Emotionale Erpressung

Hallo ihr Lieben,

habe vor kurzem eine Situation eines befreundeten Pärchens miterlebt, wo Partner A auf Partner B emotionalen Druck ausgeübt hat. Ansätze zu solchem Verhalten zeigt Partner A ab und zu mal, ich kann aber nicht genau einschätzen, ob er das vollsten Wissens tut oder in den entsprechenden Momenten einfach die Pferde mit ihm durchgehen und nicht anders zu reagieren weiß als z.B. den Kontakt abzubrechen, Partner B zu ignorieren, überheblich und verachten zu reagieren. Partner B hat schreckliche Angst, Partner A zu verlieren, macht sich Vorwürfe, er hätte was falsch gemacht, fragt sich ständig, was er falsch gemacht haben könnte (in der konkreten Situation letztens: nichts!) und ist ist bisweilen sehr verunsichert. Nun bin ich zwar mit beiden befreundet, würde im Zweifel aber immer Partei für Partner B ergreifen, den ich einfach länger und besser kenne. Rational ist mir eigentlich ziemlich klar, dass ich in deren Beziehung weder aktiv eingreifen kann noch werde, aber - vllt. verständlich - mir geht es einfach selbst nicht gut dabei, Partner B leiden zu sehen. Gibt es irgendwas konkretes, was Freunde in so einer Situation zu tun imstande sind? Etwas konkreteres als die übliche Schulter zum Ausweinen und auf Nachfrage Hilfe beim Ordnen der Gedanken? Habt ihr aus Freundessicht mit irgendwas gute Erfahrungen gemacht?

Danke :smile:
Gruß

Hallo,

Keine Struktur, kein Absatz.
Schwer zu lesen.
Wozu also antworten?

Gruß:
Manni

ist immer schwierig
Hallo Stiefelkatzi,

wenn ich „Partner A“ als Freund ansehe - dann sagt mir mein Innerstes: weise ihn (oder sie?) darauf hin, dass ich über die Verhaltensweise unglücklich bin…
Einfach mit diesem/r darüber reden, dass es halt mir auffällt.

Freunde, die mir kein kritisches Wort zukommen lassen - ich nehme diese nicht wirklich … in mein Herz, da ich nie weiß, ob diese die Wahrheit sagen oder sich an mich nur anhängen wollen. Degradiert sich dadurch eher zum Kumpel.

(So hart bin ich dann auch wieder nicht - aber deren Meinung nehme ich weniger als ernst)

Jeder braucht einen Spiegel, der nicht immer das gleiche antwortet…

LG
Ce

und warum dann die Mühe?
owt

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Lustig, Manni. Posting aufgemacht, keine Leerzeile im Text gesehen, Rummotz-Modus angemacht. Lies dirs doch erstmal durch, vllt. findest du dann ja Struktur im Text, die Absätze nicht zwingend nötig macht. In fast 10 Jahren w-w-w hat sich bisher noch keiner bei mir über Bleiwüsten beschwert. Und falls dir die paar Zeilen ohne eine Leerzeile schwerfallen, frage ich mich, wie du Bücher liest.

Gruß

3 Like

Hallo, danke für deine Antwort,

ich verstehe was du sagen willst mit dem weniger Ernst nehmen. Ich schätze an meinen Freunden auch, dass sie mir notfalls auch mal harscher den Kopf zurechtrücken können.
Partner A zeigt solches Verhalten nicht nur Partner B, sondern auch normalen Freunden gegenüber. Hatte selbst schon einige Zusammenstöße mit ihm, bei denen er plötzlich aus dem Zimmer verschwand und ich beim besten Willen nicht wusste, wieso. Im Unterschied zu Partner B bin ich aber nicht Partner As Freundin und liefere mich seinem Gemüt nicht auf Wohl und Wehe aus. Klar kann ich Partner A jetzt sagen, dass ich sein Verhalten weder mir noch Partner B gegenüber ok finde, ich werds wohl auch in ner ruhigen Minute mal versuchen. Ansich befürchte ich aber, das fällt nicht auf fruchtbaren Boden.
Im Wesentlichen gehts mir aber um Partner B und was ich für ihn tun kann.

