Empfehlung für neues Gehäuse

Hallo Experten,

mein AthlonXP 3000+ brutzelt bei Vollast mit knapp 80 Grad, das Board mit ca. 50 Grad. Meiner Meinung sind die Temperaturen ziemlich im kritischen Bereich, obwohl mir die Kiste noch nie abgestürzt ist.
Zusätzlicher Gehäuselüfter bringt nicht so viel, da bei meinem Gehäuse die Lüftungslöcher recht klein und weit auseinander sind.

Nun überlege ich gerade, ob ich einfach mit dem Dremel der Lüftung auf die Sprünge helfen soll (also für den Gehäuselüfter einfach ein Loch ins Gehäuse schneide) oder gleich ein neues Gehäuse kaufe.

Habe ein Auge auf ein Chieftec CX geworfen.
Was ist von dem zu halten?
Hat schon jemand Erfahrung damit?
Habt ihr evtl. eine bessere Empfehlung?

Ich hab außerdem noch 3 Festplatten, die ziemlich warm werden und auch noch ausreichend Platz brauchen. Netzteil ist ein Enermaxx SuperSilent Pro.

Gruß

Joe

Hallo Joe,

ich weiß zwar nicht, was das für ein Gehäuse ist, aber ich empfehle Dir aus eigener Erfahrung ein größeres als das bisherige zu nehmen. Ich hatte das gleiche Problem. Mit einem größeren Gehäuse waren die Temperaturen gleich um 10 Grad niedriger.

Grüße aus Leipzig

Thomas

Hallo Joe,

hatte ein ähnliches Problem und konnte es mit dem Gehäuse „P 160“ von Antec lösen. Mit den richtigen Lüftern und nem guten Netzteil kannst Du es außerdem geräuschlos machen.

Da hast Du nen 120 mm Lüfter für Lufteinlaß und nen 120 mm Lüfter für Luftauslaß. Daß es komplett aus Alu ist, trägt desweiteren zur guten Kühlung bei. Meine Graka ATI 9800 hat dann noch den Arctic VGA Silencer bekommen und mein 2600 Ahlon plus werkelt unter Vollast jetzt mit 44° C. Außerdem ist es etwas größer als ein „normaler“ midi tower, die Festplatten sind quer eingebaut, das Mobo ist auf nem Schlitten installiert, Du hast viel Platz, kommst überall an (falls Du viel bastelst)

Gut aussehen tut das Teil obendrein, guck´s Dir mal an:

http://www.dark-tweaker.com/antec-P160.htm

Preistip: ich habs derzeit bei http://www.amazon.de für 129 Euro geschossen.

Gruß,
Gerhard

Deine Temperaturen, sofern diese korrekt angezeigt werden, sind nicht mehr kritisch, sondern Hardwaremord und es ist ein dringender Handlungsbedarf geboten. Es würde in meinen Augen, ehrlich gesagt, an ein Wunder grenzen, wenn deine Festplatten bei einer Case-Temperatur von 50°C ihren ersten Geburtstag erreichen würden. Festplatten sind i.d.R. für einen Betrieb bei max. 55°C zugelassen und deine arbeiten bestimmt weit jenseits der 60°C.
Auch eine Temperaturdifferenz zwischen Gehäusetemperatur und Prozessortemperatur von 30 K ist nicht akzeptabel und kaum nachvollziehbar. Wenn du keinen absolut miesen Prozessorkühler hast, muss da entweder das Lüfterrad stehen geblieben sein oder du hast die Wärmeleitpaste vergessen. Die Prozessortemperatur von 80°C liegt zwar theoretisch noch ganz knapp unterhalb des von AMD gesteckten Limits von 85°C, jedoch ist auch das viel zu viel und es ist (abhängig von der Messmethode) auch nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Kerntemperatur des Prozessors noch um einiges höher liegt.
Jedenfalls würde ich sicherheitshalber auch für den Prozessor zu Beginn jedes Computerarbeitstages ein langes Gebet sprechen.

Meine erste Empfehlung wäre daher, tausche den Prozessorkühler aus! Mach was richtig starkes drauf, wie z.B. einen Thermalright SLK 900 A oder, wenn du die Möglichkeit der Schraubmontage hast, den SLK 947 U in Verbindung mit einem richtig starken Lüfter (z.B. den 80er Papst 8412 N/2GME mit 58 m³/h bei 26 dB). Die Thermalright-Modelle sind derzeit die stärksten CPU-Kühlkorper am Markt und zeichnen sich dadurch aus, dass man einen 80mm - oder 92mm - Lüfter seiner Wahl montieren kann und dadurch selbst die Lautstärke bzw. Leistung des Kühlers bestimmen kann. Etwas unflexibler, aber auch sehr leistungsstark und deutlich schicker sind der Zalman CNPS 7000 A-Cu und der günstigere Cooltek CT8C-48 CU.

Als Gehäuse kann ich dir das Casetek CS-C1018 für ca. 65 EUR (oder, wenn du auf Alu wert legst, das baugleiche C1019) empfehlen. Das C1018 ist für den gebotenen Funktionsumfang sehr günstig und gehört zu den thermisch und akustisch durchdachtesten Gehäusen, die ich kenne. Es hat eine erstklassige Luftführung, schraubenlose Einbaumöglichkeiten für bis zu 7 Gehäuselüfter (leider nur 80mm) mit Staubfiltern, eine Dombelüftung und schallentkoppelte Laufwerksaufhängungen über flexible Kunststoffschienen. Alle wichtigen Anschlüsse sind leicht zugänglich im Gehäusedeckel untergebracht, Laufwerke und Karten werden per Clipmontage schraubenlos mit einem Handgriff verbaut, der Festplattenkäfig ist zum besseren Zugang quer eingebaut etc. pp.

Aber schau es dir doch selber mal an:

http://www.hardwareecke.de/testberichte/gehaeuse_net…

LG, Jesse

Danke!
Hallo,

erst mal Danke für Eure Tipps. Werde morgen gleich mal meinen Händler aufsuchen, der hat einige Gehäuse verschiedener Hersteller und dank Euch weiß ich, worauf man achten sollte.

Momentan hab ich meine Kiste ohne Seitenteil laufen, da hat der Prozessor nur noch gut 50 Grad.

Viele Grüße

Joe

Es ist vollbracht! Hab ich übertrieben :wink:
Hallo Freunde!

Es ist vollbracht.

Heute ist mein Chieftec CX-01SL-SL-B gekommen und ich hab meinen PC gleich ins neue Gehäuse gebaut.

Hab meinen Prozessorlüfter durch einen Sharkoon HPS2 ersetzt. Da ich noch einen übrigen regelbaren Enermax-Lüfter hatte, habe ich einfach den auf den Kupferkühler geschraubt. Läuft testweise mal mit voller Drehzahl.

Habe 3 Festplatten, DVD-ROM und Brenner drin und gleich runde IDE-Kabel verwendet. HDs haben auch noch sehr leise Kühler. 2 Enermaxx (regelbar) mit niedriger Drehzahl hab ich ins Gehäuse gebaut.

Temperatur des Systems beträgt 36 Grad und der Prozessor läuft unter Vollast (SETI) mit 51 Grad. Satte 25-30 Grad kühler als vorher. Werde allerdings die Drehzahl des Lüfters noch etwas runterregeln aber er ist so schon recht leise.

Gruß

Joe

Nachtrag
Lüfter läuft mit 2200 UPM, Core-Temp 57 Grad unter Vollast, man hört nur noch die Festplatten!!!