Hallo!
Was mich ursprünglich interessierte,war (ist) ob es nicht
Stoffe gibt die sich aufgrund ihrer Strahlung nachweisen
lassen. Also wei z.B. die radioaktiven mit einem Geigazähler.
Wie gesagt: Stoffe, deren Atomkerne Strahlung abgeben, heißen radioaktiv.
Strahlung ist letztendlich eine Form von Energie. Die muss irgendwo herkommen.
Bei radioaktiven Stoffen stammt sie aus Kernumwandlungen. 14C (bekannt von der Altersdartierung in der Archäologie) gibt Beta-Strahlen ab. Aber jedes 14C ist danach nicht mehr vorhanden, sondern hat sich in ein 14N-Atom umgewandelt. Also zeigt sich in der Strahlung auch nicht wirklich das Vorhandensein von 14C, sondern dessen Umwandlung.
Wärmestrahler beziehen die Strahlungsenergie aus ihrer thermischen Energie.
Bei Chemo- oder Bio-Lumineszenz stammt die Strahlungsenergie aus einer chemischen Reaktion.
Bei Fluoreszenz handelt es sich um Strahlungsenergie, die zuvor absorbiert und vorübergehend gespeichert wurde.
Durch all diese Vorgänge (außer der Wärmestrahlung) verraten sich Stoffe, weil das Spektrum des ausgesandten Lichts charakteristische für die Strahlungsquelle ist - ähnlich wie ein Fingerabdruck.
Oder gibt es vielleicht sogar Stoffe, die anfangen zu leuchten
sobald sich ein anderer in der Nähe befindet?
„Einfach so“ nicht, aber wenn sie miteinander reagieren vielleicht schon. Beispiel aus der Biochemie: Das Enzym Meerrettichperoxidase katalysiert die Reaktion von Luminol und Wasserstoffperoxid zu einer leuchtenden Verbindung. Wenn es in einem Experiment leuchtet, weiß man daher, dass diese drei Stoffe zusammen gekommen sind. Man nutzt das, indem man Meerrettichperoxidase an einen Antikörper bindet, der spezifisch bestimmte Proteine erkennt. Nun trägt man zunächst den Antikörper auf eine Probe auf und wäscht überschüssige Antikörper wieder ab. In einem zweiten Schritt gibt man Luminol und Wasserstoffperoxid zu. Überall dort, wo es leuchtet, muss die Meerrettichperoxidase vorhanden sein. Also befindet sich genau an diesen Stellen das gesuchte Protein.
Michael