Elternführerschein (etwas länger)

Hi,
eigentlich ist es nicht eine Frage sondern mehr Frust ablassen, weil ich eh nichts machen kann…

Ich war letztens bei meinem Bruder auf der Geburstagsfeier, bei der auch die komplette Verwandschaft meiner Schwägerin eingeladen war.

Dort war auch der Neffe meiner Schwägerin und dieser Junge hat mich auf die Palme gebracht.
Nachdem es eine große Feier war, waren dort auch einige Kinder (ich schätze mal so im Alter von einem halben Jahr bis 7 Jahre) und mein Bruder hat für seine beiden Kleinen so ne Art Spielplatz draussen gebaut (Rutsche, Mehrere Schaukeln, Spielhaus und Sandkasten) und dort haben alle Kinder mehr oder weniger einträchtig miteinander gespielt, bis eben jenes Kind (7), nennen wir ihn mal Dennis, kam.

Sorry den Ausdruck, aber er hat sich benommen wie ein Paradebeispiel eines Arschlochkindes. Er hat eigentlich nur unfrieden gestiftet, den Kindern den Ball weggenommen und auf die Straße gekickt. Jedem gesagt das sein Spielzeug zu Hause viel toller ist und meine Nichte (3) hat wenn er ihr auch nur auf zwei Schritte nahegekommen ist zum brüllen angefangen, ich hab sie dann gefragt was los ist und sie hat mir erzählt, das er sie immer umwirft und schlägt.

Meine Aufgabe war eigentlich den Babysitter für alle Kinder zu spielen, aber eigentlich bin ich nur Dennis hinterhergelaufen und hab versucht zu schlichten.

Dabei gab es eine wirklich gefährliche Situation wo er versucht hat ein Kind von der Rutsche zu schubsen. Also bin ich hin und er ist sofort davongelaufen und ich ihm natürlich hinterher und ich wollte nur mit ihm reden, warum er das tut. Als ich ihn eingeholt habe hab ich ihn an den Schultern genommen (wirklich nicht fest *schwör*) und er ist sofort in Deckung gegangen, als ob er erwartet hätte, dass ich ihn schlage *entsetztschau*.
Ich hab ihn dann (mit meiner sanftesten Stimme) gefragt warum er das getan hat und ob er nicht weiß, dass das gefährlich ist und er dem anderen Kind ganz schön weh tun kann. Er hat dann nur zur Seite geschaut und hatte Tränen in den Augen. Ich hab ihm dann gesagt, dass das ja nicht so schilmm ist und die Rutsche für alle da ist und ihm über den Kopf gestrichen und da hat er mich mit ganz großen Augen angeschaut und ist den ganzen restlichen Nachmittag nicht mehr von meiner Seite gewichen. Besser benommen hat er sich zwar nicht wirklich, aber ich hatte das Gefühl, dass er einfach nicht anders kann…

Nach der Situation ist er ein wenig aufgetaut und wir haben dann zusammen im Sandkasten gespielt und Dennis hat mir sogar was von der Schule erzählt, mir ist dabei aufgefallen, dass er sich sehr schwer im Satzbau tut und noch viele Fehler macht, die mein Neffe, der immerhin 2 Jahre jünger ist nicht mehr macht (also nicht das ich meinen Neffen für so begabt halte, aber er ist halt für seine 5 angemessen, was der andere für seine 7 nicht war). Und auch beim förmchen Backen hat er eigentlich mehr kaputt gemacht, ich glaub das war nicht mal Absicht, sondern eher Ungeschicklichkeit.

Beim Essen gabs dann großes Gezeter weil er nichts essen wollte. Seine Mutter hat dann gesagt, der isst nur Nudeln mit Ketchup (und meine Schwägerin hat sie sogar noch extra gemacht), aber das wollte er auch nicht und naja, großes Geschrei. Die Familie ist dann auch gefahren, weil sie sich um ihre Pferde kümmern musste (ich hab da so ne Ahnung was mit dem Kind los ist).

Nun gut ich hab mich dann mit meinem Bruder später unterhalten und der hat mir dann erzählt, dass die Mutter ausser ihren 4 Pferden nix im Kopf hat und die zwei Kinder (der Kleinere ist mir nicht so aufgefallen, weil er sich eher unauffällig in die Gruppe eingefügt hatte) eigentlich den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen.

