Elektroheizung?

Hallo liebe Experten,

in der Hoffnung, es kann mir hier jemand weiterhelfen, möchte ich gerne mal mein Problem hier schildern.

Ich habe zwar schon eine ganze Reihe verschiedene Aussagen zu diesem Thema gelesen, aber letztendlich hilft mir keine davon richtig weiter.

Bisher konnte ich herausfinden, das es im Bereich der Elektroheizungen eine ganze Reihe verschiedene Möglichkeiten gibt. Herausgefunden habe ich Infos über Wärmewellen, Konvektoren, Elektroheizung, Radiator und Heizmatten, die unter dem Fußboden/Teppich verlegt werden können.

Nun zu meinem Problem. Ich bin Mieter von drei Räumen (1.Stock), die ich als Hobbyräume (Computer und Eisenbahn) nutze. Leider handelt es sich dabei um einen Altbau, der zwar jetzt nachträglich teilweise mit ein paar Styroporplatten oder so was und neuen Fenstern gedämmt wurde, aber bisher leider nur über einen einfachen Ölofen geheizt werden kann. Erstens hat es den Nachteil, dass der sehr kleine Ofen nur in einem Raum steht und dadurch, dass ich natürlich nur 2-3 Stunden täglich in den Räumen bin, die Wärme darin eher nicht vorhanden ist. Zweitens kann man diesen Ofen auch nicht unbeaufsichtigt brennen lassen, da er immer mal wieder aus geht und sich dann das Öl darin staut.

Da mein Vermieter vorerst auf keinen Fall eine andere Lösung in Bezug auf die Heizung einbauen möchte, mache ich mir nun Gedanken über Alternativen.

Da ich nur Mieter bin, kommt demnach (nach meinem Wissensstand) nur eine zusätzliche Heizung mit Strom in Frage. Aber leider werde ich aus den bisher gefundenen Lösungen überhaupt nicht schlau.

Ich möchte natürlich nicht mit der nächsten Stromrechung einen Herzschlag bekommen (wenn es 600-800 € mehr für die Heizung wären - bei 70 qm - dann wäre es wahrscheinlich angemessen, oder?). Nachdem ich dort nur zur Miete bin, möchte ich aber natürlich auch nicht mehrere Tausend Euro in eine Heizung investieren, die ich danach nie wieder sehe…

Da es ja leider keinen unversellen Energieberater für Heizungen gibt, der sich irgendwie mit allen Systemen auskennt (alle die ich bisher getroffen habe, schwören einzig und allein auf ihr System), hoffe ich nun darauf, dass mir vielleicht hier jemand Tipps geben kann.

Ich fühle mich damit wirklich irgendwie überfordert…

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten.

Alex

Hallo,
prinzipiell sind alle Elektroheizungen gleich. Die gesamte Leistungsaufnahme wird in Wärme umgesetzt. Bei irgendwelchen speziellen Varianten irgendwas über bessere Effizienz als bei anderen zu behaupten ist schlicht gelogen. Ergo ist es von daher völlig egal, für welches System Du Dich entscheidest - die Verbrauchskosten sind bei allen gleich hoch.
Du solltest Dir allerdings ein System aussuchen, das

  • eine Grundtemperatur halten kann (und eine entsprechende Regelung besitzt), damit die Temperatur bei Abwesenheit nicht zu stark absinkt
  • keine zu hohe Spitzenleistung besitzt (sonst werden die Leitungen überlastet)
  • leistungsfähig genug ist, die Räume in kurzer Zeit von Niedrig- auf Nutzungstemperatur zu bringen.

Denkbar wären da z.B. (vielleicht fest montierte) Heizlüfter (Schnellheizer, Frostwächter) mit etwa 2000W Leistung zum schnellen Heizen und Ölradiatoren mit Temperaturregelung für die Zeit der Abwesenheit. Irgendwelche Heizfolien haben den Nachteil, dass sie teuer und umständlich zu montieren sind und auch nicht so schnell hochheizen können. Die erwähnten Geräte könnte man sogar später noch woanders verwenden.
Gruß
loderunner

Hallo liebe Experten,

Nun zu meinem Problem. Ich bin Mieter von drei Räumen
(1.Stock), die ich als Hobbyräume (Computer und Eisenbahn)
nutze. Leider handelt es sich dabei um einen Altbau, der zwar
jetzt nachträglich teilweise mit ein paar Styroporplatten oder
so was und neuen Fenstern gedämmt wurde, aber bisher leider
nur über einen einfachen Ölofen geheizt werden kann. Erstens
hat es den Nachteil, dass der sehr kleine Ofen nur in einem
Raum steht und dadurch, dass ich natürlich nur 2-3 Stunden
täglich in den Räumen bin, die Wärme darin eher nicht
vorhanden ist. Zweitens kann man diesen Ofen auch nicht
unbeaufsichtigt brennen lassen, da er immer mal wieder aus
geht und sich dann das Öl darin staut.

Ich würde auf keinen Fall in einem Altbau mit Strom heizen. Wer sagt dir ob die E - Leitungen dafür ausgelegt sind?
Die einfachste und billigste Lösung, für mich, wäre einen einwandfreien gebrauchte größeren Ölofen einzubauen. Die Geräte kannst du sicher günstig bekommen und heizen erheblich billiger/schneller als eine Stromheizung über die alten Stromleitungen.

Hallo Alex

Prinzipiell würde ich versuchen, bei Öl zu bleiben, da das vom Verbrauch her schätzungsweise 1/4 vom Strom kostet. Also wie Wolf vorgeschlagen hat, Ofen erneuern. Gibt heut sicher auch welche mit komfortablerer Regelung, vielleicht zeitabhängig. Ofenbauer oder Heizungsbauer fragen.

