Mahlzeit,
wollte mal wissen was jemand tun kann, dem aufgrund emotionaler Vernachlässigung/Unterversorgung in der Kindheit und Jugend ein paar wesentliche und wichtige Emotionen zu fehlen scheinen? Was kann dieser Mensch später als junger Erwachsener tun, um sich die ihm fehlenden Emotionen wie z.B. „Freude empfinden“ oder „Spontanität“ oder „Überrascht sein“ usw. anzueignen bzw. auszubilden? Habt Ihr da ein paar Ideen?
Danke und Gruß,
Yedi386
Leben erleben…
Grüß dich,
das beste was du machen kannst, ist das Leben erleben. Was ich damit meine ist, dass du mal ausgehen sollst, etwas machst, was du normalerweise vil. nicht machen würdest. Sprich Frauen an, wenn sie dir gefallen und du glaubst, dass sie Single sind. Knüpfe Männerfreundschaften mit anderen Leuten und genieße das Leben.
Das einzigste was du nur bewältigen müsstest, wäre deine Angst auf leute zu zugehen.
mfg,
Hanzo
Moin
Was kann dieser Mensch später als junger
Erwachsener tun, um sich die ihm fehlenden Emotionen wie z.B.
„Freude empfinden“ oder „Spontanität“ oder „Überrascht sein“
usw. anzueignen bzw. auszubilden? Habt Ihr da ein paar Ideen?
Gleich ein paar? Ich wär schon froh, wenn e i n e Idee greifen würde…
Nun, derzeit ist bei derlei Problematik imho immer noch die gute, alte Psychoanalyse die Methode der Wahl.
Gruß,
Branden
Hallo Hanzo_Hattori,
ja, das dachte ich mir eigentlich auch. Leben erleben ist gut. Also trainieren! Und helfen wird es wohl auch. Übung macht bekanntlich den Meister. Dumm ist daran nur, dass die meisten Menschen mit einem solch komischen Kauz (der nur eingeschränkt zwischenmenschlich Schwingungsfähig zu sein scheint) gar nicht viel/lange etwas zu tun haben möchten. Es ist ihnen einfach zu seltsam, kalt und merkwürdig. Folglich erlebt der Betroffene immer wieder Ablehnung, Ausgrenzung und Zurückweisung, was ihn in seinen Befürchtungen/Ängsten nur wiederum bestätigt/bestärkt und möglicherweise sogar erneut entwertet und verletzt. Da gehört wohl eine übermächtige Portion an Mut, Geduld, Kraft und Vertrauen zu.
Entscheidend dürfte dabei für den Betroffenen wohl auch sein, eben verlässliche und (dauerhaft) positive Erfahrungen zu machen. Nur so können sich dann mit der Zeit wohl die entsprechenden Hirnareale ausbilden bzw. vernetzen.
…Yedi386
Hi
Ich kenne auch eine Person im engsten Bekanntenkreis , die durch eine total verkorkste Jugend sich ganz und gar nicht in des Jugendleben einfügen konnte.
von der Mutter nie Mutterliebe erfahren , nur schreierei , Schläge , verbote usw ,( Aufgewachen in den spätsechsigern /siebzigern )
( nach heutigen Erkenntnissen hätte die Mutter das sorgerecht entzogen bekommen und in eine Psychatrie eingewiesen werden müssen , aber das gab es damals noch nicht )
Als die Mutter dann verstorben war , da war er anfang 20 , da versuchte er alles nachzuholen und machte verrückte Sachen , versuchte einfach zu leben , kaufte sich einen alten Bundesgrenzschutz-Bus und unternahm Touren mit einer Clique , zum teil Arbeitskollegen , das leben machte auf einmal Spass .Er lernte Dinge auf die kaum einer kam , beispielweise Massagetechniken .
einige Mädchen hatten auf einmal interesse , dieser Langweiler war auf einmal interessant , weil verrückt und etwas mutig .
Durch diese Spezifizieerung hatte er zwar zum einen auch probleme mit Frauen , aber die weiblichen Personen , die verrückt genug waren , das war dann eine langjährige sehr gut funktionierende Partnerschaft
sagen wir mal von 10 Bekanntschaften , gingen 9 innerhalb weniger Wochen zu bruch , aber die eine harmonierte absolut.
Das hat er inzwischen 2 mal gemacht , weil seine erste langjährige Partnerin vor rund 7 Jahren verstorben war.
Ich kenne ihn als sehr glücklichen Mensch.
Toni
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