Emotionen

Hallo Demetrius,

Körperlich haben wir Empfindungen
Geistig haben wir Gefühle
Seelisch haben wir Emotionen.

Emotion ist das lat. Wort für Gemütsbewegung, seel. Erregung. Insoweit kannst Du das Wort in die seel. Ebene packen.
Was mich stört, ist die starre Aufteilung. Empfindungen sind bei mir schlicht Gefühle in abgeschwächter Form.Gefühle sind für mich die stärkste Form der Zu- oder Abneigung. Und die habe ich sicherlich nicht nur! im Kopf…wäre wohl schlimm, denn dort merke ich die wenigsten Gefühlsbewegungungen. Liebe und Haß sind wohl doch eher tiefer gelegen. Bauch und Herz sind da wohl eher betroffen. Mit dem Kopf versuche ich Gefühle in angemessene Bahnen zu lenken. Mehr nicht…
Mit dem Körper empfinden wir etwas. Hast Du aber eine starke Verletzung, oder eine sehr schmerzhafte Erkrankung, ist es kein Empfinden mehr, sondern echtes Gefühl, welches klar definiert werden kann. Ich denke da mal an z.B. Nervenschmerzen, oder an Magenkrebserkrankte…diese Menschen empfinden den Schmerz nicht mehr, die fühlen ihn. Du kannst dann allenfalls nachempfinden, wie sehr diese Menschen leiden, weil Du ihren Schmerz wahrnehmen kannst. Aber Du fühlst ihn nicht.

Neigungen haben wir z.B. nach Personen (Freund/in – Mann/Frau
– Gelebte/r - Eltern/Kinder). Gewinnen wir es, entsteht
Zuneigung - Liebe. Verlieren wir es entsteht Eifersucht –
Hass.

Somit ist bei Dir Liebe ausschließlich geistiger Natur? Findest Du es dann nicht komisch, das der Schmerz nicht im Kopf ist, sondern im Herzen? Sicher gab und wird es immer Menschen geben, die durch die Liebe um ihren Verstand gebracht wurden/werden. Muß wohl daran liegen, daß Gefühle nicht den Anspruch haben, einen Fixpunkt im Körper zu besitzen. Und manchmal werden sie so übermächtig, daß es dem Verstand oder Geist nicht mehr gelingen kann, sie im Zaun zu halten.
Daß Verlust eines geliebten Menschen absolut mit Eifersucht und Haß einhergeht, dem muß ich schlicht widersprechen. Ich habe erleben dürfen, daß sich da ein Gefühl der Traurigkeit breit macht. Kein Haß, keine Wut, allenfalls Narben bleiben…im Herzen, nicht im Kopf!

Emotionen kommen aus unserem SELBST (Seele - Herz).
Wird das Selbst unterdrückt, fühlen wir uns in die Enge
getrieben (Angst) auch dadurch entsteht Wut und Hass –
gegenüber dem, der treibt. Aber eben eine andere ART.
Das Selbst reagiert auf die SITUATION (Lebensumstände) und
eben NICHT auf Neigungen!!! Man kann wütend wegen einer
Ungerechtigkeit werden, die aber KEIN Eigennutz kennt. Auch
das ist eine andere ART von Wut.
Wer aus einer Emotion heraus handelt, handelt spontan, und
nicht wie der Geist BERECHNEND.

Traurig, denn so bist Du nur Opfer Deiner Gefühle. Gut, daß mein Geist berechnend auf Situationen und Umfeld reagieren kann, und meine Seele den Part der Neigungen hat. Wäre dem nicht so, hätte ich keine Chance, meiner Seele zu helfen. Ich wäre ausgeliefert und ein Chaos entstünde.

nichts für ungut,
lieb gegrüßt
fionny

Ps.: daß das Selbst keinen Eigennutz kennt, widerspricht sich von selbst!

Hallo Thomas,

Doch mir ging es ja zunächst einmal darum zu verdeutlichen,
dass eine Erkenntnis keine Willkür ist.

bei der Ausgangsfrage ging es doch weniger um „Erkenntnis“ als
mehr um „Benennungen“.

