Hallo,
warum nehmen meine Eltern mich nicht ernst?
Wenn ich mit irgend einem Problem zu denen komme, was für mich wirklich ein Problem ist und womit man gerne mit jemanden drüber reden möchte, dann fängt meine Mutter sofort irgend ein anderes total unwichtiges Thema an und mein Vater sagt, ich würde spinnen, das stimmt doch alles gar nicht oder so in der Art.
Bin zwar schon volljährig aber mir ist manchmal deswegen total zum heulen zumute. Das stört sie auch nicht, wenn man dann heulend aus dem Zimmer rennt. Jeder andere Mensch ist verständnisvoller und einfühlsamer wie die eigenen Eltern.
Ist das normal so, daß die Probleme der eigenen Kinder nicht gesehen werden wollen?
Liegt es an mir? Mache ich was falsch?
Hallo Nathalie,
ich vermute, dass ich Dir nicht wirklich eine große Hilfe sein kann, aber zum besseren Verständnis vielleicht wenigstens:
Grundsätzlich haben wir alle in bestimmten Zusammenhängen oder Gruppen bestimmte „Rollen“ inne.
Das heißt nicht, dass wir diese Rollen spielen, sondern dass wir sie zum Teil angenommen haben, zum Teil werden sie uns zugeschrieben.
In den meisten Gruppen ist es möglich, diese Rollen zu ändern - außer (meistens) in der Familie: Nirgendwo sind Rollen so festgeschrieben wie in dieser Gemeinschaft.
Was eventuell noch helfen könnte:
Überlege Dir ganz ruhig und genau, wie Deine „Rolle“ in dieser Familie definiert ist. Am besten funktioniert das, indem DU überlegst, welches Verhalten auch für andere Mitglieder denkbar wäre: zum Beispiel wäre es vermutlich für Deine Mutter oder Deinen Vater eher ungewöhnlich, weinend das Zimmer zu verlassen und sich zurückzuziehen…
All sowas ist Teil Deiner Rolle: VIelleicht ist diese Rolle die von jemandem, der noch sehr jung und unvernünftig ist, die Rolle von jemandem, der überreagiert und unvernünftig ist…
Wenn Du Dir darüber klar bist, aus welchem Verhalten und welchen Zuschreibungen diese Rolle zusammengesetzt ist, dann kannst Du ja überlegen, welche Teile davon Du zu-Dir-gehörend empfindest.
Bei der nächsten Diskussion konfrontiere Deine Eltern mit Ihrer unzutreffenden Rolle für Dich.
Das Einzig Schwierige ist, dabei nicht in gewohnte Verhaltensmuster zurückzufallen, die man sich angewöhnt hat, und die natürlich auch von einem erwartet werden… 
Die andere Möglichkeit ist die, die eigenen Eltern in ihren Be- oder Einschränkungen erkennen und sich davon distanzieren zu können. Und damit zu leben, dass man in deren Augen eine gewisse Rolle innehat, auch wenn diese vielleicht nach dem eigenen Gefühl nicht mehr viel mit einem selbst zu tun hat.
Aber dann darf man darüber hinaus natürlich auch nichts erwarten. Es heißt, die Eltern als eigenständige Persönlichkeiten wahrzunehmen, die nicht mehr zuständig sind für Dein erwachsenes Wohlbefinden. Und es heißt, in der Lage zu sein, die Verantwortung für sein eigenes Leben komplett übernehmen zu können.
(Übrigens, wenn einem das nicht gelingt, dann geht es einem wie schätzungsweise 99% der Weltbevölkerung - also völlig normal
…!)
Alles liebe,
Norah
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Ist das normal so, daß die Probleme der eigenen Kinder nicht
gesehen werden wollen?
Liegt es an mir? Mache ich was falsch?
Hallo Nathalie,
vorneweg: ich kann es nicht sagen, denn ich weiss weder um welche Probleme es sich handelt, noch was du für ein Typ bist.
Möglicherweise sehen sie die Probleme wirklich nicht. Das gibt es. Vielleicht sind aus aus Ihrer Sicht gar keine.
Vielleicht liegt es aber auch an dir. Wie „verkaufst“ du Ihnen das Problem? Können sie dich dabei als Erwachsenen ernst nehmen? Entschuldige bitte wenn jetzt noch ein etwas unsensibler Nachsatz kommt, aber: heulend aus dem Zimmer laufen ist nicht gerade ein Zeichen dafür. Das klingt eher nach trotzigem kleinen hilflosem Mädchen. Und Kinder sind bei Problemen selten gleichberechtigte Gesprächspartner.