Gruß

Hallo

Partner A zeigt solches Verhalten nicht nur Partner B, sondern
auch normalen Freunden gegenüber. Hatte selbst schon einige
Zusammenstöße mit ihm, bei denen er plötzlich aus dem Zimmer
verschwand und ich beim besten Willen nicht wusste, wieso.

Das musst du auch nicht… es ist ja sein Thema.

Im
Unterschied zu Partner B bin ich aber nicht Partner As
Freundin und liefere mich seinem Gemüt nicht auf Wohl und Wehe
aus.

Und da liegt auch das Problem von B… ER liefert sich dem aus.
Zwischenzetlich sollte er doch wissen, dass das immer so läuft und dieses Muster mal von seiner Seite aus durchbrechen.
Das hilft als einziges.

Klar kann ich Partner A jetzt sagen, dass ich sein
Verhalten weder mir noch Partner B gegenüber ok finde, ich
werds wohl auch in ner ruhigen Minute mal versuchen. Ansich
befürchte ich aber, das fällt nicht auf fruchtbaren Boden.

Wahrscheinlich nicht… aber sagen würde ich es trotzdem.

Im Wesentlichen gehts mir aber um Partner B und was ich für
ihn tun kann.

Höchstens ihn darin bestärken eben dieses Ritual der beiden aufzubrechen und verdammt noch mal seine Verlustangst zu überwinden.
Ist nicht leicht für B - lohnt sich aber.

Gruss HighQ

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langsam verliere ich den Überblick und komme zum Ergebnis:
Partner A ist Mann und Partner B auch…???
Sei es drum.

Das ur-Problem ist die Ungewißheit. Also würde ich da anfangen und versuchen eine Moderation zur Ursachensuche als Hilfestellung geben.

Konkretes Beispiel nehmen, beide an einen Tisch, Du ans Kopfende und dann erst mal reden lassen.
Vorher einigen: Du teilst die Sprechzeiten ein, Alles Gesagte ist nur der Anstoß für eine Diskussion für die beiden (dann ohen Dich) und: ganz wichtig - es werden Emotionen hochkochen - diese versuchen auf eine logisch-verständlich und objektive Sichtweise wieder zu reduzieren…

Problem dabei: alle müssen damit einverstanden sein…

LG
Ce

Hallo

langsam verliere ich den Überblick und komme zum Ergebnis:
Partner A ist Mann und Partner B auch…???
Sei es drum.

Ich habe über beide mit „er“ gesprochen, weil sich das aufs Wort „Partner“ bezog. Wollte damit keine Aussage über die Geschlechter treffen um Stereotype zu vermeiden. Ich lass die Frage, wer hier welches Geschlecht hat, einfach mal offen.

Das ur-Problem ist die Ungewißheit. Also würde ich da anfangen
und versuchen eine Moderation zur Ursachensuche als
Hilfestellung geben.

Konkretes Beispiel nehmen, beide an einen Tisch, Du ans
Kopfende und dann erst mal reden lassen.
Vorher einigen: Du teilst die Sprechzeiten ein, Alles Gesagte
ist nur der Anstoß für eine Diskussion für die beiden (dann
ohen Dich) und: ganz wichtig - es werden Emotionen hochkochen

  • diese versuchen auf eine logisch-verständlich und objektive
    Sichtweise wieder zu reduzieren…

Problem dabei: alle müssen damit einverstanden sein…

Ich finde das eine gute Idee, wobei mir auch da schwant, dass Partner A den Kreis irgendwann an einer für alle unersichtlichen Stelle durchbricht, seiner Wege geht und Partner B und den Moderator im Unklaren und im Zweifel lässt, was das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Ich werds den beiden aber mal vorschlagen, auch wenn ich da als Moderator zu befangen fühle. Es sollte aber, denke ich, kein Problem darstellen, da jemand besseren zu finden.

