Elternzeit zu Ende & kein Kiga-Platz

Hallo!

Ich bin wirklich am rätseln bei einer mir sehr wichtigen Frage:

Wenn jemand schwanger ist, teilt er seinem Arbeitgeber bis zu sechs Wochen vor Beginn der Elternzeit mit, wie lange diese dauern soll. Nun sagt man, dass man nach einem oder einem halben Jahr wieder Vollzeit einsteigen will (was den AG sicher freuen wird). Was passiert aber, wenn ich in einem westdeutschen Dorf (oder natürlich einer Stadt, nimmt sich ja nicht viel) sitze und weit und breit kein Betreuungsplatz für ein Kleinkind vorhanden ist? Muss ich dann das Kind mit auf Arbeit nehmen oder darf ich es bei der entsprechenden Behörde abgeben!?! Nein, kleiner Scherz!
Wer hat denn Erfahrung damit gemacht?

Grüße,
Lidscha

Hallo Lidscha!

So wie ich das kenne ist es -zumindest in Bayern- nicht unbedingt leicht, ein KiGa-Platz zu ergattern. Allerdings dort werden Kindern genommen, die in diesem Kalenderjahr 3 Jahre alt werden. D.h. wenn du ca 7 Monate nach der Entbindung wieder arbeiten möchtest, muß du Dir einen andere Betreuungsmöglichkeit suchen. KiGa ist auf jeden Fall falsch (und das bundesweit, nicht nur in Bayern)

Was du brauchst nennt sich hier in Bayern Kinder KRIPPE und da sind die Plätze noch seltener wie bei KiGa. Da kommen die Kinder bis zum alter wo sie ins KiGa gehen. Da aber dies aus eigenen Stücken geschieht (damit meine ich, daß wenn du den Anspruch auf die 3 Jahre Elternzeit nicht nimmst), wird es selten unterstützt und ist somit recht teuer, da es privat läuft. So zumindest kenne ich das.

Deshalb, was ich Dir vorschlage ist, Dich beim Jugendamt zu informieren welche Möglichkeiten Du dann hast. Und dann evtl einen Tagesmutter zu nehmen. Ebenfalls beim Jugendamt haben eine Liste mit Müttern, die andere Kindern mitbetreuen und die bei J.A. bereist bekannt sind.

Ansonten würde ich Dir wärmstens empfehlen, in den KiGa wo Dein Kind mal hin soll, Dich bekannt zu machen. D.h. immer bei den Veranstaltungen die vom KiGa organisiert werden, dabei zu sein; hin und wieder mal so „vorbeischauen“; usw… so daß wenn du daran bist, mit Deinem Kind, sie dich schon kennen.

Also Lidscha ich habe Dir meine Erfahrungen mitgeteilt. Ich hoffe sie helfen Dir ein bißchen weiter. Sonst kannst du hier gerne weitere Fragen stellen und ich werde versuchen, so gut ich kann, dies zu beantworten.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena
PS: Vielleicht gibt es ein KiGa in der Nähe Deines Arbeitsplatzes, die an erste Stelle Kinder von Mitarbeiter dieser Firma bevorzugt übernehmen??? Aber wie gesagt, erst wenn das Kind 3 Jahre alt wird. Früher geht nicht.

Hallo Lidscha!

Halle helena!

So wie ich das kenne ist es -zumindest in Bayern- nicht
unbedingt leicht, ein KiGa-Platz zu ergattern. Allerdings dort
werden Kindern genommen, die in diesem Kalenderjahr 3
Jahre alt werden. D.h. wenn du ca 7 Monate nach der Entbindung
wieder arbeiten möchtest, muß du Dir einen andere
Betreuungsmöglichkeit suchen. KiGa ist auf jeden Fall falsch
(und das bundesweit, nicht nur in Bayern)

