Empfangsprobleme mit mobilem DVB-T-TV

Hy,
habe mir einen mobilen DVB-T-TV gekauft und bin nun sehr enttäuscht, dass ich kein Signal empfange. Der Sender steht ca. 65 km Luftlinie entfernt. Der Signaltest zeigt einen schwankenden Empfang zwischen 45 und 75 % an. Lohnt es sich, in einen Antennenverstärker zu investieren oder würde das auch nichts bringen? Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
LG
Ilona

Hallo Ilona,

der beste Verstärker ist eine gute Antenne! Ein Antennenverstärker verstärkt auch alle Störungen mit.

Du hast vermtl. so eine kleine Stabantenn, die keine Richtwirkung hat. Man mit sehr wenig Aufwand eine gute Antenne selbstbauen.

Schau mal in´s Archiv vor kurzem lief da eine längere Diskussion mit guten Links.

Ich hab meine provisorische Antenne mal fotografiert und hochgeladen. Da sie eine Richtcharakteristik hab, muss sie aber zum Sender zeigen, sie kann also nicht „irgendwo“ hingestellt werden.

Mal schauen, ob ich die Links finde:

http://www.bilder-space.de/show.php?file=20.09MjgocA…
http://www.bilder-space.de/show.php?file=20.09PMB3kF…
http://www.bilder-space.de/show.php?file=20.09JlAVIq…
http://www.bilder-space.de/show.php?file=20.09rhMXUi…

Das kann jeder basteln, der weiß an welcher Seite man einen Lötkolben anfassen muss.

Guten Empfang!

Gruß Volker

Hallo Ilona

geh doch mal in diesem Brett bis zum Artikel Digitalantenne in Kellerwohung? geschrieben am 19.09.2009, zurück.

Gruß merimies

Habe ich leider nicht mehr gefunden, der 19.9. erscheint nicht mehr. Weiß auch nicht so recht, wo ich suchen soll. Im Archiv finde ich das auch nicht.

Hallo Volker, da hast Du mich ja vor eine Aufgabe gestellt. Das kriege ich nicht hin, bin ein technischer Tiefflieger und einen Lötkolben habe ich auch nicht. Habe Deine Bilder aber vorsichtshalber gespeichert, vielleicht findet sich ja noch mal eine gute Seele, die mir behilflich sein könnte. Danke für Deine Mühe.
Ich habe wirklich nur eine integrierte Stabantenne. Aber man verspricht ja, überall damit fernsehen zu können, sogar im Auto. Da dachte ich mir, es müsste funktionieren. Na ja, mal wieder reingefallen.
Gruß Ilona

Na Ilona,

so schnell geben wir doch nicht auf :wink:

merimies hat mir gute Tipps gegeben, als ich auch Empfangsprobleme hatte.

Das kriege ich nicht hin, bin ein technischer Tiefflieger und
einen Lötkolben habe ich auch nicht.

Vlt. hast Du aber einen Bekannten der das machen kann. Das einzige Problem, das ich sehe, ist der Stecker, aber auch das lässt sich lösen.

Schreib mal wo Du wohnst.

mal eine gute Seele, die mir behilflich sein könnte. Danke für

Deine Mühe.

So eine Antenne, aber auch die von merimies empfohlene Koaxial-Antenne - Du brauchst Dich um die Begriffe nicht zu kümmern - passen in einen DIN-A Umschlag!

WEnn Du nicht weiterkommst, maile mich mal an. Ich bin sicher, dass eine Lösung zu finden ist.

Ich habe wirklich nur eine integrierte Stabantenne.

Und das ist das, was mich interessiert, ist die fest intergriert, ist eine Anschlußmöglichkeit für eine externe Antenne vorhanden?

Gruß Volker

Hallo Ilona,

65 km sind für eine normale Stabantenne in der Wohnung definitiv zu viel.
Wenn aber der Signaltest 45 bis 75% anzeigt, solltest Du ein Bild bekommen, das eventuell mal stehenbleibt aber da sein sollte.