Bei Dennis wurde im Kindergarten festgestellt das er schielt (das sieht man doch schon früher) und das der Kinderarzt dann angeordnet hat um das zu korrigieren dem Kleinen eine Brille aufzusetzen und das Auge abzukleben. Und es anscheinend keine zwei Wochen gedauert hat, bis die Brille verschwunden war und der Junge schielt immer noch.

Dann wurde von der Kindergärnterin empfohlen den jungen in einen Förderkindergarten zu tun, weil er sonst nicht „normal“ eingeschult werden kann. Leider hätte man ihn zu dem Förderkindergarten fahren müssen und das war der Mutter (also der Vater hat einen Bauernhof zu bewirtschaften, der sagt immer nur „jetzt redet nicht so viel“) zu aufwendig und er ist weiterhin in den „normalen“ Kindergarten der im Ort fast gegenüber dem Wohnhaus ist gegangen.

Dennis konnte dann nicht in eine normale Grundschule eingeschult werden und ist jetzt in der Förderschule gelandet (was ja ganz praktisch ist, weil die Kinder werden zu Hause abgeholt *augenverdreh*).

Irgendwie hat mich das total betroffen gemacht, weil so wie sich der Junge benimmt, würde man ihn buchstäblich am liebsten an die Wand klatschen. Mein Bruder hat gesagt, das er AD hat also nicht ADS sondern wirklich ein Aufmerksamkeitsdefizit und er hat anscheinend nur gelernt, dass er Aufmerksamkeit bekommt, wenn er etwas zerstört.

Auf der Feier, waren viele Eltern total Dankbar, dass ich mich als Babysitter angeboten hatte und sie in Ruhe die Feier genießen konnten, aber sie kamen trotzdem ab und zu um nach den Kleinen zu gucken und um die Sandtorten, die die Kinder gebacken hatten zu bewundern, aber die Eltern von Dennis kamen kein einziges mal.

Ich fürchte nur, dass ich da nicht viel machen kann, weil den Jungen sehe ich höchstens an den Familienfeiern, aber irgenwie macht es mich trotzdem sehr traurig, wie manche Eltern ihre Kinder verkommen lassen. Also nicht offensichtlich, er hat ja alles was er braucht, Kleidung, Spielzeug und Nahrung, aber Emotional kommt er mir schon ein wenig verwahrlost vor :frowning:

Tut mir leid, dass es so lange geworden isst, aber das musste ich irgenwie loswerden, weil es mich ganz schön bewegt hat.

Viele Grüße
/silvl (grad in ziemlich trauriger Stimmung)

Hallo silvl,

Tut mir leid, dass es so lange geworden isst, aber das musste
ich irgenwie loswerden, weil es mich ganz schön bewegt hat.

jetzt musste ich doch Dir auf Deinen Bericht und für die Anteilnahme an Dennis’ Schicksal ein Sternchen geben.

Gruß, Karin

…über so ein Verhalten der Eltern könnte ich mich auch nur aufregen - die Schwägerin meines Mannes ist da so ähnlich drauf. Allerdings ist sie noch der Meinung sie sei die Übermutter schlecht hin. Wenn einer nicht hört, keine Benimmregeln kennt, nur Unfug anstellt, den ganzen Tag vorm TV sitzt , meines Erachtens auch nicht den Intellekt hat, den eine 9jährige haben sollte etc. ist das ihr Kind. Und das schlimme an der Sache ist, dass die Kinder immer mehr isoliert werden, da keiner mehr mit ihnen spielen will ;o(

Eine Möglichkeit vielleicht auch in Deinem Fall ist das Aufsuchen eines Ergotherapeuten. Die können mit ein paar gezielten Behandlungen die motorischen Probleme und damit auch in der Regel einige psychische und andere entwicklungsbedingte Rückstände aufarbeiten. Ansonsten würde vieleicht noch das Einschalten des Jugendamtes helfen? Manche Gemeinden sind da sehr hinter her, da diese Kinder hohe Spätfolgen verursachen.

Hallo Alexandra,

das mit dem Ergotherapeuten (habe eigene Erfahrungen damit bei meinem Sohn) ist eine gute Sache, wenn die Eltern / die Mutter den Sinn sehen, und daran zweifele ich nach den Beschreibungen der Ursprungsposterin doch sehr.

