Elektroauto?

hey leute,

hab da eben was super intressants endeckt: ein elektroauto. das klingt ja total klasse und so bilig noch. für 3 euro kann ich ja sonst nich tanken. wisst ihr ob das was gutes ist? kann man ja jetzt auch probe farhn.

lg
jenny

Hallo,
denke schon das es was Gutes ist. Aber 49.999.- Euro für ein Fiat 500 und eine eigene Ladesäule ist schon ein wenig teuer, auch wenn das volltanken nur 3 Euro kostet. Der normale kostet nur ca 10.000 und für die restlichen 40.000 kann man viel Benzin tanken.

mfG hankoc

achso, wusste gar nicht, das das so teuer ist :wink: Aber ich finds gut, das so autos erfunden werden. wegen umwelt und so … dann behalte ich die autos mal im auge und warte bis die biliger werden *g*

lg
jenny

Hallo,

… dann behalte ich die autos mal im auge und warte bis die
biliger werden *g*

Da bist Du sicherlich nicht alleine :wink:

Aber das Problem, das E-Autos derzeit haben, sind neben dem sehr hohen Anschaffungspreis die meist recht geringe Reichweite (die zugegeben für die meisten Zweitwagen reichen), die man auch nicht mal eben erhöhen kann. Ein Tankvorgang dauert einfach noch zu lange und unterwegs ist das (fast) nirgendwo möglich. Wer nicht zu Hause eine eigene Steckdose neben dem Auto hat und auch nur gelegentlich mit dem Wagen längere Strecken fährt, für den ist das einfach (noch) nichts.

Und außerdem: Für 3 Euro Strom für gerade mal gute 100km? Ich glaube, bei 1 Mio. E-Autos auf unseren Straßen bräuchten wir uns über die vorzeitige Abschaltung unserer AKW keine Gedanken zu machen. Da müssten vermutlich eher noch welche neu gebaut werden…

Beste Grüße
Guido

für 3 euro kann ich ja
sonst nich tanken. wisst ihr ob das was gutes ist?

So ein Mobil hatten unsere Stadtwerke auch mal ausgeliehen.
Das ist im Sauerland. Der Fiat musste bei einem eher normalen Berg für mehrere Minuten abgestellt werden, da der Motor drohte zu überhitzen. Dann ging es weiter, zurück mit Tempo 100 auf der Bahn und mit fast leerem Akku wieder an die Ladesäule, nach insgesamt 50km Fahrt.
Als (Zweit-)wagen für die Stadt hinnehmbar.

Übrigens: Jede Kilowattstunde „Ökostrom“, die man der Stromsäule entzieht, steht im Stromnetz nicht mehr zur Verfügung und muss daher von konventionellen Kraftwerken nachgeschoben werden. Insofern ist die Aussage „CO2 neutral“ Unfug. Es ist ja nicht so, dass Ökostrom ohne angeschlossene Elektroautos einfach so im Netz verpuffen würde.
Es wird immer genausoviel Leistung eingespeist wie entnommen, jede zusätzlich entnommene kWh Ökostrom bedeutet also, das irgendwo in irgendeinem Kraftwerk ne Schippe Kohle mehr vebrannt werden muss.

…und für die

Zinsen von den

restlichen 40.000 kann man viel Benzin tanken.

moin moin,

So ein Mobil hatten unsere Stadtwerke auch mal ausgeliehen.
Das ist im Sauerland. Der Fiat musste bei einem eher normalen
Berg für mehrere Minuten abgestellt werden, da der Motor
drohte zu überhitzen.

Das ist es, was mich immer irgendwie wundert. Ein kleines Auto kommt mit sagen wir mal 200Nm Drehmoment gut aus. Mein Akku-Schrauber hat 40Nm und den kann man ohne Zwangskühlung bis zur Kotzgrenze quälen. Und man kriegt einen normalen Elektroantrieb nicht gebacken?

Tom

Hallo Tom,

Das ist es, was mich immer irgendwie wundert. Ein kleines Auto kommt mit sagen wir mal 200Nm Drehmoment gut aus. Mein Akku-Schrauber hat 40Nm und den kann man ohne Zwangskühlung bis zur Kotzgrenze quälen. Und man kriegt einen normalen Elektroantrieb nicht gebacken?

Das maximale Drehmoment (bei Gleichstrommotoren ist das idR bei Drehzahl „Null“) ist nur die eine Seite der Medaille, die zweite ist die Kennung Drehmoment/Drehzahl . Erst damit kann man Aussagen machen zur Leistung bzw. Kühlung (Abfihr der Verlustleistung).
Gruß
Karl

Übrigens: Jede Kilowattstunde „Ökostrom“, die man der
Stromsäule entzieht, steht im Stromnetz nicht mehr zur
Verfügung und muss daher von konventionellen Kraftwerken
nachgeschoben werden. Insofern ist die Aussage „CO2 neutral“
Unfug. Es ist ja nicht so, dass Ökostrom ohne angeschlossene
Elektroautos einfach so im Netz verpuffen würde.
Es wird immer genausoviel Leistung eingespeist wie entnommen,
jede zusätzlich entnommene kWh Ökostrom bedeutet also, das
irgendwo in irgendeinem Kraftwerk ne Schippe Kohle mehr
vebrannt werden muss.

Die Frage ist, wann man den Strom zum Laden aus dem Netz entzieht. Es gibt unter dem Begriff „Smart Grid“ Untersuchungen, wie Elektroautos dazu beitragen können, das Netz zu beruhigen. Stichworte sind z.B. „Valley Filling“ und „Load Shifting“; die Elektrofahrzeuge werden nachts in Schwachlastzeiten geladen. Das führt zu einer gleichmäßigeren Auslastung und damit besserem Wirkungsgrad der Grundlastkraftwerke.

In einer weiteren Überlegung dienen tagsüber an Ladestationen in einem intelligenten Stromnetz angeschlossene Elektrofahrzeuge dazu, Frequenz und Spannung zu regeln indem die Fahrzeuge sogar kurzfristig einspeisen!

Hier ein auf die schnelle gegoogelter Vortrag zum Thema: http://idw-online.de/de/attachmentdata460.pdf

Ich denke das ist für die Zukunft ein interessanter Weg. Die E-Versorger haben schon wieder das Dollar-Zeichen in den Augen und scharren mit den Hufen :smile:

Gruß

Hallo,

Drehmoment ist aber nicht Leistung. Theoretisch kann der kleinste Motor 200 Nm erbringen. Man muss nur die Untersetzung ausreichen groß machen. Grenzen sind nur durch die Reibung im Getriebe gesetzt.

Gruß, Niels