Du bist mir schon ein „Schlawiener“. :- ))
Weder im ersten Beitrag noch jetzt, bist Du auf meine EIGENTLICHE Kritik eingegangen! (Erkenntnis - Willkür).
Du bist klitschik wie ein Aal. :- )))
Einen Beitrag zur Ausgangsfrage habe ich längst (vor dem Beitrag zu Dir) gesetzt.

Nur- nicht daß Du meinst ich merke das nicht! :- )))

Gut. Aber das Thema entspricht sicherlich nicht mehr diesem „Brett“. Aber es hat sich so ergeben.

Auf jeden Fall danke für den Link, den ich mir gemütlich zu Gemüte führen werde.

Aber auch den Begriff „Erkenntnis“ benutzt du relativ
unkritisch,

Nein - ich habe aber wahrscheinlich eine andere VORSTELLUNG von Erkenntnis.

weshalb du letztendlich zu dem Ergebnis

Du beharrst doch genau so auf Deiner Auffassung – drückst
Dich nur anders (von mir aus auch besser) aus. :- )))

kommst.

Auf deine Definitionen möchte ich mich nicht einlassen, weil
ich in ihnen keinen Nutzen sehe (das mögen andere anders
sehen, ich will das gar nicht beurteilen). Aber ich möchte, da
du meinen eignen Ausführungen nicht so richtig traust, dir die
Lektüre des von dir selbst ins Feld geführten Platon
empfehlen. Die Begriffe „Erkenntnis“ und „Meinung“ werden
ausführlich untersucht im Dialog mit dem Titel „Theaitetos“.
Dort geht es genau um unser Problem, nur ist es vielleicht
nicht sinnvoll, das im Psychologiebrett zu diskutieren.

Leider gibt es meines Wissens im Netz nur Fassungen in
griechischer oder englischer Sprache, weshalb ich dir online
keinen primären (deutschen) Text anbieten kann. Aber es gibt
eine interessante Kurzdarstellung auf der Seite

http://www.bundesstaatsminister.de/suo-jena/theaitet… .

Auf dieser Grundlage könnte man dann weiter diskutieren, wenn
es denn noch nötig wäre, dann vielleicht im Philosophiebrett.

Ja - ist mir schon klar.

MfG,

Demetrius

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Ursprung Liebe
Hallo fionny,

die Unterscheidung, woher die Gefühle kommen, ist sehr wichtig, wenn man Wut – Haß – Neid – usw. bekämpfen will.

Der Ursprung aller Gefühle, ist die universelle Liebe.
Doch durch das ICH-Bewusstsein (der PERSON), wird diese Liebe gewissermaßen „transformiert“ auf die gezeigten 3 Ebenen.
So wie das Licht, wenn es durch ein Prisma strahlt, in seine DREI Grundfarben gebrochen wird. Aus diesen drei Grundfarben entstehen durch Mischung alle anderen Farben – bis hin zum Schwarz.

So entstehen durch Mischung (Empfindung, Gefühl, Emotion) auch alle Arten von Gefühlen.
Als „Oberflächenwahrnehmung“, wird das schlichtweg als EIN Gefühl WAHR genommen – so wie eben auch nur EINE Farbe wahrgenommen wird.

>>>Und die habe ich sicherlich nicht nur! im Kopf…wäre wohl schlimm, denn dort merke ich die wenigsten Gefühlsbewegungungen>>Somit ist bei Dir Liebe ausschließlich geistiger Natur?>>Traurig, denn so bist Du nur Opfer Deiner Gefühle. Gut, daß mein Geist berechnend auf Situationen und Umfeld reagieren kann, und meine Seele den Part der Neigungen hat. Wäre dem nicht so, hätte ich keine Chance, meiner Seele zu helfen. Ich wäre ausgeliefert und ein Chaos entstünde.

Hallo Demetrius,

also gut, zurück zum Ursprung…

Wir haben sechs Begriffe, die zugeordnet werden sollen.

Deine gedachte Zuordnung ist:

Körper = Empfindung
Geist = Gefühle
Seele = Emotion

Vielleicht kannst Du Dich darauf einlassen, das lat Wort Emotion in das deutsche Wort Gemütsbewegung zu verwandeln, es würde die Sache doch erheblich erleichtern.

