Eltern und erwachsende Kinder

Hallo,
ich weiß nicht, ob ich in dieser Rubrik richtig bin. Denn bei mir handelt es sich um
„jung-erwachsene“ Kinder.
Mein Problem: Wie verhalte ich mich oder wie schaffe ich es, mich abzugrenzen, wenn mein, zumindest schon vom Alter her, erwachsenes Kind, welches nicht mehr bei mir lebt, sein Leben nicht auf die Reihe kriegt keine Verantwortung für sich übernehmen will oder kann? Es macht Schulden (Miete, Telefon etc., lügt, stiehlt und betrügt.
Ich weiß, es ist jetzt einfach, zu empfehlen: Halt Dich da raus. Du kannst nichts machen. Das Kind muß seine eigenen Erfahrungen und Konsequenzen aus seinem Verhalten machen.
Sicher habe ich, kaum Einfluß. Aber ich habe immer noch Hoffnung, daß von irgenwo her Hilfe kommt. Man kann doch einen Menschen nicht so in sein Unglück laufen lassen. Ich würde mich gern mit Eltern austauschen, die vielleicht ähnliche Probleme haben.

Mein Problem: Wie verhalte ich mich oder
wie schaffe ich es, mich abzugrenzen,
wenn mein, zumindest schon vom Alter her,
erwachsenes Kind, welches nicht mehr bei
mir lebt, sein Leben nicht auf die Reihe
kriegt keine Verantwortung für sich
übernehmen will oder kann? Es macht
Schulden (Miete, Telefon etc., lügt,
stiehlt und betrügt.

Hallo Gundel,
ich selber habe zwar noch keine erwachsenen Kinder, aber vertrete seit vielen Jahren die eltern bei meinem Cousin. Er gehört sicher auch zu den Menschen, die „ihr Leben nicht auf die Reihe bringen“. Jetzt ist er nach fünf Jahren scheinbarer Stabilität in die Richtung seiner Eltern gezogen (München) und prompt an Leute geraten, die aus der „Bussi-Bussi-Szene“ kommen und ihm Koks gegeben haben. Ich frage mich, seit dem ich das weiß, wie ich reagieren soll, er ist doch „mein Kind“. Meine Entscheidung ist für mich ausgefallen. Ich habe mit ihm gesprochen und ihm gesagt, daß ich ihn sehr lieb habe, aber jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, wo es mir zu sehr weh tut, ihm dabei zuzusehen, wie er sein Leben ruiniert. Dann habe ich ihm meine Telefonnummer „entzogen“. Ich weiß, daß das hart klingt, aber wenn Du immer wieder da bist und das soziale Netz aufspannst, und sei es nur, daß Du versuchst, ihm mal nen fuffi zuzustecken, hältst Du die Sache am laufen und er hat keinen „Leidensdruck“, um sein Leben in die HAnd zu nehmen. So schwer es auch fallen mag, am ehesten hilfst Du, wenn Du Dich distanzierst, allerdings nicht, ohne zu erklären, warum Du es tust. Auch ich habe signalisiert, daß eine nachweisbare Lebensänderung unsere Beziehung wieder ändern kann, aber den Anfang muß er machen, nicht Du.

Alles Gute

Jutta *die in etwa weiß, wie weh das tut*