LG
Ce

Gruß :smile:

Hi

Höchstens ihn darin bestärken eben dieses Ritual der beiden
aufzubrechen und verdammt noch mal seine Verlustangst zu
überwinden.
Ist nicht leicht für B - lohnt sich aber.

Ich bin ja auch der Meinung, genau das sollte er tun. Wenn ich mich da nun aber als Freundin hinsetze und drauf dränge… Ist das nicht zuviel an Manipulation? Genau da liegt eben mein Problem: Was fällt noch unter „eine gute Freundin sein“ und was schon unter „die eigene Meinung aufdrängen“. Bin ich dann nicht der Fädenzieher von B? Ich hab sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht, die Probleme anderer lösen zu wollen. Ich neige dazu, mir die Probleme anderer zu eigen zu machen, sie selbst lösen zu wollen. Das endet eigentlich nie gut, entweder übernehme ich mich selbst dabei oder der andere fühlt sich über kurz oder lang seiner Freiheit enthoben. Ich kann schlecht einschätzen, wo ich hier eine Grenze zwischen guten Ratschlägen und Aufpfropfen meiner Meinung ziehen muss. *seufz* Deshalb hab ich hier gefragt, weil ich mal wissen wollte, wie weit andere in so einer Situation gehen und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben.

Danke für deine Antwort, jedenfalls :smile:

Gruß

Gruss HighQ

Hallo Stiefelkatzi,

Gibt es irgendwas
konkretes, was Freunde in so einer Situation zu tun imstande
sind?

Raushalten. Um Gottes Willen, raushalten!

In fremde Beziehungen würde ich mich niemals einmischen, ich glaube noch nicht mal, wenn ich daraum gebeten würde.

Und diese wahnsinnige Idee mit dem runden Tisch und dem quasi-therapeutischen Gespräch weiter unten würde ich noch nicht mal ansatzweise in Erwägung ziehen.
Paartherapie funktioniert nur auf neutralem Boden, und zwar dann, wenn beide Partner das wollen. Das, was du da vorhast, ist, die Konflikte deiner Freundin/ deines Freundes auszutragen. Denn dass du dem einen Partner näher stehst als dem anderen, und ausgerechnet auch noch diesen kristisieren willst, macht dich alles andere als zu einer neutralen, hilfreichen Gesprächsperson.

Es ist schwierig, etwas konkretes zu sagen, weil du es ja bewusst sehr abstrakt gelassen hast.
Aber ich würde für meinen Teil davon ausgehen, dass ein erwachsener Mensch, der sich offensichtlich regelmäßig in Situationen begibt, unter denen er leidet, wohl irgendetwas aus diesen Situationen zieht.
Vielleicht zum Beispiel den positiven Effekt, als das Opfer da zu stehen und so viel Mitleid von Freunden zu bekommen. :smile:
Oder aber da braucht jemand das Gefühl, abgewiesen und allein gelassen zu werden, nur um dann mit gutem Verhalten die Versöhnung herbeizuführen.
Es gibt ja wirklich seltsame Menschen auf der Welt, also warum nicht?

Ich würde deshalb weder mich direkt in die Partnerschaft einmischen, noch das Verhalten des leidenden Partners indirekt bekräftigen. („Ach, du armes Dingelchen!“)
Ich würde natürlich schon zuhören und den Partner reden lassen. Und ich würde konkrete, hilfreiche Vorschläge machen. (Daran kannst du übrigens ganz gut erkennen, ob deine Hilfe eigentlich tatsächlich eine ist. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass all die wirklich hilfreichen, praktischen Ratschläge niemals umgesetzt werden, wenn die betreffende Person in Wahrheit gerade diese Situationen sucht.)