Nun versuche ich, eine gedachte Zuordnung zu erstellen. Wobei ich denke, daß es nicht wirklich möglich sein kann, aber wir können ja experimentieren.

Körper = Gemütsbewegung
Da der Körper das Sprachrohr nach außen darstellt und Informationen nach innen bringt ( Wahrnehmung über Organe und Sinne). Natürlich kann der Körper sowohl empfinden als auch fühlen, denn er hat das Organ Nerv als Informationsbahn.
Empfindungen und Gefühl sind bei mir Abstufungen der Intensitäten.

Seele = Gefühl (die ganze Farbpalette)
Du schreibst doch einem Säugling zu, völlig im Selbst zu existieren. Es hat noch kein Ich- Bewußtsein, ist also völlig schuldlos an seinem Dasein, in dem es einfach nur ist. Aber! es ist sich selbst. Dieses selbst, was in der Seele wohnt, hat Bedürfnisse. Es fühlt Hunger, Nässe, Geborgenheit, Schutz. Tritt nun ein Mangel der Stillung der Grundbedürfnisse auf, fordert es Sättigung. Es fordert und erwartet nicht, denn warten kennt es nicht. Es ist ihm egal, womit Mami gerade beschäftigt ist, oder eine Pause braucht. Mami hat sofort zur Stelle zu sein und alles zu tun, damit es der kleinen Seele (Selbst) wieder gut geht. Soweit zum Egoismus des Selbst.

Geist = Gefühlsfilter (Moralapostel)
Er ist Verwalter der Erfahrungen. Erfahrungen sind nicht anderes, als persönliche Lehren, die wir erleben dürften. Gleichzeitig bildet unser Geist ein Schutzmechanismus für unsere Seele. Denn seine Aufgabe ist es, diesem ungestümen, völlig in sich lebenden, kleinem Ding Schutz vor Verletzungen zu bieten. Gleichzeitig muß er aber auch zusehen, das dieses kleine Kind nicht völlig isoliert wird. Somit ist er auch Steuerorgan des sozialem Miteinander, denn unsere Seele hat nun mal das Bedürfnis Kontakt zur Außenwelt zu haben. Es will nicht allein spielen. Er filtert und steuert nun mit dem, was er auf der sozialen Schiene gelernt hat. Er verbietet und erlaubt der Seele zu spielen, zügelt sie, unterdrückt ihre Bedürfnisse, sorgt aber widerum für einen entsprechenden Ausgleich. Mit anderen Worten, er sorgt dafür, daß unsere Seele sich nach außen durch ihre ungestüme Triebhaftigkeit nicht bloßstellen kann. Somit ist das Ich- Bewußtsein geboren. Und wenn Du genauer hinschaust, ist dieses Bewußtsein alles andere als egoistisch, ich würde hier die Selbslosigkeit zuordnen.

Menschen, die sich in erster Linie in sich selbst leben, nehmen nur noch wenig Rücksicht auf Moral. Sie lassen zu, daß die Bedürfnisse der Seele befriedigt werden. Sie leben ihre Gefühle, und somit ihre Träume. Glauben sie, daß es ihnen an einen bestimmten Ort nicht mehr gut geht, verlassen sie ihn und suchen sich eine andere Umgebung. So kommt es auch zu spontanen Kündigungen eines Arbeitsplatzes, Ausbruch aus einer langjährigen Beziehung usw. Vielleicht wechseln sie morgen das Land und ihr Umfeld kann ihre Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen. Aber, es ist ihnen egal, was andere über sie denken, oder welche Konsequenzen ihr Handeln hat. Bis zu einem gewissen Punkt, denn unser Geist kann und wird eine SELBSTZERSTÖRUNG nicht zulassen.

Liebe und Haß sind Gefühlsreaktionen unserer Seele, inwieweit sie gelebt werden, entscheidet der Geist. Der Körper bringt diese Filterung dann zum Ausdruck.

Dein Geist kann nun entscheiden, ob er diese gedachte Zuordnung von mir annehmen kann oder nicht. Deine Seele wird Dir schon mitteilen, ob sie sich damit wohl fühlt.