Ja, da hast du natürlich recht. Meine Mutter ist Erzieherin (früher hieß das mal Kindergärtnerin). Sie betreut Kinder von 3 bis 6. Allerdings gibt es diese Trennung „Kindergarten - Kinderkrippe“ nicht überall. Soweit ich weiß, heißt das heute, wenn es nicht getrennt ist, generell „Kindertagesstätte“.
Gut, aber du hast ja verstanden, was ich gemeint habe ;o)

Was du brauchst nennt sich hier in Bayern Kinder KRIPPE
und da sind die Plätze noch seltener wie bei KiGa. Da kommen
die Kinder bis zum alter wo sie ins KiGa gehen. Da aber dies
aus eigenen Stücken geschieht (damit meine ich, daß wenn du
den Anspruch auf die 3 Jahre Elternzeit nicht nimmst), wird es
selten unterstützt und ist somit recht teuer, da es privat
läuft. So zumindest kenne ich das.

Verstehe ich das richtig, dass es keine kommunalen Anbieter von Kinderkrippen in Bayern gibt? Oder was heißt hier „privat“?
Die Frage, ob es sinnvoll ist, es zu unterstützen, drei Jahre Elternzeit zu nehmen, müssen wir hier nicht diskutieren…

Deshalb, was ich Dir vorschlage ist, Dich beim Jugendamt zu
informieren welche Möglichkeiten Du dann hast. Und dann evtl
einen Tagesmutter zu nehmen. Ebenfalls beim Jugendamt haben
eine Liste mit Müttern, die andere Kindern mitbetreuen und die
bei J.A. bereist bekannt sind.

Naja, es geht nicht direkt um mich (zum Glück). Noch bin ich am studieren. Allerdings möchte ich keine „alte“ Mutter werden, d.h. eigentlich sollte es schon bis spätestens dreißig *uiuiui* soweit sein. Ist noch ein wenig Zeit bis dahin. Ich habe nur malüberlegt,wie es Mütter machen, die nicht zu Hause bleiben wollen. Sowas soll es ja geben!?!

PS: Vielleicht gibt es ein KiGa in der Nähe Deines
Arbeitsplatzes, die an erste Stelle Kinder von Mitarbeiter
dieser Firma bevorzugt übernehmen??? Aber wie gesagt, erst
wenn das Kind 3 Jahre alt wird. Früher geht nicht.

Ja, soweit ich weiß, hat Siemens einige Kindergärten ;o)

Liebe Grüße und danke,
Lydia

Hallo Lydia

bin zwar nicht helena, aber da weiß ich auch etwas:

Was du brauchst nennt sich hier in Bayern Kinder KRIPPE
und da sind die Plätze noch seltener wie bei KiGa. Da kommen
die Kinder bis zum alter wo sie ins KiGa gehen. Da aber dies
aus eigenen Stücken geschieht (damit meine ich, daß wenn du
den Anspruch auf die 3 Jahre Elternzeit nicht nimmst), wird es
selten unterstützt und ist somit recht teuer, da es privat
läuft. So zumindest kenne ich das.

Verstehe ich das richtig, dass es keine kommunalen Anbieter
von Kinderkrippen in Bayern gibt? Oder was heißt hier „privat“?

Doch, je nach Kommune gibt es die schon. In München zum Beispiel ist die Versorgung damit am höchsten (nicht ausreichend!)

Naja, es geht nicht direkt um mich (zum Glück). Noch bin ich
am studieren. Allerdings möchte ich keine „alte“ Mutter
werden, d.h. eigentlich sollte es schon bis spätestens dreißig
*uiuiui* soweit sein. Ist noch ein wenig Zeit bis dahin. Ich
habe nur malüberlegt,wie es Mütter machen, die nicht zu Hause
bleiben wollen. Sowas soll es ja geben!?!

Die suchen sich dann ne Tagesmutter, wenn sie keinen Krippenplatz finden können. Ist noch teurer als Kinderkrippe. Aber vielleicht ändert sich da ja doch nochmal was, nachdem sogar schon bei der „staatstragenden“ Partei in Bayern angekommen ist, dass nicht alle jungen Frauen gerne Mutter statt berufstätig sein mögen.

