Empfehlung Biker-Kleidung

Wer kann mir ein paar Tipps aus eigener Erfahrung für den Kauf
richtiger Biker-Kleidung geben.

Geplant habe ich dabei Ausflüge nicht mehr als Tagesrouten.
Helm bis Schuhe auf was kommt es an ?
Extrem Rennsporttauglich muß das ganze nicht sein.
Wetterschutz Vor und Nachteile.

Worin schwitzt man? Was ist unbequem?
Ev. Shopping-Tipps…

Vielen Dank und liebe Grüße

Christian

hi,

ich habe mir neben dem obligatorischen (helm, handschuh, nierengurt) eine gemischjacke besorgt (also so eine art goretex atmungsaktiv/wasserdicht mit lederbesatz an den stellen wo sich die protektoren verbergen), eine touringjacke eben. als hose nutze ich bei kurzen fahrten die standartjeans, bei langen fahrten habe ich eine lederhose mit protektoren. der regenkombi passt bei mir unter den sitz.

gekauft habe ich alles bei he…ger… und das recht preiswert. achso: schuhe hatte ich noch ein paar bundeswehr-schlappen rumzuliegen, also knöchelhoch sollte es schon sein.

das meine erfahrungen

mfg

showbee

*hmmm* kommt auf Deine Prioritäten an
Hi,

ich bevorzuge atmungsaktive Tourenjacken und -hosen mit rausnehmbarer Innenjacke, vielen Tachen …

Es hat alles seine Vor- und Nachteile.

In Lederjacken (und Hosen) schwitzt man sich nen Wolf (in Hosen fühlt man sich im Sonnenschein wie ne Leberwurst), muss viel drunterziehen, wenns kühler ist, wird nass, wenns mal länger regnet… (oder muss SOFORT seinen Regenkombi rausholen und anziehen) ist aber von der Abriebfestigkeit beim Sturz besser und man ist „windschnittiger“ (sag ich jetzt mal so).

Die Tourenjacke hat nie geflattert (allerdings bei Textilhosen ist es so, dass wenn das Futter drin ist, sie ziemlich eng sitzen und im Sommer sind sie ziemlich weit).

Ich hatte also eine Tourenjacke (die man auch am Kragen schön zuziehen kann), eine dicke Lederhose für die kühleren Tage und eine Tourenhose ohne Futter für den Sommer (die hat sich angefühlt als wären es Jeans - waren allerdings nicht wasserdicht).

Trage auf jeden Fall motorradgerechte Kleidung und blos keine Jeans oder so. Man stürzt schneller, als man denkt und wer will schon im Krankenhaus liegen, wo man ihm die Steinchen einzeln aus den Wunden pfriemelt… *autsch*.

Beim Helm solltest Du Probefahren, denn manch Helm, der sich anfühlte wie der 7. Himmel hat sich beim Fahren platt an die Nase gedrückt oder war unheimlich laut.

Handschuhe am besten was regenfestes, Schuhe/Stiefel was mit Protektoren drin (oder wie man das nennt), Schildkrötpanzer für den Rücken und ein Tuch für den Hals. Nicht zu vergessen: Regenkombi wenn Du ne Lederkombi kaufst oder Regenhosen, wenn Du Lederhosen trägst. Ansonsten sind die meisten Tourensachen wettertauglich. Und Regenüberschuhe, falls Deine Schuhe nicht wasserfest sind.

Kauf lieber gleich ordentliches Zeugs (Sachen von Dainese sind z. B. sehr gut), ansonsten hast Du doppelte Ausgagen, wenn das Zeugs nichts taugt (hatte zu erst eine Textiljacke, die nicht atmungsaktiv war und bin fast vom Mopped gekippt, weil ich einen Hitzschlag hatte). Bei Ebay oder auf dem Gebrauchtmarkt gibts die Sachen auch zu vernünftigen Preisen.

Und das mit den Tagestouren machst Du eh nur 4 wochen lang mit. Dann gehts in Urlaub, glaub mir *grins*.

Viel Spass beim shoppen und biken

Annette

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as ypu like
Wichtig ist, dass Du Dir keinen Scheiß von den Verkäufern erzählen lässt.
Wenn Du nur im Sommer am Wochenende fährst, brauchst Du ganz sicher keine Kleidung mit herausnehmbaren Innenfutter und Membran. Leder ist Abriebfester (sagt man), aber auch pflegebedürftiger als die Kunststoffe. Achte immer darauf welche Protektoren verarbeitet sind, also herausholen und nach dem Typ schauen, da sie sehr unterschiedlich sein können und auch im Preis stark variieren. Die Hose sollte evt etwas zu lang sein, damit Sie wenn Du sitzt noch bis über die Knöchel langt. Die Jacke sollte am Bauch in der Sitzposition keine Wellen werfen und die Handschuhe müssen griffig sein. Generell gilt nach Sicherheit, den Tragekomfort zu beachten, damit Du entspannt durch die Gegend fährst und nicht durch zwickende Nähte die Konzentration flöten geht. Ich persönlich fahre auch im Winter und habe daher zwei Jacken, zwei Paar Handschuhe und eine Hose mit Wechselfutter und alles mit Membranen.
Lass Dich nicht dumm anmachen, vonwegen WO bzw. bei WEM Du Deine Sachen kaufst, da fast alle Großhändler (Polo, Hein Gericke) in Deutschland zum selben Unternehmen gehören.

Gute Fahrt!

Der Michael

Hallo Christian,
den meisten Punkten der „Vorschreiber“ kann ich nur zustimmen.
* Probiere den Helm wirklich aus (meiner ist nämlich ziemlich laut, daher bei längeren Fahrten Ohrstöpsel!!!)
* Hosen wirklich lang genug kaufen, viele Geschäfte haben so ne Art Motorrad-Sitz-Attrappe
* viele Taschen außen an der Jacke (denk an Tempos, Geldbeutel, Sonnenbrillenetui, kleines Werkzeug-Tool,…)
* ich würde auch nicht sparen, denn ich hatte Probleme mit den „günstigeren“ Hosen, da wurde ich immer im Schritt nass (Verkäufer fragte nach, ob ich sehr schwitzen würde, aber bei 0°C ziemlich unwahrscheinlich - Membran war dort kaputt, auch bei den zweiten ausgetauschten Hosen)
* ich finde Textilklamotten mit allen Protektoren drin (inklusive Rückenpanzer) praktischer, weil nicht gleich nass, und außerdem bist du im Café dann schneller ausgezogen !!!
* solltest du aber doch mal ´nen ganzen Tag im Regen rumfahren, brauchst du auch mit wasserdichten Textilklamotten einen Regenkombi, denn wenn Jacke und Hose irgenwann ganz voll Regen sind, werden sie schwer, wenn auch innen nicht nass!
* Schuhe würde ich welche nehmen, mit denen du gut schalten (und bremsen) kannst, über-knöchel-hoch sowieso, wasserdichte Stiefel am besten

Im Sommer schwitzt man sowieso immer irgenwie, wenn man sicher angezogen ist.

Viel Spaß dabei beim Touren udn denk dran, du machst bestimmt bals eine mehrtägige Tour.

Grüße movie

Richtig gut und teuer ist der „Rukka Cordura Airflow“. Da ich auch mit meinem Gespann bei -10 Grad noch fahre (*protz*) habe ich ausnahmsweise mal nicht gespart.
Mit luftgekühltem Boxer-Gruss, wölfchen