Jetzt meine Frage an Euch:
Wann würdet Ihr ein Elternseminar besuchen?
Wahrscheinlich in erster Linie, wenn ich konkrete Schwierigkeiten odr Befürchtungen habe. Dann würde ich bestimmt lieber erst mal ein Seminar aufsuchen als mich einzeln beraten zu lassen. Allerdings bekommt man hier das Problem, daß sicher die Themen (ich denke z.B. an das schon angeführte ‚mein Kind hat geklaut‘) nicht gerade dann im Angebot sind, wenn ich quais der aktuelle Bedarf da ist. Vorsorglich muß ich da aber nicht hingehen.
Interessiert hätten mich allgemeine Themen ganz sicher am Beginn meiner Elternschaft. Z.B. um überhaupt erst mal eine Orientierung über mögliche Erziehungsstile zu bekommen.
Welche
Voraussetzungen wären für Euch wichtig?
Es dürfte nicht kostenintensiv sein, dafür aber praxisorientiert.
Welche Form - also
Tagesseminar oder Abendstunden z.B. - wäre für Euch gut?
Das wäre beides eher ungünstig, wenn man normal arbeitet kann man tagsüber nicht und hat auch abends andere Verpflichtungen bzw. wenn nicht, dann zu Hause genug zu tun. Ich glaube, sowas hätte ich eher am Wochenende besucht, es sei denn, ein Thema läge mich wirklich grade sehr am Herzen.
Vor allem: Welche Themen wären für Euch von Interesse?
Tja, ich denke Du suchst mal hier im archiv, da sind bestimmt schon alle Themen aufgetaucht, die man als Eltern so haben kann.Es wurde ja schon gesagt, daß man die Schwerpunkte je nach sozialer Gruppe auch unterschiedlich setzen müßte.
Neben den schon geannten Themen wäre mir ganz persönlich mal so ein Seminar interessant gewesen, wo die Geschwisterbeziehungen besprochen werden und die Möglichkeiten, Kinder gerecht aber doch individuell zu erziehen. Oder aber den Schwerpunkt auf ‚das schwarze Schaf‘ der Familie setzen. Ich höre immer wieder, daß in Familien sich alle Kinder familienkonform verhalten, aber eines so ganz anders ist und dadurch Schwierigkeiten entstehen.
Das Thema Mütter und Söhne finde ich auch sehr spannend, vor allem wenn man Alleinerziehnd ist. In ihre Töchter können sich Mütter ja noh gut hineinversetzen, aber was denkt so pubertierender Junge. Wieviel Vater braucht ein Sohn? Oder aber, wie man damit umgeht, wenn die Kinder mit 16 zum anderen Elternteil wollen. Eine Freundin hat das mit ihren Kindern erlebt und ist nur sehr schwer damit zurecht gekommen, weil natürlich neben dem mangelnden Vertrauen, daß der Vater das überhaupt überschaut und die Kinder vielleicht nur manipuliert hat auch immer wieder das Gefühl eigenen Versagens eine Rolle spielt. Im konkreten Fall kam die Tochter übrigens nach einem Jahr wieder zurück. Das Verhältnis zum Sohn blieb sstets angespannt.
Ich selbst bin Mutter von 3 Pubertisten im besten Alter (12
bis 15) - also das Thema würde ich auf jeden Fall anbieten.
Sicher meinst Du es gar nicht so, aber zu einem allgemeingehaltenen Thema wie einfach nur ‚Pubertät‘ würde ich nicht gehen. da müßte schon was konkretes rein, z.B. darf/sollte die Freundin meines Sohne bei uns übernachten, wie gehe ich mit Totalverweigerern um oder solche Dinge.
Desweiteren steht das Thema Umgang mit Gewalt an - also wie
kann ich meine Kinder stärken, damit sie in entsprechenden
Situationen nicht so hilflos sind.
Solche Themen bewegen natürlich viele Eltern, auch, wie man sowas erkennen kann, viele Kinder erzählen ja nix.
Viel Erfolg,
Gruß Maid 