Es gibt Antennen mit integriertem Antennenverstärker. Diese Verstärker kompensieren zumindest die Verluste in der Antennenleitung und Du kannst den Antennenstandort verändern, was manchmal wie ein Wunder wirkt. Allerdings muss der Fernseher eine Antennenbuchse haben.
Gruß
Axel

Du hast ja Recht Volker, so schnell geben wir nicht auf und ein Steinbock schon gar nicht - ha, ha. Das ist auch so ein hübscher kleiner LCD-Flachbildschirm-TV, den möchte ich gar nicht mehr hergeben. Zu Deinen Fragen: Ich wohne in Brandenburg an der Havel und die Sender stehen in Berlin, verteilt auf verschiedene Standorte, in Cottbus und Frankfurt an der Oder. Das wird wohl das Problem. Ich habe eine integrierte Antenne, kann diese aber aus der Buchse ziehen und habe diese dann frei für eine andere Antenne. Mitgeliefert wurde eine DVB-T-Antenne mit Magnetfuß, die man dann dort hineinstecken kann, aber die bringt noch weniger als die integrierte. Ich war heute Nachmittag schon fleißig am Googlen, weil mir das keine Ruhe ließ und habe tatsächlich auf der Internetseite www.cnet.de eine Anleitung zum Basteln einer solchen Antenne gefunden, genau nach Deinem Modell. Da ist sogar ein Rechner, der mir die Maße nach Eingabe der Frequenzen ausrechnet und die habe ich auch schon gefunden. Alle Bastler waren mit dem Ergebnis super zufrieden. Das hat mich nun doch animiert. Hast Du auch Kupferdraht genommen oder ein Kabel „entkleidet“? Ich bin mir nicht sicher, ob ich Kupferdraht in der benötigten Stärke bekomme. Jedenfalls werde ich mich ans Werk machen und ich habe ja auch noch einen Sohn, der viiiiiieeeeeeelleicht einen Lötkolben besitzt. Es kann aber durchaus sein, dass ich Dich noch mal nerven werde, denn mit den technischen Begriffen, die in der Anleitung genannt werden, kann ich teilweise nicht so umgehen, das ist Antennenbauer-Latein.
Danke Dir für Deine unterstützende Antwort, Du hast mir nochmal Mut gemacht.

Grüße aus Brandenburg
Ilona

Sorry, habe mir eben die Standorte für die Sender ausgedruckt. Für mich kommt nur Berlin Alexanderplatz in Frage. Die Sender wiederholen sich auf den anderen Standorten.
Gruß Ilona

Dann ist ja schon mal das erste Teilziel erreicht.

Du wirst die Antenne immer auf den Sender ausrichten müssen.

integrierte Antenne, kann diese aber aus der Buchse ziehen und
habe diese dann frei für eine andere Antenne. Mitgeliefert
wurde eine DVB-T-Antenne mit Magnetfuß, die man dann dort
hineinstecken kann, aber die bringt noch weniger als die
integrierte.

Wie ich schon schrieb, das könnte ein Problem sein, wie sieht der Stecker aus, kannst Du ein Foto machen und hochladen, bitte mit Größenvergleich, eine Münze oder Zollstock oder …

mich nun doch animiert. Hast Du auch Kupferdraht genommen oder
ein Kabel „entkleidet“? Ich bin mir nicht sicher, ob ich
Kupferdraht in der benötigten Stärke bekomme.

Wenn Du noch eine defekte Steckdosenleiste, Verlängerungskabel rumliegen hast, kannst Du den Draht verwenden, die Dicke ist relativ unkritisch.

Ich habe im Baumarkt für eine Rolle mit 20m Draht etwas über 3 € bezahl, weil ich an meine Bastelkisten nicht rangekommen bin, es ist etwas chaotisch zurzeit.

Auf der Rolle steht Y-Draht, besser bekannt als Klingeldraht. Aber das bischen Draht, das Du benötigst bekommst Du bestimmt von einem Bekannten, der ein bischen bastelt. Sonst mail mir Deine Adresse dann schneide ich einfach ein paar Meter ab und wir nutzen mal wieder die Post :wink:

Jedenfalls werde
ich mich ans Werk machen und ich habe ja auch noch einen Sohn,
der viiiiiieeeeeeelleicht einen Lötkolben besitzt.

Das hört sich gut an.

Es kann
aber durchaus sein, dass ich Dich noch mal nerven werde, denn
mit den technischen Begriffen, die in der Anleitung genannt
werden, kann ich teilweise nicht so umgehen, das ist
Antennenbauer-Latein.

Überhaupt kein Problem!

Danke Dir für Deine unterstützende Antwort, Du hast mir
nochmal Mut gemacht.

