Will mir ein altes Haus (Bj 1952) kaufen und dort wurde 1992 eine E-Heizung eingebaut. Nun bin ich am rätseln, ob diese wirklich wirtschaftlich ist. Leider finde ich im Netz nichts passendes (ich wäre auf der Suche nach einem Vergleich zwischen Heizöl, Gas und Elektro).
Ich weiß derzeit wirklich nicht, ob eine neue Heizung notwendig/sinnvoll ist. Die Hausbesitzerin (ist eine alte Dame) hat den Heizkörper so gut wie nie eingeschaltet (sie sagt natürlich, dass die Heizkosten minimal sind…)
Will mir ein altes Haus (Bj 1952) kaufen und dort wurde 1992
eine E-Heizung eingebaut. Nun bin ich am rätseln, ob diese
wirklich wirtschaftlich ist. Leider finde ich im Netz nichts
passendes (ich wäre auf der Suche nach einem Vergleich
zwischen Heizöl, Gas und Elektro).
Da die Brennstoffpreise sich täglich ändern, nagle mich nicht bei den folgenden Zahlen auf 0,5 ct Abweichug fest!
Auf 1 kWh Brennwert bezogen kosten Heizöl und Gas ca. 6 ct/kWh, rechne mit einem Heizungsverlust von 10 %, dann kostet Dich die Heizung 6,7 ct/kWh. Strom kostet ca. 15 ct/kWh, da er in Deiner Wohnung verlustlos in Wärme umgewandelt wird (ich gehe von E-Speicherheizung aus), kostet Dich die E-Heizung weiterhin 15 ct/kWh (MWSt. jeweils berücksichtigt), also mehr als das Doppelte! E-Heizung kann sich evtl. nur dann rechnen, wenn das Haus sehr gut isoliert ist, das scheint mir aber bei einem Haus von 1952 nicht gegeben.
Ich weiß derzeit wirklich nicht, ob eine neue Heizung
notwendig/sinnvoll ist.
Kann von hier nicht beurteilt werden, muß man durchrechnen. Ich schätze mal grob: Angenommen Du zahlst jährlich für E-Heizung 3000 EUR, dann könntest Du bei Umstellung auf Gas ca. 1500 EUR/a sparen. Dafür mußt Du Dir einen Kessel kaufen, die Verrohrung der Heizleitungen im Haus vornehmen, die Heizkörper setzen und die Wiederherstellung der Räume. Nehmen wir an, Du bekommst das für 20.000 EUR, dann hat sich die Umstellung in ca. 13 Jahren gelohnt, unter Berücksichtigung der Zinsen vielleicht erst in 20 Jahren. Betriebswirtschaftlich gesehen wäre das „das Geld gewechselt“. Heizöl dürfte teurer sein, da Du einen Tank und einen Aufstellungsraum dafür brauchst; die Anschlußkosten für Gas werden den Heizöltank nicht aufwiegen. Nach 20 Jahren wäre dann wieder ein neuer Heizkessel fällig - aber irgendwann wäre die E-Heizung von 1992 auch „ausgebrannt“ und erneuerungsbedürftig. Wie gesagt, man muß es genau durchrechnen an Hand von konkreten Angeboten.
von den Energiekosten ist eine Elektroheizung teurer wie Gas oder Öl. Man darf natürlich nicht nur die reinen Energiekosten vergleichen. Die Elektroheizung ist praktisch wartungsfrei. Bei einer Ölheizung musst Du zu den Ölkosten noch mind. 180,- € für Wartung, Reinigung und Schornsteinfeger dazuaddieren.
Elektroheizung wurde oft da gemacht, wo eine ander Heizung nicht ohne weiteres zu instasllieren war. (z.B. Kein geeigneter Raum für Heizöllagerung vorhanden, in der Nähe des möglichen Brennraumes kein Kaminanschluss vorhanden, oder ähnliche Gegebenheiten die eine Heizungsinstallation unmöglich oder sehr teuer machen.
So etwas kann natürlich die Umstellung auf eine Öl oder Gasheizung unverhältnismässig teuer machen. In solch einem Fall wäre es sinnvoller statt aufwendig auf ein anders Heizsystem umzustellen das Geld lieber in Isoliermassnahmen zu investieren, da ohnehin ALLE Energien ständig teurer werden.
danke für dein ausführliches Posting. Die Infos sind echt hilfreich!
Da die Brennstoffpreise sich täglich ändern, nagle mich nicht
bei den folgenden Zahlen auf 0,5 ct Abweichug fest!
Auf 1 kWh Brennwert bezogen kosten Heizöl und Gas ca. 6
ct/kWh, rechne mit einem Heizungsverlust von 10 %, dann kostet
Dich die Heizung 6,7 ct/kWh. Strom kostet ca. 15 ct/kWh, da er
in Deiner Wohnung verlustlos in Wärme umgewandelt wird (ich
gehe von E-Speicherheizung aus), kostet Dich die E-Heizung
weiterhin 15 ct/kWh (MWSt. jeweils berücksichtigt), also mehr
als das Doppelte! E-Heizung kann sich evtl. nur dann rechnen,
wenn das Haus sehr gut isoliert ist, das scheint mir aber bei
einem Haus von 1952 nicht gegeben.
Das Ergebnis erschreckt micht etwas, da die E-Heizung mit Niedertarif betrieben wird und bei 8,42 ct/kWh liegt.
Nun bräuchte ich nur noch einen Hellseher. Was denkst du? Wieviel kWh wird so ein altes Haus mit 65qm Wohnfläche verbrauchen?