Aber du solltest dich nicht emotional mit in deren Konflikte hinein ziehen lassen.
Ich weiß ja nicht so genau, wie diese Situationen nun sind, aber manchmal hilft auch ein lockerer Spruch, um beide Partner wieder zurück auf den Teppich zu bringen. Und wenn nicht, würde ich einfach gehen.

Viele Grüße
larymin

Hallo,

Und
falls dir die paar Zeilen ohne eine Leerzeile schwerfallen,
frage ich mich, wie du Bücher liest.

Die Bücher, die ich lese, haben eine Textstruktur:wink:
Klar kann man so schreiben wie du.
Dein Text läd nicht zum Lesen ein. Aber das ist doch das, was du möchtest, oder?
Gruß:
Manni

Hallo Stiefelkatzi,

Hallo

In fremde Beziehungen würde ich mich niemals einmischen, ich
glaube noch nicht mal, wenn ich daraum gebeten würde.

Eben, ich möchte mich ansich nicht einmischen, wenn Partner B aber vor mir sitzt und weint, dann bringe ich es auch nicht fertig aufzustehen und zu gehen. :frowning:

Und diese wahnsinnige Idee mit dem runden Tisch und dem
quasi-therapeutischen Gespräch weiter unten würde ich noch
nicht mal ansatzweise in Erwägung ziehen.
Paartherapie funktioniert nur auf neutralem Boden, und zwar
dann, wenn beide Partner das wollen. Das, was du da vorhast,
ist, die Konflikte deiner Freundin/ deines Freundes
auszutragen. Denn dass du dem einen Partner näher stehst als
dem anderen, und ausgerechnet auch noch diesen kristisieren
willst, macht dich alles andere als zu einer neutralen,
hilfreichen Gesprächsperson.

Deshalb schrieb ich ja, ich kann nicht als neutrale Person fungieren, ich werde auch nicht als solche wahrgenommen.

Es ist schwierig, etwas konkretes zu sagen, weil du es ja
bewusst sehr abstrakt gelassen hast.
Aber ich würde für meinen Teil davon ausgehen, dass ein
erwachsener Mensch, der sich offensichtlich regelmäßig in
Situationen begibt, unter denen er leidet, wohl irgendetwas
aus diesen Situationen zieht.
Vielleicht zum Beispiel den positiven Effekt, als das Opfer da
zu stehen und so viel Mitleid von Freunden zu bekommen. :smile:
Oder aber da braucht jemand das Gefühl, abgewiesen und allein
gelassen zu werden, nur um dann mit gutem Verhalten die
Versöhnung herbeizuführen.
Es gibt ja wirklich seltsame Menschen auf der Welt, also warum
nicht?

Interessanter Punkt, den du aufmachst. So hab ichs noch nicht gesehen. Glaube aber nicht, dass das hier zutrifft. Ich war selbst mal so einem manipulativen Menschen à la Partner A erlegen und kann dir sagen, dass man sich da auch als ansonsten sehr rationaler, vernünftiger Mensch reinmanövrieren kann ohne Aufmerksamkeit erheischen zu wollen. Es ist einfach so. dass man betreffenden Menschen für derart wichtig für das eigene Leben hält, dass man die Option, sich aus dem Wirkkreis dieser Person zu entfernen, schlicht ausschaltet. Kontakt abbrechen ist keine Option. Ich habs auch nie geschafft, der Person böse zu sein, ich bin irgendwann immer zu dem Punkt gekommen, irgendeinen Fehler bei mir zu finden, an mir zu arbeiten, usw usf. Irgendwann merkt man sogar, dass das ungesund für einen ist, aber man schaffts irgendwie trotzdem nicht, von selbst aus der Situation auszubrechen. Da Partner B, der ja das „Opfer“ hier ist, sonst normalen Umgang mit anderen Menschen pflegt mit normalem Sympathieverhalten, wo man sich auch mal streitet etc., glaube ich nicht, dass er sich hier voller Absicht in eine Abhängigkeit begibt.

