Hallo Annie,
Aber diese Gegenmassnahmen, die du beschreibst, können nur
aktiv installiert werden, wenn man sich selber dieser
sogenannten energetisch aufgeladenen Situation bewusst ist.
Dies ist auch Teil der Frage von Igeline. Sensibel sein bedeutet eben nicht gleichzeitig, dass man sich der Ursachen, Arten und Auswirkungen von „energiegeladenen“ Empfindungen automatisch auch bewusst wird oder ist. Entweder man nimmt es bewusst selbst wahr oder wird durch einen anderen durch dessen (Re)aktion darauf gestoßen oder die Dinge nehmen nun mal ihren (unerwünschten) Lauf.
erstens treffe ich ganz sicher nicht diese Massnahmen in
einer Situation, die ich selber als nicht aufgeladen, also
ungefährlich und harmlos empfinde (obwohl sie es in Wahrheit
ist)
Meist nicht, da stimme ich zu. Insbesondere wenn man selbst aufgeregt ist, und dezente Hinweise/Signale des Gegenüber daher übersieht.
Wenn man selbst trotz relativ hoher Sensibilität keine Gefahr bemerkt, dann besteht meist auch kein Bedarf für irgendwelche „Maßnahmen“.
zweitens greifen diese von mir getroffenen Massnahmen
eben auch nur bei mir und nicht bei den anderen, die da mit
hereingezogen wurden und die ja allesamt auch von der
Fragestellerin da herausgeholt werden sollen
Siehe mein Beispiel Kind. Es gibt viele weitere Situationen, nicht nur die der Aggression. Beispielsweise wenn PartnerIn, FreundIn, KollegIn bedrückt, bekümmert, traurig sind (ebenfalls unangenehme „energetische“ Empfindungen. Positive hat Igeline wohl nicht gemeint) ==> In den Arm nehmen oder ähnliche Maßnahmen, je nach gegenseitiger Vertrautheit. Oder eben die Distanz vergrößern, wenn man merkt, dass man keinen Zugang zum anderen findet. Um Zeit zu gewinnen und nicht weiter zu verschärfen und zusätzlich zu belasten.
und drittens (und
das ist der entscheidende Punkt, den ich trotz mehrfachen
Lesens eben überhaupt nicht gerafft habe), was hat das alles
mit Suchtverhalten zu tun?
Das war m.E. ein nachgeschobenes Thema, eine Erweiterung der UP-Gedanken aufgrund der Reaktionen und Nachfragen. Es passt aber dennoch in den weit gefassten Rahmen von Persönlichkeit und Verhalten. Deren Veränderungsmöglichkeiten und Beeinflussbarkeit. Als Beispiel generell Menschen, die vorwiegend und häufig aggressiv reagieren, weil sie sich nicht ausreichend beachtet oder respektiert fühlen. Menschen, die gewohnt sind, dominant zu sein und Gegenwehr/Widerspruch nicht akzeptieren können. Im kleinen Kreis, im größeren. Im Privaten, im Beruf.
…
Wie verhalte ich mich in bestimmten Situationen, wie gehe ich mit mir/anderen und meinem/deren Verhalten um. Die Geschehnisse zu beeinflussen und lenken versuchen.
Franz