Empfehlenswerter Arzt für Jugendliche?

Meine tochter ist 14 Jahre und wir gehen schon seit fast 20 jahren alle zum selben arzt.jetzt möchte sie gerne einen anderen arzt,weil sie das gefühl hat,unser jetziger hätte eine gewisse „befangenheit“,weil er sie ja schon so lange kennt.
Sie hat gesundheitliche sympthome,die auch psychische ursachen haben und möchte gerne richtig untersucht werden,um eventuelle medizinische gründe auszuschliessen.
Sie dekt,es wird immer alles auf die psyche zurück geführt,deshalb soll ein arztwechsel anstehen.

vielleicht kennt jemand diese situation und kann mir tips geben.
Am Besten kreis offenbach.

vielen dank

Wenn ich das richtig verstehe sucht sie einfach einen neuen Hausarzt.

Da würde ich -statt einem Forum!- Freunde und Verwandte befragen wo die hingehen und wie sie zufrieden sind.

Allerdings kann ein Arzt fachlich noch so gut sein und der Draht nicht stimmen -von daher Ausprobieren!

Bitte

Hallo,

unabhängig von der Arztwahl: Was du beschreibst, klingt nach Anzeichen für eine hypochondrische Angststörung. Die (manchmal verzweifelte) Suche nach organischen Ursachen, die Zweifel an der ärztlichen Diagnose sind typisch für diese Störung. Die körperlichen Symptome sind dabei übrigens meist „echt“, die Betroffenen bilden sich also nichts ein - nichtsdestotrotz liegen die Ursachen in diesem Fall in der Psyche. Die Pubertät mit all ihren Veränderungen ist nicht selten Auslöser dafür.

Deshalb mein Tipp: Ermögliche deiner Tochter eine gründliche medizinische Abklärung. Und dann behalte das Ganze im Blick. Wenn sie immer wieder das Bedürfnis nach ärztlicher Untersuchung äußert und immer wieder (ähnliche oder völlig andere) körperliche Symptome zeigt, solltest du zeitnah mit ihr psychologische Hilfe suchen, bevor das Ganze zu einem größeren (und vor allem dauerhaften) Problem wird.

Schöne Grüße,
Jule

Um was für Symptome geht es denn? Und wer hat - so eindeutig, wie du das formulierst - gesagt, dass das psychisch bedingt sei. Und was sind für Untersuchungen gelaufen? Das hilft bei der Klärung der Frage.

Es ist grundsätzlich beides möglich. Es kann sein, dass Symptome tatsächlich nur psychische Ursachen haben, es kann aber genauso sein, dass die „Nase“ deiner Tochter ganz gut liegt und der Hausarzt „befangen“ ist.

Solange sie bisher nur bei einem Arzt war, halte ich des daher für unbedingt empfehlenswert, dass da noch ein zweiter Arzt drauf guckt. Was für ein Arzt, hängt von den Symptomen ab. Es kann - mal unabhängig davon, ob sie sich einen eigenen Hausarzt sucht - auch angesagt sein, dass sie erst einmal zu einem Facharzt geht. Diese zweite Meinung ist wichtig. Und zwar nicht, um so zu tun, als ob man sie ernst nimmt, sondern um sie ernst zu nehmen!

hallo janina,
danke für deine antwort…es ist genau so,wie du es auch erkannt hast.
meine tochter war vorletztes jahr in einer psyhosomatischen klinik für kinder und jugendliche,weil die symtome so extrem waren,dass ich es alleine nicht mehr geschafft habe…
das gind von herzrasen über taubheitsgefühle bis hin zu extremen angstzuständen.
ich beschäftige mich sehr viel damit und weiss auch,dass auch vieles davon durch dir pubertät ausgelöst ist.
wir haben seit dieser zeit,in der sie stationär war,schon alles untersuchen lassen und laut arzt ist sie medizinisch gesund.
das ändert aber nichts dran,dass meine tochter weiterhin bedenken hat und NICHT hören möchte,dass viel mit der psyche zu tun hat.

natürlich nehme ich mein kind sehr ernst und wir reden viel…ich möchte einfach nur,dass sie ein npormales teenagerleben hat …OHNE die ständige angst,etwas schlimmes zu haben.

lg simone

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hallo jule
danke für deine antwort…es ist genau so,wie du es auch erkannt hast.
meine tochter war vorletztes jahr in einer psyhosomatischen klinik für kinder und jugendliche,weil die symtome so extrem waren,dass ich es alleine nicht mehr geschafft habe…
das gind von herzrasen über taubheitsgefühle bis hin zu extremen angstzuständen.
ich beschäftige mich sehr viel damit und weiss auch,dass auch vieles davon durch dir pubertät ausgelöst ist.
wir haben seit dieser zeit,in der sie stationär war,schon alles untersuchen lassen und laut arzt ist sie medizinisch gesund.
das ändert aber nichts dran,dass meine tochter weiterhin bedenken hat und NICHT hören möchte,dass viel mit der psyche zu tun hat.

