Hallo zusammen,
ich baue mein Dachgeschoß aus. Dabei stelle ich mir vor, die elektrischen Leitungen im Trockenbau selbst zu verlegen und Lichtschalter und Steckdosen dann vom Fachmann anschließen zu lassen. Dabei habe ich aber einige Fragen:
Ich habe zum Dachgeschoß 2 Stromkreise.
Ich möchte 3 Räume dort aufteilen, einer davon wird ein Badezimmer, einer Gästezimmer und ein Kinderzimmer.
-> Muß ich das Badezimmer auf einen eigenen Stromkreis legen ?
-> Welche Kabeldicke muß ich für die Mantelleitungen verwenden ? und im Zusammenhang -> Wieviele Abnehmer (Lichtschalter, Steckdosen) darf ich maximal pro Stromkreis einplanen ?
Vielen Dank für eine baldige Antwort,
Matthias Neumann
Hi,
du brauchst normal schon 3 Stromkreise:
1 x Badsteckdosen mit FI
1 x Licht
1 x Steckdosenkreis für die 2 anderen Zimmer
Die sind je mit 16A abgesichert, Die Zahl der Steckdosen und Schalter ist nicht begrenzt, das regelt sich über die max. 16A bei der Sicherung kommt.
Oder du ziehst nur eine Leitung hoch und setzt nochmal einen eigenen Sicherungskasten.
Beachte aber, dass es noch divere andere Vorschriften gibt, die Du zwingend beachten musst (z.B. für die im Bad und den angrenzenden Wänden vorgeschriebenen Installationszonen).
Mit so wenig Vorkenntnissen an die Sache ranzugehen, wird nichts und endet wahrscheinlich in umfangreichen Änderungen nach dem ersten Abnahmeversuch. Lies mindestens erst mal einige Bücher aus der Bücherei dazu und lass das E-Projekt von dem machen, der es dann abnehmen soll oder hol einen Elektriker aus dem Bekanntenkreis dazu. Denn viele Elektriker nehmen nichts „einfach mal so“ ab, und wenn dann nehmen sie es berechtigterweise recht genau.
Gruss A.
Hallo zusammen,
ich baue mein Dachgeschoß aus. Dabei stelle ich mir vor, die
elektrischen Leitungen im Trockenbau selbst zu verlegen und
Lichtschalter und Steckdosen dann vom Fachmann anschließen zu
lassen. Dabei habe ich aber einige Fragen:
Hallo Matthias
ich glaube, Deine Planung fällt nicht so aus, wie Du es hier beschrieben hast, denn dann würdest Du den Fachmann, der ja die Endmontage machen soll, fragen. Der kann dir direkt vor Ort sagen, wo welches Kabel mit wievielen Adern hin soll. Der sagt Dir dann auch genau, wie groß der Sicherheitsabstand für Steckdosen im Bad ist (Spritzwasserbereich). Dann ist im Bad auf jeden Fall ein FI-Schutzschalter Vorschrift, der seine Funktion nur dann erfüllt, wenn auch eine vorschriftsmässige Erdung vorhanden ist. Also frag den Fachmann, der dir die Endmontage macht. Bitte habe verständnis dafür, das Du hier keine weiteren Informationen bekommst, denn keine kann es nachprüfen, ob Du auch alles so gemacht hast, wie man es Dir mitgeteilt hat. Mit Strom ist nicht zu spassen und ein nur kleiner Fehler kann verhehrende Folgen haben.
gruß
dk.1953
Ich habe zum Dachgeschoß 2 Stromkreise.
Ich möchte 3 Räume dort aufteilen, einer davon wird ein
Badezimmer, einer Gästezimmer und ein Kinderzimmer.
-> Muß ich das Badezimmer auf einen eigenen Stromkreis
legen ?
-> Welche Kabeldicke muß ich für die Mantelleitungen
verwenden ? und im Zusammenhang -> Wieviele Abnehmer
(Lichtschalter, Steckdosen) darf ich maximal pro Stromkreis
einplanen ?
Vielen Dank für eine baldige Antwort,
Matthias Neumann
Moin,
ungeachtet dessen, daß nach den TAB`s der EVU´s Du einen eingetragenen Installateur beauftragen muß, solltes Du die Anlage planen. Dazu gibt es Infos unter;
http://www.hea.de/
dort Fachinfos anklicken und auf Elektroinstallation gehen. Dort auf Elektroinstallation - Erst planen, dann wohnen … und dann auf Ausstattungsumfang klicken.
Du hast dann die Wahl;
Ausstattungswert 1
entspricht der heutigen Mindestanforderung.
Ausstattungswert 2
ist heute für eine moderne Elektroinstallation zu empfehlen.
Ausstattungswert 3
berücksichtigt bereits heute zukünftige Entwicklungen.
Um eine hohe Verfügbarkeit und Sicherheit der Elektroinstallation zu erreichen, sind genügend Stromkreise einzuplanen.
Gruß
F.-M.