Gruß, Karin

Hallo Lidscha,

also, wenn es dir nur darum geht was man machen könnte: zieh in den Osten! *grins*
Zumindest in Halle haben die meisten Kindergärten Kids ab 6 Monaten aufgenommen als ich noch dort gewohnt habe. Vielleicht hast du dann allerdings ein Problem, nen Job zu haben…damit löst sich das Kinderkrippenproblem wieder…ach, geht ja nur im Kreis, wie furchtbar.
Ansonsten könntest du mal ganz lieb beim Unikindergarten anfragen. Die nehmen manchmal auch Kinder von „ausserhalb“, dann auch unter drei Jahren. Die Kindertagesstätte meiner alten Uni (also Halle) hat die Kleinen ab 2 Monate aufgenommen, an meiner neuen Uni müssen sie bereits 6 Monate alt sein.

Ist schon eigenartig. Meine Tante wohnt in einem Dorf in der Nähe von Frankfurt, ihr Sohn ist jetzt drei Jahre alt und die wollen ihn immernoch nicht haben. Erst wenn er vier ist, darf er in den Kindergarten. Hier in England kommen die Kids in dem Alter schon in die Schule. *Kopf schüttel* Was macht man denn, wenn man nicht in der Stadt wohnt??

Wenn Eltern von kleinen Kindern arbeiten gehen wollen, ist dafür wirklich nicht unbedingt gut gesorgt.

Schönen Gruß
Kel

Hallo Lidscha!

Ja, da hast du natürlich recht. Meine Mutter ist Erzieherin
(früher hieß das mal Kindergärtnerin). Sie betreut Kinder von
3 bis 6. Allerdings gibt es diese Trennung „Kindergarten -
Kinderkrippe“ nicht überall. Soweit ich weiß, heißt das heute,
wenn es nicht getrennt ist, generell „Kindertagesstätte“.
Gut, aber du hast ja verstanden, was ich gemeint habe ;o)

Also ich glaube zwischen Erlangen und Nürnberg gibt es kein großes Unterschied, was diese Bezeichnungen betreffen. ;o)))
So wie ich das verstanden habe, sind „Kindertagesstätte“ nur ein Oberbegriff für Kinderkrippen und -gärten. Aber ich habe noch nie von einem Verein/Gesellschat/sonstiges gehört, die beides unter einem Hut unterbringt.

Was du brauchst nennt sich hier in Bayern Kinder KRIPPE
und da sind die Plätze noch seltener wie bei KiGa. Da kommen
die Kinder bis zum alter wo sie ins KiGa gehen. Da aber dies
aus eigenen Stücken geschieht (damit meine ich, daß wenn du
den Anspruch auf die 3 Jahre Elternzeit nicht nimmst), wird es
selten unterstützt und ist somit recht teuer, da es privat
läuft. So zumindest kenne ich das.

Verstehe ich das richtig, dass es keine kommunalen Anbieter
von Kinderkrippen in Bayern gibt?

Also soweit will ich das nicht sagen, weil ich es nciht weiß. Aber hier in Nürnberg (und Umgebung) kenne ich keine öffentliche Kinderkrippe.

Die Frage, ob es sinnvoll ist, es zu unterstützen, drei Jahre
Elternzeit zu nehmen, müssen wir hier nicht diskutieren…

Hihihi. Ja: Du hast Recht.

Naja, es geht nicht direkt um mich (zum Glück). Noch bin ich
am studieren. Allerdings möchte ich keine „alte“ Mutter
werden, d.h. eigentlich sollte es schon bis spätestens dreißig
*uiuiui* soweit sein. Ist noch ein wenig Zeit bis dahin. Ich
habe nur malüberlegt,wie es Mütter machen, die nicht zu Hause
bleiben wollen. Sowas soll es ja geben!?!

