Ich habe hier vor einiger Zeit einen Fall geschildert, wo ein Mensch mit hervorragenden Zeugnissen/Papieren einen Job im Bereich EDV-Systemadministration bekommen hat. Es stellte sich im Alltag leider allzu schnell heraus, das dieser Mensch ein absoluter Blender war, seine Kenntnisse in der Praxis waren einfach mangelhaft. Da dies eine Belastung für die gesamte Abteilung war (ein Mensch erhält ein fürstliches Gehalt aufgrund seiner „Papierqualifikation“, ist aber im Alltag nicht zu gebrauchen!) haben wir in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat eine faire Aktion gestartet. Der Kollege bekam zwei Aufgaben gestellt, die er auf Basis seiner Papierform ohne große Mühe hätte lösen können. Wie zu erwarten, lieferte er leider ein absolutes Trauerspiel ab, ich würde sagen a la Windows-Anfänger. Der Kollege hat u.a. eine umfangreiche MSCE-Ausbildung hinter sich (vom Arbeitsamt bezahlt), davon schien jedoch nichts „übrig“ geblieben zu sein…
Dieser Kollege wird uns nun endlich verlassen, und das finde ich nur fair, auch seinen Kollegen gegenüber. Es wurden ihm etliche Möglichkeiten geboten, doch endlich mal die Katze aus dem Sack zu lassen und zuzugeben, das seine „Papierform“ nicht dem entspricht, was er praktisch drauf hat. Weiterbildung etc. wurde ebenfalls angeboten, er bekam einen PC und Software dazu, sponsored by Arbeitgeber. Doch der Kollege hatte wohl in erster Linie die Abzahlung seines Hauses im Blick…es kam nichts!
Was haltet ihr von solchen „Job-Nomaden“?!
Roland