Ist (K,+,*) eine endlicher Körper und |K| gerade, so gilt x+x=0 für alle x aus K.
WARUM?!?!?!
Das ist zwar ziemlich elementar und auch vorstellbar, aber mit dem allegemeinen Beweis tue ich mich doch sehr schwer. Hoffe auf eine Menge guter Antworten.
Ist (K,+,*) eine endlicher Körper und |K| gerade, so gilt
x+x=0 für alle x aus K.
Finde ich jetzt wenig intuitiv. Kurz gesagt: Ich bezweifle, daß das so ist. Man kann z.B. auf einer 4-elementigen Menge (nennen wir sie F4) sinnvolle Multiplikation und Addition definieren, so daß diese Menge eine Körperstruktur erhält. Müßte ich nachgucken.
Wenn das aber so ist, dann kann man schreiben:
x + x = 0
x = -x
1 = -1
(1 ist das Einselement der multiplikativen Struktur). Daß 1 = -1 ist, gilt nur in F2, nicht aber in so etwas wie F4.
Alles Vermutungen. Wenn du näheres brauchst, sag’s, dann schaue ich mal in meinen alten Vorlesungen nach.
Ist (K,+,*) eine endlicher Körper und |K| gerade, so gilt
x+x=0 für alle x aus K.
Finde ich jetzt wenig intuitiv. Kurz gesagt: Ich bezweifle,
daß das so ist.
finde ich auch, aber ich mußte den Beweis auch als Übungsaufgabe (für heute) (Du [Martin] studierst nicht zufällig in Aachen?) machen und bin von seiner Gültigkeit überzeugt :
in der Aufgabe davor wurde gezeigt, daß wenn für ein x ungleich 0 aus K ((K,+,*) ein endlicher Körper) n*x:=x+x+…+x gilt (n aus IN), dann gilt dies für alle Elemente aus K (weiterhin wurde gezeigt, daß falls es ein solches n gibt, und dieses minimal ist, n eine Primzahl ist).
Ersteres zeigt man wie folgt (nur skizzenhaft):
n*x=x+x+…+x=x*(1+1+…+1)=0, da x laut Vor. ungleich 0 und ein Körper stets nullteilerfrei ist muß (1+1+…+1)=0 sein. Daher gilt für ein beliebiges Element y aus K: n*y=y+y+…+y=y*(1+1+…+1)=y*0=0. (Bitte aufpassen, n ist nicht aus dem Körper, sondern n*x ist nur eine Kurzschreibweise für die Summe mit den n Summanden x)
Mit diesem (und wenigem anderen) Vorwissen kann man den Beweis dann in einem Satz führen:
Da zu jedem a aus K genau ein additives Inverses existiert, ist die Kardinalität (Anzahl der Elemente) von M:={x,y aus K|x+y=0, x ungleich y} gerade und der Schnitt von M und N:={x aus K|x+x=0}=K\M die leere Menge, sowie die Vereinigung von M und N gleich K und es folgt wegen |K| gerade auch |N| gerade, wegen 0 aus N (0+0=0) [und |N| gerade] gibt es ein x ungleich Null aus N mit x+x=0, so daß mit dem oben gezeigten Teil die Behauptung folgt.