Elternzeit zu Ende & kein Kiga-Platz

Hallo Lydia,

ich kenne mich mit Aupairs nicht aus, aber mit
afrikanischen „Nannies“. Die meisten haben Erfahrungen
mit Babys, weil, wie schon geschrieben, in ihrem Umkreis
schon immer kleine Kinder und Babys waren.
Und warum soll man nicht schon ganz klein damit anfangen?
Jedenfalls finde ich die Idee eines Aupairs/Nanny wesentlich
besser als eine Kinderkrippe. Individuelle Zuwendung bekommen
sie auf diese Art viel eher, als bei einem Verhaeltnis von
1:6 (?) von Betreuerin zu Kindern in Krippen.
Ich finde die Idee, schon bevor man wieder arbeiten geht,
ein Aupair zu engagieren gar nicht schlecht: dann kann
man schon mal Vertrauen aufbauen.

Ich hatte fuer meine Kinder zwar keine Nanny (sie sind in
Suedafrika geboren), aber auf unserem Grundstueck war ein Zimmer,
dass wir an eine Frau „vermietet“ hatten, sie arbeitete einen
Tag in der Woche bei uns und an anderen Tagen in anderen
Haushalten. Als ich meinen Mann zum ersten Mal mit dem
neuen Baby allein liess, fing unser Sohn an zu krakeelen.
Es dauerte keine drei Minuten, da stand „Auntie Josephine“
in unserem Wohnzimmer und fragte anklagend: „What are you doing
to the child?“ (Was machen Sie mit dem Kind?). :wink:
Sie war immer
aufmerksam und hat mir bei vielen Kleinigkeiten mit Rat und Tat
zur Seite gestanden (die Omas waren ja 12000km weiter noerdlich)
und ich konnte ihr meine Kinder immer anvertrauen.

Gruesse
Elke

Hi elke,

ja die Afrikaner lieben Kinder über alles, (in der Regel) das erzählte mir jedenfalls Mercy. Sie weiß soviel über Kindererziehung und hat große Erfahrung im Umgang mit ihnen. Ich bin sehr froh sie an meiner Seite zu haben. Eli, mein Töchterchen hat sie sehr gern und spielt stundenlang mit ihr…

Ich kann es nur empfehlen schon gleich zur Geburt das Aupair da zu haben, denn gerade in den ersten wochen ist jede Hilfe wichtig und es ist sehr tröstlich ein erfahrenes, kompetentes Mädchen an seiner Seite zu haben. Hätte ich das doch auch nur gleich gemacht - aber damals kam ich noch gar nicht auf diese Idee.

Wie gesagt - ich kann es nur jedem weiter empfehlen. Ich habe auch keine Agentur dafür gebraucht, ich habe einfach im Internet inseriert.

Die Kosten sehen insgesamt etwa so aus:
202 Euro Taschengeld
30 Euro Krankenversicherung
150 Euro Essen
100 Euro Miete (wenn man das mit einrechnet, denn ein Aupair hat Anspruch auf ein eigenes Zimmer)

Sicher ist das mehr, als eine Tagesmutter kostet, aber dafür habe ich in ihr eine ständige Betreuung, Babysitter und Haushaltshilfe zugleich.

Hoffe ich konnte euch damit ein bisschen Mut machen, wagt es ruhig, wie gesagt - ich bin ganz begeistert!

LG Rebecca

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Hallo Lydia,

An die Option Tagesmutter hatte ich auch schon gedacht. So wie
du das schilderst, klingt das auch sehr gut, also dass mehrere
Kinder betreut werden und der „Opa“ hilft. Ich hätte bei einer
Tagesmutter aber ein wenig Angst, dass das Kind alleine zu
Hause
betreut wird. Das finde ich nicht sinnvoll! Kinder
sollten m.M. nach in einer Gruppe betreut und gefördert
werden.
Dennoch danke für deinen kleinen Erfahrungsbericht!

Liebe Grüße,
Lydia

Deswegen ist man immer gut beraten sich die Tagesmutti vorher anzuschauen und eventuell auch mal probeweise zu sehen wie das Kind mit ihr klar kommt und vor allen Dingen ob man selber mit Ihr klar kommt. Hier sei vor allen Dingen der Erziehungstil angemerkt. Also rechtzeitig anfangen zu suchen und den Kontakt knüpfen. Wenn die Chemie zwischen der Mama und der Tagesmutti stimmt dann stimmt auch meist der Rest.

Gruß Andrea

HI

Ich weiß nicht, wie es funktioniert, wenn eine Frau sich
vorher entscheidet, alsbald wiederzukommen und das dem AG auch
sagt und sich schließlich entscheidet, doch die drei Jahre
Elternzeit zu nehmen. Wäre auch eine interessante Frage, ob
das überhaupt möglich ist.

Ich schaetze, nicht so einfach.

Aber ob Frauen ihre Kinder nun zu Hause erziehen
sollten oder ob Fremdbetreuung doch nicht so ganz schlecht
ist, sollten wir hier besser nicht diskutieren, das artet nur
aus ;o)

Darueber will ich hier auf keinen Fall diskutieren. Ich dachte nur, dass es passieren kann, dass man ploetzlich doch nicht arbeiten gehen moechte, weil es hinterher mit Kind doch bisschen anders ist als man sich das vorher vorgestellt hat (ich z. B. hatte mir das vorher voellig anders vorgestellt).

War nur ein Hinweis, und wenn es ein ueberfluessiger Hinweis war, dann ist es ja ok.

Viele Gruesse Thea

ich musste nach 1 1/2 Jahren aus finanziellen Gründen wieder
arbeiten und habe aus Ermangelung an einem Krippenplatz(die
gabs noch nicht) mir eine Tagesmutter gesucht. Die Adresse
hatte ich vom Jugendamt. Und Sie hat auch nicht mehr gekostet
als ein Platz in der KiTa (Höchstsatz).

Hallo Andrea,
wieviel hast du denn fuer die Tagesmutter gezahlt?
Mein Ganztags-KiTa Platz kostet mich momentan 150 EUR, die Tagesmutter hatte 450 EUR gekostet. Also wesentlich guenstiger. Und die Betreuungszeiten sind vergleichbar (Tagesmutter war von 8 - 17.30 Uhr mo-fr., KiTa ist von 7 - 17 Uhr und Fr. bis 14 Uhr.)
Wir kommen aus BW…
Liebe Gruesse Tata