Na, den Dank gebe ich dann auch an merimies weiter, er hatte mich erst auf die Idee gebracht, dass man so einfach eine Antenne für DVB-T basteln kann.

Einen schönen Abend noch.

LG Volker

Hallo Ilona,

Da Du das Antennenprojekt weiterverfolgen willst, hier noch ein paar Informationen:

Den folgenden Link hatte ich Volker gegeben:
http://www.dvbt-handy.info/selbstbau_antenne.html

Ein weiterer sehr informativer Beitrag findet sich im Blog „Hardware Hack für DVB-T“ des Berliner Werbegraphikers Michael Preidel.
http://www.qxm.de/digitalewelt/20040517-111208?com=1
Dort hat sich aus einem Eintrag ein Thread entwickelt, der mittlerweile über 550 Kommentare enthält. Dort findest Du alles Wissenswerte zum Bau einer Koaxialantenne (und eine ganze Menge Unsinn).

Leider ist der Beitrag, auch durch die eingestreute Werbung, so umfangreich geworden, dass es Minuten dauert, ihn zu laden.

Da dieser Beitrag sich aber auch speziell mit dem Bau einer Antenne für Berliner Verhältnisse beschäftigt, führe ich im Folgenden auszugsweise einige Zitate daraus an, welche auf die Abmessungen seiner Antenne eingehen.

_Man benötigt: Ein altes Antennenkabel. Das Antennenkabel hat zwei verschiedene Stecker, den mit dem Loch schneidet man ab.

Anschließend entfernt man an der steckerlosen Seite des Kabels 41 cm von der Kunststoff-Ummantelung, so dass die Abschirmung (das Drahtgeflecht) offen liegt. Dieses Drahtgeflecht zieht man nach hinten über den Kunststoffmantel.

Von der Seele, das ist der Draht, der nun frei liegt, schneidet man 31 cm ab – 10 cm bleiben übrig.
Damit haben Sie eine blitzsaubere DVB-T Antenne, die unschlagbar billig ist und dazu noch die meisten gekauften Lösungen um Längen schlägt .

Ich benutze diese Antenne, die für Berliner Verhältnisse gilt, seit Mai genau so, wie ich sie oben beschrieben habe und habe damit einen deutlich besseren Empfang als vorher mit einer gekauften DVB-T Antenne, mit und ohne Verstärker.

Hier das Wesentliche:
In Berlin ist es besser, 41 cm Schirm nach ’hinten’ umzuschlagen (Abgestimmt auf VHF 5/7, und mit 10 cm Seele zu arbeiten (für UHF 56 abgestimmt und für UHF 25/27 in der Nähe eines Ganzwellendipols.

Abstimmung 5/8 Lambda, Verkürzungsfaktor == 0,85

U33/U44 kümmern bei dieser Dimensionierung etwas, aber die sind
ohnehin sehr stark._

Ende Zitat

Das Antennenkabel, welches er benutzt, ist ein Kabel, welches früher für analoges Fernsehen üblich war. Diese Kabel hatten einen sehr weichen Schirm aus Kupfergeflecht, der sich leicht in der angegebenen Weise über den Mantel des Kabels zurückschieben ließ.

Bei den heute als Antennenkabel üblichen Satellitenkabeln geht das nicht mehr so einfach, weil die einen Aluminiumschirm und darüber ein recht schütteres und sprödes Drahtgeflecht als Schirm haben.

Bei diesen Kabeln entfernt man 10cm der äußeren Isolierung, fieselt das jetzt freigelegte Drahtgeflecht auseinander und streift es zurück. Die Aluminiumabschirmung entfernt man am besten. Dann schneidet man aus Aluminium-Haushaltsfolie (die dicke zum Grillen) ein Rechteck von 41 x 10 cm zu und wickelt dieses so um das Kabel und die zurückgeklappten Drähte, dass eine 41cm lange Hülse um das Kabel entsteht (das abisolierte Ende muss frei bleiben). Die Hülse wird mit einer Lage Tesafilm, Tesaband oder Isolierband umwickelt. Fertig ist die Antennenseite des Kabels.

Da im Berliner Raum mit senkrechter Polarisation gesendet wird, muss das aktive Ende der Antenne senkrecht stehen. Diese Antenne hat keine Richtcharakteristik und muss daher nicht auf einen Sender ausgerichtet werden.

Viel Erfolg
merimies