Schade,
WB

Hi Silvl,

Dort war auch der Neffe meiner Schwägerin und dieser Junge hat
mich auf die Palme gebracht.
Nachdem es eine große Feier war, waren dort auch einige Kinder
(ich schätze mal so im Alter von einem halben Jahr bis 7
Jahre) und mein Bruder hat für seine beiden Kleinen so ne Art
Spielplatz draussen gebaut (Rutsche, Mehrere Schaukeln,
Spielhaus und Sandkasten) und dort haben alle Kinder mehr oder
weniger einträchtig miteinander gespielt, bis eben jenes Kind
(7), nennen wir ihn mal Dennis, kam.

Welch ein Zufall,ich kenne auch einen Jungen Namens Dennis (10 J)der die gleichen Verhaltensmuster zeigt .

Sorry den Ausdruck, aber er hat sich benommen wie ein
Paradebeispiel eines Arschlochkindes. Er hat eigentlich nur
unfrieden gestiftet, den Kindern den Ball weggenommen und auf
die Straße gekickt. Jedem gesagt das sein Spielzeug zu Hause
viel toller ist und meine Nichte (3) hat wenn er ihr auch nur
auf zwei Schritte nahegekommen ist zum brüllen angefangen, ich
hab sie dann gefragt was los ist und sie hat mir erzählt, das
er sie immer umwirft und schlägt.

Genau wie der Dennis den ich kenne.;o(

Meine Aufgabe war eigentlich den Babysitter für alle Kinder zu
spielen, aber eigentlich bin ich nur Dennis hinterhergelaufen
und hab versucht zu schlichten.

Endlich hatte er Aufmerksamkeit*grummel*so falsch wie das auch ist,es geht bei solchen Kindern nicht anders, damit kein anderes Kind verletzt wird.

Dabei gab es eine wirklich gefährliche Situation wo er
versucht hat ein Kind von der Rutsche zu schubsen. Also bin
ich hin und er ist sofort davongelaufen und ich ihm natürlich
hinterher und ich wollte nur mit ihm reden, warum er das tut.
Als ich ihn eingeholt habe hab ich ihn an den Schultern
genommen (wirklich nicht fest *schwör*) und er ist sofort in
Deckung gegangen, als ob er erwartet hätte, dass ich ihn
schlage *entsetztschau*.

Ich bin mir so ziemlich sicher,das dieses Kind geschlagen wird .

Ich hab ihn dann (mit meiner sanftesten Stimme) gefragt warum
er das getan hat und ob er nicht weiß, dass das gefährlich ist
und er dem anderen Kind ganz schön weh tun kann. Er hat dann
nur zur Seite geschaut und hatte Tränen in den Augen.

Es tat ihm leid,aber er kann mit seinen Gefühlen nicht umgehen,weil er es nie gelernt hat.Seelisch-verwahrlost.

Ich hab
ihm dann gesagt, dass das ja nicht so schilmm ist

Was war nicht so schlimm?

und die
Rutsche für alle da ist und ihm über den Kopf gestrichen und
da hat er mich mit ganz großen Augen angeschaut und ist den
ganzen restlichen Nachmittag nicht mehr von meiner Seite
gewichen.

Er sucht nähe,versucht dazu zugehören,versucht zu verstehen,geht mir mit meinen Dennis auch so.

Besser benommen hat er sich zwar nicht wirklich,
aber ich hatte das Gefühl, dass er einfach nicht anders
kann…

Ja,so ist es.Er kann nicht anders,weil es ihm keiner zeigt,wie es anders geht,traurig.

Nach der Situation ist er ein wenig aufgetaut und wir haben
dann zusammen im Sandkasten gespielt und Dennis hat mir sogar
was von der Schule erzählt, mir ist dabei aufgefallen, dass er
sich sehr schwer im Satzbau tut und noch viele Fehler macht,
die mein Neffe, der immerhin 2 Jahre jünger ist nicht mehr
macht (also nicht das ich meinen Neffen für so begabt halte,
aber er ist halt für seine 5 angemessen, was der andere für
seine 7 nicht war). Und auch beim förmchen Backen hat er
eigentlich mehr kaputt gemacht, ich glaub das war nicht mal
Absicht, sondern eher Ungeschicklichkeit.

Was mir bestätigt,das sich zu Hause keiner um ihn kümmert,oder zu viel und er keine Grenzen kennt.

Beim Essen gabs dann großes Gezeter weil er nichts essen
wollte. Seine Mutter hat dann gesagt, der isst nur Nudeln mit
Ketchup (und meine Schwägerin hat sie sogar noch extra
gemacht), aber das wollte er auch nicht und naja, großes
Geschrei.

