Empfindungsstörungen - und keiner findet Ursache

Hallo,

ich hab seit 2 Jahren in unregelmäßigen Abständen Empfindungsstörungen.

Es beginnt an den Händen, fühlt sich an wie Nadelstiche, breitet sich dann auf den kompletten Körper aus: man geht „wie auf Nadeln“, mit den Händen langt man rein „wie in Nadeln“, überall piekt es, mal hier, mal da.

Taub und gelähmt war nie etwas, nichts war pelzig.

So ein Schub dauert zwischen 5 und maximal 10 Tagen, dann verschwinden diese Empfindungsstörungen wie sie gekommen sind.

Dann ist ca. zwischen 2 und 6 Wochen Ruhe, dann geht das Ganze wieder von vorne los - 2 Jahre jetzt schon.

Nur: kein Arzt findet eine Ursache, weder Internist, noch Neurologe, noch Orthopäde.

Es wurden gemacht:

  • MRT von Schädel 2005 und 2006
  • MRT von HWS und BWS 2005
  • Nervenreizleitungsmessung
  • EEG
  • diverse Tests beim Neurologen
  • Blutbilder: keine Entzündungswerte, alle Werte normal
  • Borreliose-Westernblot negativ, 3x im gl. Labor gemacht im Abstand von bis zu 1 Jahr, 2x in anderen Laboren, alle negativ, Zecke/Wanderröte nicht erinnerlich.
  • Tests auf andere Spirochäten (Yersinien etc.) negativ

Der Neurologe (davon derer mittlerweile zwei) meinen anhand der ganzen Tests und MRTs, dass ich sicher keine Multiple Sklerose hätte.

Vitamin B-Spritzen haben nichts geholfen, Stress hab ich keinen nennenswerten, Sport treib ich keinen, Verletzungen hatte ich nicht, Nerven sind nicht eingeklemmt, sonst bin ich pumperlgesund.

Aber nervig sind diese Schübe schon - und machen mir Angst, weil ich nicht weiß, woher diese Empfindungsstörungen kommen und ob das Ganze nicht vielleicht mal schlimmer werden könnte bis hin zu Lähmungen oder so …

Hatte jemand auch schon mal sowas?
Was könnte man noch machen?

Christina

Hi Christina,

mein Freund hat die selben Leiden. Ihm geht es super gut und ganz plötzlich fängt er an, sich zu verbiegen und streicht sich feste über die Arme und den Rücken. Er beschreibt es auch als Nadelstiche.

Er war auch bei den von dir genannten Ärztezweigen und die konnten ihm auch nicht helfen.

Das Einzige, was wir selbst raus gefunden haben, ist, dass diese Schübe öfter vorkommen, wenn er Stress hat.

Der Orthopäde meinte auch, dass ein Nerv in einem Wirbel eingeklemmt sein könnte, aber behoben werden konnte es nicht.

Es macht ihn auch genauso verrückt wie dich, da er nicht weiß, woher das kommt.

Alleridngs hat er schon dieses Taubheitsgefühl in den Händen. Das hat er schon seit er klein war, da er mal beide Handgelenke gebrochen hatte. Er spürt so gut wie nichts an den Händen.

Wie ist es denn bei dir? Reagierst du auch eher auf Stress mit diesen Schüben oder kommen die, wie sie wollen, denn er hat auch monatelang Ruhe davon…

LG, Bomba

‚Nadelstiche‘ am ganzen Körper - schubweise
Hi,

da bin ich schon froh, dass es anderen auch so geht :wink:

Ich merke keinen Unterschied zwischen Stress und Nicht-Stress. Ich hab die Schübe im Urlaub, im entspanntesten Zustand genauso wie in Stresszeiten in der Arbeit.

Zwischen den Schüben sind die Zeiten „ohne“ total unterschiedlich, mal hab ich ca. 2 Wochen Ruhe, mal 4 bis 6 Wochen, aber spätestens nach so 5, 6 Wochen kommt ganz sicher wieder so ein Schub.

Taub ist bei mir nie was gewesen, ich spüre schon noch was, es ist nicht pelzig.
Nur, wenn ich z.B. ein Glas anlange, merke ich zwar das Glas, aber es ist, wie wenn es mit Nadel „gespickt“ wäre.

Oder wenn ich mir über den Unterarm z.B. mit der flachen Hand (!) streiche, ist es, wie wenn ich mich mit dem Fingernagel kratzen würde.

