Hallo …
Ich bin 36 Jahre alt, wiege ca. 60 kg und bin etwa 1,69 groß. Seit ca. 6 Jahren nehme ich Thyronajod 50, da damals bei mir eine minimale Unterfunktion festgestellt worden ist. Jetzt ist eine erneute Untersuchung gemacht worden und mein HA sagt, ich brauche die Tabletten nicht mehr zu nehmen und kann sie sofort absetzen, das habe ich auch getan. Nun fühle ich mich seit einigen Tagen nicht wohl. Übelkeit und Schlappheit. Damals ist mir das Thyronajod verschrieben worden, weil einhergehend mit der minimalen Unterfunktion auch eine Panikattacken-Problematik bestanden hat. Kann mir jemand die Richtwerte für eine „normale Schilddrüse“ nennen, denn ich würde eher die Tabletten weiternehmen (sie wirken ja auch vorbeugend gegen Schilddrüsen-Erkrankungen /meine ganze Familie ist davon betroffen).
Vielen Dank für die Antwort.
LG Karin
Hallo Karin! -
Bekam ne mail, daß Du mich als Expertin gewählt hast. Das muss ein Irrtum sein, da ich LEIDER KEIN FACHMANN aus dem Bereich der Endokrinologie bin, (wirklich LEIDER!!), und selber auf eine Antwort auf eine von mir gestellte Frage warte.
JEDOCH:
Betreff der Norm-Werte würd ich doch gern etwas sagen:
- Unter dem Stichwort „Laborwerte“ u.ä. findet man im Internet diverse Seiten - oft auch von Laboren - auf denen sogenannte „Normwerte“ verschiedener Untersuchungen angegeben werden.
Aber Achtung!:
von Labor zu Labor unterscheiden sich die Werte häufig. Zudem sind sie ebenfalls des öfteren in verschiedenen Größen-Einheiten angegeben. Ist nicht immer so ganz leicht
Ich würde mir vielleicht ein paar mehr ankucken, und wenn möglich vielleicht Werte von Hormonlaboren bevorzugen.!!?
Eine auf die ich öfter kucke ist:
http://www.laborlexikon.de/Vision.htm
Sie ist, soweit ich weiß, NICHT kommerziell orientiert, sondern bemüht, Wissen zu vermitteln.
- Ich stehe momentan mit dem Begriff „Normwerten“ in gewisser Weise „auf dem Kriegsfuss!!“ - Denn leider realisiere ich immer mehr, wie viele Zusammenhänge entweder nicht ausreichend untersucht sind, oder sich Untersuchungen oder Berwertungen meist AUSSCHLIESSLICH auf rein organische Leiden beziehen.
Es ist zwar seit mindestens 20 Jahren in jeder zweiten Frauenzeitschrift zu lesen, daß Hormone vielfältig auch auf unsere emotionale Grundstimmung, oder Wachheit, Antrieb und auch Kognition wirken, jedoch ist es mir kaum gelungen, diesbezüglich einen kompetenten oder interessierten Arzt zu finden. ( - vor allem in Hinblick auf eventuell zu niedrige Werte - denn oft geht es nur um Schwierigkeiten mit „zu hohen“ Werten.)
Ausserdem find ich es als Patient krass beängstigend, wieviel teils nicht untersucht, oder offensichtlich bis vor kurzem völlig falsch bewertet wurde / oder vermutlich auch noch wird.
Hier 4 Beispiele zum Thema „Testosteron bei Frauen“ (wenn’s interessiert):
http://www.welt.de/wissenschaft/article4418750/Je-me…
http://idw-online.de/pages/de/news347724
http://extranet.medical-tribune.de/volltext/PDF/2009…
und noch ein kommerzieller - aber wie ich finde sehr informativer - Link mit „fortschrittlichen“ Informationen:
http://www.mueller-tyl.at/prof_dr_erich/wechselbesch…
Dazu kommt, daß das Ganze natürlich INDIVIDUELL hinhauen muss, und es nicht unbedingt heißt, daß bei jemandem, der gerade und eben noch in den „Normwerten“ befindliche Befunde aufweist, AUTOMATISCH der für ihn individuelle „Best-Zustand“ gewährleistet ist!?!
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Wenn das eigene Empfinden sagt, daß es mit Medikament deutlich besser geht, beim Arzt nicht „abspeisen“ lassen!!
Ich denke, daß das eigene Körpergefühl nicht zu unterschätzen ist, und (MEINER Meinung nach) u.U. gewichtiger zu bewerten ist als sogenannte Normwerte.
Im Zweifelsfall Zweit- oder auch DRITT-Meinung einholen. (Und nix gegen Deinen HA - aber ein Endokrinologe ist vielleicht auch mal wieder ganz gut!???, zumal Du (wie LEIDER wir Alle!!) auch älter wirst. Ich hatte die ersten Meno-Pause-ähnlichen Hormonschwankungen bereits mit ca. 34. Und auch wenn vielleicht noch keine Meno-Pause in Sicht, sinken bereits ab Mitte oder Ende 20 die Spiegel mehrerer Hormone. Unter Umständen wirkt sich dies ja auch auf Verträglichkeit und Dosierung des im Prinzip bewährten Schildrüsen-Medikamentes aus??! (Nur ne Überlegung! - Könnte kein fundiertes Beispiel nennen. Fiel mir nur beim Thema Hormone generell ein). -
Eine Bekannte ist Apothekerin, und erzählte mir einmal, daß gerade bei Schilddrüsen-Hormonen, es eine Zeit dauern könne, bis der Körper sich auf so eine Umstellung eingependelt hätte. Das heißt, daß eventuelle Beschwerden sich wohl auch durchaus von selbst wieder geben könnten !!?
Habe diesbezüglich aber keine eigenen Erfahrungen.
So. Jetzt hast Du wohl mehr gelesen als Du wolltest, aber vielleicht war ja eine Brauchbare oder interessante Info dabei??!!
LG + Alles Gute
beca
Hallo Karin,
Schilddrüsen- und andere Laborwerte sind immer nur im Vergleich mit den Normalwerten des bestimmenden Labors zu beurteilen.
Wenn Du Dich nach Absetzen der Hormone nicht wohl fühlst, dann wende Dich an einen Endokrinologen und laß erneut eine komplette SD-Diagnostik machen (Labor, Sono).
Auf keinen Fall würde ich die Tabletten ungefragt weiternehmen. Möglicherweise hat Dein Unwohlsein ja doch andere Gründe.
Alles Gute.
Mfg
s.mb
Hey Beca…
Danke für Deine schnelle und ausführliche Antwort. Habe mal ein bischen auf den Seiten nachgesehen und auch morgen früh nochmal einen Termin bei meinem HA, denn nach einer halben Tablette heute morgen ging es mir deutlich besser und das kann ja nicht normal sein, wenn meine WErte so 100%ig sind.
Mal sehen, was das ergibt.
Ganz vielen, lieben Dank nochmal
Karin
Ganz vielen, lieben Dank für Deine Antwort.
Habe morgen nochmal nen Termin beim HA und dann sehen wir weiter.
LG Karin