Bei meinen Dennis kümmern sich 3 Erwachsene um sein Wohlbefinden,er wird angezogen,gewaschen,gekämmt,Zähne werden geputzt,der Arsch abgewischt…und natürlich kriegt er das zu Essen,was er möchte und wenn halt 3 mal oder öfter gekocht wird,Hauptsache er ist dann ruhig.*aus der Haut fahr*

Die Familie ist dann auch gefahren, weil sie sich um
ihre Pferde kümmern musste (ich hab da so ne Ahnung was mit
dem Kind los ist).

Ja,ist doch nicht schlimm ,das die Familie sich um ihre Pferde kümmert,aber wahrscheinlich ist es so,das die Kinder dabei ausgegrenzt werden ,anstatt sie mit einzubeziehen.Ist das auch Deine Ahnung?

Nun gut ich hab mich dann mit meinem Bruder später unterhalten
und der hat mir dann erzählt, dass die Mutter ausser ihren 4
Pferden nix im Kopf hat und die zwei Kinder (der Kleinere ist
mir nicht so aufgefallen, weil er sich eher unauffällig in die
Gruppe eingefügt hatte) eigentlich den ganzen Tag vor dem
Fernseher sitzen.

Ja genau,da bestätigt sich leider unser Verdacht.;o(

Bei Dennis wurde im Kindergarten festgestellt das er schielt
(das sieht man doch schon früher) und das der Kinderarzt dann
angeordnet hat um das zu korrigieren dem Kleinen eine Brille
aufzusetzen und das Auge abzukleben. Und es anscheinend keine
zwei Wochen gedauert hat, bis die Brille verschwunden war und
der Junge schielt immer noch.

Dann wurde die Brille weggelegt,wäre ja auch viel zu anstrengend,Kind darauf hin zuweisen,das er seine Brille tragen muss,wenn er doch halt nicht will.
Bei meinen Dennis ist es die Zahnspange,wenn er doch nicht will.*stöhn*

Dann wurde von der Kindergärnterin empfohlen den jungen in
einen Förderkindergarten zu tun, weil er sonst nicht „normal“
eingeschult werden kann. Leider hätte man ihn zu dem
Förderkindergarten fahren müssen und das war der Mutter (also
der Vater hat einen Bauernhof zu bewirtschaften, der sagt
immer nur „jetzt redet nicht so viel“) zu aufwendig und er ist
weiterhin in den „normalen“ Kindergarten der im Ort fast
gegenüber dem Wohnhaus ist gegangen.

Was erwartest Du?Das Mutter sich kümmert.

Dennis konnte dann nicht in eine normale Grundschule
eingeschult werden und ist jetzt in der Förderschule gelandet
(was ja ganz praktisch ist, weil die Kinder werden zu Hause
abgeholt *augenverdreh*).

Jupp,mein Dennis wird auch abgeholt,ganz praktisch.*auch Augenverdreh*

Irgendwie hat mich das total betroffen gemacht, weil so wie
sich der Junge benimmt, würde man ihn buchstäblich am liebsten
an die Wand klatschen. Mein Bruder hat gesagt, das er AD hat
also nicht ADS sondern wirklich ein Aufmerksamkeitsdefizit und
er hat anscheinend nur gelernt, dass er Aufmerksamkeit
bekommt, wenn er etwas zerstört.

Das nehme ich auch stark an und er wird ohne Grenzen erzogen.

Auf der Feier, waren viele Eltern total Dankbar, dass ich mich
als Babysitter angeboten hatte und sie in Ruhe die Feier
genießen konnten, aber sie kamen trotzdem ab und zu um nach
den Kleinen zu gucken und um die Sandtorten, die die Kinder
gebacken hatten zu bewundern, aber die Eltern von Dennis kamen
kein einziges mal.

Die waren ja auch froh,was erwartest Du,die Mutter von meinen Dennis läßt sich auch nicht blicken.

Ich fürchte nur, dass ich da nicht viel machen kann, weil den
Jungen sehe ich höchstens an den Familienfeiern, aber irgenwie
macht es mich trotzdem sehr traurig, wie manche Eltern ihre
Kinder verkommen lassen. Also nicht offensichtlich, er hat ja
alles was er braucht, Kleidung, Spielzeug und Nahrung, aber
Emotional kommt er mir schon ein wenig verwahrlost vor :frowning:

Das macht mich auch sehr traurig,ich verstehe sowas einfach nicht,genauso wenig verstehe ich das manch 5 jähriger mehr Elektro-Geräte im Zimmer hat,als die Mutter in der Küche.Was ist bloß mit solchen Eltern los?