Sicherlich hat man mal ab und an Stress; mein Darm reagiert z.B. sehr schnell auf Stress mit Durchfall oder Bauchweh. Aber das vergeht innerhalb von 2, 3 Tagen wieder.

Nur diese Schübe hab ich seit 2 Jahren - ein stetiges Kommen und Gehen.
Am ekelhaftesten ist es im Gesicht, da ist es, wie wenn einer einem ständig mit der Nadel pieken würde.

Laufen ist dann besonders „lecker“: komme mir vor wie ein Fakir, wie wenn ich auf Nadeln laufen würde.

Aber es war nie etwas taub, pelzig oder gar gelähmt.

Ein Neurologe meinte kürzlich sogar schon, dass ich dann halt mal eine Liquorpunktion machen lassen sollte, um zu sehen, ob im Zentralnervensystem incl. Gehirn irgendwas Entzündliches von sich geht.

Aber diese Untersuchung ist halt gleich ein Riesending - da hab ich so Horror davor, dass ich mich bis jetzt davor gedrückt habe.

Was macht denn dein Freund dagegen, ich wollte eigentlich nicht so „alt werden“ :wink:

Gehts noch jemandem so oder hat jemand ncoh eine Idee, wie dem bei zu kommen ist?

Danke.
Christina

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Huhu,

Taub ist bei mir nie was gewesen, ich spüre schon noch was,
es ist nicht pelzig.

Das hab ich mich schon bei deinem ersten Artikel gefragt: Was meinst du mit pelzig?

Nur, wenn ich z.B. ein Glas anlange, merke ich zwar das Glas,
aber es ist, wie wenn es mit Nadel „gespickt“ wäre.

Kannst du es denn belanglos fassen, oder fühlt es sich an, als würdest du es fallen lassen? Oder kannst du es vielleicht gar nicht fassen?

Sicherlich hat man mal ab und an Stress; mein Darm reagiert
z.B. sehr schnell auf Stress mit Durchfall oder Bauchweh. Aber
das vergeht innerhalb von 2, 3 Tagen wieder.

Das ist aber auf jeden Fall schon einmal ein Zeichen dafür, dass dein Körper auf den Stress reagiert. Vielleicht achtest du mal die nächste Zeit genau darauf, ob die Stiche sich gefühlsmäßig bei Stress und ohne Stress anders anfühlen. Kann ja sein, dass du darauf noch nicht aufmerksam genug geachtest hast.

Am ekelhaftesten ist es im Gesicht, da ist es, wie wenn einer
einem ständig mit der Nadel pieken würde.

Also im Gesicht hat mein Freund es, soweit ich weiß, nicht. Es geht bis zum Hals, aber nicht ins Gewsicht.

Laufen ist dann besonders „lecker“: komme mir vor wie ein
Fakir, wie wenn ich auf Nadeln laufen würde.

Was ich vergessen habe, zu erwähnen, das fällt mir bei deinen Schilderungen besonders auf: Ein Arzt meinte auch, es könnte eine Durchblutungsstörung sein. Mein Freund ist etwas übergewichtig, allerdings waren die Blutwerte ziemlich in Ordnung.
Hab deine Untersuchungen nicht mehr im Kopf, deine Blutwerte?

Ein Neurologe meinte kürzlich sogar schon, dass ich dann halt
mal eine Liquorpunktion machen lassen sollte, um zu sehen, ob
im Zentralnervensystem incl. Gehirn irgendwas Entzündliches
von sich geht.

Aber diese Untersuchung ist halt gleich ein Riesending - da
hab ich so Horror davor, dass ich mich bis jetzt davor
gedrückt habe.

Also ich hab mir grad die Vorgehensweise bei dieser Untersuchung angesehen und muss sagen, obwohl ich ein totaler Spritzenfeigling bin, ist doch bei der Sache an sich nichts dabei.
Hey, sie dauert 5 Minuten! Ist zwar auch ne zeitlang Bettruhe, aber wenn dir dadurch geholfen werden kann??
Denn solltest du was am bzw. im Gehirn haben, wirst du wirklich nicht alt…

Was macht denn dein Freund dagegen, ich wollte eigentlich
nicht so „alt werden“ :wink:

Von einem zum anderen Arzt rennen, Stress vermeiden und sich auf jeden Fall über die Stiche reiben, denn wenn er versucht, die zu ignorieren, wird es unerträglich für ihn. Dann werden die Stiche richtig schmerzhaft.

