Elternbeitrag Kindergarten!?

Liebe/-r wer-weiss-was Experte/-in,bei der festsetzung des von mir zu zahlenden elternbeitrag für den kindergarten meiner tochter wird von der stadt köln mein brutto jahreseinkommen zu grunde gelegt.Ich bin aber der meinung das eigentlich das zu versteuernde einkommen was von finansamt berechnet wurde und somit niedriger als mein bruttoeinkommen ist zur festsetzung meines eltern beitrages genommen werden muss.

Noch was die tabellen für die einkommens-einstufungen sind aus dem jahr 1993 . Muss das nicht auch alle paar jahre mal angepasst werden? Sonst könnte die stadt köln ja gleich die einkommensverhältnisse von 1950 zu grunde legen und somit zahlt dann jeder die höchtsätze.

Hast Du vieleicht einen Tip zu diesem Tehma?

Gruss Reinhard

Liebe/-r wer-weiss-was Experte/-in,bei der festsetzung des von
mir zu zahlenden elternbeitrag für den kindergarten meiner
tochter wird von der stadt köln mein brutto jahreseinkommen zu
grunde gelegt.Ich bin aber der meinung das eigentlich das zu
versteuernde einkommen was von finansamt berechnet wurde und
somit niedriger als mein bruttoeinkommen ist zur festsetzung
meines eltern beitrages genommen werden muss.

hi reinhard,

es gibt bei den Elternbeiträgen nur wenige Staffeln:

0
wenig Beitrag
mittlerer Beitrag
Höchstbeitrag

die Sprünge bei den Bruttoeinkommen sind so groß, daß die Differenz von Brutto- zu „zuversteuernd“ nicht ins Gewicht fallen.

zudem kommt hinzu, daß viele erst Jahre nach dem Kalenderjahr ihr Einkommen versteuern.

Noch was die tabellen für die einkommens-einstufungen sind aus
dem jahr 1993 . Muss das nicht auch alle paar jahre mal
angepasst werden? Sonst könnte die stadt köln ja gleich die
einkommensverhältnisse von 1950 zu grunde legen und somit
zahlt dann jeder die höchtsätze.

Die Beiträge für die Kindergärten sind auch nicht angepaßt worden. Also was wäre dir lieber? Noch in der niedrigeren Stufe mit höherem Beitrag? oder in der höheren Stufe mit nem Beitrag, der immer noch geringer ist, als der erhöhte Beitrag der Stufe darunter.

gruss
winkel

PS: ne lästerliche Frage am Ende: Was kostet dein Auto im Jahr? Und was zahlst du im Jahr an Kindergartenbeitrag?

Hallo Reinhard,

zusätzlich zu dem, was Winkel geschrieben hat, ist zu ergänzen, dass die Regelungen der Kommune alle Eltern gleichermaßen betreffen und damit wiederum eine vergleichende Gerechtigkeit hergestellt ist.
Wo also ist dann noch das Problem? Wenn es allein darin besteht, dass Kindergartenbeiträge erhoben werden, gebe ich Winkel Recht, der den Vergleich mit anderen Kostenfaktoren im Lebensalltag zieht. Daran gemessen ist der Kindergartenbeitrag wirklich gering. Außerdem wird die Belastung durch mittlerweile 154,- € Kindergeld ein klein wenig abgefedert.

Gruß,
Francesco

Hallo Francesco,

Wo also ist dann noch das Problem? Wenn es allein darin
besteht, dass Kindergartenbeiträge erhoben werden, gebe ich
Winkel Recht, der den Vergleich mit anderen Kostenfaktoren im
Lebensalltag zieht. Daran gemessen ist der Kindergartenbeitrag
wirklich gering. Außerdem wird die Belastung durch
mittlerweile 154,- € Kindergeld ein klein wenig abgefedert.

Mal davon abgesehen, dass man von 154,00 € nicht den Lebensunterhalt eines Kindes bestreiten kann, ist dieser Betrag ein wirklich kleiner Beitrag des Staates. Man muss aber froh sein, dass man überhaubt Zuwendungen vom Staat erhält.