Lieb gegrüßt,
fionny

Beispiele
Hallo fionny,

nach wie vor vermischst Du.
Ich versuche es einmal mit Beispielen:

Der Körper hat Empfindungen – auf Grund von Körperberührung, oder Körperverletzung (auch Krankheit). Das sind KEINE Gefühle, sondern Empfindungen.

Gefühle entstehen durch Zu- oder Abneigung aus dem EGO (ICHbewusstsein) wenn Du willst auch einfach ICH.
Beispiel:
ICH möchte, dass mein Körper sich wohl fühlt, und dass ich keine Schmerzen habe.
Auf Grund dessen entsteht bei Streicheleinheiten des Körpers ein gutes Gefühl, und bei Krankheit ein schlechtes Gefühl. Das sind Gefühle und KEINE Empfindungen.

Jetzt zu der „Dreiteilung“ der EntstehensURSACHE von Gefühlen. (Materie, Geist, Seele)
Beispiel Materie:
Einer hat ein schönes Auto, und ist STOLZ darauf. Wenn dann einer kommt, und ihm mit einem Schlüssel einen Kratzer am Auto verursacht, dann wird dieser sehr wütend werden.
Für einen Anderen ist das Auto nur Gebrauchsgegenstand – Nutzungsobjekt. Dem wird bei einem gleichen Kratzer KEINE Wut entstehen.
Was ist die Ursache? Der Grad der Zuneigung oder Wertschätzung des Autos.

Beispiel Geist:
Ein „Penner“ auf der Straße sagt zu Dir: „Blöde Gans“. Das wird Dir wohl kaum etwas aus machen.
Doch wenn Dein Freund, Dein Chef oder Dein Vater zu Dir „Blöde Gans“ sagt, wird Dir das sicher etwas aus machen. Es wird Dir ein ungutes Gefühl entstehen.
Was ist die Ursache? Der Grad der Wertschätzung der jeweiligen Person.

Beispiel Seele:
Wenn Du in Deinem Arbeitsplatz keine Freude hast, dir die Arbeit zur Last wird, keinen Erfolg und keine Anerkennung für Deine Arbeit findest, und Du dann entlassen wirst, wird Dir das nichts aus machen (vielleicht wärst Du sogar froh, dieses Leid los zu sein).
Wenn Dir die Arbeit aber Spaß macht, und du STOLZ auf Deine erreichte Position in dem Betrieb bist, wird Dir eine Entlassung sicherlich viel Leid verursachen.
Was ist die Ursache? Der Grad der Wertschätzung Deiner Position und Anerkennung.

Gleiches gilt im umgekehrten Sinne bei Abneigung.

Beispiel Mischung:
Wenn Du einen Mann kennen lernst, der genau Deiner Idealvorstellung entspricht (Person) – dieser Mann dann noch wohlhabend ist (Materie) und geachtet in den „höheren“ Kreisen (Anerkennung), dann bist Du in DREIFACHER Hinsicht an diesen Menschen GEBUNDEN.
Wenn Du dann diesen Menschen verlierst, den Reichtum verlierst, und die Anerkennung verlierst, wirst Du sicherlich sehr großes Leid empfinden.
Was ist der Grund? Deine Dreifache Bindung.

Aus all diesem entstehen die entsprechenden Gefühle – auf Grund von der jeweiligen Zu- oder Abneigung.

Beispiel Zwiespalt:
Wenn Du einen Arbeitsplatz hast, bei dem Du sehr viel verdienst, aber Deinen Chef nicht leiden kannst.
Dann wird ein „Teil“ von Dir den Arbeitsplatz ERHALTEN wollen, und der andere „Teil“ von Dir wird den Arbeitsplatz VERLASSEN wollen.
Denn Du hast Zuneigung zum Geld und Abneigung zu einem schlechten Arbeitsklima.
Dann entsteht ein ZWIESPALT. Die 2 bedeutet immer eine Trennung (entZWEI).

Auf Grund dieses Zwiespaltes, meldet sich dein WAHRES Selbst mit einem „Gefühl“ – nennen wir es Gewissen. Denn das Selbst will immer und strebt immer nach der EINHEIT.

Das Gewissen wird wie ein Gefühl empfunden und ist nur schwer zu unterscheiden.
Darum ist es so wichtig, die URSACHE für seine Gefühle zu suchen und zu ergründen (auf den GRUND gehen).