Ich werde aber nun mal mit ihm über diese Untersuchung, die du genannt hast, reden, denn dazu hat ihm noch keiner geraten. Und da er starke Dauerkopfschmerzen hat, wäre das eine gute Möglichkeit, sein Hirn mal zu durchleuchten. :smile:

LG, Bomba

Hallo,

danke für deine Mühe und die ausführliche Antwort.

Das hab ich mich schon bei deinem ersten Artikel gefragt: Was
meinst du mit pelzig?

Gute Frage, wie soll ich das beschreiben … wie wenn man in Watte langt? Kein richtiges Gefühl haben? Keine Ahnung …

Kannst du es denn belanglos fassen, oder fühlt es sich an, als
würdest du es fallen lassen? Oder kannst du es vielleicht gar
nicht fassen?

Doch, doch, ich kann es einwandfrei greifen, anfassen, kann auch normal zupacken, nur eben das Empfinden ist wie wenn ich in Nadeln lange oder - gutes Beispiel - wenn man sich mit der flachen Hand ganz leicht über den Arm streicht, ist es ein Gefühl, wie wenn ich das Gleiche mit dem Fingernagel machen WÜRDE.

Das ist aber auf jeden Fall schon einmal ein Zeichen dafür,
dass dein Körper auf den Stress reagiert. Vielleicht achtest
du mal die nächste Zeit genau darauf, ob die Stiche sich
gefühlsmäßig bei Stress und ohne Stress anders anfühlen. Kann
ja sein, dass du darauf noch nicht aufmerksam genug geachtest
hast.

Doch, ich hab schon alles mögliche versucht zu beobachten, damit ich was eingrenzen kann - aber es kommt, wie es lustig ist. Unabhängig von Stress, Kälte, Wärme, Sport, Belastung, Ernährung …

Also im Gesicht hat mein Freund es, soweit ich weiß, nicht. Es
geht bis zum Hals, aber nicht ins Gewsicht.

Bei mir fängt es immer an den Händen an, dann verbreitet es sich im Laufe eines Tages am ganzen Körper aus. Das sieht dann so aus, dass es mal am Bein piekt, dann piekt es wieder auf der Stirn, dann ist der nächste Piek an der Kopfhaut, der nächste Piek am Fuß, der nächste am Bauch - die „Stiche“ wandern also, es ist kein Dauerpieken körperweit!

Lediglich das EMPFINDEN beim Anlangen von Gegenständen oder beim Laufen ist ein Dauerzustand: eben das Laufen wie auf Nadeln oder das Mit-dem-Fingernagel-Kratzen, obwohl man sich nur leicht über die Haut streicht.

Was ich vergessen habe, zu erwähnen, das fällt mir bei deinen
Schilderungen besonders auf: Ein Arzt meinte auch, es könnte
eine Durchblutungsstörung sein. Mein Freund ist etwas
übergewichtig, allerdings waren die Blutwerte ziemlich in
Ordnung.
Hab deine Untersuchungen nicht mehr im Kopf, deine Blutwerte?

Durchblutungsstörung ist eine Idee, werde ich meinen Arzt mal fragen.
Was für einer stellt denn das auf welche Art und Weise fest?

Aber gibt es das, schubweise Durchblutungsstörungen, immer für so 5-10 Tage, dann vergehen sie, um ca. 2-6 Wochen später wieder zu kommen?

Meine Blutwerte sind durch die Bank o.k.
Ich hab lediglich zu wenig Thrombozyten (120.000, Norm ist 150.000-400.000), aber das ist so, seit es mich gibt :wink:
und Eisen ist erniedrigt, soll ich aber nicht substituieren, weil Eisentabletten stopfen - nicht gut bei meiner chron. Verstopfung.

Ansonsten sind alle Entzündungsparameter in Ordnung, der Rest auch. Ich sag’s ja: außer diesen Schüben bin ich pumperlgesund.

Übergewicht hab ich auch nicht, ist Normalgewicht. Ja sogar die Schilddrüsenwerte sind o.k.