Gruß Ivo
Hallo Nathalie,
du solltest, wenn du deinen Eltern deine Proble erzählst, und sie dich nicht ernst nehmen, nicht aus dem Zimmer rennen und schon gar nicht heulend. Sag ihnen das es die sehr wichtig ist, das sie dir zuhören und dich ernst nehmen.
Liebe Grüße Manuela
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Lösungsversuche
Servus Nathalie !
Werde ‚mal versuchen, Deine Situation halbwegs strukturiert aufzudröseln.
Was ist ein Problem? Was für Dich eine möglicherweise schwerwiegende Beeinträchtigung bedeutet, ist für einen anderen vielleicht nur ein Fliegenschiß im Weltall. Frei nach dem Motto: „Was macht sie eigentlich, wenn sie 'mal ein wirkliches Problem hat?“. Damit möchte ich Dein in der spezifischen Situation anzusprechendes Problem nicht bagatellisieren, aber die Einschätzungen einer Situation ist eben immer unterschiedlich. Das würde z.B. die Reaktion Deines Vaters erklären, „du spinnst…“. (hab‘ Dich doch nicht so, stell Dich nicht so an, bleib ‚mal auf’m Teppich, is‘ doch alles halb so wild etc.). Die Ablenkungsversuche Deiner Mutter würde ich in diesem Zusammenhang eher unter dem Begriff „konfliktscheu“ deuten. Allerdings alles nur Vermutungen. Du siehst aber dabei , daß jeder seine eigene Sicht und Herangehensweise an das Thema hat. Das bedeutet aber noch nicht, daß Deine Eltern sich nicht für Dich und Deine Probleme interessieren.
Was kannst Du aber nun tun, daß sich die Situation für Dich ändert?
1.) Aufschreiben. Klingt banal, kann Dir aber in mehrfacher Hinsicht helfen. Wenn Du mit Hilfe schriftlicher Notizen Dir selber das „Problem“ en detail vor Augen führst, findest Du vielleicht schnell den Kern des Problems (oft sind Situationen so vielschichtig, daß man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, und wenn man dann die Sache in seine Einzelteile zerlegt [–> Problemanalyse], stellt man fest: „Eigentlich ist an der ganzen Sache nur dieser eine Punkt schwierig…“). Weiterhin schafft das Aufschreiben eine gewisse emotionale Distanz zur Situation, so daß Du bei der Schilderung Deines Problems Deinen Eltern gegenüber nicht sofort in Tränen ausbrechen mußt und gleichzeitig die Geschichte sachlich auf den Punkt bringen kannst. Es ist für den Gegenüber in seiner eigenen Befangenheit nämlich auch nicht einfach, sich auf jemanden einzulassen, der in einem ganzen Wust von „und da ist … und dann kommt auch noch … und überhaupt … und wenn dann noch … und dazu passiert dann noch … und es ist überhaupt alles nur schrecklich …“ sich äußert.
Also: Reduktion auf das Wesentliche und Konkretion. Diese Konkretion auch in der „Forderung“. Wenn Du den Eindruck hast, daß Deine Eltern sich wirklich nicht mit Deinem Problem beschäftigen wollen(!), frag’ sie doch 'mal ganz konkret: „Ihr wollt mir also nicht helfen???“ OK, das sagt sich jetzt relativ lässig vom meinem Sessel aus, aber versuche es einmal. Deinen Eltern könnte dann zu Bewußtsein kommen, daß es da wirklich etwas gibt, bei dem Du nicht alleine weiter kommst und Hilfe von anderen brauchst. Und die nächsten Ansprechpartner sollten in diesem Zusammenhang wohl eher die Eltern sein und nicht der Pommes-Verkäufer an der Ecke.
2.) Rollenspiel. Das ist sozusagen die Meta-Ebene. Wenn Du einen Menschen hast, dem Du vertraust (möglichst nicht aus Deiner Familie), dann „spiel“ mit diesem Menschne die Situation durch, wie Du Deinen Eltern versuchst, Dein Problem zu verdeutlichen, und der/die andere „spielt“ Deine Eltern in der von Dir dargestellten Weise. Dabei kann es (und sollte auch) durchaus hart zugehen, denn je realistischer die Situation, desto besser die Wirkung. Das kann sogar dazu führen, daß Du wieder „heulend aus dem Zimmer rennst“. Dafür sollte es eben ein sehr vertrauter Mensch sein, der Dich nach dem „Spiel“ auch tröstend in den Arm nehmen kann.