Tut mir leid, dass es so lange geworden isst, aber das musste
ich irgenwie loswerden, weil es mich ganz schön bewegt hat.

Ich wollte nie drüber schreiben,aber Dein Posting hat mich irgendwie mitgerissen.

Viele Grüße
/silvl (grad in ziemlich trauriger Stimmung)

LG Biene *auch traurig*

Hi,

mir fällt noch spontan das Lied von den Ärzten oder Toten Hosen ein(weiß nicht so genau)heißt glaub ich „Arschloch“

Da heißt es im Text.Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe…und Deine Eltern hatten niemals für Dich Zeit…

Hi Sabine,
das ist doch irgendwie total schlimm, das du auch so einen Dennis (manchmal habe ich das Gefühl, dass bestimmte Namen kein Zufall sind… ohne einem Dennis nahetreten zu wollen). Das heißt doch, dass solche soziale Verwahrlosung, wie ich es bei dem Kind erlebt habe kein Einzelfall ist :frowning:

Endlich hatte er Aufmerksamkeit*grummel*so falsch wie das auch
ist,es geht bei solchen Kindern nicht anders, damit kein
anderes Kind verletzt wird.

Ja leider, ich hätte ihn am liebsten ignoriert, aber dann wäre früher oder später ein Kind von der Rutsche geflogen *sigh*.

Ich bin mir so ziemlich sicher,das dieses Kind geschlagen wird

Da bin ich mir auch ziemlich sicher, weil das mit dem hinterherlaufen ihn an den Schultern nehmen und ihm ganz fest in die Augen schauen und fragen was das soll, hab ich von meiner Schwägerin gelernt, die das immer mit ihren Kindern macht, wenn sie was angestellt haben und das ich wenn ich auf meinen Neffen oder Nichte aufpasse auch machen soll. Jedenfalls schauen sie dann meistens (wenn sie genau wissen das sie das nicht hätten machen sollen) auch betreten zu Boden und dann wird schuldbewusst genickt). Aber sie schrecken nicht so angstvoll zurück.

Das ist irgendwie so das Schlimmste, weil bei meinem Neffen und meiner Nichte sehe ich wie es anders laufen kann. Meine Schwägerin hat auch viel um die Ohren und trotzdem hatte sie Zeit für Pekip, Babyschwimmen, Musikgruppen und aufn Flohmarkt für Klamotten und Spielzeug.
Die Kinder sind hochzufrieden mit den Second Hand Sachen, weil meine Schwägerin natürlich nur Sachen aussucht denen man es nicht ansieht, das sie Gebraucht sind.

Dennis hat bei allem gefragt ob das neu ist und was es gekostet hat und erzählt, was er für Sachen hat und wie teuer die waren.
Und die Mutter von ihm jammert ständig über Geldmangel… äussert sich aber ebenfalls abfällig über die Bekleidung der Kinder. Ich glaub die ist nur neidisch, weil die Kinder immer Sachen von Esprit und SOliver anhaben, allerdings eben weil die auf den Flohmärkten für einen Bruchteil ihres Urspurngspreises verkauft werden und Kleinkinder können die Sachen ja gar nicht aufarbeiten, weil sie viel zu schnell rauswachsen… Mal abgesehen davon kauft meine Schwägerin die Sachen auch deshalb, weil die schon öfters gewaschen wurden und evtl. Schadstoffe von der Herstellung schon draussen sind.

Es tat ihm leid,aber er kann mit seinen Gefühlen nicht
umgehen,weil er es nie gelernt hat.Seelisch-verwahrlost.

wahrscheinlich :frowning:

Ich hab
ihm dann gesagt, dass das ja nicht so schilmm ist

Was war nicht so schlimm?

Mir ist nichts besseres eingefallen und er tat mir so leid, wie er da stand und versucht hat die Tränen zu unterdrücken…

Bei meinen Dennis kümmern sich 3 Erwachsene um sein
Wohlbefinden,er wird angezogen,gewaschen,gekämmt,Zähne werden
geputzt,der Arsch abgewischt…und natürlich
kriegt er das zu Essen,was er möchte und wenn halt 3 mal oder
öfter gekocht wird,Hauptsache er ist dann ruhig.*aus der Haut
fahr*

Ja stimmt so hab ich das noch gar nicht gesehen, die Mutter kocht nämlich auch 3 verschiedene Gerichte, hauptsache die Kinder essen was und sind ruhig.

