Hallo Winkel,
Also der Staat hat nicht die Verpflichtung dein Kind zu
ernähren zu kleiden usw. Das Kindergeld soll dich nur
unterstützen.
Das habe ich nicht behauptet. Da hast du mich auch falsch verstanden.
Hier trifft sich bei „frau“ Realität und Wunschdenken: eine
Tagesmutter sagt: „Ich arbeite und will gerecht entlohnt
werden“ . eine Berufstätige Mutter sagt: „Ich will daß meine
Tagesmutter nur für mein Kind da ist“ Was wäre gerecht?
natürlich die Teilung des Nettolohnes, oder?
Auch hier hast mich nicht richtig verstanden. Jeder soll einen angemessenen Lohn für seine Arbeit bekommen. In der Relation gesehen, sind die Arbeitnehmer dieser Dienstleistung unterbezahlt. Dennoch kann sich Otto-Normal-Verbraucher keine Betreuung für seinen Wurm leisten. Ich zumindest nicht.
Man geht schließlich nicht nur für den
Kindergarten arbeiten, man lebt und finanziert ja noch so
nebenbei sein Heim, Lebensmittel und Auto.
Das ist genau der Ausdruck der heutigen Mentalität in der
bundesdeutschen Gesellschaft: Heim, Lebensmittel, Auto hat
alles seine Berechtigung und draf kosten, was es will. Kind
sind nur Kosten und bringen keinen Nutzen: Kein Dach überm
Kopf, keine Sättigung, und keine Erleichterung in der
Fortbewegung.
Wer sagt das? Mein Ungeborenes steht jetzt schon an erster Stelle. Dafür stelle ich meine eigenen Bedürfnisse zurück. Wer sagt außerdem, dass Heim, Auto und Lebensmittel kosten kann was es will. Jeder hat ein monatliches Budget zur Verfügung. Das heißt: ich kann in keine Vier-Zimmer-Wohnung ziehen, weil sie nicht in mein Budget passt. Ich kann mir auch keinen Kombi irgendeiner Marke vor die Tür stellen. Also vollkommender Blödsinn.
Wenn nach einem halben Jahr auch noch das Erziehungsgeld
wegfällt, sieht es absolut mau aus.
Und warum: weil niemand bereit ist, sich für jemand anderes,
selbst wenn es das eigene Kind ist, einzuschränken.
So ein Quatsch!!! Mein Lieber, wenn du vorher zwei Gehälter mit zwei Personen zur Verfügung hattest und jetzt wo ein Baby kommt mit nur noch einem Gehalt rumknappsen musst, ist das ein schwieriges Unterfangen. Richtig? Da sind 154,00 € Kindergeld und für ein 1/2 Jahr 307,00 € Erziehungsgeld ein Tropfen auf den heißen Stein. Geh mal bitte für vier Wochen auf Vorrat Windeln kaufen. Dann weißt du, was davon übrig bleibt. Das fängst du auch nicht allein mit Einschränken auf. Mal andersherum gesehen, wo bleiben eigentlich meine Bedürfnisse?
Irgendwie - egal wie -
muss dann die Rückkehr in den Beruf möglich gemacht werden.
Man kann sich sonst nur noch von Marmeladenbrote ernähren, die
sind von 154,00 € bezahlbar.
Versteh ich das jetzt richtig: Du hast das Kind gekriegt um
dir vom Kindergeld die Marmeladenbrote zu finanzieren?
Nein, das verstehst du nicht richtig. Es geht hier eigentlich darum, dass Francesco behauptete, dass man von 154,00 € die eigentlichen Kosten einer Kindererziehung einigermaßen auffangen kann. Kleiner Scherzkeks 
Ich bin mittlerweile überzeugt, dass der Staat gar nicht
vorhat, Mütter wieder in das Berufsleben zu integrieren.
Wieso sollte er das auch? Ist das seine Pflicht? Das einzige
was er machen kann ist das fehlende 2. einkommen zu mildern
(Erziehungsgeld/Kindergeld/Steuervorteile etc.)
Es ist nicht seine Pflicht. Du bist immer noch der Meinung, dass man mit den Erziehunggeld (1/2 Jahr), Kindergeld und den Steuervorteilen ein ganzes Gehalt auffangen kann. Sag mal, hast du Kinder? Mildern die Einnahmen die entstehenden Kosten? Ein klein wenig, vielleicht.
Hast du die Einführungrede des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff verfolgt? Eines seiner Ziele ist die Wiedereingliederung von Müttern in deren Berufe. Darauf freue ich mich schon.
Viele Grüße
Yesim