Elontril, auch gegen Angst?

Hallo,

ich bin 23 Jahre alt, habe Depressionen seid ich 13 bin und nehme seid ca. 1 1/2 Jahren Medikamente. Zusätzlich sind mit 20 Angsstörungen aufgetreten. Man verschrieb mit Trevilor,welches aber zu starke Nebenwirkungen aufwies.
Mein Neurologe verschrieb mir nun vor ein paar Tagen Elontril auch bezüglich Ads, welches auch erst vor ein paar Jahren festgestellt wurde.

Ich fühle mich seid langem in einem Punkt, der Konzentration, besser. Ich kann endlich wieder Bücher lesen sowie lernen

Problematik ist aber das ich das Gefühle habe die Angststörungen kommen wieder.
Angst vor Sozialen Kontakten. Und das ist einfach vernichtend für mich, da ich sehr viel mit Menschen zu tun haben muss und auch möchte.

Nun meine Frage
Wird Elontril mir mit der Zeit auch dagegen helfen können?
Wenn nicht, kann man mir etwas zusätzlich gegen Angst geben, welches mich aber nicht in eine Abhängigkeit geraten lassen?

ps: meinen Neurologen kann ich nicht fragen da er sich im Urlaub befindet.

Ich danke euch jetzt schon vielmals für die Antworten

Lg
nadine

Hallo Nadine,

Wird Elontril mir mit der Zeit auch dagegen helfen können?

es ist mir unklar, ob Elontril auch gegen soziale Angst wirkt. Ich schätze aber nicht, da bei anderen Angststörungen bislang kein Wirksamkeitsnachweis für Bupropion vorliegt. Möglicherweise liegt es daran, daß Elontril an einem anderen Botenstoffsystem im Hirn ansetzt als viele andere Antidepressiva, die ja gegen Ängste wirksam sein können. Vielleicht weiß die neuere Forschung aber schon mehr.

Wenn nicht, kann man mir etwas zusätzlich gegen Angst geben,
welches mich aber nicht in eine Abhängigkeit geraten lassen?

Ich würde an Deiner Stelle nicht nur auf die medikamentöse Behandlung setzen. Hast Du schon einmal versucht, mit Psychotherapie an Deiner Situation etwas zu verändern?

Beste Grüße

Hallo, danke erst mal für die Antwort:smile:

Natürlich wäre eine Therapie die eigentlich besser Alternative. Die Problematik liegt nur bei mir in der Zeit welche ich nicht habe.
Zusätzlich muss ich mich auf eine Aufnahmeprüfung vorbereiten da sind alte Emotionen vernichtend.
Ich wäre sehr wahrscheinlich nicht mehr in der Lage in der ersten Zeit mich auf meinen Job und aufs Lernen zu konzentrieren. Deswegen muss ich diesen Mißt erst mal unterdrücken.

Hättest du vielleicht eine gute Idee bezüglich eines zusätzlichen Medikamentes?

LG
Nadine

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Hallo Nadine,

man kann eine Psychotherapie anstatt einer medikamentösen Behandlung oder auch eine Psychotherapie zusätzlich zu einer medikamentösen Behandlung durchführen. Beides ist möglich.

Die Problematik liegt nur bei mir in der Zeit
welche ich nicht habe.

Du hattest in den 10 Jahren, in denen Du Depressionen hast, und in den 3 Jahren, in denen Du Angstsymptome hast, niemals Zeit für eine Therapie? Es fällt mir schwer, das zu glauben.

Hättest du vielleicht eine gute Idee bezüglich eines
zusätzlichen Medikamentes?

Sicherlich könnte ich Dir ein paar Medikamente nennen. Aber zum einen bin ich Psychologe und kein Arzt, und zum anderen wäre es unprofessionell, nur auf Basis einiger weniger Zeilen geschrieben im Internet eine medikamentöse Therapie vorzuschlagen. Ich hoffe, daß Du das verstehst.

Beste Grüße

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Hallo Nadine,

ich bin nicht befugt, Dir irgendwelche Dosierungsvorschläge für Psychopharmaka zu geben. Nur eines muss Dir klar sein: Die verschriebenen Mittel unterdrücken Deine Probleme nur, werden sie aber niemals lösen.
Das kannst Du nur aus eigenem Antrieb unter fachkundiger Anleitung. Ganz klar eine Psychotherapie kann sehr anstrengend und schmerzhaft sein, das sollte Dich aber nicht entmutigen.
Ein blutjunger Mensch wie Du will doch nicht bis ans Lebensende von Medikamenten abhängig sein oder?