Ja,ist doch nicht schlimm ,das die Familie sich um ihre Pferde
kümmert,aber wahrscheinlich ist es so,das die Kinder dabei
ausgegrenzt werden ,anstatt sie mit einzubeziehen.Ist das auch
Deine Ahnung?

Ja, so ungefähr, ich bin selbst lange geritten und das ist nicht die erste Pferdeverrückte die ich kennengelernt habe, die vor lauter Pferd(en) alles andere (vor allem die Kinder) vernachlässigt hätte.
Die Kinder werden nicht miteinbezogen, sondern eben vor den Fernseher gesetzt. Die Pferde stehen ja praktisch neben dem Wohnhaus, da können sie ja wenn was wäre einfach rauskommen. Und Dennis muss auch mal auf ein Pferd losgegangen sein (was mich nicht weiter wundert)

Dann wurde die Brille weggelegt,wäre ja auch viel zu
anstrengend,Kind darauf hin zuweisen,das er seine Brille
tragen muss,wenn er doch halt nicht will.

Die Brille wurde gestohlen!! Behauptet er… Und die Eltern haben ungefähr gesagt, wenn er nicht drauf aufpassen kann kriegt er auch keine neue. *aaaaaaaaahahahahah*

Was erwartest Du?Das Mutter sich kümmert.

Ach ja stimmt wie konnte ich auch nur daran denken…

Das nehme ich auch stark an und er wird ohne Grenzen erzogen.

Ich denke die Grenze ist, wenn er prügel bekommt :frowning:

Das macht mich auch sehr traurig,ich verstehe sowas einfach
nicht,genauso wenig verstehe ich das manch 5 jähriger mehr
Elektro-Geräte im Zimmer hat,als die Mutter in der Küche.Was
ist bloß mit solchen Eltern los?

Ja das frage ich mich auch, ich meine man hat doch die Wahl, wenn es einem zu unbequem ist, dann bekommt man halt einfach keine Kinder. Verstehen die Leute nicht was sie da für eine Verantwortung auf sich laden?

Ich bin ja mal gespannt in drei Wochen hat mein Neffe Geburstag, was Dennis da wieder alles einfällt. *schondavorgraus*
Mein Bruder ist schon am überlegen, ob er ihn zum Kindergeburstag gar nicht erst einläd, sondern man ein Familienkaffeetrinken macht, wo die dann eingeladen sind. *sigh*
Aber dann gäbs Familienkrach, weil die Mutter würde niemals auch nur auf die Idee kommen, das ihr Sohn das Problem ist. Es sind ja auch immer die anderen schuld, also der Arzt, ist schuld weil er kein Mittel hatte um das Schielen wegzuzaubern. Der Staat ist wahrscheinlich daran schuld, dass íhnen keinen Förderkindergarten vor die Türe gebaut wurde (mal abgesehen davon, dass das Wunderkind Dennis ja nur ein verkanntes Genie ist und so einen Kindergarten gar nicht gebraucht hätte…) und meine Nichte ist schuld wenn er sie schlägt, bzw. sie sagt das nur weil sie so ne „Matz“ (Zitat) ist. Dennis ist nämlich schlau genug die Kleine zu schubsen wenn es keiner sieht. Aber ehrlich gesagt glaub ich da eher meiner Nichte…

Das ist alles ein ziemliches Dilemma, weil um dem Jungen zu helfen müsste er meines Erachtens von der Familie weg und Mutter und Vater in Therapie… Aber wie gesagt nach aussen hin ist er ja bestens versorgt…

Jetzt ist es schon wieder so lange geworden :wink:

Viele Grüße
/silvl

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och danke das ist ja lieb von dir *smile*

viele Grüße
/silvl

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Eine Möglichkeit vielleicht auch in Deinem Fall ist das
Aufsuchen eines Ergotherapeuten. Die können mit ein paar
gezielten Behandlungen die motorischen Probleme und damit auch
in der Regel einige psychische und andere entwicklungsbedingte
Rückstände aufarbeiten.

Ja das wäre mit Sicherheit ein Lösungsansatz für den Jungen, aber ich wohne über 100km von ihm entfernt und bin ja nicht mal „richtig“ Verwandt… Da müssten schon die Eltern ran… wobei wir wieder beim Anfang wären.