Mittlerweile musste ich mich damit abfinden, nach dem Pflichterziehungsurlaubes von acht Wochen nicht gleich wieder arbeiten zu können. Die Betreuung durch Kinderkrippen (ab ca. 1 1/2 Jahren und bei uns gar nicht möglich) oder Tagesmütter ist zu kostspielig. Man geht schließlich nicht nur für den Kindergarten arbeiten, man lebt und finanziert ja noch so nebenbei sein Heim, Lebensmittel und Auto.

Wenn nach einem halben Jahr auch noch das Erziehungsgeld wegfällt, sieht es absolut mau aus. Irgendwie - egal wie - muss dann die Rückkehr in den Beruf möglich gemacht werden. Man kann sich sonst nur noch von Marmeladenbrote ernähren, die sind von 154,00 € bezahlbar.

Ich bin mittlerweile überzeugt, dass der Staat gar nicht vorhat, Mütter wieder in das Berufsleben zu integrieren. Sie sollen die Babies aufziehen und nicht in die Arbeitslosenstatistik fallen.

Viele Grüße

Yesim

Hi geisha,

Mal davon abgesehen, dass man von 154,00 € nicht den
Lebensunterhalt eines Kindes bestreiten kann, ist dieser
Betrag ein wirklich kleiner Beitrag des Staates. Man muss aber
froh sein, dass man überhaubt Zuwendungen vom Staat erhält.

Also der Staat hat nicht die Verpflichtung dein Kind zu ernähren zu kleiden usw. Das Kindergeld soll dich nur unterstützen.

Mittlerweile musste ich mich damit abfinden, nach dem
Pflichterziehungsurlaubes von acht Wochen nicht gleich wieder
arbeiten zu können. Die Betreuung durch Kinderkrippen (ab ca.
1 1/2 Jahren und bei uns gar nicht möglich) oder Tagesmütter
ist zu kostspielig.

Hier trifft sich bei „frau“ Realität und Wunschdenken: eine Tagesmutter sagt: „Ich arbeite und will gerecht entlohnt werden“ . eine Berufstätige Mutter sagt: „Ich will daß meine Tagesmutter nur für mein Kind da ist“ Was wäre gerecht? natürlich die Teilung des Nettolohnes, oder?

Man geht schließlich nicht nur für den

Kindergarten arbeiten, man lebt und finanziert ja noch so
nebenbei sein Heim, Lebensmittel und Auto.

Das ist genau der Ausdruck der heutigen Mentalität in der bundesdeutschen Gesellschaft: Heim, Lebensmittel, Auto hat alles seine Berechtigung und draf kosten, was es will. Kind sind nur Kosten und bringen keinen Nutzen: Kein Dach überm Kopf, keine Sättigung, und keine Erleichterung in der Fortbewegung.

Wenn nach einem halben Jahr auch noch das Erziehungsgeld
wegfällt, sieht es absolut mau aus.

Und warum: weil niemand bereit ist, sich für jemand anderes, selbst wenn es das eigene Kind ist, einzuschränken.

Irgendwie - egal wie -

muss dann die Rückkehr in den Beruf möglich gemacht werden.
Man kann sich sonst nur noch von Marmeladenbrote ernähren, die
sind von 154,00 € bezahlbar.

Versteh ich das jetzt richtig: Du hast das Kind gekriegt um dir vom Kindergeld die Marmeladenbrote zu finanzieren?

Ich bin mittlerweile überzeugt, dass der Staat gar nicht
vorhat, Mütter wieder in das Berufsleben zu integrieren.

Wieso sollte er das auch? Ist das seine Pflicht? Das einzige was er machen kann ist das fehlende 2. einkommen zu mildern (Erziehungsgeld/Kindergeld/Steuervorteile etc.)

Sie

sollen die Babies aufziehen und nicht in die
Arbeitslosenstatistik fallen.

Diese Beweggründe dem Staat zu unterstellen ist falsch!

gruss
winkel

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Hallo Winkel,

Also der Staat hat nicht die Verpflichtung dein Kind zu
ernähren zu kleiden usw. Das Kindergeld soll dich nur
unterstützen.

Das habe ich nicht behauptet. Da hast du mich auch falsch verstanden.

