Hallo Demetrius,
Der Körper hat Empfindungen – auf Grund von Körperberührung,
oder Körperverletzung (auch Krankheit). Das sind KEINE
Gefühle, sondern Empfindungen.
Oder, ich empfinde etwas, was mich indirekt betrifft, und fühle etwas, was mich direkt betrifft. Wird mir eine Hand abgetrennt, so fühle ich den Schmerz direkt. Wird Dir eine abgetrennt, so kann ich Deinen Schmerz nachempfinden, aber nicht fühlen, da ich ihn aus Erfahrung nachempfinden kann, oder mir anhand Deiner Gefühlbewegung vorstellen kann, wie sehr es schmerzen muß.Dennoch spüre ich Deinen Schmerz nicht.
Es hat sich nun jemand in Dich verliebt, Du fühlst zu ihr eine gewisse Zuneigung oder auch Freundschaft, liebst sie aber nicht. Sie streichelt Dich. Du kannst jetzt ihre Liebe empfinden, fühlst sie aber nicht. Wäre dem so, würdest Du Ihre Liebe (Leidenschaft) teilen.
Gefühle entstehen durch Zu- oder Abneigung aus dem EGO
(ICHbewusstsein) wenn Du willst auch einfach ICH.
Laß uns mal diesen Begriff auseinandernehmen. Ich Bewußt Sein-
Ich, das Ganze (Körper, Geist Seele), also eine Einheit. Bewußt bist Du Dir, daß Du diese Einheit darstellst. Ich mir, daß ich meine darstelle. Wir sind also zwei völlig voneinander unabhängige Einheiten, und das ist uns durchaus bewußt. Nun kannst Du Dich als diese Einheit so sein lassen, ich mich als meine so sein lassen. Ich kann Dich als Deine so sein lassen, Du mich als meine. Und warum können wir das nicht?
Ganz einfach,weil der Geist bestrebt ist, sich mit anderen auszutauschen, Erfahrungen zu sammeln. Er ist bestrebt, das Sein werden zu lassen.
Beispiel:
ICH möchte, dass mein Körper sich wohl fühlt, und dass ich
keine Schmerzen habe.
Auf Grund dessen entsteht bei Streicheleinheiten des Körpers
ein gutes Gefühl, und bei Krankheit ein schlechtes Gefühl. Das
sind Gefühle und KEINE Empfindungen.
siehe oben…
Jetzt zu der „Dreiteilung“ der EntstehensURSACHE von Gefühlen.
(Materie, Geist, Seele)
Die Materie stellt den Körper dar.
Beispiel Materie:
Einer hat ein schönes Auto, und ist STOLZ darauf. Wenn dann
einer kommt, und ihm mit einem Schlüssel einen Kratzer am Auto
verursacht, dann wird dieser sehr wütend werden.
Für einen Anderen ist das Auto nur Gebrauchsgegenstand –
Nutzungsobjekt. Dem wird bei einem gleichen Kratzer KEINE Wut
entstehen.
Was ist die Ursache? Der Grad der Zuneigung oder Wertschätzung
des Autos.
Sowohl als auch. Jemanden dem ich zugeneigt bin, den schätze ich auch wert, und umgedreht.
Es kann meine Seele treffen, die mit dem Gefühl Wut reagiert, wenn das Auto zufällig ein geliebtes Spielzeug ist, oder der Seele nun zusätzliche Arbeit auferlegt wird, d. h. sie sich einmal wieder mit Dingen einschränken muß, die ihr Spaß machen.
Die Ursache für das Gefühl Wut kann also Verlust und oder Einschränkung sein.
Beispiel Geist:
Ein „Penner“ auf der Straße sagt zu Dir: „Blöde Gans“. Das
wird Dir wohl kaum etwas aus machen.
Doch wenn Dein Freund, Dein Chef oder Dein Vater zu Dir „Blöde
Gans“ sagt, wird Dir das sicher etwas aus machen. Es wird Dir
ein ungutes Gefühl entstehen.
Was ist die Ursache? Der Grad der Wertschätzung der jeweiligen
Person.
In diesem Beispiel gilt die Ohrfeige der Seele. Der Geist checkt ab, wie es dazu kommen konnte, also was falsch gelaufen ist, und rechnet die Konsequenzen nach. Allenfalls wird er der Seele noch mitteilen, daß es eine dumme unsachliche Äußerung ist.
Die Seele wird zurückgestoßen, verletzt. Ich würde Dein Beispiel dem Liebesentzug zuordnen. Womit Du dann auch gleich die Ursache hast.
Ich denke, es versteht sich von selbst, daß es nicht gerade von Wertschätzung zeugt, wenn ich jemanden persönlich angreife, und nicht die Sache.
Beispiel Seele:
Wenn Du in Deinem Arbeitsplatz keine Freude hast, dir die
Arbeit zur Last wird, keinen Erfolg und keine Anerkennung für
Deine Arbeit findest, und Du dann entlassen wirst, wird Dir
das nichts aus machen (vielleicht wärst Du sogar froh, dieses
Leid los zu sein).
Wenn Dir die Arbeit aber Spaß macht, und du STOLZ auf Deine
erreichte Position in dem Betrieb bist, wird Dir eine
Entlassung sicherlich viel Leid verursachen.
Was ist die Ursache? Der Grad der Wertschätzung Deiner
Position und Anerkennung.
Kommt auf den Entlassungsgrund an. Wirst Du entlassen, weil es der Firma finanziell schlecht geht, wirst Du Dich kaum in Deinen Wert gemindert fühlen. Deine Seele wird hier wohl eher Trauer durch Verlust fühlen.