Ich würde deshalb weder mich direkt in die Partnerschaft
einmischen, noch das Verhalten des leidenden Partners indirekt
bekräftigen. („Ach, du armes Dingelchen!“)

Ich habe ihn auch nicht bedauert, ich habe bisher versucht, ihm aufzuzeigen, welcher Teufelskreis sich entwickeln kann. Bemitleiden hat eigentlich ja noch nie jemanden weitergebracht.

Ich würde natürlich schon zuhören und den Partner reden
lassen. Und ich würde konkrete, hilfreiche Vorschläge machen.
(Daran kannst du übrigens ganz gut erkennen, ob deine Hilfe
eigentlich tatsächlich eine ist. Denn ich habe die Erfahrung
gemacht, dass all die wirklich hilfreichen, praktischen
Ratschläge niemals umgesetzt werden, wenn die betreffende
Person in Wahrheit gerade diese Situationen sucht.)

Habe ich gemacht. Soweit B mir bisher erzählt hat, hat er einiges davon umgesetzt: Er hat sich nicht für irgendwas entschuldigt (er hatte ja eh nichts falsch gemacht), er hat nicht von selbst wieder den Kontakt gesucht, sondern gewartet, bis Partner A wieder auf ihn zukam und er hat ihm klar zu verstehen gegeben, dass As Verhalten nicht in Ordnung war. Hat mich überrascht, aber ich finde es gut :smile:

Aber du solltest dich nicht emotional mit in deren Konflikte
hinein ziehen lassen.
Ich weiß ja nicht so genau, wie diese Situationen nun sind,
aber manchmal hilft auch ein lockerer Spruch, um beide Partner
wieder zurück auf den Teppich zu bringen. Und wenn nicht,
würde ich einfach gehen.

Sich emotional nicht involvieren lassen ist immer schwierig bei guten Freundschaften. Man freut sich ja schließlich auch wie verrückt mit, wenn es was zu freuen gibt etc. Aber du hast recht, spätestens, wenn es einen selbst belastet, sollte man ein Stück Abstand gewinnen.

Danke für deine Sicht :smile:

Gruß

Viele Grüße
larymin

Hallo,

Und
falls dir die paar Zeilen ohne eine Leerzeile schwerfallen,
frage ich mich, wie du Bücher liest.

Die Bücher, die ich lese, haben eine Textstruktur:wink:

Lies mal was aus der Gattung/Epoche „Nouveau Roman“. Ich empfehle Nathalie Sarrautes Roman „Portrait d’un Inconnu“… „La jalousie“ von Robbe-Grillet wär da auch sehr zweckdienlich.

Klar kann man so schreiben wie du.
Dein Text läd nicht zum Lesen ein. Aber das ist doch das, was
du möchtest, oder?

Nein, ich möchte nicht, dass du dich gut unterhalten fühlst, sondern ich möchte einen Ratschlag. Dir ist es nicht möglich, mir auf Basis meines Textes einen zu geben, 3 anderen Leuten bisher schon. Man scheint mich also verstanden zu haben.
Ich mache mir bezüglich der Lesbarkeit meiner Texte mal einfach keine Sorgen. Ausnahmslos gute bis sehr gute Noten in sämtlichen Aufsätzen/Hausarbeiten/Klausuren aus Schule und Studium können nicht irren. Einige Rechtschreibfehler tun dem keinen Abbruch.

Hier dagegen gehört es ja schon fast zum guten Ton, reflexartig Texte zu kritisieren. Wenn man sich, aus welchen mannigfaltigen Gründen auch immer, nicht angesprochen fühlt, eine inhaltlich Bezug nehmende Antwort zu verfassen, könnte man ja auch einfach mal den Mund halten. Aber das kann man hier ja bis zum Sankt-Nimmerleinstag predigen…

Gruß:
Manni

Gruß

Hallo STK,

offensichtlich beschäftigt Dich diese Sache mehr als Du gern hättest.