Als betroffenen kann ich Dir schon jetzt sagen, daß es nicht einfach ist und sehr viel Glück braucht. Auch Angehörige sind da fast unerläßlich… Irgendwie finde ich die „Kinder-Politik“ Deutschland ziemlich schlecht und seeeeeeeeeeeeeeehr erweiterungswürdig. Oder mit anderen Wörtern: Es wundert mich nicht im geringsten, daß die Geburtenrate hierzulande so niedrig ist, angesichts diese Probleme, die einer Frau fas allein zu lösen hat, wenn sie sich für ein eigenes Kind entscheidet.
Ansosnten und aus eigenen Erfahrung kann ich Dir sagen -und ich werde bestimmt von vielen Müttern darin unterstützt, denke ich- daß Du kaum der Zeitpunkt aussuchen kannst, wann Du schwanger wirst. Und grundsätzlich gilt: Es ist nie die richtige Zeitpunkt für eine Schwangerschaft.

PS: Vielleicht gibt es ein KiGa in der Nähe Deines
Arbeitsplatzes, die an erste Stelle Kinder von Mitarbeiter
dieser Firma bevorzugt übernehmen??? Aber wie gesagt, erst
wenn das Kind 3 Jahre alt wird. Früher geht nicht.

Ja, soweit ich weiß, hat Siemens einige Kindergärten ;o)

Genau diese firma hatte ich vor Augen, als ich das sagte: Mein Freund arbeitet dort schon einigen Jährchen ;o))) (Davon abgesehen: ich glaube die Unis bieten einiges diesbezüglich für ihre Studentinnen, oder?)

Sehr gerne geschehen!

Schöne Grüße aus der (fast) benachbarte Großstadt! ;o)))
Helena

Hallo!

also, wenn es dir nur darum geht was man machen könnte: zieh
in den Osten! *grins*

Naja, da komme ich ja her *zurückgrins*

Vielleicht
hast du dann allerdings ein Problem, nen Job zu haben

Richtig, deswegen bin ich ja weg ;o)

Ansonsten könntest du mal ganz lieb beim Unikindergarten
anfragen. Die nehmen manchmal auch Kinder von „ausserhalb“,
dann auch unter drei Jahren. Die Kindertagesstätte meiner
alten Uni (also Halle) hat die Kleinen ab 2 Monate
aufgenommen, an meiner neuen Uni müssen sie bereits 6 Monate
alt sein.

Unikindergarten!?!? Mmh, bei mir in der Vorlesung, die von 10-12 am Dienstag und von 16-18 am Mittwoch stattfindet, hüpft immer ein kleines Kind mir rum, so etwa 3 Jahre alt. Ob die dann auch ein kleineres Kind nehmen!?!?
Hey,in Halle habe ich auch schon studiert. Allerdings auch ohne Kind… ;o)

Wenn Eltern von kleinen Kindern arbeiten gehen wollen, ist
dafür wirklich nicht unbedingt gut gesorgt.

Das ist ja der Grund, warum ich nachgefragt habe. Im Brett „Frauen und Feminismus“ (oder so) gab es da eine sehr gute Diskussion drüber. Wenn alle Frauen, die einen Betreuungsplatz wollen, diesen kollektiv einfordern würden, gäbe es auch genug Plätze, so die Theorie. Ich halte sehr viel von dieser Theorie…

Schönen Gruß
Kel

Grüße zurück,
Lydia

Hallo Lydia

bin zwar nicht helena, aber da weiß ich auch etwas:

Ist okay ;o)

Die suchen sich dann ne Tagesmutter, wenn sie keinen
Krippenplatz finden können. Ist noch teurer als Kinderkrippe.
Aber vielleicht ändert sich da ja doch nochmal was, nachdem
sogar schon bei der „staatstragenden“ Partei in Bayern
angekommen ist, dass nicht alle jungen Frauen gerne Mutter
statt berufstätig sein mögen.

Ich habe gerade auf den Seiten des bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen rumgestöbert und bin auf einen Gesetzesentwurf gestoßen, der im Juni 05 dann verabschiedet in Kraft treten soll. Ein neues Kinderbetreuungsgesetz. Na mal sehen, was daraus wird.
Auf der Seite finden sich auch Bedarfzahlen. Demnach ist mit einer Versorgunsquote von 4,8 (2004) bei unter Dreijährigen eine Bedarfsquote von 68% gegeben. Sehr erschreckend, wie ich finde.

