Hallo zusammen,
ich habe diese Frage vor zwei Jahren schon mal gestellt, bin aber nachdem ein paar gute Antworten gekommen sind aus gesundheitlichen Gründen ausgestiegen. Jetzt geht es aber wieder los und ich habe wieder das gleiche Problem.
Ich bin beruflich mit der Sicherung von freilaufenden und auffälligen Tieren beschäftigt. Dazu benutze ich in Notstandssituationen ( wie Hunde im Strassenverkehr ) ein CO2 Betäubungsgewehr. Der Druck wird manuell je nach Abstand zum Tier eingestellt. Das Problem ist, das ich diesen Druck bei sich bewegenden Zielen ständig von Hand nachkorrigieren muss und so oft viel Zeit verliere. Bis dato passiert das wie folgt:
Separater Entfernungsmesser zeigt mir die Entfernung, ich muss im Kopf den Druck ausrechnen und per Hand über einen Drehknopf einstellen, über ein Zielfernrohr anvisieren und schiessen. Das dauert einfach viel zu lange!!!
Meine Idee: Ein auf der Zieleinrichtung installierter Entfernungsmesser " schickt" die jeweilige Entfernung per Knopfdruck an einen Mikroprozessor, der diese Angabe umrechnet und selbstständig den aktuell benötigten Druck einstellt. Ich benutze das Gewehr bei Abständen von ca. 5 bis 50 Metern. Eine Abstufung in 5 Meter Schritten wäre völlig ausreichend.
Ich hoffe, ich habe das jetzt verständlich ausgedrückt.
Frage : Ist das möglich ?
Danke und Gruss,
Frank Weisskirchen
Hallo,
wie unsportlich. Aber es ist natürlich möglich. Das Hauptproblem ist die Mechanik, da der Druck ja - wie von dir beschrieben - mauell eingestellt werden muß. Wäre es eine gewisse Bastelarbeit und nicht unbedingt von Eleganz geprägt.
mfg, tf
Wie wird der Druck genau eingestellt? Drehregler, Schieberegler, etc?
Wie bekommst du die Daten von dem Entfernungsmesser oder musst du da noch einen kaufen?
Ich würde das jetzt mithilfe von einem Laserentfernungsmesser und nem Mikrocontroller wie dem ATmega realisieren, die Druckeinstellung sollte dann per Schrittmotor rel. einfach sein. Die Sache hat jetzt einen Haken - die normalen Laserentfernungsmesser sind wenn ich mich nicht täusche und dadurch kannst du die nicht einfach an die Waffe montieren, denn ein Laser an der Waffe ist in Deutschland verboten.
Also pass am besten auf, denn da kann man ganz leicht gegen das Kriegswaffenrecht verstoßen.
MFG Johannes
Naja, die „Unsportlichkeit“ wird durch die Notwendigkeit relativiert. Heute kam es zum Beispiel bei einer durchgegangenen Kuh zum Einsatz, die sich ohne dies Mittel ziemlich unkooperativ zeigt.
Wie erwähnt läuft die Druckeinstellung über einen Drehschalter, der - entschuldigt meine Laienhaftigkeit - doch auch durch einen kleinen Stellmotor ersetzt werden könnte, oder?
Eleganz ist wurscht. Das ganze sollte halt erträgliche Ausmasse ( Brillenetui? ) haben. Auch hier ist der Wunsch Vater des Gedankens.
Gruss,
Frank
Hallo,
du bist ja auf dem richtigen Weg. Der Drehschalter müßte durch einen kleinen motor ersetz werden, die Entfernung per Laser gemessen und die Werte durch einen Microprozessor analysiert werden, der dem Motor die entsprechenden Befehle gibt. Und, das Ganze müßte natür eine Spannungsversorgung haben.
mfg, tf
Hallo,
wie bereits oben erwähnt, handelt es sich um einen Drehknopf.
Laserentfernungsmesser habe ich, wobei es sich nicht um einen sichtbaren Laser handelt. Das ganze sieht aus wie ein Fernglas und enthält ein Fadenkreuz, mit dem halt auf sein Opfer zielt und einen Knopf drückt. Die Entfernung erscheint digital in Metern oder Yards.
Die Dinger kommen aus der Jagdbranche.
http://www.warensortiment.de/technische-daten/images…
Das zielen selber kann weiterhin über mein Zielfernrohr laufen. Man müsste die beiden Sachen halt aufeinander ausrichten, so dass sie parallel angebracht sind oder auf dem Fernrohr.
Wie gesagt, Eleganz ist sekundär.
Gruss,
Frank
JAAAAAAAAAA !!!
Aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass solche Dinge meine Kenntnisse hemmungslos übersteigen!
HIIIILFEEE !
Hallo,
was soll ich dazu sagen? Du müßtest halt jemanden finden, der ein mechanisches UND elektronisches Händchen hat.
Ich selbst habe leider nicht die Zeit dafür.
Solltest Du noch den einen oder anderen tip bez. der Programmierung, Microprozessor haben, kann ich dir gerne noch Tips geben.
Waidmannsheil!
tf
Aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass solche Dinge
meine Kenntnisse hemmungslos übersteigen!
HIIIILFEEE !
Hallo,
deine Wünsche sind durchaus erfüllbar, aber das Problem ist, dass die Entwicklung von Mechanik, Hard- und Software halt recht viel Geld kostet, und so viele Jäger ausgebrochener Kühe werden nicht unterwegs sein, dass sich das lohnt. Vielleicht wenn man gesetzlich festlegen könnte, dass jede Polizeiwache sowas haben muss - am besten fängt man wohl damit an, einen erfolgreichen Lobbyisten mit der Sache zu befassen.
Gruss Reinhard
Hallo Frank,
Wie erwähnt läuft die Druckeinstellung über einen
Drehschalter, der - entschuldigt meine Laienhaftigkeit - doch
auch durch einen kleinen Stellmotor ersetzt werden könnte,
oder?
Ich frage mich, ob du den richtigen Ansatz verfolgst?
Möglicherweise ist es einfacher gar nicht den den Druck zu regeln, sondern die Gasmenge. Bei einem konstanten Druck könnte man dies über die Öffnungszeit eines Magnetventils gemacht werden. Man hätte dann einen elektronischen Abzug.
Also das Signal vom Entfernungsmesser wird in eine Öffnungszeit für das Magnetventil umgesetzt. Dies hätte zudem noch den Vorteil, dass die Verstellung fast trägheitslos funktioniert (nur Rechenzeit).
Möglicherweise findet man ein passendes Ventil im Bereich KFZ-Motor-Einspritzung.
MfG Peter(TOO)
Hallo Frank
Ich möchte mal einen Zwischenschritt vorstellen.
Anstelle des µP kann auch ein visueller Abgleich sttfinden.
Über einen auf/ab Taster verstellst Du per Motor die Druckeinstellung.
Die Stellung des Druckschalters läßt Du Dir über einen Faden in der Zieloptik anzeigen.
Gruß
Rochus
Ich nochmal.
was mir natürlich schon helfen würde, wäre ein „Einkaufszettel“, um mir dann jemanden zu suchen, der mir das ganze zusammenbaut.
Gruss,
Frank
Haaaallllooo,
hat jemand Zeit und Lust, mir einen Schalt - oder Bauplan herzustellen?
Damit könnte ich dann Klinken putzen gehen.
Gruss,
Frank