Wenn der Mensch aber keinen Ausweg aus seiner „Zwiespältigen“ Situation (in dem Betrieb WILL ich schon lange nicht mehr arbeiten – aber ich MUSS es ja, um mein Geld zu verdienen) findet (sICH in die Enge getrieben fühlt), kann sich dieses Selbst bis hin zur Angst oder Depression bemerkbar machen.

Daß Angstzustände und Depressionen in unserer Gesellschaft zunehmen, sehen wir ja.
Woran das wohl liegen mag???

Mit freundlichen Grüßen

Demetrius

Hallo Demetrius,

Du bist mir schon ein „Schlawiener“. :- ))

gerne doch :smile:, aber so möchte ich das dann doch nicht stehen lassen.

Weder im ersten Beitrag noch jetzt, bist Du auf meine
EIGENTLICHE Kritik eingegangen! (Erkenntnis - Willkür).
Du bist klitschik wie ein Aal. :- )))
Einen Beitrag zur Ausgangsfrage habe ich längst (vor dem
Beitrag zu Dir) gesetzt.

Du hattest mir doch unterstellt, ich würde Erkenntnis als willkürlich bezeichnen. Das war aber nicht der Fall, sondern ich vertrat die Auffassung, dass die Bezeichung willkürlich sei, nicht die Erkenntnis. Man muss kein Aal sein, um sich aus deinen Definitionen zu befreien. :smile:

Lassen wir es für dieses Mal dabei.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Demetrius,

Der Körper hat Empfindungen – auf Grund von Körperberührung,
oder Körperverletzung (auch Krankheit). Das sind KEINE
Gefühle, sondern Empfindungen.

Oder, ich empfinde etwas, was mich indirekt betrifft, und fühle etwas, was mich direkt betrifft. Wird mir eine Hand abgetrennt, so fühle ich den Schmerz direkt. Wird Dir eine abgetrennt, so kann ich Deinen Schmerz nachempfinden, aber nicht fühlen, da ich ihn aus Erfahrung nachempfinden kann, oder mir anhand Deiner Gefühlbewegung vorstellen kann, wie sehr es schmerzen muß.Dennoch spüre ich Deinen Schmerz nicht.
Es hat sich nun jemand in Dich verliebt, Du fühlst zu ihr eine gewisse Zuneigung oder auch Freundschaft, liebst sie aber nicht. Sie streichelt Dich. Du kannst jetzt ihre Liebe empfinden, fühlst sie aber nicht. Wäre dem so, würdest Du Ihre Liebe (Leidenschaft) teilen.

Gefühle entstehen durch Zu- oder Abneigung aus dem EGO
(ICHbewusstsein) wenn Du willst auch einfach ICH.

Laß uns mal diesen Begriff auseinandernehmen. Ich Bewußt Sein-
Ich, das Ganze (Körper, Geist Seele), also eine Einheit. Bewußt bist Du Dir, daß Du diese Einheit darstellst. Ich mir, daß ich meine darstelle. Wir sind also zwei völlig voneinander unabhängige Einheiten, und das ist uns durchaus bewußt. Nun kannst Du Dich als diese Einheit so sein lassen, ich mich als meine so sein lassen. Ich kann Dich als Deine so sein lassen, Du mich als meine. Und warum können wir das nicht?
Ganz einfach,weil der Geist bestrebt ist, sich mit anderen auszutauschen, Erfahrungen zu sammeln. Er ist bestrebt, das Sein werden zu lassen.

Beispiel:
ICH möchte, dass mein Körper sich wohl fühlt, und dass ich
keine Schmerzen habe.
Auf Grund dessen entsteht bei Streicheleinheiten des Körpers
ein gutes Gefühl, und bei Krankheit ein schlechtes Gefühl. Das
sind Gefühle und KEINE Empfindungen.

siehe oben…

Jetzt zu der „Dreiteilung“ der EntstehensURSACHE von Gefühlen.
(Materie, Geist, Seele)

Die Materie stellt den Körper dar.