Was ich DIR rate, ist, sich von BEIDEN zu trennen.

Siehe es so;
Wer sich auch nur einmal erpressen lässt, der ist selber schuld.
Gefällt ihm nicht? Muss er es selber rücksichtslos ändern.

Und dann noch jemand anderen damit belasten?
Finde ich nicht so gut.
Und was mir nicht guttut, davon trenne ich mich.

Eine Antwort, die Du so sicher nicht erwartet hast,
aber denk mal drüber nach.
Wenn jeder so handeln würde, sich nämlich von Unrat zu trennen, dann gäbe es für Miese kein Betätigungsfeld mehr; sollen sie doch anders glücklich werden.

Zumal emotionale Erpressung das mieseste ist, was man einem anderen antun kann.

Hallo Stiefelkatzi

ich schätze HighQs Rat ebenso wie Deine Bedenken. Daher: weniger reden, mehr Alternativen bieten, das Selbstwertgefühl stärken. Beispiel : Zusammen Deinen Garten umgraben (oder shoppen, Kino, jemanden besuchen, was auch immer) wenn A „sowieso eingeschnappt“ ist.

Viel Glück

wilbert

Lebensberatung für Unbekannte
Hallo,

nicht gut dabei, Partner B leiden zu sehen. Gibt es irgendwas
konkretes, was Freunde in so einer Situation zu tun imstande
sind? Etwas konkreteres als die übliche Schulter zum Ausweinen
und auf Nachfrage Hilfe beim Ordnen der Gedanken? Habt ihr aus
Freundessicht mit irgendwas gute Erfahrungen gemacht?

das ist nichts, bei dem (noch) Außenstehende(re) etwas sinnvolles beisteuern könnten. Es bedarf eines erheblichen Maßes an Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis, um in solchen Reaktionen angemessen „helfen“ zu können.

Reaktionen auf äußere Einmischung fallen je nach Gesamtsituation und Persönlichkeit des Betroffenen höchst unterschiedlich aus. Das kann vom blinden Verteidigen des Partners bis hin zur ebenfalls blinden Übernahme der Fremdmeinung gehen. Schon allein die Reaktion Deines Freundes deutet darauf hin, daß mit sachlichen Argumenten oder wenigstens einer möglichst objektiven Betrachtung der Situation nichts zu machen ist. Eine höchst emotionale (Über)Reaktion ist insofern zu befürchten und das könnte im schlimmsten Fall dazu führen, daß es zur Trennung kommt und Du noch am Ende als Schuldige ausgemacht wirst.

Will sagen: wenn Du Dir selbst nicht absolut sicher bist, wie Deine Einmischung aussehen solltes, dann solltest Du es lassen und - wie schon vorgeschlagen - auf etwas Distanz zu den Leuten gehen. Auf den Rat von Dritten (also uns), die die Beteiligten nun wirklich gar nicht kennen, solltest Du nicht vertrauen.

Gruß
C.

Hi Stiefelkatzi,

ich denke nicht dass du ihn mit „du musst“ und du „solltest“ überschütten solltest. Ich persönlich würde einfach einen Haufen Fragen stellen die in die Art „Wie geht es dir damit?“ und „Was brauchst du?“ gehen.

Gruss HighQ

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Einmischen
Hallo Stiefelkatzi,

also ich mische mich situativ schon ein (besonders, wenn ich der Gastgeber bin)!

Schließlich „mischen“ sich solche Paare auch in mein Leben ein, wenn ich mal wieder miterlebe, wie eine nette Atmosphäre durch einen zickigen Partner kaputt gemacht wurde (und damit auch andere/ich „betroffen“ sind, die emotional nicht so involviert sind).