Gruß, Karin

Grüße,
Lydia

Hi nochmal!

Also ich glaube zwischen Erlangen und Nürnberg gibt es kein
großes Unterschied, was diese Bezeichnungen betreffen. ;o)))
So wie ich das verstanden habe, sind „Kindertagesstätte“ nur
ein Oberbegriff für Kinderkrippen und -gärten. Aber ich habe
noch nie von einem Verein/Gesellschat/sonstiges gehört, die
beides unter einem Hut unterbringt.

Meine Mutter arbeitet auch nicht in Bayern, sondern in Thüringen. Dort wird schon länger praktikiziert, was in Bayern bald problemlos möglich ist: altersübergreifende Angebote. D.h. es wird keine kleine, mittlere ung große Gruppe angeboten, die Kinder gehen gemeinsam in die Gruppen. Die Kleinkinder werden, zumindest in der Kita meiner Mama, zwar in getrennten Gruppen, aber im gleichen Gebäude betreut. Früher (zu DDR-Zeiten) gab es auch noch unterschiedliche Ausbildungen für Erzieher von Kleinstkindern und denen ab drei.

Naja, Franken ist eh nicht mein Endtraum… ;o))

Liebe Grüße,
Lydia

Hallo auch,

Unikindergarten!?!? Mmh, bei mir in der Vorlesung, die von
10-12 am Dienstag und von 16-18 am Mittwoch stattfindet, hüpft
immer ein kleines Kind mir rum, so etwa 3 Jahre alt. Ob die
dann auch ein kleineres Kind nehmen!?!?
Hey,in Halle habe ich auch schon studiert. Allerdings auch
ohne Kind… ;o)

Naja, normalerweise haben die meisten Universitäten schon einen Kindergarten, auch für die Kleineren. Die Platzanzahl ist allerdings beschränkt und meist sind die Plätze heiß umkämpft. Da bekommt also nicht jeder nen Platz. Manchen Eltern ist es vielleicht auch einfach zu teuer.
Was hast du in Halle denn studiert?

Das ist ja der Grund, warum ich nachgefragt habe. Im Brett
„Frauen und Feminismus“ (oder so) gab es da eine sehr gute
Diskussion drüber. Wenn alle Frauen, die einen Betreuungsplatz
wollen, diesen kollektiv einfordern würden, gäbe es auch genug
Plätze, so die Theorie. Ich halte sehr viel von dieser
Theorie…

Ja, das würde vielleicht klappen. Es bleibt aber das Problem, dass viele Mütter (vor allem in den alten Bundesländern) sowas gar nicht wollen. Die bleiben lieber daheim. Zumindest in unserem Dorf kann man das sehen. Papa fährt immer schön nach FFM zum Arbeiten und Mama bleibt daheim. Unsere Grundschule hat seit letztem Sommer einen „Hort“ eingerichtet. Vielen Eltern ist es aber zu teuer, 100 Euro pro Monat zu zahlen, damit ihre Kinder dort ein vernünftiges Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung bekommen.
Wenn Mütter es nicht für notwendig erachten arbeiten zu gehen, wenn es also finanziell für sie nicht notwendig ist, warum sollen sie dann Betreuungsmöglichkeiten einfordern?

Ausserdem gibt es bei uns auch oft noch diese Annahme, dass nur arme Frauen arbeiten gehen. Meine Mutter wird des öfteren gefragt, warum sie mich denn auf die Uni schickt, ich würde ja später eh nur daheim bleiben und Kinder großziehn. *schrei* AHHHHHHHHHHHHH…nein, ich will nicht!!! Dabei ist meine Mutter selbständig und arbeitet auch den ganzen Tag!!!
Ausbildung ist ja grade noch anerkannt, damit man dann behaupten kann man hätte mal gearbeitet und zur Not kann man dann seinen Mann noch ein wenig unterstützen, wenn ganz schwierige Zeiten kommen. *Kopf schüttel*

(Bei dieser Beschreibung handelt es sich um das, was ich in meinem Dörfle in Hessen zu hören bekommen haben, keineswegs behaupte ich, dass sämtliche westdeutsche Frauen zu faul zum Arbeiten sind. *grins*)
Manchmal komm ich mir dort echt vor wie im Mittelalter…aber selbst damals wurden Frauen nicht so in Watte gepackt.