Beispiel Materie:
Einer hat ein schönes Auto, und ist STOLZ darauf. Wenn dann
einer kommt, und ihm mit einem Schlüssel einen Kratzer am Auto
verursacht, dann wird dieser sehr wütend werden.
Für einen Anderen ist das Auto nur Gebrauchsgegenstand –
Nutzungsobjekt. Dem wird bei einem gleichen Kratzer KEINE Wut
entstehen.
Was ist die Ursache? Der Grad der Zuneigung oder Wertschätzung
des Autos.

Sowohl als auch. Jemanden dem ich zugeneigt bin, den schätze ich auch wert, und umgedreht.
Es kann meine Seele treffen, die mit dem Gefühl Wut reagiert, wenn das Auto zufällig ein geliebtes Spielzeug ist, oder der Seele nun zusätzliche Arbeit auferlegt wird, d. h. sie sich einmal wieder mit Dingen einschränken muß, die ihr Spaß machen.
Die Ursache für das Gefühl Wut kann also Verlust und oder Einschränkung sein.

Beispiel Geist:
Ein „Penner“ auf der Straße sagt zu Dir: „Blöde Gans“. Das
wird Dir wohl kaum etwas aus machen.
Doch wenn Dein Freund, Dein Chef oder Dein Vater zu Dir „Blöde
Gans“ sagt, wird Dir das sicher etwas aus machen. Es wird Dir
ein ungutes Gefühl entstehen.
Was ist die Ursache? Der Grad der Wertschätzung der jeweiligen
Person.

In diesem Beispiel gilt die Ohrfeige der Seele. Der Geist checkt ab, wie es dazu kommen konnte, also was falsch gelaufen ist, und rechnet die Konsequenzen nach. Allenfalls wird er der Seele noch mitteilen, daß es eine dumme unsachliche Äußerung ist.
Die Seele wird zurückgestoßen, verletzt. Ich würde Dein Beispiel dem Liebesentzug zuordnen. Womit Du dann auch gleich die Ursache hast.
Ich denke, es versteht sich von selbst, daß es nicht gerade von Wertschätzung zeugt, wenn ich jemanden persönlich angreife, und nicht die Sache.

Beispiel Seele:
Wenn Du in Deinem Arbeitsplatz keine Freude hast, dir die
Arbeit zur Last wird, keinen Erfolg und keine Anerkennung für
Deine Arbeit findest, und Du dann entlassen wirst, wird Dir
das nichts aus machen (vielleicht wärst Du sogar froh, dieses
Leid los zu sein).
Wenn Dir die Arbeit aber Spaß macht, und du STOLZ auf Deine
erreichte Position in dem Betrieb bist, wird Dir eine
Entlassung sicherlich viel Leid verursachen.
Was ist die Ursache? Der Grad der Wertschätzung Deiner
Position und Anerkennung.

Kommt auf den Entlassungsgrund an. Wirst Du entlassen, weil es der Firma finanziell schlecht geht, wirst Du Dich kaum in Deinen Wert gemindert fühlen. Deine Seele wird hier wohl eher Trauer durch Verlust fühlen.
Dein Geist wird nun einen Ausgleich suchen, und versuchen etwas zu finden, was dem Verlust annähernd gleich kommt.
Wirst Du nun aber aus reiner Willkür entlassen, weil Du vielleicht das falsche Hemd anhattest, oder die Haare einmal anders gekämmt hast, so wird Dein Geist wieder Deine Seele beruhigen (die ja angegriffen wird), indem ihr gesagt wird, daß sie auf Dauer in so einem versnobten, von Dummheit geführten Betrieb eh nicht glücklich werden kann.
Wie dem auch sei, Gefühlsursache ist der Verlust. Und den erleidet die Seele, nicht der Geist.

Beispiel Mischung:
Wenn Du einen Mann kennen lernst, der genau Deiner
Idealvorstellung entspricht (Person) – dieser Mann dann noch
wohlhabend ist (Materie) und geachtet in den „höheren“ Kreisen
(Anerkennung), dann bist Du in DREIFACHER Hinsicht an diesen
Menschen GEBUNDEN.

Mit diesen Mann würde ich mich nicht einlassen. Ich würde ja Komplexe bekommen (Seele).

Wenn Du dann diesen Menschen verlierst, den Reichtum
verlierst, und die Anerkennung verlierst, wirst Du sicherlich
sehr großes Leid empfinden.