Da kommt von mir auch schon einmal ein Spruch wie: „Hör jetzt auf rumzuzicken, es war bis eben wirklich nett! Ich kann mit meiner Zeit auch etwas Besseres anfangen!“

Auch die, die sich dann ratsuchend an mich wenden, halte ich nicht (nur) die Schulter zum Ausheulen hin - sie müssen eben schon mit meiner Meinung rechnen (auch die, die mir „näher“ stehen).

Was sie daraus machen, ist ihre Sache!

Mag sein, dass ich damit letztens eine Beziehung „zerstört“ habe, aber komischerweise bekomme ich von beiden zu hören, dass es wohl die beste Entscheidung war, die Beziehung zu beenden. Aber es war ihre Entscheidung!

Ich werde meinen Mund auf jeden Fall auch in Zukunft nicht halten, wenn ein Mensch sich nicht zu benehmen weiß. Und auch die Freunde, die versuchen, mich auf ihre Seite zu ziehen, haben bei mir schlechte Karten.

Häufig hat meine „schroffe“ Form auch dazu geführt, dass sich einige Situationen recht schnell ohne „Nachspiel“ aufgelöst haben.

Aber ich bin kein Therapeut, der den Anspruch hat, die Ursachen anzugehen und eine Lösung zu finden.

Aber ich bin ein Mensch, der ein Recht darauf hat, seine Meinung zu äußern, wenn ihm selbst etwas unangenehm wird.

Und wenn Partner A Dich auch schon einmal so behandelt hat…da wüsste ich ja, was ich täte! :smile:

Liebe Grüße

Kathleen

Hallo,

danke für deine Antwort. Sicher hast du recht, dass man sich von Dingen, die einen belasten, lösen sollte. Ich bin auf einer anderen Baustelle selbst grade dabei, mich von jemandem freizustrampeln, der mich praktisch ausnahmslos nur belastet. Trotzdem tut das weh, wenn man das gegenüber abgesehen von den Schwierigkeiten eigentlich sehr gern hat und auch weiß, dass man demjenigen mit dem Zukehren des Rückens einen herben Schlag versetzt. Das machts ja oft so schwierig, wirklich einen Schlussstrich zu ziehen. Im Leben entscheidet sich eben nicht immer alles nach rationalen, logischen Argumenten.

Denk da vor allem mal an Beziehungen. In jeder Beziehung belastet der eine mal den anderen und vllt. auch umgekehrt. Wenn sich jeder an so einer Stelle immer gleich trennen würde, hätten wir keine Beziehungen mehr, keine Freundschaften. Es ist eben nicht immer alles eitel Sonnenschein und bis zu einem gewissen Grad gehört das Durchstehen von Schwierigkeiten zu sozialen Kontakten eben dazu. Deshalb habe ich B bisher auch nicht geraten, sich zu trennen (was ich sehr wohl auch rate, wenn ich wirklich Hopfen und Malz verloren sehe), sondern habe erstmal versucht, B den Rücken zu stärken, damit er sich nicht zum Opferlamm macht. Habe von B erfahren, dass er A bei der nächsten Begegnung mit klaren Worten seinen Ärger vermittelt hat und ihm klargemacht hat, dass er As Verhalten in Zukunft nicht mehr akzeptieren wird. A war wohl „so klein mit Hut“ danach. B hat also sein übliches Verhaltensmuster an dieser Stelle (sich kleinmachen, entschuldigen, sich fürchten) durchbrochen, was ich sehr gut fand. Wenn das den Grundstein für eine Beziehung gelegt hat, in der emotionale Erpressung keinen Angriffspunkt mehr findet, dann hat sichs ja gelohnt, als Freundin Ratschläge zu geben (denn genau das hatte ich B geraten).

Noch jedenfalls bin ich nicht bereit, mich abzuwenden, aber ich behalte deine Einstellung auf jeden Fall im Hinterkopf, da sie auf jeden Fall nicht von der Hand zu weisen ist. :smile:

Gruß