Zur Sicherheit solltet ihr ein Codewort vereinbaren, daß in einem ganz anderen Zusammenhang steht, z.B. „Zündkerze“ oder „Spülmittel“, eben etwas ganz Abstruses. Sinn dieses Codeworts ist, daß wenn einem der beiden „Spieler“ die Sache zu heiß wird, beide wissen, daß nach Nennung dieses Codeworts das „Spiel“ sofort beendet ist und man sich wieder im realen Leben befindet.
Voteile des Rollenspiels: Du kannst dabei lernen, emotional gefestigter mit der Situation umzugehen. Zudem könnt Ihr Euch nachher genseitig erklären und analysieren, was beim jeweiligen Gegenüber als schlecht, falsch, unangenehm, nicht angebracht etc. empfunden wurde.
Ich hoffe, daß Dich Obiges jetzt nicht verwirrt hat, sondern Dir helfen konnte.
Ich wünsche Dir alles Gute!
Grüße aus Wien
Helmut
Spontan würde ich sagen (auch wenns hart klingt)
dass sie genervt sind, deiner Probleme überdrüssig sind und sie einfach nicht mehr hören wollen.
Ich denke dabei an meine Schwester, die seit Jahren mit ihren Problemen den Eltern auf den Geist geht… so dass unsere Mutter bei stets wiederkehrenden Themen regelrechte Schreianfälle kriegt. Weil sie einfach die Schnauze voll hat. Und mein Vater wehrt auch ab, indem er meint, sie würde spinnen…
was natürlich nicht der Fall ist, aber ich kann sie nach jahrzentelanger Erziehung bzw. Problem-anhörung und -bewältigung auch verstehen, wenn sie eine Grenze ziehen, eine Pause machen wollen.
Daraus folgt: Such dir (vorübergehend) andere Ansprechpartner und laß sie ein paar Wochen oder Monate einfach mal in Ruhe und warte ab, was passiert, wenn du danach wieder auf sie zugehst und ihnen von deinen Problemen erzählst.
Alles Gute für Dich.
Wieso deine Eltern dich nicht ernst nehmen, kann ich dir nicht sagen. Aber ich denke- so hart dass jetzt auch klingen mag-du wirst dich daran gewöhnen müssen. Man muss sich auf dem Wege in die Erwachsenenwelt irgendwann jemanden suchen, dem du super vertrauen kannst, dem du alle Sorgen und probleme erzählen kannst.
Du musst bedenken, dass deine Eltern ja viel älter sind als du und es ist häufig einfacherer die probleme gleichaltriger zu verstehen, da man ja Ähnliches durchmacht. Deine Eltern hatten ganz bestimmt mal ähnliche Probleme wie du- aber sie haben jetzt mit der Zeit einfach abstand dzu gewonnen- weil sie jetzt älter sind.
Minje
Hi Nathalie,
ob ich noch was nuetzliches beitrage, weiss ich nicht, aber versuchen wir’s wenigstens mal:
Du hast ein Problem. Nun wird es doch wohl Dein Wunsch sein, das Problem zu loesen, oder zumindest es dadurch in Perspektive zu bringen, indem Du mit jemanden darueber redest, der entweder Dich, das Problem oder beides versteht, und Dir daher dabei helfen kann, dieses Problem zu mindern (as they say: geteilte Freude ist doppelte Freude, geteiltes Leid ist halbes Leid).
Nun, so schwer es auch sein mag, vergiss Dein Ziel nicht: naemlich, Dein Problem anzugehen.
Es gibt halt Menschen, die nicht die richtigen Gespraechspartner fuer bestimmte Dinge sind. Das geht mir bei diversen Freunden, aber sehr viel mehr als bei allen anderen Menschen bei meinen eigenen Eltern genauso. Ich kann mit ihnen ueber alles Sachliche reden, aber ueber Gefuehle??
Ich bin mittlerweile schon knapp ueber 30, und hatte frueher auch die Phasen, in denen ich heulend aus dem Zimmer gerannt bin (my entire teenage years, if I think about it). Mittlerweile bin ich aber nicht nur aelter, sondern endlich auch ein bisschen reifer geworden. Wenn ich jetzt mal bei meinen Eltern bin (recht aktuell - Weihnachten ist ja noch nicht allzu lange her), komme ich mir eher wie ne Psychaterin vor. Mein Vater ist nie ueber das Trotzalter von 3 Jahren gekommen.