Meine Seele verliert Liebe, das Mittel, um schöne Dinge zu tun, verliert Spielkameraden. Also Verlust. Und mein Geist sagt, gut daß Du ihn los bist, so kannst Du doch wieder selbständig werden.

Was ist der Grund? Deine Dreifache Bindung.

Nein, Bequemlichkeit! Die Seele ist unter anderem auch faul. Zumindest immer dann, wenn sie etwas tun soll, was ihr keinen Spaß macht.

Aus all diesem entstehen die entsprechenden Gefühle – auf
Grund von der jeweiligen Zu- oder Abneigung.

Wem sagst Du das? Dennoch nicht im Kopf, dort werden sie entschärft, versachlicht.

Beispiel Zwiespalt:
Wenn Du einen Arbeitsplatz hast, bei dem Du sehr viel
verdienst, aber Deinen Chef nicht leiden kannst.
Dann wird ein „Teil“ von Dir den Arbeitsplatz ERHALTEN wollen,
und der andere „Teil“ von Dir wird den Arbeitsplatz VERLASSEN
wollen.
Denn Du hast Zuneigung zum Geld und Abneigung zu einem
schlechten Arbeitsklima.
Dann entsteht ein ZWIESPALT. Die 2 bedeutet immer eine
Trennung (entZWEI).

Immer? Also trennt ZWEISAMKEIT?
Ich rede von nichts anderem als von Rückkopplungen zwischen Geist, Seele und Körper.

Auf Grund dieses Zwiespaltes, meldet sich dein WAHRES Selbst
mit einem „Gefühl“ – nennen wir es Gewissen. Denn das Selbst
will immer und strebt immer nach der EINHEIT.

Mein Selbst ist auch wahr, wenn wahr nicht vorsteht.
Das Gewissen entsteht durch Austausch, oder sagen wir Bündnis zwischen Geist und Seele.
Der Körper nimmt Information von außen wahr, leitet diese an Geist und oder Seele. Der Geist formt ein Bild für die Seele, diese bildet daraus ein Gefühl und gibt es als Information an den Geist zurück. Dieser widerum gibt die Information einer Reaktion an den Körper. Natürlich passiert das alles in mehreren gleichzeitigen Rückkopplungen, und dieses dann auch noch sehr schnell. Kein Wunder, daß gedacht wird, der Geist fühlt Gewissen.

Das Gewissen wird wie ein Gefühl empfunden und ist nur schwer
zu unterscheiden.

Wenn Du jedes Organ da läßt, wo es hingehört, und jedem seine eigenst für ihn gedachte Aufgabe läßt, fällt es gar nicht mehr so schwer, ein einfaches Chema zu erstellen.

Darum ist es so wichtig, die URSACHE für seine Gefühle zu
suchen und zu ergründen (auf den GRUND gehen).

Stimmt, nur bei mir geht der Geist meiner Seele auf den Grund (insoweit es möglich ist), und nicht die Seele meinem Geist.

Wenn der Mensch aber keinen Ausweg aus seiner „Zwiespältigen“
Situation (in dem Betrieb WILL ich schon lange nicht mehr
arbeiten – aber ich MUSS es ja, um mein Geld zu verdienen)
findet (sICH in die Enge getrieben fühlt), kann sich dieses
Selbst bis hin zur Angst oder Depression bemerkbar machen.

Stimmt, Seelenqualen kann kaum jemend auf Dauer aushalten.

Daß Angstzustände und Depressionen in unserer Gesellschaft
zunehmen, sehen wir ja.
Woran das wohl liegen mag???

Wohl daran, daß wir als Mittel zum Mobbing die Seelenqual haben? Daran, daß ein sachlicher Angriff als eine Möglichkeit zur Verbesserung des unbeliebten Mitarbeiters dienen kann (konstruktive Kritik); ein persönlicher Angriff, wie Mißachtung, Herabsetzung der Person, also mangelnde Wertschätzung stets ein Angriff der Seele darstellt und Schmerz verursacht? Wie willst Du sonst Mitarbeiter los werden, wenn nicht durch seelische Zerstörung?

Somit schönes WE,
lieb gegrüßt,
fionny