Gruß Gerold

Du hattest in den 10 Jahren, in denen Du Depressionen hast,
und in den 3 Jahren, in denen Du Angstsymptome hast, niemals
Zeit für eine Therapie? Es fällt mir schwer, das zu glauben.

Es gab zwischenzeitliche Therapieversuche.
Nur wie dir auch bekannt sein müsste ist es mehr als Problematisch, einen auf die Individuelle Person passenden, Kompetenten Psychotherapeuten zu finden.

Zusätzliche, immer wieder auftretende schwere Lebenssituationen welche lange anhielten, wie die ständige Erniedrigung, das nicht vorhandene Verständniss und die daraus resultierende nicht dagewesende Unterstützung, seitens Eltern oder eine von Gewalt geprägte Beziehung, haben mir es nicht möglich gemacht einen Therapeuten zu suchen bzw. eine Therapie zu führen.

Seid ca. einem Jahr ist meine Psyche wieder akzeptabel afgebaut d.h. ich komme in meinem Leben zurecht, zwar schwer aber es geht. Und da ich mein Leben nicht endgültig verbauen möchte indem ich mir durch meine kaputte Psyche die letzte Zeit nehmen lasse die vorhanden ist um ein Studium zu ergreifen,
werde ich ob ich möchte oder nicht, Medikamente nehmen müssen.
Bis ich dort bin wo ich sein möchte.

Man hat mir diesen Traum immer wieder versucht zu nehmen nur kann dies niemand mehr außer ich selbst.

Dieser Traum bezieht sich auf Musik, ich bin sehr Tallentiert welches von verschiedenen Proffessoren bestätigt wurde. Nur bekam ich auch die Resonanz des Zeitlichen Problems. Dieses ist durch vieler Münder ausgesprochen, meine letzte Chance.

Verstehst du jetzt warum ich diese Medikament nehmen muss?

Sicherlich könnte ich Dir ein paar Medikamente nennen. Aber
zum einen bin ich Psychologe und kein Arzt, und zum anderen
wäre es unprofessionell, nur auf Basis einiger weniger Zeilen
geschrieben im Internet eine medikamentöse Therapie
vorzuschlagen. Ich hoffe, daß Du das verstehst.

Natürlich habe ich verständniss dafür, gerade für Kompetenz.

Die Beratung für die Medikamente übernimmt mein Neurologe.
Ich wollte mir mit dieser Frage nur mehr Transparenz, bezüglich verschiedener Medikamente verschaffen.
Es wäre nur eine Zweitmeinung, welche so denke ich, gerade bei diesen Medikamenten von Vorteil wäre.

Vielen Dank aber nochmals für die Antwort.

LG

Hallo Nadine,

mit Elontril kenne ich mich leider nicht aus, allerdings könntest du dich mit deinem Arzt mal über die Einnahme von Citalopram (Cipramil) unterhalten. Wie schon zuvor hier gesagt unterdrücken diese Medikamente die Angst nur. Langfristig gesehen ist eine Psychotherapie der bestmögliche Weg, um Angststörungen usw. zu bekämpfen und auch zu heilen.
Dass du sagst, dass du im Moment die Angst nur unterdrücken willst, um dein Leben in den Griff zu kriegen, ist einerseits natürlich eine Möglichkeit, andererseits musst du dir im Klaren sein, dass, wenn du jetzt ein Studium beginnst und dir dann erst später eine Psychotherapie suchst, dass du dich dann während des Studiums mit der Bekämpfung der Depressionen/Angststörung „herumschlagen“ musst - und das ist im Normalfall kaum zu schaffen. Studieren ist eben ein Fulltimejob, wofür man als gesunder Mensch schon einiges an Kraft braucht - wenn man aber gleichzeitig auch noch Kraft braucht, um die Angst in den Griff zu kriegen, wird es irgendwann selbst für den stabilsten Menschen zu schwer (und bei psychischen Erkrankungen ist man i.d.R. auch körperlich nicht allzu belastbar sowie anfällig für Stress!).
Natürlich liegt die Entscheidung letztendlich bei dir, aber ich kann dir nur raten, nichts zu überstürzen - deine Hauptaufgabe liegt darin, gesund zu werden!!
Alles Gute