Nur damit die Wahl noch schwerer fällt, sei die Wärmepumpe genannt. Manche Klimageräte können auch heizen, funktionieren also umgekehrt, eben wie eine Wärmepumpe. Da ist der Stromverbrauch geschätzt 1/3 von der Elektrodirektheizung. Da der Raum nicht ständig genutzt wird, müßte aber die Heizleistung entsprechend hoch sein, um ihn schnell genug aufzuheizen, oder eben wie Loderunner angesprochen hat, man hält ständig eine Grundtemperatur. Bei dieser Lösung gibt es aber eine Außeneinheit, wie man sie von den Klimaanlagen kennt, die auch irgendwo untergebracht werden muß. Hier Kältetechniker oder vielleicht Elektriker fragen.

Da mein Vermieter vorerst auf keinen Fall eine andere Lösung
in Bezug auf die Heizung einbauen möchte, mache ich mir nun
Gedanken über Alternativen.

Aber vielleicht würde er einen neuen Ölofen einbauen lassen, wenn der alte nicht mehr sicher funktioniert.

Da es ja leider keinen unversellen Energieberater für
Heizungen gibt, der sich irgendwie mit allen Systemen auskennt

Vielleicht ein Planungsbüro fragen, das nicht selbst verkauft?

Hans

Hallo,

und vielen Dank erst mal an die drei Antwort-Schreiber. Das sind schon mal hilfreiche Tipps.

Allerdings habe ich wegen dem Öl noch so meine Bedenken, da ja auch eine Grundtemperatur gehalten werden sollte, wenn ich nicht da bin. Und es gibt hier keine zentrale Ölversorgung. Und zudem gehen die Ölofen, die ich bisher kenne, immer mal wieder aus und das kann ich überhaupt nicht gebrauchen, wenn ich manchmal ein paar Tage nicht da bin.

Wegen den Leitungen mache ich mir keine Sorgen, da diese zusammen mit der Dämmung neu verlegt wurden. Nur eben keine neue Heizung :frowning: Die soll irgendwann später kommen, wenn wieder Geld da ist…

Wenn aber schon alle Elektroheizungen mehr oder weniger gleich sind, dann hängt es ja eigentlich nur davon ab, wie der eingebaute Thermostat die Heizung steuert, oder? Bei fast allen Geräten liest man ja nur von einer stufenlosen Thermostatsteuerung. Bedeutet das dann, das sich das Gerät bei einer bestimmten eingestellten Temperatur selbstsändig an- bzw. ausschaltet (Ich also eine eingestellte Grundtemperatur damit halten kann) ?

Vielen Dank nochmal für die Antworten.

Alex

Hallo Alex

Bei fast
allen Geräten liest man ja nur von einer stufenlosen
Thermostatsteuerung. Bedeutet das dann, das sich das Gerät bei
einer bestimmten eingestellten Temperatur selbstsändig an-
bzw. ausschaltet (Ich also eine eingestellte Grundtemperatur
damit halten kann) ?

Ja.

Die Frage ist nur, wozu die Grundtemperatur halten, wenn keiner da ist und kein Frostschutz benötigt wird? Ein Heizgerät, das mit Schaltuhr ausgestattet ist, kann den Raum auch rechtzeitig vor der Nutzung ausreichend aufheizen. Jedoch muß man bei den Heizgeräten aufpassen. Wenn ein Heizgerät ohne eingebaute Schaltuhr verwendet wird, kann es sein, daß keine externe Schaltuhr verwendet werden darf. Das steht dann in der Anleitung. Grund: Ein elektronisches Sicherheitsthermostat, das sich nach Stromausfall zurücksetzt. Somit könnte bei einem Fehler des Geräts das Sicherheitsthermostat auslösen, aber bei Wiederkehr der Versorgung (= Einschalten der Schaltuhr) läuft das Gerät wieder an.

Also entweder Heizgerät nehmen, das kein elektronisches Sicherheitsthermostat hat und mit einer externen Schaltuhr verbinden - oder Heizgerät mit eingebauter Schaltuhr.

Kurz zu den Kosten: Ein Heizgerät mit 2kW (2000W) braucht, wenn es eine Stunde läuft, 2kWh. Deinen Strompreis kennst du selber. Angenommen 18 ct/kwh, dann 36 ct Kosten pro Stunde.

Hans

Bisher konnte ich herausfinden, das es im Bereich der
Elektroheizungen eine ganze Reihe verschiedene Möglichkeiten
gibt. Herausgefunden habe ich Infos über Wärmewellen,
Konvektoren, Elektroheizung, Radiator und Heizmatten, die
unter dem Fußboden/Teppich verlegt werden können.

Frag doch EVO, die beheizen ganze Häuser mit ihren patentierten Wundergeräten, ohne dass sich die Stromrechnung nennenswert erhöht.

Ähh, neee, mal im Ernst:
Für stundenweises Heizen bei niedrigen Anschaffungskosten kann man Elektroheizugen nehmen. Aber die Kosten sind wirklich erheblich. Am schnellsten heizen Lüfter-Heizgeräte. Die ziehen aber rund 2000W, lass mal prüfen, ob die Elektroinstallation das verträgt.
Angenehmere Wärme machen Ölradiatoren, das sind elektrisch beheizte, ölgefüllte Heizkörper.

Es gibt unabhängige Berater. Die heißen Gebäudeenergieberater.

70qm sind schon recht viel. Wenn man die nur stundenweise heizt, dann wird man sicherlich mehr als einen Heizlüfter brauchen. Ich schätze mal grob vier Stück je 2000W. Vier Stunden mal 8000W sind 32kWh, das kostet Dich dann bei 20c/kWh schon über 6 EUR.