Dein Geist wird nun einen Ausgleich suchen, und versuchen etwas zu finden, was dem Verlust annähernd gleich kommt.
Wirst Du nun aber aus reiner Willkür entlassen, weil Du vielleicht das falsche Hemd anhattest, oder die Haare einmal anders gekämmt hast, so wird Dein Geist wieder Deine Seele beruhigen (die ja angegriffen wird), indem ihr gesagt wird, daß sie auf Dauer in so einem versnobten, von Dummheit geführten Betrieb eh nicht glücklich werden kann.
Wie dem auch sei, Gefühlsursache ist der Verlust. Und den erleidet die Seele, nicht der Geist.
Beispiel Mischung:
Wenn Du einen Mann kennen lernst, der genau Deiner
Idealvorstellung entspricht (Person) – dieser Mann dann noch
wohlhabend ist (Materie) und geachtet in den „höheren“ Kreisen
(Anerkennung), dann bist Du in DREIFACHER Hinsicht an diesen
Menschen GEBUNDEN.
Mit diesen Mann würde ich mich nicht einlassen. Ich würde ja Komplexe bekommen (Seele).
Wenn Du dann diesen Menschen verlierst, den Reichtum
verlierst, und die Anerkennung verlierst, wirst Du sicherlich
sehr großes Leid empfinden.
Meine Seele verliert Liebe, das Mittel, um schöne Dinge zu tun, verliert Spielkameraden. Also Verlust. Und mein Geist sagt, gut daß Du ihn los bist, so kannst Du doch wieder selbständig werden.
Was ist der Grund? Deine Dreifache Bindung.
Nein, Bequemlichkeit! Die Seele ist unter anderem auch faul. Zumindest immer dann, wenn sie etwas tun soll, was ihr keinen Spaß macht.
Aus all diesem entstehen die entsprechenden Gefühle – auf
Grund von der jeweiligen Zu- oder Abneigung.
Wem sagst Du das? Dennoch nicht im Kopf, dort werden sie entschärft, versachlicht.
Beispiel Zwiespalt:
Wenn Du einen Arbeitsplatz hast, bei dem Du sehr viel
verdienst, aber Deinen Chef nicht leiden kannst.
Dann wird ein „Teil“ von Dir den Arbeitsplatz ERHALTEN wollen,
und der andere „Teil“ von Dir wird den Arbeitsplatz VERLASSEN
wollen.
Denn Du hast Zuneigung zum Geld und Abneigung zu einem
schlechten Arbeitsklima.
Dann entsteht ein ZWIESPALT. Die 2 bedeutet immer eine
Trennung (entZWEI).
Immer? Also trennt ZWEISAMKEIT?
Ich rede von nichts anderem als von Rückkopplungen zwischen Geist, Seele und Körper.
Auf Grund dieses Zwiespaltes, meldet sich dein WAHRES Selbst
mit einem „Gefühl“ – nennen wir es Gewissen. Denn das Selbst
will immer und strebt immer nach der EINHEIT.
Mein Selbst ist auch wahr, wenn wahr nicht vorsteht.
Das Gewissen entsteht durch Austausch, oder sagen wir Bündnis zwischen Geist und Seele.
Der Körper nimmt Information von außen wahr, leitet diese an Geist und oder Seele. Der Geist formt ein Bild für die Seele, diese bildet daraus ein Gefühl und gibt es als Information an den Geist zurück. Dieser widerum gibt die Information einer Reaktion an den Körper. Natürlich passiert das alles in mehreren gleichzeitigen Rückkopplungen, und dieses dann auch noch sehr schnell. Kein Wunder, daß gedacht wird, der Geist fühlt Gewissen.
Das Gewissen wird wie ein Gefühl empfunden und ist nur schwer
zu unterscheiden.
Wenn Du jedes Organ da läßt, wo es hingehört, und jedem seine eigenst für ihn gedachte Aufgabe läßt, fällt es gar nicht mehr so schwer, ein einfaches Chema zu erstellen.
Darum ist es so wichtig, die URSACHE für seine Gefühle zu
suchen und zu ergründen (auf den GRUND gehen).
Stimmt, nur bei mir geht der Geist meiner Seele auf den Grund (insoweit es möglich ist), und nicht die Seele meinem Geist.
Wenn der Mensch aber keinen Ausweg aus seiner „Zwiespältigen“
Situation (in dem Betrieb WILL ich schon lange nicht mehr
arbeiten – aber ich MUSS es ja, um mein Geld zu verdienen)
findet (sICH in die Enge getrieben fühlt), kann sich dieses
Selbst bis hin zur Angst oder Depression bemerkbar machen.
Stimmt, Seelenqualen kann kaum jemend auf Dauer aushalten.
Daß Angstzustände und Depressionen in unserer Gesellschaft
zunehmen, sehen wir ja.
Woran das wohl liegen mag???
Wohl daran, daß wir als Mittel zum Mobbing die Seelenqual haben? Daran, daß ein sachlicher Angriff als eine Möglichkeit zur Verbesserung des unbeliebten Mitarbeiters dienen kann (konstruktive Kritik); ein persönlicher Angriff, wie Mißachtung, Herabsetzung der Person, also mangelnde Wertschätzung stets ein Angriff der Seele darstellt und Schmerz verursacht? Wie willst Du sonst Mitarbeiter los werden, wenn nicht durch seelische Zerstörung?
Somit schönes WE,
lieb gegrüßt,
fionny