Ende des

Berufstandes der Versicherungsberaters?

Die Bundesregierung plant den (kostenpflichtigen) Versicherungsberater abzuschaffen:
http://www.versicherungsmagazin.de/index.php?do=show…

M.M ein Fehler!
Eure Meinung?

Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

danke für deinen Diskussionseinwurf: Prinzipiell hast du natürlich recht…

Nur, wie viele Verbraucher lassen sich denn schon von einem Versicherungsberater gegen Honorar beraten?

Klar, prinzipiell sollte das die Zukunft im Vertrieb von Finanzdiesntleistungen sein. Weg von den Provisionen und Courtagen, hin zu einer ordentlich bezahlten Beratung. Aber wenn selbst Großbanken das im „Privatkundengeschäft“ nichtdurchsetzen können…

Ein Nachweis einer ordentlichen Qualifikation, eine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung, guter Leumund… Und wir wären das eine oder andere Problem („schnellbesohlter-Wochenendseminar-Golduhren-Ferrari-Versicherungs-Verkäufer“: Nein, ich bin bestimmt nicht neidisch…) los, oder?

Aber warum macht das die Bundesregierung letzendlich? Besteht hier eine Kollision mit dem Berufsstand der Rechtsanwälte? Ist Versicherungsberatung = Rechtsberatung (hatte ich an anderer Stelle schon einmal gefragt)?

Gruß Matthias

Hallo Matthias,
wir könnten tatsächlich auf Versicherungsberater verzichten, wenn…
Ja wenn ers keine Strukturvertriebe gabe, keinen Versicherungen, die ihre Ausschließlichkeitsvertreter nach 3 Stunden Schulung auf die Menschheit loslassen würden.
Doch das sind zu hohe Kosten für die meisten.
Damals, als ich bei der Allianz Leben anfing, wurden wir 3 Wochen „kaserniert“. Nur Sa und So durften wir heim. also 15 Tage kochenharte Ausbildung. Anschließend Fortbildungstage. Ob die das heute noch machen?
Kurz, es sollte ein Berufsbild der Versicherungs…spezialisten geben. Dazu eine Verpflichtung sich permanent weiter zu bilden. Also alle Jahre ein paar Tage Pflichtschulung. Hier könnte z.B. die IHK endlich mal einen Sinn haben.
Grüße
Raimund

Hi,

macht die Allianz in groben Zügen immer noch so… Hab 92 in Berlin bei der Allianz angefangen: 3 Monate Schulung, dann training on the job, dann nach knapp 12 Monaten BWV-Prüfung. Von der guten Ausbildung zehre ich heute noch.

Mache etwas ähnliches jetzt auch in Berlin bei einem berufsständischen Versicherer: Bilde „Außschließlichkeitsvetreter“ auf dem Weg zum BWV-Fachmann aus… Da wird aber keiner nach 3 Tagen auf Kunden „losgelassen“… Intensive Produktschulungen, intensive Schulungen der Persönlichkeit… Coaching… Weiterbildung… So wie es sein sollte…

Und wer bewirbt sich? Kaum einer… Schon manchmal sehr ärgerlich…

Aber wie sagte John F. Kennedy: „Fragt nicht immer danach, was das Land für euch tun kann, sondern fragt euch, was ihr für das Land tun könnt.“

Also, nicht meckern, oder?

Gruß Matthias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Das Problem wird immer die Provision bleiben.
Von was soll der Berater sonst leben ???
Dabei wird es immer wieder „gute“ Berater und „Geier“ geben. Es sei denn, jemand ist finaziell unabhängig.
Und dabei ist es eigentlich völlig egal, ob Strukturvertrieb, Makler- Mehrfachagent oder Einfirmenvertretung.
Es gibt keinen, der sich umfassend in allen Bereichen auskennt, und das auch noch unabhängig. Man wird sich spezialisieren müssen, und sich zusammenschließen, oder man bleibt der freundliche Herr Kaiser von „nebenan“.