Elektro vs Oel-Heizung

Es wird eigentlich immer davon gesprochen, dass Elektro-Direktheizer teurer sind als Oelheizungen.

Mal abgesehen von den Investitionskosten und aller oekologiescher Betrachtung (Stromerzeugung, Umwandlungsverluste bei der Erzeugung,
etc.).

Wenn ich pro Zimmer 10h 2000W benötige, sind das 20kw und bei
5 Zimmern 100kW pro Tag. Bei einer Heizdauer von angenommenen
200 Tagen wären das dann 20’000kW was bei einem Strompreis von
durschnittliche 10Cents 2000 Euro ausmacht.

Da ich aber derzeit für das gleiche Haus 3500 Liter Oel benötige,
was sich derzeit auf ungefähr Euro 2760.00 beläuft, frage ich mich,
wo liegt der Ueberlegungsfehler.

Die Oelheizung scheint mit 20kW richtig bemessen zu sein und die Inspektion ergab, dass auch der Wirkungsgrad optimal ist.

Also warum nicht allenfalls auf Elektrisch umsteigen ?

Hallo,

200 Tagen wären das dann 20’000kW was bei einem Strompreis von
durschnittliche 10Cents 2000 Euro ausmacht.

Interessant. Den Anbieter solltest Du mir mal nennen. Ich komme bei Verivox für 20000kW h minimal auf 3576,00€.
Gruß
loderunner

Hallo,

was bei einem Strompreis von
durschnittliche 10Cents

wo liegt der Ueberlegungsfehler.

zu Tief geschätzt und Strom- und Mehrwertsteuer vergessen? Schau nochmal in deine Stromrechnung, was du bisher bezahlst, dann rechne nochmal.

MfG
Thomas

Moien

Wenn ich pro Zimmer 10h 2000W benötige, sind das 20kw und bei
5 Zimmern 100kW pro Tag.

Wie kommst du auf die Werte ?

Bei einer Heizdauer von angenommenen
200 Tagen wären das dann 20’000kW was bei einem Strompreis von
durschnittliche 10Cents 2000 Euro ausmacht.

Der aktuelle Strompreis liegt inklusive MwSt um 18 Cent.

Da ich aber derzeit für das gleiche Haus 3500 Liter Oel
benötige,

3500L sind ganz grob 35000kWh. Oder als Strom halt 6300 Euro.

cu

Leute, wenn ich schreibe 10Cents, dann sind es 10Cents, was aber meine
Frage nicht fundiert beantwortet.

Was natürlich niemand wissen kann, dass ich in der Schweiz lebe und primär vom Niedertarif ausgehe.

Wo liegt mein Ueberlegungsfehler ?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Guten Tag, danke für dein Feedback

>>Wenn ich pro Zimmer 10h 2000W benötige, sind das 20kw und bei
>>5 Zimmern 100kW pro Tag.

>Wie kommst du auf die Werte ?

Habe ich ausprobiert. Heizlüfter rein und geschaut, welche
elektrische Heizleistung ich benötige, um ein Zimmer innerhalb
einer Stunde auf die gewünschte Wärme zu bringen und zu halten. Das waren durschnittlich 2000Watt.
Davon ausgehend, dass ich maximal 10h pro Tag heize, wären das
20kw pro Tag.

>>Bei einer Heizdauer von angenommenen
>>200 Tagen wären das dann 20’000kW was bei einem Strompreis von
>>durschnittliche 10Cents 2000 Euro ausmacht.

Ich denke von 200 Heiztagen auszugehen, ist auch etwas übertrieben.
Aber es könnte ja mal vorkommen.

>>Der aktuelle Strompreis liegt inklusive MwSt um 18 Cent.

ne, liegt er in der Schweiz ned

>>Da ich aber derzeit für das gleiche Haus 3500 Liter Oel
>>benötige,

>3500L sind ganz grob 35000kWh. Oder als Strom halt 6300 Euro.

Das würde aber dann doch bedeuten, dass meine Oelheizung
ineffizient arbeitet. Weil an der Gebäudehülle kann es wohl
ned liegen, wenn ich elektrisch mit ca. 20000KW auskomme.
Oder sind die Verluste durch den Wärmekreislauf so hoch ?

Kannst du eine Aussage machen, was man so ca. für 200Liter
Warmwasseraufbereitung ca. 60C an Energie zusätzlich (Oel) benötigen
würde?

Im Voraus danke für die Infos.

Gruss
Joe

Moien

Habe ich ausprobiert.

Das würde ich so nicht unterschreiben. Der Wärmebedarf hängt extrem von der Aussentemperatur, Wind, Fensterstellung,… usw ab. Von ein paar Versuchstagen auf ein Jahr zu schliessen wird so nix.

3500L sind ganz grob 35000kWh.

Das würde aber dann doch bedeuten, dass meine Oelheizung
ineffizient arbeitet.

Ein bisschen Verlust ist immer. Das war der reine Brennwert. Davon geht ein Teil direkt durch den Schornstein, ein Teil durch die Isolierung der Heizungsrohe und der Grossteil halt durch die Heizkörper.

Weil an der Gebäudehülle kann es wohl
ned liegen, wenn ich elektrisch mit ca. 20000KW auskomme.

