Hallo,
geplant sind Elektroautos mit Rangeextender. Der Grund, Elektroautos haben geringe Reichweite oder teure Batterien, deshalb will man die Batterien waehrend der Fahrt nachladen, mit dem Rangeextender. So ergibt sich groessere Reichweite, extended range.
Wo finde ich weitere Infos zu diesen Rangeextendern. Im Prinzip sind das Notstromaggregate, die im Auto mitfahren und laufen, Benzin rein-Strom raus. Welche gesetzlichen Abgasvorschriften gelten? Braucht man auch Kat und Lambda-Regelung, wie bei den aufwendigen heutigen Benzinmotoren, oder erlauben die Vorschriften weniger? Gibts ueberhaupt schon Vorschriften?
PS
Es gab vor Jahren ein Exemplar Renault Kangoo mit Rangeextender, geplant sind jetzt Chevy Volt, Opel Ampera, Mindset und weitere, das Thema wird jetzt aktuell. Zur Zeit ist der Transport eines Notstromaggregates im elektroauto als Ladung erlaubt. Auf einem Parkplatz darf das stehende Auto mit einem (auch stinkenden qualmenden) Notstromaggregat beliebig lange und oft nachgeladen werden. Waehrend der Fahrt ist dies nicht erlaubt.
Gruss Helmut
Hallo,
für mich klingt das nach einem ganz normalen seriellen Hybridantrieb, für den alle Vorschriften für ganz normale Autos gelten. Siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Hybridelektrokraftfahrzeug und die Links dort.
OT: Ich frage mich bei der Reichweitendiskussion immer, wieviele Leute ständig mehr als die zur Zeit erreichbaren 100-200km am Stück fahren. Ich habe aber auch eine Steckdose in der Garage und mit gutem Willen könnten auch auf vielen (Pendler-)Parkplätzen Ladestationen eingerichtet werden.
Cu Rene
Hallo Rene,
OT: Ich frage mich bei der Reichweitendiskussion immer,
wieviele Leute ständig mehr als die zur Zeit erreichbaren
100-200km am Stück fahren.
Naja, ständig am Stück werden nur wenige Leute so viel fahren.
Ich schätze auch mal, dass es genug Leute gibt, die nie mehr als 200km am Tag fahren.
Mit einer Reichweite von - sagen wir mal - gute 250km würde ich auch ca. 29 Tage im Monat auskommen. Aber an den anderen paar Tagen hätte ich ein Problem, was dagegen sprechen würde, mir nicht so ein Auto zu kaufen.
Ich habe aber auch eine Steckdose
in der Garage und mit gutem Willen könnten auch auf vielen
(Pendler-)Parkplätzen Ladestationen eingerichtet werden.
Ladestationen auf Pendlerparkplätzen sind sinnlos, denn von zu Hause bis zum Pendlerparkplatz und wieder zurück kommt eigentlich jeder.
Auf Rastplätzen wäre das schon sinnvoller, durch die lange Ladezeit von E-Autos allerdings nicht praktikabel und sicherlich auch nicht finanzierbar.
Dann schon eher auf Parkplätzen z.B. von Tagungszentren, Tiefgaragen etc. Also für Leute, die morgens hinfahren, einige Stunden parken und abends wieder zurück fahren. So könnte man die Reichweite verdoppeln.
Ein weiteres Problem: Wenn auch nur ein viertel der Leute „aus der Steckdose tanken“ würden, dann bräuchten wir uns über die Abschaltung von Atomkraftwerken keine Gedanken zu machen, dann müssten vermutlich schnellstens noch einige gebaut werden.
Zurück zum Thema: Ich habe auch zuerst an Hybrid gedacht. Hat aber den Nachteil vom relativ hohen Fahrzeuggewicht und bringt auf Langstrecke auch kaum Ersparnis.
Für mich (und sicherlich auch für genug andere Leute) wäre das sicherlich eine gute Alternative. Vor allem, wenn man zusätzlich aus der Steckdose tanken könnte. Ich habe nämlich auch eine Steckdose in der Garage 
Beste Grüße
Guido
Hallo,
ich will das nicht zu weit nach OT ziehen, daher nur kurz.
ich auch ca. 29 Tage im Monat auskommen. Aber an den anderen
Dazu kennt man ja jemanden, der noch so eine Benzinkutsche hat, oder nimmt einen Leihwagen.
Hause bis zum Pendlerparkplatz und wieder zurück kommt
Da dachte ich an die, die gar keine Garage haben oder nicht mal in der Nähe der Wohnung einen festen Parkplatz. Das „Pendler“ war ja in Klammern.
Der Strom würde in Großkraftwerken aber immer noch wesentlich effektiver erzeugt, als im Auto selbst. Aber das ist eine völlig andere Diskussion.
Cu Rene
Hallo noch mal,
Dazu kennt man ja jemanden, der noch so eine Benzinkutsche
hat, oder nimmt einen Leihwagen.
Also ich kenne niemanden, der mir mehrmals im Monat kurzfristig das Auto für Langstreckenfahrten leiht.
Und ewig einen Leihwagen, wer soll das denn bezahlen?
Da dachte ich an die, die gar keine Garage haben oder nicht
mal in der Nähe der Wohnung einen festen Parkplatz.
OK, stimmt, für die Laternenparker wäre das eine Idee.
Der Strom würde in Großkraftwerken aber immer noch wesentlich
effektiver erzeugt, als im Auto selbst.
Stimmt. Aber erkläre das mal einem Atomkraftgegner. (Ja, ich weiß, es gibt auch Kohlekraftwerke)
Wird Zeit, dass alternative Stromerzeugung wirkliche Fortschritte macht.