Ansonsten würde vieleicht noch das
Einschalten des Jugendamtes helfen? Manche Gemeinden sind da
sehr hinter her, da diese Kinder hohe Spätfolgen verursachen.

Da das gleiche Problem, wenn ich zum Jugendamt gehe, dann wird es mit Sicherheit ziemlichen Ärger geben und nach aussen hin fehlt dem Kind ja nichts und am Ende wir der Ärger der Eltern noch am Kind ausgelassen… Ich kann ja nicht sagen, ich seh das Kind 3x im Jahr und bin der Meinung es hat ein Problem…

Ziemliches Dilemma das Ganze :frowning:

Viele Grüße
/silvl

Hi Silvl,

es muss der gleiche Dennis sein ,mein Denni fragt auch immer wie viel hat das gekostet?

Wir haben ein Uralt-Nintendo da fragt er immer wie oft spielt ihr das am Tag,weißte das Ding steht mehr oder minder in der Ecke rum,wird so alle 2 mon.wenn es hoch kommt benutzt.

Das Ding ist noch aus meinen Kindertagen,auch ich hatte alles,nur keine Eltern die Zeit hatten.;o(

Deswegen weiß ich wie man sich als so ein Kind fühlt,ausgegrenzt,nutzlos und nichts Wert…schläge gab es jeden Tag.;o(

Aber na ja,bin ja jetzt groß und habe selber Kinder,denen geht es auch so schlecht *g*nur 2.Wahl Klamotten,nur jeder eine Steroanlage,dafür Tampolin,Schaukel,Pool…und viel Liebe.;o)

Aber dann gäbs Familienkrach, weil die Mutter würde niemals
auch nur auf die Idee kommen, das ihr Sohn das Problem ist. Es
sind ja auch immer die anderen schuld, also der Arzt, ist
schuld weil er kein Mittel hatte um das Schielen wegzuzaubern.

Oh, Familienkrach hatte ich auch schon,seit dem heiße ich „Super Nanny“*lol*

Nur die anderen sind Schuld,das wurde mir als Kind mit in die Wiege gelegt,also und jetzt behauptest Du das Gegenteil.;o)

Der Staat ist wahrscheinlich daran schuld, dass íhnen keinen
Förderkindergarten vor die Türe gebaut wurde (mal abgesehen
davon, dass das Wunderkind Dennis ja nur ein verkanntes Genie

Genau!!!

Das ist alles ein ziemliches Dilemma, weil um dem Jungen zu
helfen müsste er meines Erachtens von der Familie weg und
Mutter und Vater in Therapie… Aber wie gesagt nach aussen
hin ist er ja bestens versorgt…

Nun,recht haste ja irgendwie,man könnte nur in der Hinsicht auf das Schlagen was unternehmen,aber dafür bräuchte man Beweise.

Jetzt ist es schon wieder so lange geworden :wink:

Viele Grüße
/silvl

Dir auch viele Grüsse

Biene

Hilfe für Kind
Hi Silvl,

habe heute Nacht nach gegrübelt,vielleicht kannst Du Dennis ja doch helfen.

Mein Vorschlag:

Wenn Dennis zum Geburtstag deines Neffen kommt,ihn überschwenglich begrüßen.z.B."Hallo Dennis,schön das Du da bist,wir haben uns ja das letztemal schon richtig angefreundet und heute brauche ich ganz dringend Hilfe und da Du ja nun der Größte,Älteste,Stärkste…(halt was passt)bist,habe ich da so an Dich gedacht.;o)

Ich bin fast sicher, das er Dir gerne hilft,z.B.Torte tragen,ein Spiel ausdenken,Tisch decken…und immer viel Loben z.B.Was würde ich nur machen,wenn ich Dich nicht hätte.

Dann auch zwischen durch,das Gespräch mit den Eltern suchen,z.B.Mensch der Dennis hilft mir so toll,ihr könnt richtig stolz auf ihn sein,da könnt ihr aber froh sein ,das ihr so ne Hilfe im Haus habt.;o)

Irgendwas müssen sie ja dann Antworten,so kommt man ins Gespräch,wenn Du Glück hast ,erfährst Du so was über die Probleme in der Familie,wenn Du Pech hast,wirst Du mit den Worten abgefertigt,das er zu Hause auch so ist.;o(

Falls ihr ins Gespräch kommt,würde ich auch dann ganz nebenbei den letzten Besuch ansprechen(ohne Vorwürfe),vielleicht reden sie mit Dir über ihre Probleme und Du könntest so nebenbei von einer "Bekannten "erzählen,die auch solche Probleme hatte und sich Hilfe geholt hat(Beratungsstelle…)

Vielleicht kommen sie ins grübeln.