Also ich hab mir grad die Vorgehensweise bei dieser
Untersuchung angesehen und muss sagen, obwohl ich ein totaler
Spritzenfeigling bin, ist doch bei der Sache an sich nichts
dabei.
Hey, sie dauert 5 Minuten! Ist zwar auch ne zeitlang Bettruhe,
aber wenn dir dadurch geholfen werden kann??
Denn solltest du was am bzw. im Gehirn haben, wirst du
wirklich nicht alt…

Schon klar - aber es ist halt schon ein Risiko dabei: Infektionsgefahr des Rückenmarks, Verletzungen - die sind, WENN, ja nicht ohne …

Ich werde aber nun mal mit ihm über diese Untersuchung, die du
genannt hast, reden, denn dazu hat ihm noch keiner geraten.
Und da er starke Dauerkopfschmerzen hat, wäre das eine gute
Möglichkeit, sein Hirn mal zu durchleuchten. :smile:

Dass ihm noch keiner ein Schädel-MRT gemacht hat, wundert mich.
Wollte bei ihm keiner Multiple Sklerose ausschließen?

Christina

Hoi,

danke für deine Mühe und die ausführliche Antwort.

Kein Ding, man lernt ja von einander.

Bei mir fängt es immer an den Händen an, dann verbreitet es
sich im Laufe eines Tages am ganzen Körper aus. Das sieht dann
so aus, dass es mal am Bein piekt, dann piekt es wieder auf
der Stirn, dann ist der nächste Piek an der Kopfhaut, der
nächste Piek am Fuß, der nächste am Bauch - die „Stiche“
wandern also, es ist kein Dauerpieken körperweit!

Mmh und wieder ein Unterschied, denn bei meinem Freund fängt es zwar auch in den Händen an, oder im Rücken, aber es breitet sich dann sofort auf dem ganzen Körper aus. Wenn er dann ein paar Minuten krampfhaft über seinen Körper streicht, klingt es langsam wieder ab.

Durchblutungsstörung ist eine Idee, werde ich meinen Arzt mal
fragen.
Was für einer stellt denn das auf welche Art und Weise fest?

Das war das erste, was der Arzt meines Freundes nannte, aber ich denke, auf Grund seines Gewichtes, deshalb kamen die bei dir vielleicht nicht drauf, oder es steht bei dir gar nicht zur Debatte.

Ich glaube, das hat der Neurologe durch kleine Reaktionstests und Bewegungstests gemacht. Bin mir aber nicht mehr sicher, denn er war bei so vielen Ärzten. Kann dir nur sagen, dass da keine schmerzhafte Untersuchung bei war. :wink:
Ansonsten kannst du ja auf jeden Fall deinen Hausarzt fragen, dann macht der das oder überweist dich zum richtigen.

Aber gibt es das, schubweise Durchblutungsstörungen, immer für
so 5-10 Tage, dann vergehen sie, um ca. 2-6 Wochen später
wieder zu kommen?

Ich denke nicht, dass die Durchblutungsstörungen schubweise sind, denke die sind, wenn sie es sind, dauernd. Das Stechen ist wahrscheinlich einfach nur das Zeichen, dass der Körper darunter leidet.

Übergewicht hab ich auch nicht, ist Normalgewicht. Ja sogar
die Schilddrüsenwerte sind o.k.

Mmh, die von meinem Freund sind nicht so berauschend, aber da halten die Ärzte sich nicht dran auf.

Schon klar - aber es ist halt schon ein Risiko dabei:
Infektionsgefahr des Rückenmarks, Verletzungen - die sind,
WENN, ja nicht ohne …

Ja das hab ich auch gelesen, aber die treten ja nur auf, wenn man die Bettruhe nicht einhält. Und im Grunde ist alles mit Nebenwirkungen versetzt, aber nur weil ich von der Pille wer-weiß-was kriegen könnte, verzichte ich doch nicht auf sie.

Aber ich verstehe deine Angst, denn gerade im Bereich Wirbelsäule ist es eine riskante Sache. Aber vielleicht solltest du mal in Bezug auf diese Untersuchung ein Gespräch mit einem Arzt führen.

Dass ihm noch keiner ein Schädel-MRT gemacht hat, wundert
mich.
Wollte bei ihm keiner Multiple Sklerose ausschließen?

