Hallo,
Wenn Alkalimetalle in Ammoniak gelöst werden, entsteht ja eine
blaue Lösung, in der sich freie Elektronen nachweisen lassen,
die sich in „Hohlräumen“ zwischen den Ammoniakmolekülen
befinden und angeblich Licht mit einer Wellenlänge von ca.1500
nm absorbieren.
Was ich merkwürdig finde, da diese Elektronen
ja nicht auf ein höheres Energieniveau gehoben werden können.
Wenn die Elektronen in den Hohlräumen eingesperrt sind haben sie auch diskrete Energieniveaus! (Das gilt ganz allgemein: Wenn ein Teilchen in einem Raumgebiet begrenzt ist, besitzt es diskrete Energieniveaus.) Und wenn nun Licht der passenden Frequenz eingestrahlt wird, werden die Elektronen eben ganz normal auf ein höheres Niveau gehoben.
Also nochmal: Für das Vorhandensein von diskreten Niveaus spielt es keine Rolle, ob die Elektronen jetzt in Atomen gebunden sind, oder sonst wie eingesperrt sind.
Da dacht ich mir, das könnte ja daran liegen, dass das
Elektron ja selber auch eine Welle ist, und vielleicht genau
Licht von derselben Wellenlänge absorbiert?
Nein, da bist du ganz falsch. Das hat damit nichts zu tun: Es wird nur Energie absorbiert, wenn die Energie genau gleich der Differenz zweier Energienivaus ist. Fertig.
Das hat mit der Wellenlänge der Elektronen in diesen Nivaus nichts zu tun.
Könnte ich dann eigendlich die Größe der Hohlräume zwischen
den Ammoniakmolekülen aus der Wellenlänge des absorbierten
Lichts ausrechnen?
Ich habe da soeine Formel gefunden,
"Kanten"länge der Hohlräume = Wellenlänge/2 *n
Also, hier die Wellenlänge vom Elektron. Was mach ich dann mit
dem n? Das ist irgendeine natürliche Zahl, aber wie kann man
die rauskriegen?
Diese Zahl n ist die Quantenzahl der Elektronen in dem Hohlraum und geht folgendermaßen in die Energie ein:
E = h_quer²*pi²/(2L²m) * n²
mit:
h_quer: Plancksches Wirkungsquantum
L: Durchmesser des Hohlraums
m: Elektronenmasse
Wenn du nun eine Absorption der Frequenz f beobachtest und davon ausgehst, dass da ein Elektron vom Zustand n=1 in den Zustand n=2 angehoben wurde (erste Anregung), dann hast du:
h*f = h_quer²*pi²/(2L²m) * (2² - 1²)
Da ist jetzt alles bekannt außer L und du kannst den Durchmesser der Hohlräume ausrechnen.
Gruß
Oliver