Schönen Gruß von der Insel
Kel

nürnberg
hallo helena,

So wie ich das verstanden habe, sind „Kindertagesstätte“ nur
ein Oberbegriff für Kinderkrippen und -gärten. Aber ich habe
noch nie von einem Verein/Gesellschat/sonstiges gehört, die
beides unter einem Hut unterbringt.

das heißt auch kooperationseinrichtung. für kinder von 0 - 6 jahren.

selten unterstützt und ist somit recht teuer, da es privat
läuft. So zumindest kenne ich das.

abgesehen von den städtischen einrichtungen gibt es oft auch kirchliche (caritas und so) kinderkrippen. die sind preislich oft nur unwesentlich teurer als kommunale kindertagesstätten.

Aber hier in Nürnberg (und Umgebung) kenne ich keine
öffentliche Kinderkrippe.

schau mal hier:

http://www.jugendamt.nuernberg.de/kindertageseinrich…

herzlichst
tabaiba

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Hallo

Ich
habe nur malüberlegt,wie es Mütter machen, die nicht zu Hause
bleiben wollen. Sowas soll es ja geben!?!

Auf jeden Fall. Aber frau sollte sich auch ueberlegen, was sie macht, wenn sie nachher doch lieber das Kind nicht in eine Kinderkrippe geben will, wenn es erstmal da ist. Oder koennte dir das nicht passieren?

Viele Gruesse Thea

Hallo Lidscha,

ich musste nach 1 1/2 Jahren aus finanziellen Gründen wieder arbeiten und habe aus Ermangelung an einem Krippenplatz(die gabs noch nicht) mir eine Tagesmutter gesucht. Die Adresse hatte ich vom Jugendamt. Und Sie hat auch nicht mehr gekostet als ein Platz in der KiTa (Höchstsatz). Dazu muss ich sagen das ich ganztags arbeite. Halbtags wäre die Tagesmutter zu teuer gewesen. Stundenweise Betreuung war noch teurer.
Ich hatte echt Glück denn die Tagesmutter betreute mehrere Kinder im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahre. Sie war älter und Ihr Mann der bereits im Vorruhestand war unterstützte sie. Das Verhältnis von meinem Sohn war also eher das von Enkel zu erziehender/m Oma/Opa und das habe ich als vorteilhaft erlebt.
Ich wohnte im übrigen in Kiel damals und weiß nicht ob das übertragbar ist. Aber vielleicht hilft Dir diese Info trotzdem weiter.

Gruß Andrea

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Hallo Lidscha,

also ich kenne Dein Problem gut, denn mir ging´s da ähnlich - mit dem Unterschied, dass ich alleinerziehend und selbständig bin.

Ich habe mich hier in der Nähe bei allen Kinderkrippen beworben - aber erfolglos, die meisten nehmen die Kinder auch nur maximal bis 15 Uhr, was für Vollzeit ja nicht zu gebrauchen ist. Die meisten Krippen sind auch Eltern-Inis und das ist mit gewissen Ämtern und Pflichten verbunden, die einen auch aufhalten.