Die Fenster wurden 1997 durch K-Fenster ersetzt.
Das Ergebnis erschreckt micht etwas, da die E-Heizung mit
Niedertarif betrieben wird und bei 8,42 ct/kWh liegt.
Ich habe Meldungen gelesen, nach denen der sog. „Nacht-Stromtarif“ demnächst abgeschafft werden soll, weil er neue Anbieter auf dem Strommarkt benachteiligt. Spätestens dann zahlst Du den vollen Preis für den Strom zum Heizen.
In den 50ger Jahren waren Häuser nach unsere heutigen Maßstäben lausig bis gar nicht wärmeisoliert. Mit einer E-Heizung werden Dich die Energiekosten vermutlich auffressen. Bevor Du ein so altes Haus kaufst und modernisierst, solltest Du überlegen, einen neueres zu erwerben.
Nachtspeicheröfen (sind es solche?)von 1992 haben wahrscheinlich kein Asbest mehr drinnen. Asbest wäre auch erst bei der Entsorgung ein Poblem.
Die kosten sind nicht zu unterschätzen - ich z.B. ziehe im Winter (Hauptheizperiode) zu meinem Freund und mache den laden dicht, zumindest bis das Haus renoviert, gedämmt und mit einer Holzheizung versehen.
Wenn Du es gewohnt bist, dass Dein HAus überall gemütlich warm ist, Du aber keine neuere Isolation am Haus hast, dann rechne mit üppigen Heizkosten.
Meine Öfen z.B. haben 4kW, kosten also bei voller Leistung grob geschätzte 60-70 Euro im Monat (8cent/kWh x 4kW x 6-7hLadezeit/Tag x30Tage) pro Ofen. Wenn der Nachtladetarif wegfällt, dann sind es schon doppelt so viel. Bei Tagnachladung wird´s auch ncohmal teurer.
Wenn Du eh umbauen willst dann plane eine neue Heizung ein. Mit Strom zu heizen ist so ziemlich die schlechteste Lösung (auch ökologisch gesehen). Hast Du Dich schon über Pellet- und Holzheizungen informiert? Und was ist mit Solar/Photovoltaik?
Fall wäre es sinnvoller statt aufwendig auf ein anders
Heizsystem umzustellen das Geld lieber in Isoliermassnahmen zu
investieren, da ohnehin ALLE Energien ständig teurer werden.
Moment, schon mal was von Wärmepumpen gehört? Mit einer Erdsonde bist
Du vollkommen frei von irgendwelchen Ölkriegen!
Und Wartungskosten hast Du quasi überall…
Das Ergebnis erschreckt micht etwas, da die E-Heizung mit
Niedertarif betrieben wird und bei 8,42 ct/kWh liegt.
Nun bräuchte ich nur noch einen Hellseher. Was denkst du?
Wieviel kWh wird so ein altes Haus mit 65qm Wohnfläche
verbrauchen?
Die Fenster wurden 1997 durch K-Fenster ersetzt.
Tja, wenn man die zukünftigen Energiekosten voraussehne könnte. Wenn Du mit einem niedrigeren Stromkostenpreis rechnest, dann lohnt ein Wechsel des Heizungssystems immer weniger, da die Ersparnis immer geringer wird. Der weiter oben genannte Vorschlag von elmar (das Haus außen isolieren) scheint mir aber auch eine sehr gute überdenkenswerte Lösung zu sein.
Zu Deiner Frage: In der Literatur wird ein Heizwärmebedarf für Häuser vor 1970 von ca. 250 kWh/qm/a angegeben (ohne Warmwasserheizung), dazu ein Lüftungsbedarf von ca. 50kWh/qm/a, insgesamt als ca. 300 kWh/qm/a. Bei Deiner Wohnfläche von 65 qm wären das rd. 20.000 kWh/a oder 2000 lt. Heizöl, die z.Zt. etwa 1200 EUR kosten (bei 8,42 ct/kWh Strom wären das rd. 1700 EUR). Durch eine Außen- und Dachisolierung kannst Du den Heizenergiebedarf mit vernünftigem Aufwand vielleicht um 50 bis 70 % senken. Betrachte diese Zahlen aber nur als ganz groben Anhaltswert: je nach tat. Ausführung und Lage Deines Hauses bzw. des Isolierungsaufwandes können diese Werte stark schwanken.
Moment, schon mal was von Wärmepumpen gehört? Mit einer
Erdsonde bist
Du vollkommen frei von irgendwelchen Ölkriegen!
Und Wartungskosten hast Du quasi überall…—Quatsch
Cu
Lalle
Hallo Lalle,
bin bestimmt kein Freund von Elektroheizung, aber Deine Aussage ist definitiv falsch. Eine Elektroheizung hat tatsächlich keinerlei Wartungskosten!
Da es um lediglich 65 qm Wohnfläche geht kann es somit wirklich sinnvoll sein die Elektroheizung zu belassen und das Haus extrem gut zu isolieren.
Es hängt natürlich von den Gegebenheiten ab. Isz ein Gasanschluss vorhanden wäre eine Gastherme wahrscheinlich das Richtige, aber Erdgas ist nicht überall verfügbar. Eine neue Ölbrennwertanlage kann mit Heizöllagerraum, Kaminsarnierung etc. so teuer werden, dass sie sich niemals amortisiert. Wir müssten für konkrete Aussagen mehr Infos über die Gegebenheiten vor Ort haben.