Ich trau den 20MWh ehrlich gesagt nicht.

Kannst du eine Aussage machen, was man so ca. für 200Liter
Warmwasseraufbereitung ca. 60C an Energie zusätzlich (Oel)
benötigen würde?

(200L Warmwasser ? Verbrauch über welchen Zeitraum … ? )

Das reine Heizen kostet ~11kWh (von 10°C auf 60°C). Diese Temperatur zu halten steht dann wieder auf einem anderen Blatt. Rechnen mal alles-in-allem eher mit 1kWh für 10L Warmwasser.

cu

Hallo,

bei dem von dir genannten Strompreis kann die E-Heizung schon finanziell günstiger sein. Zumal die Anschaffung und Wartung bei E-Heizungen i.a. günstiger ist. Vorausgesetzt natürlich, die Leitungen in deinem Haus halten das aus.

Bei deiner Berechnung fehlt allerdings - du hast es inzwischen selbst bemerkt - die Energie für die Warmwasserbereitung. Wieviel das ausmacht, hängt natürlich stark von Personenzahl und Nutzungsprofil ab.

übrigens: 2000 Watt für 10 Stunden in jedem Raum wäre bei mir schon fast zuviel.

Ansonsten ist E-Heizung nur in wenigen Fällen auch ökologisch sinnvoll.

Gruß, Niels

>>Wenn ich pro Zimmer 10h 2000W benötige, sind das 20kw
und bei
>>5 Zimmern 100kW pro Tag.

>Wie kommst du auf die Werte ?

Habe ich ausprobiert. Heizlüfter rein und geschaut, welche
elektrische Heizleistung ich benötige, um ein Zimmer innerhalb
einer Stunde auf die gewünschte Wärme zu bringen und zu
halten. Das waren durschnittlich 2000Watt.
Davon ausgehend, dass ich maximal 10h pro Tag heize, wären das
20kw pro Tag.

Aber die Heizung schaltet sich nachts nicht aus, sonder sie macht normalerweise einen Absenkbetrieb.
Und Deine Heizung wird doch wohl auch eine nicht unerhebliche Menge Warmwasser zur Verfügung stellen?

Bei 10c/kWh Strom ist der Unterschied zu Heizöl nicht mehr so groß.
Heizöl: 100kWh = 10 l = 8 Euro
Strom: 100kWh = 10 Euro
Wenn man dann noch den Wirkungsgrad berücksichtigt: Strom 100% (nur innerhalb des Hauses, im Kraftwerk sieht es natürlich anders aus!), und bei Öl wird es deutlich weniger sein (Übertragungsverluste, Wirkunsggrad des Brenners, Hilfsenergie wird ja auch bnötigt)

Dann wird wohl Strom billiger sein. Noch dazu:
Keine Kosten für Wartung.

Hallo Niels

bei dem von dir genannten Strompreis kann die E-Heizung schon
finanziell günstiger sein. Zumal die Anschaffung und Wartung
bei E-Heizungen i.a. günstiger ist. Vorausgesetzt natürlich,
die Leitungen in deinem Haus halten das aus.

Klaro, 2000Watt ist bei einer normalen etwas strukturierten Verkabelung weniger das Problem, oder sonst zieht man halt nochmals Leitungen nach.

Bei deiner Berechnung fehlt allerdings - du hast es inzwischen
selbst bemerkt - die Energie für die Warmwasserbereitung.
Wieviel das ausmacht, hängt natürlich stark von Personenzahl
und Nutzungsprofil ab.

Nein, meine Frage kommt nur deshalb, weil wir WW mit elektrisch machen und die Heizung mit Oel ist. Und ich möchte wissen, wie
das Sparpotential wäre, wenn wir die Investition machten, das WW
über Oel zu machen.

übrigens: 2000 Watt für 10 Stunden in jedem Raum wäre bei mir
schon fast zuviel.

Bei mir auch, das war nur ne Annahme. In der Praxis dürfte es so sein,
dass man bei kalter Witterung vielleicht 4h volle Bulle benötigt und in der Nachtabsenkung vielleicht 25% Leistung.

Ansonsten ist E-Heizung nur in wenigen Fällen auch ökologisch
sinnvoll.

Okölogie ist beim Geldbeutel meistens weniger die Motivation.
Wobei man die vielen kaum bezifferbaren natürlichen ‚Unkosten‘ auch
einmal voll einberechnen müsste. CO2, auslaufende Tanker, auslaufende Pipelines, explodierende Gas / Oelförderanlagen, abfackeln des Raffinates, legen von Röhren über 1000ende von Kilometern etc.
Das bei der elektrischen Erzeugung nur gegen 30% Wirkungsgrad herausschauen, müsste man mit den 80% Raffinerie-Verlusten gegenüberstellen.

Ist ungefähr so, wie die Bundesregierung Bio-Treibstoffe bewirbt und
erst später feststellt, dass die CO2-Bilanz (trotz nachwachsen) auch noch beschädigter ist und dass man Oel nicht essen kann.

Vielen Dank an Alle und die Bemühungen. Ich komme langsam zu der Ueberzeugung, dass Elektrizität bei den derzeitigen Heizölpreisen und moderate E-Tarife vorausgesetzt eine konkurrenzfähige Alternative ist.

Joe