Meine Mutter kann mit Gefuehlen von keinerlei Art umgehen, ausser in den letzten 2,3 Jahren, wo mein Vater um Weihnachten rum aus nichtexistenten Gruenden am ‚schmollen‘ war, und meine Mutter zum ersten Mal in meiner Anwesendheit weinte!!!
Wenn Du in einem solchen Haushalt aufgewachsen bist, kannst Du nicht auf einmal 30 Jahre spaeter erwarten, dass diese Menschen auf einmal wissen, wie man mit Gefuehlen, sowohl den eigenen als auch denen anderer, umgeht.
Ich sag ja nicht, dass es bei Dir so zugeht oder zuging.
Ich will eigentlich nur ausdruecken, dass Du nicht von Menschen, auch nicht von Deinen Eltern, Dinge erwarten kannst, deren sie nicht maechtig sind. Deine Mutter wechselt ja sicher nicht das Thema, weil ihr Dein Problem egal ist, sondern weil sie nicht weiss, wie sie damit umgehen soll.
So schade es ist, Du wirst entweder Menschen um Dich haben, oder spaeter Menschen finden, mit denen Du ueber genau die Sachen, die Dich zu einem Zeitpunkt fertigmachen, reden kannst. Geh das Problem an - rede mit der Person, die dafuer am ‚geeignetsten‘ ist.
Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass dies nie Deine Eltern sein werden.
So schade das auch ist, gewoehn Dich dran, statt immer wieder gegen ne Wand zu rennen, wobei Du Dich noch schlechter als vorher fuehlst.
Wenn’s Dir mal dreckig geht, und Deine Eltern ein Verhalten von Dir erwarten, dessen Du zu dem Zeitpunkt nicht maechtig bist, dann sag ihnen das. Ich will mich nicht so anhoeren, als wollte ich Dir vorschlagen, Deine Probleme vor Deinen Eltern zu verschweigen.
Aber, wie gesagt, wenn Du ueber ein Problem reden willst, dann mit denen, die DIR SELBST guttun.
Ich hoffe, ich hab nicht mal wieder voelligen Wirrwarr geschrieben - hab sozusagen das ‚mental editing‘ ausgelassen.
Dir alles Gute,
Gruss aus Dublin,
Isabel
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Hi Isabell,
gute Erklärung.Dafür ein Sternchen.
Ich glaube, unsere Mütter sind verwandt *ggg*.
Viele Grüße,
Michaela
Moin Nathalie,
anderes total unwichtiges Thema an und mein Vater sagt, ich
würde spinnen, das stimmt doch alles gar nicht oder so in der
Art.
klingt nach Ablenkung…
heulend aus dem Zimmer rennt. Jeder andere Mensch ist
verständnisvoller und einfühlsamer wie die eigenen Eltern.
Irgendwie klar, denn jeder andere Mensch ist dir nicht so nah wie deine Eltern, kann deine Themen mit Abstand wahrnehmen.
Ist das normal so, daß die Probleme der eigenen Kinder nicht
gesehen werden wollen?
Ich denke, das ist weitverbreitet, dass Eltern davor Angst haben, eben weil sie ihrem Kind nahe sind, sich über dessen Probleme Gedanken zu machen. Dann müssten sie sich ja mit Dingen auseinandersetzen, die sie nie wollten, dass sie ihr eigenes Kind beschäftigen.
Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass Eltern ihr eigenes Kind wirklich völlig egal ist, aber so was muss es wohl auch geben - das wäre dann die zweite Möglichekeit für ihr Verhalten.
Wie reagieren sie denn, wenn du sie fragst, warum sie so reagieren?
Gruß
Gerry
Hallo Nathalie,
mein größter ist zwar erst sieben, aber vielleicht hilft es Dir, wenn ich Dir sage, daß es immer Phasen im Leben gibt, in denen man eines Menschen überdrüssig ist. Das ist völlig normal und auch nicht persönlich gemeint. Ich glaube Deine Eltern haben im Moment zu viel mit sich selbt zu tun und können Deine Probleme nicht nachvollziehen, weil sie viel größere haben, die Du aber nicht kennst.
Vielleicht kommst Du ja weiter, wenn Du sie fragst ob es etwas gibt was Du ihnen gutes tun kannst und dann in ein paar Wochen fragst Du sie nochmal, ob sie Dir bei einem Problem helfen können.
Permanent darauf herunhacken stumpft ja nur ab. Das sollten eigentlich Deine Eltern Dir beibringen aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß man zwischen 20 und 30 die Eltern erzieht. Ich habe mich in dieser Situation zwar anfangs auch nicht wohl gefühlt, aber man gewöhnt sich daran.