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Hallo,
hier musst du erst einmal nachsehen ob dein Hausanschluss / Sicherungsverteiler für die Erweiterung ausgelegt ist.
Dann musst du überlegen wo welche Anschlüsse in den neuen Räumen hin sollen, natürlich musst du hier alle Schutzklassen / Abstände im Bad etc. einhalten.
Nun musst du die passenden Leitungswege wählen, die richtige Verlegeart auswählen. Danach müssen die Leitungen und deren absicherung berechnet werden. Natürluich musst du auf den Untergrund achten. Mal schnell auf Holz nageln oder eine einfach Leitung in die Holzverkleidung oder durch Alupanelen ist nicht. Wichtig ist auch wie warm kann es unter dem Dach werden, also an der Leitungsumgebung.
Nach der fachgerechten Installation (Bögen, Wege, Höhen, abstände etc. einhalten) muss die ganze Installation gemessen werden (Verlust, Isolationswiederstand, Erdung, FI, Absicherung) und auf optische oder mechnaische Mängel untersucht. Auf geknickte Leitungen achten, richtige Abisolierlänge, beschädigte Isolierungen, beschädigte Adern, Dosen / Rohr abschliesend, feste Wandauslässe für Leuchten etc. etc. etc.
PS: Einfach eine 5 er Leitung hin legen und in einer UP Dose aufteilen ist auch nicht.
Ich kann dir nur den Tip geben: Bäcker bleibe bei deinen Brötchen.
Der Elektiker wird ja auch nicht auf die Idee kmmen Kuchen zu verkaufen.
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absicherung berechnet werden. Natürluich musst du auf den
Untergrund achten. Mal schnell auf Holz nageln oder eine
einfach Leitung in die Holzverkleidung oder durch Alupanelen
ist nicht. Wichtig ist auch wie warm kann es unter dem Dach
werden, also an der Leitungsumgebung.
Hi zoomi,
keine Leitung auf Holz oder durch/an Alupaneelen? (nehm an du meinst damit Isolierungsplatten o.ä.)
Wie denn sonst, zB in Holzhäusern, Dachstühlen?
Hast du da Infos?
Gruß
Reinhard
Hallo Rainhard.
Kabel. Ich habe leider meine VDE nicht hier und weis die bezeichnung nicht mehr auswendig.
Durch Alupanelen brauchst du speziellen Kantenschutz / Durchführungen.
Die Leitung / Kabel darf nicht auf einer Panelenkante aufliegen und muss auch geschützt vor Spanplattenshrieben verlegt werden.
die Kanten der Panele schneiden sich mit der Zeit in die Isolierung bis zum Leiter.
Auf Holz auch keine normale Nym wie du sie beim Stinnes 100m für 9,99 bekommst verlegen. Die ist wirklich nur für Unterputz, bzw. in Rohr/Kanal. Nimm hier ein Kabel, kostet auch nicht viel mehr als eine gute Leitung.
Ein Problem ist das hinter Holz verlegen. Da ich früher bei der Feuerwehr war bekahm ich 2 Schwelbrände in 10-20 Jahren alten Installionen / Ausbauten mit. 5000 DM Feuer / Rauschschaden, 50000 DM Wasserschaden durch das Löschen
Da kannst dann eine Bautrockner Firma holen.
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Hi Zoomi,
danke für die Antwort.
Durchführung durch Scharfkantiges ist klar. Kein Thema,egal ob sich da was ausdehnt oder es statisch ist, die Durchführung sollte geshcützt sein .
Mir ist aber noch völlig unklar warum ich kein normales NYM, hinter Holz, unter Glaswolle oder sonstigen Füllstoffen verlegen darf?
Bzw. ob das verboten ist, was ich nicht glauben kann, aber gerne genauer wüste.
Je nach zu maximal zu erwartender Belastung nehm ich ja 1,5 oder 2,5 dickes Kabel.
Und m.W. ist der Unterschied zwischen Kable und Leitung dass man eins von beiden einfach ins Erdreich legen kann/darf.
Ja, hast Recht, war mal hier im Angebot, 50 Meter NYM 3 x 1,5 , sogar für Feuchtraum, für unter 5 Eus.
Und as Problem der Feuerwehr ist mir auch klar, löschen sie nicht fackelt die Bude ab, löschen sie ist der Wasserschaden oft immens größer als der Brandschaden, wie auch zum Beispiel Sprinkleranlagen in Kaufhäusern.
Andererseits und viel wichtiger, m.W. (Düsseldorfer Flughafen war menschliches Versagen bei Bau und Planung des Terminals) gab es hier gott sei Dank durch Auflagen für den Brandschutz noch kein so ein Höllenszenario wie im Ausland, wo paar hundert Kunden eines Kaufhauses umkamen. Sie hätten sich sicher sehr gefreut hätte es da funktionstüchtige Springleranlagen gegeben hätte 
Okay, zurück zum Thema, wenn du oder jmd anders konkrte Infos hast, bezüglich NIM-Kabel im Holzbereich, lese ich gerne, danke.
Gruß
Reinhard
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