natürlich nehme ich mein kind sehr ernst und wir reden viel…ich möchte einfach nur,dass sie ein npormales teenagerleben hat …OHNE die ständige angst,etwas schlimmes zu haben.

lg simone

das ändert aber nichts dran,dass meine tochter weiterhin
bedenken hat und NICHT hören möchte,dass viel mit der psyche
zu tun hat.

Das ist im Rahmen einer psychischen Störung, für die nach deiner Darstellung einiges spricht, nicht ungewöhnlich. Was ist denn in der Klinik diagnostiziert worden? Und was hat man zum Thema Ursachen festgestellt?

Wie sieht die Behandlung danach, bzw. derzeit aus? Macht sie eine Therapie? Und was tust du für dich?

Du schreibst im Profil, dass du alleinerziehend bist. Kann die familiäre Situation eine Rolle spielen? Wenn ja, dann ist bei der Lösung auch „familiär“ zu denken.

Einige Formulierungen von dir lassen mich auch ein wenig aufhorchen, inwieweit wirklich Verständnis für das da ist, was mit deiner Tochter los ist. Sie ist eben nicht „medizinisch gesund“. Wenn das deine Haltung und die Haltung des Hausarztes ist, dann riecht die Nase deiner Tochter ganz gut. Denn dahinter steckt, dass ihre Probleme nämlich nicht so ernst genommen werden, wie es bei einer „echten“ (vulgo körperlichen) Erkrankung der Fall wäre. Auch das kann das Bedürfnis verstärken, eine solche „echte“ Erkrankung attestiert zu bekommen, um entsprechend wahrgenommen zu werden.

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ich bin garde echt verblüfft…

ich schätze mich so ein,dass ich einer der besorgtesten mütter bin und sehr wohl die situation sehr ernst nehme…sonst wäre ich wohl kaum hier.

danke an alle,die mir geantwortet haben,aber es trifft mich sehr,wenn ich solche dinge lese…da bin ich ehrlich

Schade
Dass du dich abgemeldet hast, finde ich schade.

Falls du doch noch einmal reinguckst:

Ich habe dir weder unterstellt, dass du dich nicht sorgst, noch dass du die Sache nicht ernst nimmst. Ich habe lediglich eine Wahrnehmung gespiegelt, als Anstoß, mal darüber nachzudenken.

Deine Tochter fühlt sich offenbar nicht ernst genommen und du suchst nach einer Lösung. Wenn du dich gleich so persönlich getroffen fühlst, nur weil jemand, der sich durchaus mit deinem Problem beschäftigt, näher nachfragt, wird es recht schwer werden mit so einer Problemlösung. Für dich - und für deine Tochter.

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Hallo,

in diesem Fall würde ich dringend zu einer Verhaltenstherapie raten, sonst wird aus dieser Angststörung möglicherweise etwas, was das gesamte Leben deiner Tochter beeinträchtigt. Nicht wenige Leute mit dieser Problematik verlassen irgendwann (oft schon mit zwanzig Jahren) das Haus kaum noch, weil sie befürchten, draußen umzukippen oder ähnlich Schlimmes zu erleiden.

Je mehr sich diese Störung verfestigt, desto mehr Bereiche nimmt sie ein und schränkt den Betroffenen mehr und mehr ein.

Google mal unter „Angst- und Panikforum“, dort findest du viele Menschen mit diesem und ähnlichen Problemen. Ob du deine Tochter mitlesen lassen solltest, weiß ich nicht so recht, denn manche Beiträge triggern stark und vergrößern Ängste unter Umständen. Das kannst du aber besser selbst entscheiden.

Dass Jugendliche nichts „Psychisches“ haben wollen, ist logisch. Ihr Bedürfnis ist, dazuzugehören und „normal“ zu sein. Deswegen klammern sich Leute mit bestimmten Angststörungen auch so an die Hoffnung, dass es „natürliche“ Ursachen für ihre Beschwerden gibt, die man erkennen und (am besten durch eine Medizin oder eine Operation) einfach wieder wegmachen kann. Sie wollen, dass „alles wieder so ist, wie früher“.

Je länger man mit einer therapeutischen Intervention wartet, desto weniger aussichtsreich ist diese Hoffnung

Schöne Grüße,
Jule