Beste Grüße
Guido
Hallo,
Ein weiteres Problem: Wenn auch nur ein viertel der Leute „aus
der Steckdose tanken“ würden, dann bräuchten wir uns über die
Abschaltung von Atomkraftwerken keine Gedanken zu machen, dann
müssten vermutlich schnellstens noch einige gebaut werden.
hierzu gab es mal eine Untersuchung (des TÜV NRW AFAIK), dass bei Ladung über Nacht ein nicht unerheblicher Prozentsatz (ca 20%) der Autos durch E-Autos ersetzt werden könnte ohne dass neue AKW oder KKW gebaut werden müssten. In der Nacht werden viele Windkraftwerke abgeschaltet, weil der Bedarf zurückgeht und AKW/KKW durchlaufen müssen. Blieben die WKA am Netz, könnten ein Menge Autos geladen werden.
Gruß, Niels
Hallo,
für mich klingt das nach einem ganz normalen seriellen
Hybridantrieb, für den alle Vorschriften für ganz normale
Autos gelten.
Hallo,
ja im Prinzip. So ganz normal wird er dennoch nicht sein. Allein schon die Leistung, es duerften bei manchen Fahrzeugen 5kW bis 20kW Dauerleistung reichen, ueber 40 wird man wohl nicht einbauen, schaetze ich. Das ist eine Frage des Gewichtes. Bei mehr Leistung werden die beiden Maschinen Motor und Generator sehr schwer. Zur Zeit gibt es keine vernuenftigen Automotoren mit 20kW, Kat, Lambda-Regelung usw.
Anderer Aspekt, dieser Rangeextender wuerde anspringen, wenn die Batterie leer wird. Im Extremfall auch nach 2 Wochen Parken in der Tiefgarage am Flughafen, und dann von allein laufen wie eine Standheizung heute. Diese Standheizungen duerfen derzeit auch fast jede Abgasvorschrift verletzen.
OT: Ich frage mich bei der Reichweitendiskussion immer,
wieviele Leute ständig mehr als die zur Zeit erreichbaren
100-200km am Stück fahren.
Wenn man ein Vermoegen fuer ein neues Super-Oeko-Auto ausgibt, will man doch auch wenigstens mal nach Spanien fahren KOENNEN. Sollte das konstruktionsbedingt nicht gehen, reicht auch ein einfacher Benziner zum deutlich geringeren Preis ohne den Elektrokram.
Gruss Helmut
Fragen
Hallo,
(…)
deshalb will man die Batterien waehrend der Fahrt nachladen,
mit dem Rangeextender.
Wenn das eine wahrnehmbare Reichweitenerhöhung nach sich ziehen soll, dann kann man mit dem „Extender“ auch gleich direkt fahren, ohne den Umweg über die Batterie.
das Thema wird jetzt aktuell. Zur Zeit
Das sehe ich sehr gelassen.
Nur weil gleich mehrere Firmen dran arbeiten muss das noch lange nicht sinnvoll sein.
(…)
Auf einem Parkplatz darf das stehende Auto mit
einem (auch stinkenden qualmenden) Notstromaggregat beliebig
lange und oft nachgeladen werden. Waehrend der Fahrt ist dies
nicht erlaubt.
Oben hast du das Gegenteil geschrieben, aber sei’s drum.
Selbst wenn man das nur im Stand aufladen dürfte:
Auch hier gilt: Wenn das in „kurzer“ Zeit gehen soll, dann ist der Verbrennungsmotor so gross, dass man wieder direkt damit fahren könnte. Ist die Zeit dagegen „lang“, dann wird man diese Zeit wohl kaum irgendwo im Wald verbringen, sondern dort wo es eine 230 oder 400V Steckdose hat, also ohne „Extender“.
Ich kann diesem Konzept nichts Zukunftsweisendes abgewinnen.
Gruss,
TR
Hallo,
(…)
deshalb will man die Batterien waehrend der Fahrt nachladen,
mit dem Rangeextender.
Wenn das eine wahrnehmbare Reichweitenerhöhung nach sich
ziehen soll, dann kann man mit dem „Extender“ auch gleich
direkt fahren, ohne den Umweg über die Batterie.
Dieselelektrische Loks etc. machen das auch so, das ist nichts Neues.
Der „Trick“ dabei ist den Verbrennungsmotor immer im optimalen Drehzahlbereich zu betreiben und kein Getriebe zu brauchen. Das ist bei einer (gewöhnlich allradgetriebenen) Lok natürlich ein wesentlich größerer Vorteil, als bei einem PKW, bei dem das zusätzliche Gewicht eine entscheidende Rolle spielt.
Daß man bei Elektroantrieb die Bremsenergie teilweise zurückspeichern kann, ist ein weiterer Vorteil.
Cu Rene
Hallo Rene,
Dieselelektrische Loks etc. machen das auch so, das ist nichts
Neues.
Haben diese Loks Batterien bei sich, mit denen sie ~100 km fahren können? (Ironisch gemeint)
Bei Fahrzeugen in dieser Grösse (Lok) macht man das allein scchon aus mechanischen Gründen. Der Wirkungsgrad ist hier nicht so interessant.
Hauptsache so ein Koloss fährt zuverlässig.
Der „Trick“ dabei ist den Verbrennungsmotor immer im optimalen
Drehzahlbereich zu betreiben und kein Getriebe zu brauchen.
PKW: Dazu braucht man überhaupt keinen Akku und nicht mal ein besonderes Getriebe.
Daß man bei Elektroantrieb die Bremsenergie teilweise
zurückspeichern kann, ist ein weiterer Vorteil.
Und dazu braucht man keinen „Extender“.
Ich denke, der Hauptgrund weshalb sich Leute damit beschäftigen ist einfach weil es machbar ist.
Gruss,
TR