei Dir, wenn Du den Föhn einsteckst.

Wenn der Fön einen Eurostecker besitzt (mit Schukostecker ist mir noch keiner begegnet), kann der FI-Schalter nicht auslösen (der Fehler liegt nicht am Fön selbst). Einzelne Fehlerströme können sich aber addieren, und die Schaltschwelle des FI überschreiten. In solchen Fällen gibt es nicht nur einen Isolationsfehler.

Der Elektriker hat vermutlich den Nullleiter und den Erdleiter
hinter dem Fi-schalter nicht getrennt und somit muß der
Fi-schalter auslösen.

Hinter dem FI-Schalter ist der Neutralleiter sowieso vom Schutzleiter getrennt, sonst würder er ja ständig auslösen und du könntest den Strom gar nicht erst einschalten :smile:

mfG

Michael

Nachschulen lassen

Hallo Michael,
habe da nur ein paar kleine Anmerkungen,
ich fange mal hinten an.

Du schreibst:
Hinter dem FI-Schalter ist der Neutralleiter sowieso vom
Schutzleiter getrennt, sonst würder er ja ständig auslösen und
du könntest den Strom gar nicht erst einschalten :smile:
Dieses ist falsch:
Das Ding nennt sich Fehlerstromschutzschalter und erst wenn ein Fehlerstrom fließt löst er aus. Dieses passiert auch dann wenn ein Föhn mit Eurostecker eingeschaltet wird und der Strom über die Erde (Nullleiter und Erde hinter Fi zusammen) abfließt. Vorher passiert garnichts.
Das sich Fehlerströme addieren ist doch wohl klar und braucht wohl nicht nochmal erklärt werde.
Ein Fi-Schalter für die gesammte Wohnung ist nur bei Freileitungseinführungen ins Haus vorgeschrieben.
Schön und gut Deine Argumentation : Dann kann man eben das defekte Gerät vom Netz trennen. Die Praxis zeigt aber, das der Nutzer meist überfordert ist, das defekte Gerät zu finden und manche Elektriker suchen sich doll und dämlich, während der Kostenticker läuft.
Gruß Kobold