Das fällt mir spontan dazu ein, vielleicht hilft es Dir ja weiter.
Gruß, Andy
In diesem Zusammenhang fällt mir jetzt noch etwas ein, was vielleicht ein wenig Licht in die Beziehung zu Eltern bringen könnte: Meine Mutter ist nun 66 Jahre alt und mein Vater bereits verstorben. Erst im vergangenen Jahr habe ich es zum ersten Mal geschafft, mit ihr über Sex zu reden.
Vielleicht trägt diese Erfahrung ja etwas zum Verständnis bei.
Gruß, Andreas
hallo!
ich kann mich zwar nicht über meine eltern beklagen, ihre relativ große gefühlskälte mir sehr emotionsgeladenem menschen gegenüber verletzt mich jedoch auch oft (Bsp: ich hab meiner mutter erzählt, ich hätte jemanden wiedergetroffen mit dem ich gar nicht mehr gerechnet hatte und mir war „fast schlecht vor freude“ geworden. darauf meine mutter: „na du spinnst ja och! du hast ein paar emotionen?!“). ich weiß ja jetzt nicht um was es sich für probleme handelt, aber vielleicht sehen deine eltern die wirklich nicht als probleme an, vielleicht wegen dem altersunterschied, oder weil sie eigene sorgen haben usw.
was würde denn passiern wenn du dich mit ihnen hinsetzt und sagst dass du dich unverstanden fühlst? (ok, meine würde auch die augenbrauen hochziehen…)
und wenns gar nicht geht: musst du denn unbedingt mit deinen eltern über probleme reden? was ist mit freunden, oder meinetwegen auch großeltern, geschwister etc.? oft finde ich die die besseren ansprechpartner. ich z.b. erzähle meinen eltern viel, aber keine wirklich schwerwiegenden seelischen probleme zum bsp. . in der hinsicht sind sie einfach nicht die richtigen zum reden.
gruß
yv
hallo!
ich kann mich zwar nicht über meine eltern beklagen, ihre
relativ große gefühlskälte mir sehr emotionsgeladenem menschen
gegenüber
Bist Du vielleicht deswegen emotionsgeladen, weil Deine Eltern so augeprägt gefühlskalt sind? Jedes System braucht ja alle emotionalen Komponenten in ausgewogener Zusammenstellung.
Andy
nein du machst nix falsch.Du bist so wie du bist und was soll daran falsch sein.Ich bin 28, geschieden,in der Welt rumgekommen,Mutter von einem 5 jährigen und meine Eltern reden mit mir immernoch als wäre ich 14.Ich habs aufgegeben,meinen Psychotherapie ist abgeschlossen und ich lebe damit.
Gruss
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hi! glaub ich eigenltich nicht, denn so bin ich schon seit ich denken kann. das ist einfach mein wesen. man könnte es ja auch umdrehen: meine eltern sind gefühlskalt geworden, weil ich so gefühlsbetont bin. würde ich aber auch nicht als wahr hinstellen. meine eltern waren schon immer so, und ich bin anscheinend auch schon immer so, jedenfalls meinte meine mutter sie hätte schon als ich 2 war festgestellt dass ich komplett anders denke wie sie.
gruß
yv
Hallo
Du könntest recht haben, das ist glaube ich bei meinen Eltern genauso. Allerdings glaube ich, kommt das daher, dass solche (und speziell meine) Eltern sich selbst nicht in der Welt zurechtfinden, mit sich selbst ein Problem haben und total unsicher sind. Das Gute an so einem Elternhaus (alles hat auch seine Vorteile) ist, dass man recht schnell selbstständig wird. Allgemein zu der Sache muss ich mal anmerken, dass es schon extrem bemitleidenswert ist (ist doch wahr), wenn eine MUTTER oder ein VATER kein Ohr für die Probleme seiner Kinder hat. Zwar bin ich der Meinung, dass man wirklich Mitleid haben sollte, denn aus Bösartigkeit macht das kein Elternteil, aber es ist schon erbärmlich.
Jedem, der so ein Elternhaus noch genießt, empfehle ich, viele Freundschaften zu schließen, dann merkt ihr auch, dass nicht Ihr es seid, die eine Macke haben, sondern eure Eltern sich irgendwie gar nicht so verhalten wie andere. Und nicht böse sein - eure Eltern hatten im leben wahrscheinlich weniger Schönes wie ihr!
Gruß
Jessie