Ist das das, wo ihm ein Kontrastmittel gespritzt wird, um den Nervenverlauf zu sehen? Der wurde vor Jahren mal bei ihm gemacht. Das fand er sehr schmerzhaft.
Weiß nicht, ob die was zu MS gesagt haben, zulange her…

Christina

Hallo Christina,

mit solchen Erscheinungen hat bei meiner Frau vor Jahren die Fibromyalgie angefangen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fibromyalgie#Diagnose

Als nach langer Zeit die Diagnose gestellt wurde, hatte sich die Situation schon zu schubartigen Schmerzzuständen entwickelt.
Ich wünsche Dir die Diagnose nicht, aber Du solltest die Möglichkeit beim Arzt schon ansprechen.

Grüße und gute Besserung

tantal

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Fibromyalgie als Verlegenheitsdiagnose?
Hallo,

vielen Dank, das ist ein guter Anhaltspunkt.

Aber ich dachte immer, Fibromyalgie wäre so eine „Verlegenheitsdiagnose“, wenn die Ärzte sonst nichts finden, so à la „was nicht messbar“, nicht nachweisbar ist, ist dann eben „psychosomatisch“ oder Fibromyalgie oder somatoforme Störung?

Christina

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Ist das das, wo ihm ein Kontrastmittel gespritzt wird, um den
Nervenverlauf zu sehen? Der wurde vor Jahren mal bei ihm
gemacht. Das fand er sehr schmerzhaft.
Weiß nicht, ob die was zu MS gesagt haben, zulange her…

Ein Konstrastmittel wurde mir gespritzt, ja. Aber da der Kopf da in so ein „Gitter“ gepfercht wird UND dann noch ab in die schmale Röhre - nee danke, da hab ich mir Dormicum spritzen lassen, das man auch bei Darmspiegelungen bekommt. Damit dämmert man so vor sich hin und mir war die Röhre und die Untersuchung so ziemlich egal :wink:
Autofahren darf man halt hinterher 24h nicht.

Hallo Christina,

mag sein, dass es Ärzte gibt, die diesen Eindruck vermitteln. Wahrscheinlich werden die dann auch Migräne nur für „Anstellerei“ halten. Wenn Du Google bemühst, wirst Du feststellen, das es ein Krankheitsbild Fibromyalgie mit spezifischen Symptomen gibt.
Das „Messgerät“ zur Diagnose ist hierbei noch die Beobachtungsgabe und Erfahrung des behandelnden Arztes.

MfG

tantal

Hallo,

vielen Dank, das ist ein guter Anhaltspunkt.

Aber ich dachte immer, Fibromyalgie wäre so eine
„Verlegenheitsdiagnose“, wenn die Ärzte sonst nichts finden,
so à la „was nicht messbar“, nicht nachweisbar ist, ist dann
eben „psychosomatisch“ oder Fibromyalgie oder somatoforme
Störung?

Christina

Hallo Christina,

Du liegst mit Deiner Vermutung über die Verlegenheitsdiagnose schon recht richtig. Das der Arzt auch für diese Diagnose was drauf haben muss, ist nicht so sehr die Frage, als das System nicht zulässt, diese Symptome auch anders zu erklären. All die Symptome, die Fibromyalgie Patienten haben sind ernst zu nehmen, lassen sich aber durch genaue Kenntnisse der Physiologie und Anatomie erklären.
Für eine wirkliche Behandlung einer sog. Fibromyalgie kann man dann verschiedene Ansätze wählen. Ein Arzt befreit Akkupunturpunkte chirurgisch und dokumentiert unglaubliche Erfolge damit. Die Symptome gehen sehr gut zurück, was ihn darauf schliessen lässt, das es Fernwirkung der betroffenen Akkupunkturpunkte waren.
Das ist nur ein Beispiel.
Wo würde ich mich hinwenden, wenn ich betroffen wäre?
Nun, schwierig, wenn man schon alle Ärzte durch hat. Ich würde einen Arzt fragen, der Osteopathie nach dem Fasziendistorsionsmodell macht. Und ich würde einen Arzt fragen, der Chiropraktik u.a. mit Kinesiologie kombiniert. Das wären meine ersten Anlaufstellen.

Gruss
Kathy

vielen Dank, das ist ein guter Anhaltspunkt.

Aber ich dachte immer, Fibromyalgie wäre so eine
„Verlegenheitsdiagnose“, wenn die Ärzte sonst nichts finden,
so à la „was nicht messbar“, nicht nachweisbar ist, ist dann
eben „psychosomatisch“ oder Fibromyalgie oder somatoforme
Störung?

Christina