Ein Leiter (Kupferkabel), welcher als Antenne dient, wird an eine Wechselstromquelle angeschlossen. In Abhängigkeit von der Frequenz (z.B. 50Hz), wird ein magnetisches Feld aufgebaut, bzw. elektromagnetische Strahlung (mit einer Frequenz von 50Hz) ausgesendet.
Kann ich auf diese Art und Weise Radiowellen, Mikrowellen etc. erzeugen, um z.B. Kommunikation zu ermöglichen? Es ist offensichtlich, daß dem nicht so ist. Aber wo liegt der Fehler?
Ein Leiter (Kupferkabel), welcher als Antenne dient, wird an
eine Wechselstromquelle angeschlossen. In Abhängigkeit von der
Frequenz (z.B. 50Hz), wird ein magnetisches Feld aufgebaut,
bzw. elektromagnetische Strahlung (mit einer Frequenz von
50Hz) ausgesendet.
Kann ich auf diese Art und Weise Radiowellen, Mikrowellen etc.
erzeugen, um z.B. Kommunikation zu ermöglichen? Es ist
offensichtlich, daß dem nicht so ist. Aber wo liegt der
Fehler?
Es gibt keinen Fehler, außer der Annahme, es gäbe einen. Es ist nur eine Frage der Frequenz. Wenn die Frequenz im GHz-Bereich liegt, entstehen Mikrowellen, im MHz-Bereich entstehen Radiowellen und bei 50 Hz ultralange Wellen mit etwa 6000 km Wellenlänge. Um auch nennenswerte Leistungen in diesem Frequenzbereich abzustrahlen, müßte eine 50-Hz-Dipolantenne allerdings etwa 3000 km lang sein. Geringste Leistungen werden aber tatsächlich von jedem Netzkabel abgestrahlt. Der menschliche Körper fängt diese Felder wie eine Antenne auf und man kann sie hörbar machen, wenn man mit dem Finger den Eingang einer Stereoanlage berührt. Im Lautsprecher ertönt dann das bekannte Netzbrummen.
Ist also das magnetische Feld, welches durch den
stromführenden Leiter erzeugt wird, mit der
elektromagnetischen Strahlung gleichzusetzen?
Jain, wenn ich nur einen Meßpunkt betrachte, kann ich nicht unterscheiden, ob es sich um ein lokales Feld handelt oder ob eine richtige elektromagnetische Welle an mir vorbeizieht. Da ich es nicht unterscheiden kann, ist es aber letztlich auch egal. Eine genaue Definition habe ich auch noch nicht gelesen. Als Faustregel kann man sich vieleicht merken: Wenn die Ausdehnung eines Feldes größer als die halbe Wellenlänge ist, handelt es sich um elektromagnetische Strahlung, wenn sie kleiner ist, handelt es sich nur um stationäre elektromagnetische Felder. Der Übergang ist allerdings fließend, Bei 6000 km Wellenlänge ( 50 Hz ) hat man es dann vorwiegend mit stationären Feldern zu tun
Besteht ein magnetisches Feld sozusagen aus
elektromagnetischer Strahlung?
Nein, umgekehrt, eine elektromagnetische Strahlung ( Welle ) besteht immer aus einer elektrischen und einer magnetischen Feldkomponente.
Es gibt keinen Fehler, außer der Annahme, es gäbe einen. Es
ist nur eine Frage der Frequenz. Wenn die Frequenz im
GHz-Bereich liegt, entstehen Mikrowellen, im MHz-Bereich
entstehen Radiowellen und bei 50 Hz ultralange Wellen mit etwa
6000 km Wellenlänge. Um auch nennenswerte Leistungen in diesem
Frequenzbereich abzustrahlen, müßte eine 50-Hz-Dipolantenne
allerdings etwa 3000 km lang sein. Geringste Leistungen werden
aber tatsächlich von jedem Netzkabel abgestrahlt. Der
menschliche Körper fängt diese Felder wie eine Antenne auf und
man kann sie hörbar machen, wenn man mit dem Finger den
Eingang einer Stereoanlage berührt. Im Lautsprecher ertönt
dann das bekannte Netzbrummen.
Jörg
Ein kleiner Ergänzungsbeitrag:
Der Sender mit der mir bekannten niedrigsten Frequenz von 25 kHz war Königswusterhausen. Der Zeitnormal-Sender in Mainflingen sendet mit 77 kHz.
MfG.A.Berresheim