Die Trägheit eines Elektrons unterscheidet sich, glaube ich,
geringfügig von der eines Autos.
Die Kraefte auf das Elektron unterscheiden sich auch
geringfuegig von denen auf das Auto!
Versuch mal ein Auto auf einer Strecke von 1 cm von 0 auf 100 km pro sekunde zu beschleunigen. Bei Elektronen kein Problem.
Dieser Beschleunigungsvorgang ist mit Hilfe einer
Konstantstromquelle in Bruchteilen einer Mikrosekunde
abgeschlossen und für die anschließende mechanische
Beschleunigung der Spule völlig bedeutungslos.
Na, na, na! Ganz so einfach ist das nicht! Insbesondere dann
nicht, wenn sich die Elektronen in Spulen oder Magnetfeldern
bewegen!
Doch es ist so einfach. Die Trägheit der Elektronen spielt bei diesem Effekt keine Rolle. Die Kraft auf einen stromdurchflossenen Leiter hat keine Zeitabhängige Komponente, das steht auch in jeder Formelsammlung.
Ausserdem sind in diesem Massstab Nanosekunden durchaus von
Bedeutung!
Wieso das ? in einer ns legt das Licht ca 30 cm zurück, wie weit wird sich da wohl die Spule bewegen ?
nein, er könnte genausogut zunehmen oder konstant bleiben.
Wenn sich die Spule bewegt, wird in ihr eine Spannung
induziert. Wenn die Konstantstromquelle intakt ist,
interessiert sie das überhaupt nicht und hält den Strom
konstant. Wenn ich die Spule allerdings kurzschließe, können
sehr große Ströme auftreten, die die Spulenbewegung stark
bremsen.
Ja was haben wir denn nun? Einen Supraleiter ohne E-Feld (ohne
Batterie) oder eine Spule mit Konstantstromquelle (die je nach
aeusseren Gegebenheiten -zB Bewegungen im Magnetfeld- den
Strom durch Aenderung des E-Feldes konstant haelt).
Das ist unerheblich. Die induzierte Spannung ist immer proportional zur Spulengeschwindigkeit und die die Spule beschleunigende Kraft proportional zum Spulenstrom. Beide Effekte sind unabhängig voneinander, auch wenn sie sich mechanisch beeinflussen.
Das ist wohl sehr theoretisch. Die Masse der Elektronen ist
verschwindend klein gegenüber der Drahtmasse. Dazu ist die
Driftgeschwindigkeit der Elektronen in Stromrichtung auch sehr
gering. Damit läßt sich kein Draht bewegen.
Merkwuerdigerweise klappt das aber im E-Motor. Oder Aufgrund
welchen Effekts soll sich da etwas bewegen wenn nicht durch
die Ablenkung der El. und dem „Mitnehmen des Drahtes“?
Es klappt, weil es sich nicht um eine Trägheitskraft sondern elektromagnetische Kraft handelt.
Wenn wir schon so genau sind, muß ich darauf hinweisen, daß das elektrodynamische Antriebsprinzip bei Elektromotoren die absolute Ausnahme ist. Bei den meisten Motoren ist der Draht auf einem Eisenkern aufgewickelt und kommt mit dem B-Feld garnicht erst in Berührung.
Das ist auch sinnvoll, weil die Dynamik der Elektronenbewegung
für die Tauchspule eines Lautsprechers uninteressant ist.
Wieso das? Die Bewegung der Elektronen mit dem Draht erzeugt
eine bremsende Kraft.
Das hat nichts mit der beschriebenen Dynamik zu tun. Ich betrachte nur den stationären Zustand, den die Elektronen immer einige ns nach einer Änderung einnehmen
Die
Lorentzkraft ist unstreitbar vorhanden und im statischen Fall
nur vom Strom abhaengig.
Die Lorenzkraft ist im statischen, wie im dynamischen Fall von
der Geschwindigkeit der Elektronen, also vom Momentanwert des
Stromes abhängig.
Und der Bewegung des Drahtes im B-Feld, die sich zu der
El-Bewegung addiert.
Falsch, von der Bewegung des Drahtes, die parallel zum B-Feld verläuft ist sie primär unabhängig.
Sobald sich der Draht aber bewegt
(wie beim Lautsprecher oder bei irgendwelchen Antrieben)
bewirkt Bewegung des Drahtes eine Aenderung des Stromflusses,
grundsätzlich nicht, es wird eben eine Spannung induziert und
nur die äußere Beschaltung der Spule entscheidet darüber, ob
und wie sich der Strom ändert.
Meine Guete! Wir gehen die ganze Zeit davon aus, dass eine
aeussere Beschaltung vorliegt,die einen Strom fliessen laesst!
Wir sollten uns auf den vorliegenden Fall konzentrieren und
die Sache nicht noch weiter verkomplizieren!
Davon bin ich auch ausgegangen, wo ist jetzt das Problem ?
dem durch Energiezufuhr aus der Stromquelle entgegengewirkt
werden muss.
Eine Stromquelle tut das definitionsgemäß
Bitte keine Allgemeinaussagen.
wenn’s passt, warum nicht ?
Diese Vorgänge verlaufen so schnell, daß man in diesem
Beispiel keine Verzögerung einrechnen muß.
Klar, beim oben geschilderten BILD handelt es sich natuerlich
um einen kontinuierlichen Vorgang.
genau, deshalb ist es auch müßig, sich über die Beschleunigung
von Elektronen den Kopf zu zerbrechen.
Wenn die El. nicht beschleunigt wuerden, wuerde auch keine
Bewegung der Spule auftreten (rein mechanische Physik). Die
Beschleunigung ist also offensichtlich nicht nebensaechlich.
Es bringt uns nicht weiter, wenn Du immer wieder die Beschleunigung der Elektronen in Stromrichtung mit der Beschleunigung der Spule und der Elektronen in Kraftrichtung durcheinanderbringst. Aus meiner Beschreibung geht eigentlich klar hervor, welche von beiden ich meine. Es gibt da zwar gewisse kausale Zusammenhänge, prinzipiell hat das Eine mit dem Anderen aber nichts zu tun.
Wenn es ein kontinuierlicher Prozess ist, wird auch nichts
verringert.
Schon mal was von kontinuierlicher Verringerung gehoert 
schon mal was von Haarspalterei gehört ?
Tatsache ist (jetzt wieder Beispiel Boot) dass der Anteil der
parallel zum E-Feld gerichtete Komponente der Geschw. staendig
kleiner wird.
Stimmt nicht, genau das verhindert ja die Stromquelle
Jörg