Ich habe mich dann vor drei Monaten für ein Aupair-Mädchen entschieden und das war die richtige Wahl. Sie kommt aus Kisumu, Kenia und ist eine liebe, hilfsbereite und fürsorgliche Person. Meine Kleine hat sie vom ersten Augenblick an geliebt.
Mercy, so heißt sie, betreut meine kleine Tochter Eli (jetzt bald ein Jahr) fast den ganzen Tag und macht praktisch unseren kompletten Haushalt. Sie hat ein eigenes Zimmer, wird voll verpflegt und erhält 202 Euro Taschengeld (das sind die Vorraussetzungen für ein Aupair). Wegen der Mehrarbeit zahle ich auch ihren Deutschkurs und gebe ihr ab und zu mal was extra.
Seit sie da ist kann ich mich wieder auf meine Arbeit konzentrieren und voll in den Job einsteigen, was vorher undenkbar gewesen wäre.

Ich kann es nur jedem empfehlen. Freunde von mir hatten insgesamt 8 Aupairs bis die Kleinste in die Schule kamund hatten keine nennenswerten Probleme, im Gegenteil.

Die meisten haben Angst davor, dass man sich nicht versteht oder nicht damit zurechtkommt, dass jemand Fremdes bei einem wohnt. Ich kann nur sagen das ist halb so wild.

Wenn man gar nicht klar kommt wechselt das Mädchen halt, das geht problemlos.

Von mir aus könnte Mercy Jahre bleiben, es ist so eine große Entlastung sie hier zu haben! Die Geschichten aus Afrika sind auch spannend und keines meiner Klischees stimmte… grins.
Sie stammt aus einer großen Familie, ist 21 Jahre alt und ist von preussisch genauer Pünktlichkeit und Ordentlichkeit (im Gegensatz zu mir). Was ich auch als sehr angenehm empfinde ist, dass Mercy auf meine vielen Fragen einer unerfahrenen Jung-Mama eine Antwort hat, da sie ständig Kinder um sich herum hatte und von klein auf an Babies gehütet hatte, das steckt ihr einfach im Blut.

Man sollte jedoch darauf achten, dass sie schon einigermaßen deutsch sprechen kann, wenn man selbst nicht gut englisch kann. Das ist noch Mercys Problem, sie kann nicht gut deutsch und wir sprechen meistens englisch (ich spreche es fließend).

Ich hatte soviele Anfragen aus aller Welt erhalten als ich ein Aupair suchte und besonders viele aus Afrika, Kenia, Kamerun und Algerien - da suchen die Mädchen lange, bis sie eine deutsche Gastfamilie finden.

Hätte ich eher an diese Möglichkeit gedacht und gewußt wie schwer die erste Zeit mit einem Kind ist, dann hätte ich das gleich von Anfang an gemacht!!

Daher dieser, mein Tipp an Dich…

LG Rebecca

Hallo,

So wie ich das verstanden habe, sind „Kindertagesstätte“ nur
ein Oberbegriff für Kinderkrippen und -gärten. Aber ich habe
noch nie von einem Verein/Gesellschat/sonstiges gehört, die
beides unter einem Hut unterbringt.

Also das muß ich bestreiten… Mein ARbeitgeber bringt das in ganz vielen Kindertagesstätten unter einen Hut. Ich arbeite z.B. in einer Kita, die Kinder von 1-6 Jahren betreut, bildet und erzieht…

Wie sich die Betreuungsinstitution nennt, hängt davon ab, in welchem Bundesland man sich bewegt und in welchem historischem Zusammenhang. So gibt es oder gab es in Niedersachsen sogenannte Kleine Kindertagesstätten, das waren oder sind Kitas mit bis höchstens 6 Kindern… In Städten mit bewegter Elterninitiativvergangenheit (Z.B. Frankfurt oder Berlin) gibt es Krabbelstuben (ähnlich Krippen), Kinderläden (ähnlich Kindergärten) und Schülerläden (analog zu Horten), die Einrichtungen sind meistens nur Eingruppig im Gegensatz zu großen städtischen Einrichtungen. Sie unterliegen aber genauso wie alle anderen Einrichtungen den Regelungen des Jugendamtes (sieht man von halblegalen Ausnahmen ab…). Ach ja es gibt auch noch sog. Kinderhäuser (zumindest in Hessen). Da werdem die Kinder in Altersmischung (1-6 Jahre) oder auch erweiterter Altersmischung (1-12 Jahre)betreut…

Ein kleiner Exkurs zum Thema was ist eine Kita, Kiga, Krippe…

Wer bis hierhin noch gelesen hat: einen schönen Frühlingstag noch!