Hier trifft sich bei „frau“ Realität und Wunschdenken: eine
Tagesmutter sagt: „Ich arbeite und will gerecht entlohnt
werden“ . eine Berufstätige Mutter sagt: „Ich will daß meine
Tagesmutter nur für mein Kind da ist“ Was wäre gerecht?
natürlich die Teilung des Nettolohnes, oder?

Auch hier hast mich nicht richtig verstanden. Jeder soll einen angemessenen Lohn für seine Arbeit bekommen. In der Relation gesehen, sind die Arbeitnehmer dieser Dienstleistung unterbezahlt. Dennoch kann sich Otto-Normal-Verbraucher keine Betreuung für seinen Wurm leisten. Ich zumindest nicht.

Man geht schließlich nicht nur für den

Kindergarten arbeiten, man lebt und finanziert ja noch so
nebenbei sein Heim, Lebensmittel und Auto.

Das ist genau der Ausdruck der heutigen Mentalität in der
bundesdeutschen Gesellschaft: Heim, Lebensmittel, Auto hat
alles seine Berechtigung und draf kosten, was es will. Kind
sind nur Kosten und bringen keinen Nutzen: Kein Dach überm
Kopf, keine Sättigung, und keine Erleichterung in der
Fortbewegung.

Wer sagt das? Mein Ungeborenes steht jetzt schon an erster Stelle. Dafür stelle ich meine eigenen Bedürfnisse zurück. Wer sagt außerdem, dass Heim, Auto und Lebensmittel kosten kann was es will. Jeder hat ein monatliches Budget zur Verfügung. Das heißt: ich kann in keine Vier-Zimmer-Wohnung ziehen, weil sie nicht in mein Budget passt. Ich kann mir auch keinen Kombi irgendeiner Marke vor die Tür stellen. Also vollkommender Blödsinn.

Wenn nach einem halben Jahr auch noch das Erziehungsgeld
wegfällt, sieht es absolut mau aus.

Und warum: weil niemand bereit ist, sich für jemand anderes,
selbst wenn es das eigene Kind ist, einzuschränken.

So ein Quatsch!!! Mein Lieber, wenn du vorher zwei Gehälter mit zwei Personen zur Verfügung hattest und jetzt wo ein Baby kommt mit nur noch einem Gehalt rumknappsen musst, ist das ein schwieriges Unterfangen. Richtig? Da sind 154,00 € Kindergeld und für ein 1/2 Jahr 307,00 € Erziehungsgeld ein Tropfen auf den heißen Stein. Geh mal bitte für vier Wochen auf Vorrat Windeln kaufen. Dann weißt du, was davon übrig bleibt. Das fängst du auch nicht allein mit Einschränken auf. Mal andersherum gesehen, wo bleiben eigentlich meine Bedürfnisse?

Irgendwie - egal wie -

muss dann die Rückkehr in den Beruf möglich gemacht werden.
Man kann sich sonst nur noch von Marmeladenbrote ernähren, die
sind von 154,00 € bezahlbar.

Versteh ich das jetzt richtig: Du hast das Kind gekriegt um
dir vom Kindergeld die Marmeladenbrote zu finanzieren?

Nein, das verstehst du nicht richtig. Es geht hier eigentlich darum, dass Francesco behauptete, dass man von 154,00 € die eigentlichen Kosten einer Kindererziehung einigermaßen auffangen kann. Kleiner Scherzkeks :wink:

Ich bin mittlerweile überzeugt, dass der Staat gar nicht
vorhat, Mütter wieder in das Berufsleben zu integrieren.

Wieso sollte er das auch? Ist das seine Pflicht? Das einzige
was er machen kann ist das fehlende 2. einkommen zu mildern
(Erziehungsgeld/Kindergeld/Steuervorteile etc.)

Es ist nicht seine Pflicht. Du bist immer noch der Meinung, dass man mit den Erziehunggeld (1/2 Jahr), Kindergeld und den Steuervorteilen ein ganzes Gehalt auffangen kann. Sag mal, hast du Kinder? Mildern die Einnahmen die entstehenden Kosten? Ein klein wenig, vielleicht.

Hast du die Einführungrede des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff verfolgt? Eines seiner Ziele ist die Wiedereingliederung von Müttern in deren Berufe. Darauf freue ich mich schon.

Viele Grüße

Yesim