Das Schlimme ist ja eigentlich ,das manche Dinge in der Erziehung sich festfahren und dann als Mutter und/oder Vater einfach nicht mehr weiter weiss,die einen schreien,die anderen lassen ihre Kinder machen was sie wollen und flüchten in Hobby(z.B.Pferde)manche Schlagen…aber im Grunde brauchen solche Eltern dringend Unterstützung,sie sind einfach Überfordert und sie lieben ihre Kinder und es tut ihnen weh so hilflos zu sein.

Und die Meisten nehmen gerne Hilfe an,ein paar auch nicht,die nennen einen lieber „Super Nanny“ *seufz*

Dir alles Gute,hoffe das es klappt.

LG Biene

Eine Möglichkeit vielleicht auch in Deinem Fall ist das
Aufsuchen eines Ergotherapeuten. Die können mit ein paar
gezielten Behandlungen die motorischen Probleme und damit auch
in der Regel einige psychische und andere entwicklungsbedingte
Rückstände aufarbeiten.

Ja das wäre mit Sicherheit ein Lösungsansatz für den Jungen,
aber ich wohne über 100km von ihm entfernt und bin ja nicht
mal „richtig“ Verwandt… Da müssten schon die Eltern ran…
wobei wir wieder beim Anfang wären.

Ansonsten würde vieleicht noch das
Einschalten des Jugendamtes helfen? Manche Gemeinden sind da
sehr hinter her, da diese Kinder hohe Spätfolgen verursachen.

Da das gleiche Problem, wenn ich zum Jugendamt gehe, dann wird
es mit Sicherheit ziemlichen Ärger geben und nach aussen hin
fehlt dem Kind ja nichts und am Ende wir der Ärger der Eltern
noch am Kind ausgelassen… Ich kann ja nicht sagen, ich seh
das Kind 3x im Jahr und bin der Meinung es hat ein Problem…

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Hi Sabine,
ich seh schon dich lässt das genausowenig los wie mich *smile*.

Das mit dem Begrüßen ist ne gute Idee, das werde ich auf jeden Fall machen!

Ich bin fast sicher, das er Dir gerne hilft,z.B.Torte
tragen,

Da bin ich mir auch sicher, aber ich glaube Torte ist keine gute Idee :wink: Ich denk mir was aus, was weniger gefährlich für den Gegenstand und die Umwelt ist :wink:. Tischdecken ist vielleicht ganz gut.

Dann auch zwischen durch,das Gespräch mit den Eltern suchen

Also mit dem Vater keine Chance der spricht keine drei Worte :frowning: Aber ich hab mir gedacht, mit der Mutter komme ich ganz leicht ins Gespräch über Pferde, weil ich mich ja auch ein wenig auskenn und ich hab mir schon gedacht, dass man da ja mal ansetzen könnte und dann versuchen vorsichtig auf Dennis zu kommen.
Ist halt sehr viel Fingerspitzengefühl notwendig, weil ich hab halt Angst, dass sie es an dem Kind auslässt, wenn ich irgendwie was falsches sage.

Vielleicht kommen sie ins grübeln.

einen Versuch ist es auf alle Fälle wert!

Das Schlimme ist ja eigentlich ,das manche Dinge in de
Erziehung sich festfahren und dann als Mutter und/oder Vater
einfach nicht mehr weiter weiss,die einen schreien,die anderen
lassen ihre Kinder machen was sie wollen und flüchten in
Hobby(z.B.Pferde)manche Schlagen…aber im Grunde
brauchen solche Eltern dringend Unterstützung,sie sind einfach
Überfordert und sie lieben ihre Kinder und es tut ihnen weh so
hilflos zu sein.

Ja das ist das eigentlich Schlimme, eigetnlich bräuchten die Eltern genauso viel Hilfe wie die Kinder… :frowning: Ich denke ich werd auch mal mit meiner Schwägerin reden, weil die sieht ihn öfters und vielleicht kann sie ja auch was bewirken.

Dir alles Gute,hoffe das es klappt.

Dankeschön :smile: Ich werde in drei Wochen berichten wie es gelaufen ist!

Viele Grüße
/silvl

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