Elke

Hallo Lydia,

und wenn Du Dir dann noch vorstellst:

Auf der Seite finden sich auch Bedarfzahlen. Demnach ist mit
einer Versorgunsquote von 4,8 (2004) bei unter Dreijährigen
eine Bedarfsquote von 68% gegeben. Sehr erschreckend, wie ich
finde.

dass in München die Versorgungsquote bei knapp 10 % liegt, dann kannst Du Dir vorstellen, wie das auf dem flachen Land aussehen mag.

Gruß, Karin

Hallo Andrea!

An die Option Tagesmutter hatte ich auch schon gedacht. So wie du das schilderst, klingt das auch sehr gut, also dass mehrere Kinder betreut werden und der „Opa“ hilft. Ich hätte bei einer Tagesmutter aber ein wenig Angst, dass das Kind alleine zu Hause betreut wird. Das finde ich nicht sinnvoll! Kinder sollten m.M. nach in einer Gruppe betreut und gefördert werden.
Dennoch danke für deinen kleinen Erfahrungsbericht!

Liebe Grüße,
Lydia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Simsy!

Ich weiß nicht, wie es funktioniert, wenn eine Frau sich vorher entscheidet, alsbald wiederzukommen und das dem AG auch sagt und sich schließlich entscheidet, doch die drei Jahre Elternzeit zu nehmen. Wäre auch eine interessante Frage, ob das überhaupt möglich ist.
Ganz davon abgesehen halte ich es bei mir für relativ (!) unmöglich, dass ich nach einem Jahr auf die Idee kommen würde, doch noch zu Hause zu bleiben - es sei denn, es kommt irgendetwas total unvorhergesehenes (Krankheit, Behinderung etc.). Aber ob Frauen ihre Kinder nun zu Hause erziehen sollten oder ob Fremdbetreuung doch nicht so ganz schlecht ist, sollten wir hier besser nicht diskutieren, das artet nur aus ;o)

LG
Lydia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Rebecca!

Danke für deinen Erfahrungsbericht! Dermacht wirklich Mut!
Ich bin wie bereits gesagt, nicht direkt selbst betroffen. Aber man macht sich als junge Frau im gebärfähigen Alter in fester Beziehung mitten in Bayern *puhh* schon so seine Gedanken, was man macht, wenn denn…
Au-Pair ist eine tolle Idee, wie ich finde. Ich hatte mich vor einiger Zeit mal spaßeshalber auf einigen Vermittlungsagenturseiten im Netz umgeschaut. Die „Übermacht“ afrikanischer Bewerber ist mir da auch aufgefallen ;o)
Ab wann ist denn so etwas ratsam? Da du ja geschrieben hast, dass die Kleine bald eins wird. Dass heißt ja, dass sie doch noch sehr klein war, als es los ging. Diese Möglichkeit finde ich sehr spannend. Bisher dachte ich immer, Au-Pairs nimmt man erst,wenn die Kinder schulpflichtig sind. So geht es ja den meisten Deutschen, die Au-Pair in den USA oder wo auch immer machen.
Auf wieviel belaufen sich die Kosten für dieses neue Familienmitglied?

Weiterhin viel Erfolg wünscht
die Lydia

Hi Rebecca

jetzt hast du meinen Tipp vorweggenommen, ich wollte auch für Aupair plädieren.
Meine alleinerziehende beste Freundin mit 3 Kindern hatte auch Aupairs bis die Jungs in die Schule kamen, und das war immer super.
Wir hatten eine Amerikanerin, 2 Engländerinnen, eine Französin, einen Chilenen und einen Spanier.

Bis auf den Chilenen waren alle super und total lieb und haben sich toll um die Kinder gekümmert.
Man muss das ja nicht über so eine Agentur machen, wir haben immer Anzeigen rund um die Welt geschaltet.

LG

Julia